Fakt oder Fiktion?!

von Madetara
GeschichteMystery / P12
Botan Hiei Jaganishi Kurama Youko Kuwabara Yusuke Urameshi
20.09.2010
20.09.2010
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Mir ist einmal etwas erstaunliches passiert...
Ich war noch jung, wirklich sehr jung.
Wohl gerade mal vier Jahre, aber ich entwickelte damals so eine extreme Selbständigkeit, dass war schon fast wahnsinnig.
Wir waren auf einem Fest. So eines dieser traditionellen Dinge...
Eigentlich ganz spaßig, aber mir wurde doch recht bald langweilig.
Die Älteren waren mit sich beschäftigt und in meinem Alter gab es nicht wirklich jemanden zum spielen.
So machte ich mich daran die Gegend zu erkunden.
Wir waren bei meiner Oma.
Sie lebte, oder tut es eigentlich noch immer, an einem Tempel, Viel mehr, dieser Tempel gehört ihr.
Eine wunder schöne Gegend. So abgelegen von der Stadt. Und so ein riesiges Gelände.
Ein wunderbarer Ort zum spielen und erkunden.
So machte ich mich also auf den Weg und bald schon war ich weit weg vom Tempel und von meiner Familie.
Ich lief in den Wald. Wollte mich einfach mal dort umsehen. Vielleicht fand ich ja ein paar niedliche Tiere zum Spielen.
Immer weiter drang ich vor, bis ich merkte, dass es langsam zu dunkel wurde.
Und das wurde es wirklich, denn die Zeit war wie im Fluge vergangen und es war bereits Abend geworden.
Mit einem mal wollte ich zurück doch...wo war zurück und wo war ich überhaupt?
Die Angst nahm sogleich die Oberhand über mich. Jetzt war das kein aufregende Spiel mehr. Ich wollte einfach nur noch zurück. Zum Tempel. Zu meiner Familie. Zu Mama!
Zu jung um überhaupt sinnvoll zu handeln, eilte ich los. Irgendwo muss es ja zurück gehen. Das konnte doch bestimmt nicht so weit weg sein.
Aber ich verlief mich dadurch nur noch mehr und so langsam löste die Nacht den Abend ab.
Es war dunkel und unheimlich.
Bald schon brach ich in Tränen aus und rief verzweifelt nach meinen Eltern. Nur blieb auch das ohne Erfolg.
Völlig Orientierungslos lief ich immer weiter. Ich sah kaum etwas um mich herum und so kam es, wie es kommen musste. Ich stürzte über irgendwas. Einen Ast, eine Wurzel, was auch immer. Ich viel hin und blieb weinend liegen.
Schluchzend kauerte ich mich zusammen. Ob mich meine Eltern vielleicht suchen und bald hier finden?
Es war mein sehnlichster Wunsch...
Doch ließ mich ein plötzliches Geräusch dich vor mir aus meiner Verzweiflung schrecken und aufsehen.
Und dies ließ mit einem mal meine Angst in Verblüffung umspringen.
Vor mir hockte ein Junge. Ich hörte ihn überhaupt nicht kommen, erst als er vor mir in die Hocke ginge bemerkte ich es.
Er musste in etwa so alt wie ich gewesen sein, wenn nicht sogar ein wenig älter.
Seine Gestalt löste sich vollkommen von der Dunkelheit ab, da er komplett in Weiß gekleidet war. Ja sogar seine Haare waren weiß.
Verdutzt sah ich ihn an und fragend blickte er zurück. Legte dabei sogar den Kopf etwas schief und musterte mich.
Dabei erkannte ich etwas, was von seinem Kopf regelrecht ab stand. Es waren Ohren!
Wie bei solchen Bildern oder im Zeichentrick! Dieser Junge hatte so richtige Tierohren!
Bei diesem Anblick vergaß ich nun endgültig meine Angst und setzte mich auf. Der Junge wich ein klein wenig zurück bei meiner Bewegung, blieb aber weiterhin vor mir hocken.
Und noch eine Weile starrten wir uns regelrecht an. Wohl beide mit der gleichen Neugierde dem anderen gegenüber.
Dann mit einem Mal hielt er mir seine Hand hin. Verdattert sah ich ihn an und er machte seine Aufforderung noch einmal deutlich. So nahm ich sie etwas zögernd und wir standen beide auf.
Er ging los. Ich natürlich hinter her. Wir liefen Hand in Hand durch den dunklen Wald. Dabei ging er so sicher, als wüsste er genau, wo er hin wollte und war dabei auch keineswegs langsam. Er schien sich hier auszukennen.
Aus mir sprudelnden derweil ein Haufen Fragen. Nun wollte ich alles genau wissen.
Wer er war, wie er hieß, woher er kam, was er hier machte, wohin es ging und wahrscheinlich noch einige mehr.
Aber der Junge antwortete auf keine von diesen. Ob er mich überhaupt verstanden hatte?
Irgendwann blieben wir dann stehen. Ich sah mich natürlich sogleich um und zu meinem Erstaunen befanden wir uns am Waldrand. Ich konnte sogar weiter hinten die Lichter des Tempels sehen.
Er hat mich zurück gebracht!
Stimmen ließen mich zur Seite blicken. Stimmen, die meinen Namen riefen.
Und ich erkannte Gestalten am Waldrand, sowie Lichter von Taschenlampen, welche suchend herum geschwenkt wurden. Meine Familie suchte tatsächlich nach mir.
Ich war überglücklich und wollte sofort los laufen, was mich aber stutzig machte. Denn ich konnte es ohne weiteres. Niemand hielt meinen Hand fest.
Verwundert drehte ich den Kopf. Ich war alleine. Ganz alleine stand ich hier. Der seltsame Junge war nirgends zu sehen, als wäre er nie da gewesen und ich hatte auch nicht bemerkt, wie er verschwand.
Zeit zum Suchen hatte ich nicht. Ich wurde bereits bemerkt und von meiner Mutter überglücklich in die Arme genommen.
Auf dem Weg zurück zum Tempel begann ich bereits in kindlicher Hektik von meinem aufregenden Abenteuer zu erzählen. Allerdings wurde ich mehr getadelt, als dass man mir mit Begeisterung zuhörte. Und auch der Bericht von dem Jungen glaubte mir niemand, so dass ich es schon bald schmollend bleiben ließ darüber zu reden.
Warum glaubten Erwachsene einem nie und bezeichneten so etwas mit Einbildung, die ich in meiner Angst hatte?
Ich konnte das einfach nicht verstehen.
Doch mit der Zeit wurde auch für mich die Bezeichnung Einbildung immer kräftiger, je älter ich wurde.
Und mehr und mehr rückte dieses Ereignis in Vergessenheit, wie so vieles andere auch, was man in so jungen Jahren erlebt hat.
Abgestempelt als Fantasie und Träumerei verstaut tief unten in einer Kiste der Kindheit.
Jetzt habe ich ganz andere und wichtigere Dinge im Kopf. Mein Studium war eines davon.
Dazu zog ich in die Stadt, bei der auch der Tempel meiner Oma lag. Weil ich diese Gegend einfach liebe und weil hier sich angeblich eine sehr gute Schule befindet.
So bin ich nun zum ersten mal richtig auf mich alleine gestellt, endlich selbständig!
Und ich freue mich wirklich darauf.

Das dieses seltsame und fast schon vergessene Ereignis von damals aber zum Nährboden bei weiten erstaunlicheren Dingen wird, dass hätte ich nun wirklich nicht erwartet.
Dabei habe ich doch schon mehr als genug Probleme...
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