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Smash High (MMFF)

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12 / Gen
Kirby Mario Ness Solid Snake Sonic Zelda
22.09.2010
13.05.2011
14
20.203
 
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22.09.2010 949
 
Hier ist Char Nr. 2 von Dreamer-of-Darkness!

Ein weiteres Mal ging die Sonne über New York auf und tauchte die berühmte Skyline in warmes Licht. Für einen kurzen Moment, als die roten Strahlen Liberty-Island erreichten, schien es als wäre die Fackel der berühmten Statue wirklich ein Flammen aufgegangen.
Einige hundert Meter entfernt saß ein hochgewachsener Teenager in einem langen Mantel auf einem der Wolkenkratzer und betrachtete das Schauspiel. Er kam in den frühen Morgenstunden gerne nach Manhattan, nur um den Sonnenaufgang zu genießen. Er fand ihn immer sehr friedvoll und ruhig.
Er war den ganzen Weg aus der Bronx hierher gekommen, nur um den Sonnenaufgang zu sehen. Doch er sollte sich schnell auf den Rückweg machen, bevor seine Abwesenheit bemerkt wurde. Die Aufseher seines Waisenhauses waren in dieser Hinsicht sehr streng.
Er sah sich um und prüfte den Wind. Aktuell machte die „Stadt der Winde“ ihrem Namen nicht gerade alle Ehre. Es ging nur eine leichte Brise, die der dunkel Ummantelte für kaum störend bei seiner Absteigaktion hielt. Auf ein Hochhaus raufzukommen, war viel einfacher als runterzukommen.
Auch wenn er es erst vor kurzem erfahren hatte, hatte Jonathan übermenschliche Kräfte. Er hatte eine extreme Stärke und Geschwindigkeit vorzuweisen, was ihm beim erklimmen eines Hochhauses sehr zugute kam. Vor allem da er so schnell war, dass er ohne Gefahr ein Gebäude, dass in einem 90° Winkel zum Boden stand, hochrennen konnte. Zudem waren auch seine Sprünge und seine Körpergröße von stattlichen 2,10 Metern beeindruckend.
Jonathan packte seinen Hut fest an. Heute trug er einen schwarzen Cowboyhut, passend zu seinem Mantel und seiner ebenso schwarzen Hose. Bevor er aufgebrochen war hatte er noch zwischen diesem und einem ebenso schwarzen Bowler geschwankt, doch hatte letztendlich den Größeren gewählt. Entscheidungen lagen ihm nicht wirklich.
Er wandte den Kopf rasch hin und her, wobei ihm wiedereinmal sein zu kleines Sichtfeld in die Quere kam. Außergewöhnliche Kraft hatte auch ihren Preis. Durch einen unangenehmen Geburtsfehler war seine Optik um gut 5° pro Seite eingeschränkt.
Schließlich hatte er ein nahes Hochhaus mit den benötigten Anforderungen ausgemacht. Es war locker zwei Stockwerke niedriger als sein aktueller Standpunkt und verfügte über einen Dachaufzug. Außerdem war seine Spitze sehr flach. Gut zum Landen geeignet.
Seine Hand verkrampfte sich in seinen Hut und mit einem unfassbaren Satz landete der Riese auf dem Gebäude gegenüber auf beiden Beinen, konnte aber kaum bremsen. Erst kurz vor dem Abgrund kam er zum stehen und schwankte kurz, nur wenige Zentimeter von dem Tod entfernt.
Stocksteif starrte er hinab in die Tiefe. Das war zu knapp gewesen. Dazu sollte er es nicht mehr kommen lassen. Nie mehr. Er konnte sich vorstellen wie schmerzhaft ein derartiger Tod sein konnte. Zuerst würden die Knochen zu kleinen Splittern, die dann seine inneren Organe aufspießten. Kein schöner Gedanke.
Mit der freien Hand strich Jonathan sich das lange glatte braune Haar aus dem Gesicht. Es ließ ihn, gemeinsam mit seinem langen Mantel, ein wenig wie einen Fremdling aussehen und zwar für jeden den er traf. Es war ihm allerdings auch egal. So ließ man ihn wenigstens in Ruhe.
Als der Junge den Fahrstuhl wieder verließ, fand er sich in einer eleganten Hotelhalle wieder. Mist. Hätte er nicht auf einem Wohnhaus landen können, in dem einem keiner so egal ist wie die anderen Mieter, wo er gar nicht aufgefallen wäre? Zu spät. Schon war er einem der zahlreichen Kellner aufgefallen, die die Gäste, die in der Lobby warteten, mit edlem Kaffee versorgten.
„Verzeihung, Sir...“ begann der Pinguin mit verächtlichem Blick auf Jonathans leicht verdreckten Mantel. „Was machen sie hier? Sind sie einer der Gäste? Wenn nicht muss ich sie bitten dieses Gebäude sofort zu verlassen. Nur Gäste haben das Recht...“
„Lass den Mann mal in Frieden, Pinguinjäckchen.“ Unterbrach ihn die Stimme einer jungen Frau. Als der Kellner sich verärgert umdrehte, wurden seine Züge schnell schlaff. Die Frau war um die fünfundzwanzig, trug ein blaues Kleid und hatte knallpinkes Haar auf dem Kopf. Ihr hübsches Gesicht sah desintressiert auf den Kellner hinab, der unter ihrem Blick schnell an Größe verlor.
„P- P- Prinzessin!“ stotterte der Kellner, doch sie schob ihn mit einem ihrer Arme beiseite und wandte sich an Jonathan. „Sorry, dass dich dieser Versager belästigt hat. Gehe ich Recht in der Annahme, dass dein Name Jonathan ist, du aus dem Lucky Orphan-Waisenhaus in Bronx kommst und nicht das geringste Recht hast, hier zu sein?“
„So... So in etwa...“ brachte Jonathan gerade so zu Stande. Er hatte ein ausgeprägtes Talent dazu zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Diese außergewöhnlich grobe und exzellent informierte Femi-Prinzessin war wieder einmal ein lebender Beweis. Doch warum hatte sie ihn vor dem Kellner gerettet?
„Siehst du...“, sagte sie, als hätte sie die Frage in seinen Gedanken gelesen, was sogar recht Wahrscheinlich war, „Ich bin hier um dich mitzunehmen. Es gibt da eine Schule in Smash-City, die 'Nintendo school of smashing arts', und wir sind sehr interessiert an deiner Teilnahme. Kurz gesagt, wir stellen dir ein Stipendium aus, ein Smash-Kämpfer zu werden.“
Ein Smash-Kämpfer? Jonathan hatte den Begriff schon einmal gehört... Ja! Waren die Smash-Meisterschaften nicht ein weltweit beliebtes Sportereignis zwischen Kämpfern mit außergewöhnlichen Fähigkeiten? Das war eindeutig eine Personengruppe zu der er sich zählen konnte. Und er erhielt quasi eine Einladung sein langweiliges eingesperrtes Leben im Waisenhaus für ein Leben in Berühmtheit als Smash-Kämpfer einzutauschen.
„Ich glaube ich kann zu einem solchen Angebot nicht nein sagen.“ entgegnete er laut. „Na das freut mich! Ich hatte schon befürchtet ich müsste dich niederschlagen und gegen deinen Willen mitnehmen! Aber so ist ja alles gut, oder? Nebenbei, mein Name ist Prinzessin Kumatora. Lass uns einpacken was du brauchst und dann auf zur Smash-High!“
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