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Smash High (MMFF)

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Kirby Mario Ness Solid Snake Sonic Zelda
22.09.2010
13.05.2011
14
20.203
 
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22.09.2010 1.009
 
„Turonga kommt als nächster. Wer war das nochmal?“ Verlegen wischte Milou sich über die Stirn, während sie in die kleine Gruppe blickte. „Der da!“ kam aprupt die Antwort von Tom, der im Schneidersitz auf dem Asphalt hockte, mit der einen Hand seine neue Waffe hielt und mit der anderen auf den blauhaarigen Münchner zeigte. Dieser jedoch schien das gar nicht mitbekommen zu haben, er betrachtete das Gebäude und murmelte dabei leise vor sich hin.
„Das sieht ja mal total krank aus. Nah spitze Turonga, dieses riesenhafte Irrenhaus ist genau der Ort an den du wolltest, nicht war?“ Leicht entnervt winkte Milou mit ihrem Arm um die Aufmerksamkeit des Deutschen auf sich zu ziehen, doch ohne Erfolg. „Hey, Tagträumer!“ brüllte sie ihn direkt an, womit sie ihn schockiert aufschrecken ließ, so dass sie nun seine uneingeschränkte Aufmerksamkeit hatte.
„Jaja, reg dich ab...“ die Stimme war kaum lauter geworden, er war es wohl kaum gewohnt mit anderen zu sprechen, und er starrte abschätzend mit seinen hellgrünen Augen zurück, die wie Suchscheinwerfer ihr Gesicht abzutasten schienen. „Seid ihr Amerikaner alle so schnell wütend?“ war auf ungewohnt fragende Weise von ihm zu vernehmen, es war offenbar nicht als Beleidigung gemeint, sondern als ernsthafte Frage.
Unglücklicherweise entging dieser Unterton Milou, die schließlich auch nicht wusste, dass ihr gegenüber ein buchstäbliches Kellerkind war, weshalb sie äußerst unwirsch mit „Was fällt dir ein? Moe will dich sehen, also verzieh dich und geh zu ihm runter, Weißwurst-Visage!“ beleidigt hockte sie sich möglichst weit von ihm weg auf den Vorplatz, was direkt neben Jonathan war.
Völlig verwundert über diese Reaktion (denn auch Klischees waren ihm fremd) ging Turonga langsam auf den Sanduhr-Bau zu. Erst als die Türen sich hinter ihm geschlossen hatten, brachte er ein leises „Ich mag keine Weißwurst.“ hervor.

„Setzen!“ auch Turonga wurde der Sitzplatz gegenüber Moe's aufgenötigt und ohne irgendwelche Widerworte machte er es sich so bequem wie es eben ging. Den ganzen Weg von der Tür bis zu dem Stuhl folgten ihm Moe's Augen unablässig, studierten jede seiner Bewegungen und ein verhaltenes Lächeln legte sich auf sein Gesicht.
„Turonga Lilmann, Sohn von Septerna und Obediah Lilmann. Ich muss zugeben, du hast es uns ganz schön schwer gemacht!“ mit diesen Worten hob er ein Bündel Papiere auf den Tisch, viel dünner, als es bei Milou und Tom der Fall gewesen war.
„Keine Geburtsurkunde, kein Zeugnis, nicht einmal ein ausgekauter Kaugummi in einem Mülleimer. Wir wussten um ehrlich zu sein bis vor einem Jahr noch nicht einmal dass du existierst! Und allgemein war diese Entdeckung nichts als Zufall. Unser Interesse galt nämlich eigentlich deinem Bruder in Wien.“
Die Erinnerungen an den Tod seines Bruders kamen wieder in Turonga auf doch er schluckte Sie wieder herunter. Jetzt war nicht die richtige Zeit um zu trauern. „In seinem Haus dann, fanden wir in einem Tagebuch erste Hinweise auf ein weiteres Familienmitglied im alten Domizil eurer Eltern. Und als wir angefangen haben es zu beschatten bist du uns tatsächlich aufgefallen, da du das Haus ab und an zum einkaufen oder um Pakete zu verschicken verlassen musstest.
Nachts haben wir deine Mülltonnen durchwühlt und deinen Garten umgegraben.“ Trotz dem weit aufgerissenen Mund von Turonga war die Stimme des Lehrers noch immer so ruhig als würde er über das Wetter reden, nicht über illegale Überwachungsaktionen. Der Junge konnte allerdings vor allem nicht fassen, dass er nichts von diesen Spitzeleien mitbekommen hatte.
„Außer der Leiche deines Bruders, nebenbei, mein Beileid, haben wir aber ein halbes Jahr lang nichts interessantes gefunden.“ fuhr die erbarmungslose Stimme fort. „Doch als du im Sommer einen Heuschnupfen hattest, kam endlich die Antwort auf unsere Gebete angeflattert: Ein gebrauchtes Tempo in der Mülltonne an der Straße. Endlich eine verwertbare DNS-Probe!“
Völlig perplex und wie erstarrt, um jegliche Worte verlegen, war Turonga an seinen Stuhl geklammert. Das verstieß gegen Gesetze, gegen einen GANZEN Haufen Gesetze! „Und rate mal was wir da gefunden haben! Eine Genmutation. Wir haben einen Experten konsultiert und das Ergebnis war eindeutig: Phazon. Das selbe hatten wir auch an der Leiche deines Bruders entdeckt, nur war dies der erste Beweis, dass auch mit dir eine Verschmelzung vorkam, wenn auch mit geringerer Konzentration.
Das alles passte mit einem Vorfall aus Welt 68 zusammen. Die dort befindliche Galaktische Förderation hatte uns unter der Hand erzählt, dass ein Phazontank in einem illegalen Labor, dass einige ihrer Leute gestürmt hatten, urplötzlich hell erleuchtet wurde und eine beträchtliche Menge der Substanz verschwand. Das kann nur deine Portalapparatur gewesen sein!
Nach einigen Tests an freiwilligen Opfern haben wir es geschafft deine Mutation zu simulieren. Offenbar verfügst du über unglaublich scharfe Augen, wenn auch über geringe körperliche Kraft. Deine Haut scheint ebenfalls ziemlich empfindlich. Allgemein bist du ein Schwächling! Und was macht ein Waffenmeister, wenn er ein Weichei das sein Leben ohne Erziehung in seinem Keller verbracht hat und wahrscheinlich auch noch ein Paar Minderwertigkeitskomplexe hat ausrüsten muss?“
Mit einem Schwung hieb er auf einen Knopf auf dem Schaltpult und ein Vorhang tat sich auf. Eine große Auswahl an Schusswaffen tat sich auf. Gewehre, MP's, Revolver, Granatenwerfer... diese Liste ließe sich ins unendliche dehnen. „Man gibt ihm fette Waffen um seine Minderwertigkeit zu kompensieren!“ Grinsend nahm Moe nacheinander zwei rostige 38er Colts hervor und legte sie vor dem Jungen auf den Tisch. „Das sollte für den Anfang reichen. Wenn du mehr Feuerkraft willst, musst du dir in meinem Unterricht mehr davon bauen. Jetzt husch weg und bring mir Risa her!“
Turonga öffnete den Mund um noch eine Bemerkung abzulassen, doch die Worte wollten nicht kommen und so schloss er ihn wieder, auch wenn vieles zu sagen gewesen wäre. Er entschied sich Moe's offenkundig beleidigenden Worte zu ignorieren und verließ den Raum, während er einen Schraubenzieher aus der Hosentasche seiner Jeans holte, und das Halfter langsam im Gehen aufschraubte. „Was für ein Arschloch...“ flüsterte er in der leeren Halle in sich hinein, ehe er wieder den Vorplatz betrat.

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Okay, dass ist nicht der "Twilight-Princess"-Moe. Es ist "Twilight-Princess"-Moe plus Fame, plus Befehlsgewalt plus Waffen ;)
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