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Moonlight Daughter

von Isa-chan
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16
Josef Kostan Mick St. John
27.09.2010
21.09.2012
39
78.585
1
Alle Kapitel
282 Reviews
Dieses Kapitel
15 Reviews
 
 
27.09.2010 1.843
 
Hallo und herzlich willkommen zu meiner ersten Moonlight ff. Ich hoffe sie gefällt euch. Bitte kreuzigt mich nich wenn es nicht so ist.
Viel spaß =)
Ach ja, natürlich gehört mir nichts von der Serie. Den restlichen Blabla kennt ihr ja schon ^^




Die Nacht erstreckte sich über L.A. und verdrängte immer mehr die letzten Strahlen der Sonne. Der Himmel wechselte von einem zarten Rosa, zu einem dunklen Orange, um schließlich komplett schwarz zu werden.
Dies war die perfekte Zeit um aufzustehen. Das dachte sich auch ein gewisser Mick St. John, als er aus seinem schlaf erwachte. Seine Augen gewöhnten sich schnell an die vorherrschende Dunkelheit. Er öffnete seine Kühltruhe und stieg hinaus.
Ja ganz recht, er schlief in einer Kühltruhe. Denn Mick ist kein Mensch, nein er ist ein Vampir. Nichts Ungewöhnliches in dieser großen Stadt. Es gab viele von ihnen. Versteckt, oder auch als Menschen getarnt. So auch er. Als Privatdetektiv verdiente er genug um sich eine schöne Wohnung in einem Hochhaus zu kaufen, für die ein normal Sterblicher womöglich sein ganzes Leben hätte sparen müssen. Aber er war ja kein Sterblicher.

Gemächlich machte er sich auf den Weg in die Küche, um sich sein Frühstück, oder besser gesagt Abendessen, zu machen.
Er öffnete den Kühlschrank und entnahm ihm eine Konserve A positiv. Nicht das leckerste, aber dafür war es leicht zu bekommen. Was auch immer man unter leicht versteht. Er musste schließlich immer in ein Leichenschauhaus, um dort von einem „Dealer“, ja so etwas gab es auch bei Vampiren, sein Blut zu bekommen. Die reicheren Vampire hielten sich auch sogenannte Freshies in ihren Häusern. Personen, meist junge schöne Frauen, die sich freiwillig beißen ließen. Doch die konnten sich wirklich nur die höheren Tiere leisten.
Außerdem widerte es Mick an jemanden zu beißen. Es war seine Einstellung. Niemals jemanden beißen. Erst recht keine Frauen oder kleine Kinder.

Mit seinem Blut und einem Weinglas machte er sich auf ins Wohnzimmer. Es versprach mal wieder eine langweilige Nacht zu werden. Neue Aufträge hatte er keine, und für Hobbys fehlte ihm die Zeit. Was auch immer ein Vampir für ein Hobby haben sollte. Egal.
Er machte es sich also mit seinem „Abendessen“ auf dem Sofa bequem. Es gab ja noch das Fernsehen. Doch um diese Uhrzeit würde wohl kaum etwas Gutes laufen. Gelangweilt zappte er durch die vielen Kanäle.
Nach ein paar Minuten wurde es ihm zu langweilig. Nur was tun? Für einen Club war Mick nicht der Typ. Partys waren noch nie sein Ding gewesen. Ganz im Gegensatz zu seinem besten Freund. Josef Kostan.
Ja er war der Typ zum feiern. Er war zwar schon fast 400 Jahre alt, aber er benahm sich immer noch wie 30. Es war faszinierend.

Micks Problem löste dies allerdings auch nicht. Josef würde nur in seinem Büro sitzen und arbeiten. Das Leben als Millionär war doch nicht so leicht wie alle immer behaupteten.
Seufzend erhob sich der Vampir von seiner Couch und machte sich auf den Weg ins Bad. Vielleicht brachte ihn ja eine gemütliche Dusche auf andere Gedanken.
Das warme Wasser beruhigte ihn wirklich. Auch wenn er nicht wirklich warm bekam, wie auch, er war schließlich schon tot.
Durch seine guten Ohren hörte er plötzlich ein Geräusch. Es war eine sich öffnende Tür. Nichts Ungewöhnliches möchte man meinen. Doch es war SEINE Haustür die da gerade geöffnete wurde. Und zu dieser hatte so gut wie niemand einen Schlüssel. Wenn es Josef gewesen wäre, hätte dieser entweder das Fenster benutzt, oder die Tür geräuschlos geöffnet. Wer also war in seiner Wohnung?
Blitzschnell, für das Menschliche Auge nicht mehr wahrnehmbar, war er aus der Dusche gestiegen und hatte sich angezogen. Automatisch hatte er sich verwandelt. Seine braunen Augen wechselten zu einem eisblau und seine Fangzähne wuchsen.
Ohne auch nur ein einziges Geräusch von sich zu geben war er an der Treppe. In geduckter Haltung schlich er diese hinunter.
Er konnte einen Herzschlag hören, es war also ein Mensch. Doch welcher Mensch der noch bei klarem Verstand ist, traut sich nachts in die Wohnung eines Vampirs. Die Antwort war einfach: Niemand!

Unten angekommen bemerkte er, dass der Einbrecher, denn wer sollte es auch anders sein, im Wohnzimmer war. Micks Sinne waren aufs Äußerste geschärft und er war auf einen möglichen Angriff vorbereitet.
Blitzschnell stand er in der Tür und…war sprachlos. Er hätte alles erwatet. Wirklich alles, doch was er sah machte ihn sprachlos.
Dort stand kein Einbrecher. In seinem Wohnzimmer stand eine junge, wunderschöne Frau.
Sie war etwas kleiner als er und hatte eine schlanke Figur. Welche durch ihre enge schwarze Jeans, den High Heels und der weißen Bluse noch unterstrichen wurde.
Ihre langen braunen Haare lockten sich leicht über ihren Rücken, bis zu ihrem Jeansansatz. Ihre großen dunkelblauen Augen sahen ihn etwas belustigt an.
Das konnte nicht sein, es war einfach unmöglich. Man musste ihm seine Verwirrung wirklich angesehen haben, denn die Frau lachte leise: „Überrascht mich zu sehen Dad?“

„J...Josephine?“, stammelte er vor sich hin. Ihm hatte es doch tatsächlich die Sprache verschlagen. Und das wollte schon etwas heißen.
„Ja Dad, ich bin es wirklich“, ein breites Lächeln zierte ihr Gesicht, welches noch größer wurde als sie plötzlich hoch gehoben wurde.
Überglücklich drückte Mick sie an sich. „Josy, ich kann es gar nicht glauben. Was machst du hier? Und vor allem, wie kommst du hier rein?“
„Dad, jetzt beruhige dich doch bitte. Also wenn du unbedingt willst das ich gehe, dann kann ich das auch machen.“
„Untersteh dich!“
„Das war doch nur ein Witz“, lachend betrachtete sie sein geschocktes Gesicht. „Ich hab doch noch immer einen Schlüssel für die Wohnung. So bin ich rein gekommen. Ich wollte dich am Tag nämlich nicht wecken. Und da ich nicht wusste wo du warst, bin ich einfach hier ins Wohnzimmer gegangen.
Ich hätte vielleicht etwas sagen sollen. Entschuldige bitte.“

Kopfschüttelnd betrachtete er ihre schuldbewusste Miene. So war sie schon immer. Man musste sie einfach lieben. „Na komm Kleines. Setz dich hin und ich hol dir was zu trinken.“
„Alles klar. Aber ich würde mir an deiner Stelle erstmal was anderes anziehen“, schmunzelnd betrachtete sie seine Pyjamahose.
Etwas peinlich berührt zog er sich nun schnell in den oberen Teil seiner Wohnung zurück. So hatte Josephine auch genug Zeit, um sich im Wohnzimmer etwas genauer umzusehen. Viel hatte sich nicht verändert.
Das riesige Bücherregal stand noch immer an der Wand neben der luxuriösen Küche. Auch wenn diese seit Jahren niemand mehr benutzte.
Die gemütliche schwarze Couch lud zum Faulenzen ein. Der offene Kamin brannte ruhig vor sich hin.
Es war alles genau so wie vor ein paar Jahren als sie auszog.

Wenige Minuten später tauchte auch Mick wieder auf. Inzwischen hatte sich Josephine mit einem Glas Wasser an das Fenster verzogen. Dieses bot einen wundervollen Ausblick über das nächtliche L.A.
„Ich muss mich entschuldigen. Ich kann dir leider nicht mehr anbieten. Ich war ja nicht auf dich vorbereitet. Also, was machst du hier?“, abwartend schaute er sie an.
„Ja ich weiß, ich hätte mich anmelden sollen. Aber ich wollte dich doch so gerne überraschen. Also, da ich meinen Uni-Abschluss nun in der Tasche habe, wollte ich wieder hier her ziehen. Leider habe ich noch keine eigene Wohnung, aber das krieg ich hin.“
„Keine Sorge, in der Anfangszeit kannst du gerne wieder hier wohnen. Dann haben wir beide etwas Gesellschaft. Leider kann ich tagsüber nicht da sein. Aber das kennst du ja schon.“
„Aber Dad, das ist doch kein Problem. Ich weiß doch wieso du tagsüber schläfst. Außerdem kann ich mich, wie früher, deinem Schlafrhythmus anpassen. Und bevor du etwas sagst: Mir macht es nichts aus“, grinsend betrachtete sie seinen überraschten Gesichtsausdruck.
Sie hatte sich über die Jahre wirklich nicht verändert. Sie durchschaute ihn wie eine Glasscheibe.

Die Nacht war inzwischen weiter voran geschritten. Mick hatte sich in der Zwischenzeit sein „Abendessen“ genehmigt. Ihr machte das nichts aus. Sie war es schließlich schon gewöhnt.
„Also, erzähl doch mal ein bisschen was. Wie war die Uni?“
„Nun, das war sehr interessant. Nur ein klein wenig ungewohnt. Schließlich war ich sonst immer nachts wach. Aber es hat mir wirklich Spaß gemacht. Aber trotzdem hat mir mein „altes“ Leben gefehlt. Irgendwie fühle ich mich hier am wohlsten“, ein wenig verträumt schaute sie sich um. Anscheinend in die gute alte Zeit zurück versetzt. Über diesen Gesichtsausdruck musste Mick erstmal herzhaft lachen.
Als sie daraufhin schmollte, konnte er einen Lachanfall nicht mehr unterdrücken.
„Hör auf zu lachen!“, ja sie war wütend. Aber sie schmollte weiterhin.
Mit Mühe bekam Mick sich wieder in den Griff. Belustigt schaute er sie an „Ach Josy, du weist doch genau das ich es nicht böse meine. Aber dein Gesichtsausdruck hat mich nun mal an früher erinnert.“

Leicht Lächelnd gab sie sich geschlagen.
„Du hast dich aber auch nicht verändert.“
„Na wie denn auch. Ich bin ein Vampir“, und wieder musste er grinsen.
„Ich meinte damit vom Wesen. Du bist von deiner Art noch genau wie früher. Mit dir kann man einfach lachen, auch wenn du manchmal viel zu ernst bist.“
Augen rollend nahm er diese Aussagen hin.
„Na komm Kleines. Du musst einen anstrengenden Tag gehabt haben. Ruh dich doch erstmal aus. Und morgen Nacht kannst du mir alles erzählen.“
Nickend gab sie ihm zu verstehen dass sie einverstanden war.

„Ich habe hier nichts verändert. Ich hoffe es gefällt dir noch“, damit öffnete er die Tür zu Josy’s altem Zimmer.
Es war wirklich noch genauso wie vor ein paar Jahren. Natürlich hatte man in der Zwischenzeit sauber gemacht, und das nicht nur weil Josy ein sehr unordentlicher Mensch war. Man konnte ja nicht einfach das Zimmer zustauben lassen. Der Raum selbst war nicht überdimensional groß. Und trotzdem passte ein großes Doppelbett aus Kirschholz hinein. Und man hatte trotzdem noch genug Raum um sich zu bewegen.
Die Wände waren in weiß gehalten. Nur die Wand hinter dem Bett war in einem dunklen Bordeaux gestrichen worden. Die Farben harmonierten perfekt mir dem dunklen Holzfußboden.
Auf der linken Seite befand sich ein großer Schreibtisch mit einem Spiegel dahinter. Mädchen brauchten schließlich auch einen Schminktisch.
Auf der rechten Seite stand das große Bett. Eine Tür daneben, führte zu einem begehbaren Kleiderschrank. Gegenüber der Tür, in der die beiden noch immer standen, war die komplette Wand aus Glas. Sie bot einen wunderschönen Ausblick über die Dächer von L.A.
„Natürlich gefällt es mir noch. Meine Sachen hol ich dann morgen ab. Ich hab nämlich momentan nichts bei mir.“
„Kein Thema. Wenn ich dir helfen soll…“
„…werde ich den Stecker der Kühltruhe ziehen“, grinste sie ihn an.
Kopfschüttelnd, jedoch ebenfalls grinsend verließ er das Zimmer, um ihr ein wenig Ruhe zu gönnen.

Sie indes zog sich ihre Schlafklamotten, welche sie in einer kleinen Reisetasche dabei hatte, an. Sie reiste schließlich nicht ganz ohne Gepäck. Und ein T-Shirt, eine Hotpants und Unterwäsche nahmen ja nicht so viel Platz weg.
Danach kuschelte sie sich in die weichen Kissen ihres Bettes und war auch kurz darauf eingeschlafen.



Und wie fandet ihrs?
Hinterlasst mir doch bitte ein review, auch wenn ihr wann kritisieren wollt. Sonst weiß ich ja nicht was ich verbessern soll.

LG
Isa-chan
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