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Smash High (MMFF)

MitmachgeschichteAbenteuer, Fantasy / P12
Kirby Mario Ness Solid Snake Sonic Zelda
22.09.2010
13.05.2011
14
20.203
 
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22.09.2010 996
 
„Setzen!“ So heiter wie es denn möglich war, hatte Milou die Tür hinter sich geschlossen. Das hier konnte nicht schlimmer sein, als die Prüfungen in ihrer bisherigen Schule. Derart alltägliche Dinge konnten sie schon lange nicht mehr aus der Fassung bringen. Aber was wäre... wenn ein Duell folgte? Es konnte ja genau so gut sein, dass Moe sie zu einem Zweikampf herausforderte!
Vielleicht legte dieser Mann ihr ja eine Waffe in die Hand und testete daran wie sie sich damit zu verteidigen wusste. Dass er nicht besonders rücksichtsvoll war, hatte sie bereits auf einer gewissen bostoner Müllkippe gemerkt. Und mit Waffen umgehen war nun wirklich ihre Schwäche. Sie konnte keinen Apfel schneiden ohne drei Pflaster zu verschwenden und so chaotisch wie ihre Schlafplanung war, so chaotisch war auch ihr Kampfstil.
Das Mädchen war drauf und dran den Kopf zu verlieren. Auch wenn sie eigentlich relativ mutig war, so konnte ihr keiner Vorwürfe machen anhand einer solchen Bedrohung durchzudrehen. Vielleicht sollte sie einfach umdrehen und wieder verschwinden, zurück in die Staaten und wieder eine High School besuchen, anstatt des verrückten Kämpfer-Internats, in dass sie in Smash-City geraten war.
Doch dann dachte sie an ihre neuen Mitschüler. Diese Jungs, Jonathan, Bernard, Turonga, sogar Saziel, sie alle gingen das Risiko ein. Tom, der sie gerade erst zu diesem Raum geführt hatte, hatte diese Prüfung schließlich auch schon gemeistert, da er ihr voller Stolz seinen neuen Deflektor demonstriert hatte, weshalb ihre Frisur jetzt vollkommen chaotisch war, beinahe wie eine klischeehafte Hexenfrisur aus einem Märchenbuch.
Und schließlich war da noch Risa, das Mädchen dass von Toadsworth verprügelt worden war. Wenn sie es genau nahm, war ihre Bekanntschaft zu machen bisher das Beste an der Schule gewesen. Und jetzt wo sie in Boston von ihrer besten Freundin Mina beim Zaubern beobachtet worden war, konnte sie sich dort nicht mehr blicken lassen, wenn sie nicht mindestens einmal das Turnier gewann.
Mit einem letzten Seufzer, der eine Strähne vor ihren Lippen tanzen ließ, wurde Milou entgültig klar, dass es kein zurück gab. Smash-City würde ihr neues Boston werden, Risa ihre neue Mina und die Smash-High ihre neue High-School. Mit tapferen Schritten ging sie weiter durch den dunklen Gang, in den helleren Raum in dem Moe wartete. Mit einem erwartungsvollen Nicken wies er auf den Stuhl, der sie nun schon eine ganze Weile erwartete und begann unter Zuhilfenahme seiner Papiere seine Befragung.
„Dein Name ist also Milou Sparks, ehemalige Schülerin der American-Junior-High of Boston, Tochter von Andrew Sparks und Mafalda Kittentail?“ gefasst nickte Milou, auch wenn sie selbst den Nachnamen, den ihre Mutter offenbar vor der Hochzeit gehabt hatte, nun zum ersten Mal hörte.
„Das ist schön. Weißt du, ich habe Mafalda vor vielen Jahren mal in Europa getroffen, bevor sie nach Amerika zog und deinen Vater kennen gelernt hat. Sie war die einzige Hexe im Wald von Oxford, die noch kein einziger Trottel mit einem Schlächtermesser herausgefordert hatte, sowohl wegen ihrer Macht, als auch weil sie niemandem jeh schadete. Eine reizende Frau. Man nannte sie auch 'Die weiße Katze von Oxford'. Ich nehme an sie hat dir ihre Kentnisse der Lichtmagie vermacht?“
Erstaunt darüber, dass dieser Mann viel mehr über ihre Mutter wusste als sie selbst, dauerte es ein bisschen bis Milou sich zu einer Antwort durchrang. „J... Ja. Ich bin auch eine Lichtmagierin.“ „Exzellent!“ kam es im Austausch von Moe, der erfreut über die Fortschritte, die er machte, grinste.
Er nahm einen Zettel hervor, der erschreckend nach ihrem Zeugnis der Grundschule aussah, warf kurz einen Blick auf die Noten und ließ ihn dass desinteressiert zu Boden fallen, als nächstes folgte eine Auszeichnung, für die Teilnahme an einem lokalen Marathon. „Ich entnehme, dass du eine gute Läuferin bist. Das hätte ich dir ehrlich gesagt nicht angesehen!“
Milou war nicht sicher ob sie das als Beleidigung oder Kompliment werten sollte, weshalb sie nur mit der absolut nichtssagenden Antwort: „Das ist interessant.“ konterte. Noch immer versuchte sie herauszufinden, wie diese Leute von ihrer Mutter erfahren hatten und an sämtliche Dokumente ihres Lebens kamen. Wahrscheinlich hatten sie schon gewusst, dass sie eine Hexe war, bevor es ihr erzählt wurde. Unmittelbar kam ihr ein Bild vor Augen, wie sie wohl reagiert hätte, wäre Moe nicht nur Überbringer des Stipendiums, sondern auch dieser Nachricht gewesen. Wahrscheinlich ähnlich wie Harry Potter: Mit sprachlosem Unglauben.
„Auch wenn deine Beine anscheinend flink sind,“ war wieder von Moe zu hören, der jetzt exakte Röntgenaufnahmen gegen die Deckenlampe hielt, die mal nach einem Unfall von Milou gemacht worden waren, „scheinst du mir nicht gerade kräftig oder Waffentauglich. Ganz ohne kann ich dich allerdings auch nicht gehen lassen. Doch keine Angst, ich finde für jeden Hirten die passende Flöte.“
Mit einem lauten 'Wisch' fegte er die amtlichen Dokumente, Kindergartenkrakeleien und Spionagefotos Milous vom Schaltpult, vor dem er noch immer saß und drückte einen Knopf. Ein weiterer der zahlreichen gleichen Vorhänge öffnete sich und gab den Blick auf verschiedene knorrige Äste, silberne Taktstöcke und steinerne Zepter frei. Mit geübtem Blick nahm der Schwertkämpfer einen unregelmäßig knotigen Birkenast vom Regal, dessen Länge kaum 20 cm übertraf. Ein kleiner milchig weißer Stein steckte an der Spitze im Holz.
„Das ist ein Zauberstab, Grundausführung. Ich habe mich wegen deiner körperlichen Verweichlichung für den leichtesten entschieden. Und wehe die wenn du diesen Stein verlierst! Er ist der magische Licht-Leiter, ohne ihn ist dieses Stück Holz nur ein nutzloses... Stück Holz. In meinem Unterricht wirst du dir einen neuen Stab bauen, doch dieser Leiter muss als zwingender Bestandteil die Spitze ausmachen. Jetzt geh zurück auf den Hof und schick Turonga rein.“
Erleichtert, dass die Sache weit einfacher und weniger gefährlich verlaufen war, als das Mädchen erwartet hatte, verließ sie den Raum und prägte sich die richtige Tür ein. Bei genauerem Hinsehen bemerkte sie, dass die Türen mit Buchstaben zur Markierung versehen waren. Die Tür zur Waffenkammer war mit „M“ gekennzeichnet. Diese Information im Hinterkopf machte sie sich auf um den Deutschen zu holen.

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Moe ist doch ein Schätzerl^^
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