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Wenn dich der Abgrund lockt

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / MaleSlash
Deidara Gaara Hidan Itachi Uchiha Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
18.09.2010
17.06.2011
31
69.235
6
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18.09.2010 1.180
 
Der Wind spielte kalt und grausam mit den Strähnen des Blonden, zerrte an ihnen und suchte sich auch schnell einen Weg unter die Jacke.
Der Kleine fror erbärmlich, wickelte sich enger in die dünne Jacke und begann ein wenig mit den Füßen zu wippen um sich aufzuwärmen. Doch das half nicht sehr fiel.
Seine Wasserblauen Augen waren auf den Boden geheftet und beobachteten den Regen, welcher sich auf der Straße zu einem kleinen Fluss gesammelt hatte. Seid wann regnete es eigentlich?
Eigentlich hatte der Blonde es schon vergessen, zu lange stand er schon hier.
Vor ihm fuhren ein paar Autos an ihm vorbei und innerlich betete er, dass keiner von ihnen stehen bleiben würde.
Neben ihm stand ein ebenso blonder Mann wie er, aber er war ein paar Jahre älter. „Hey Kleiner“, sprach dieser ihn gerade an. Die beiden kannten sich sehr gut, sie standen schon seid ein paar Monaten nebeneinander in dieser Straße, hier in dieser dunklen Straße.
Die Lampe über dem Kopf des Blonden flackerte gefährlich und drohte auszugehen. Seufzend fuhr er sich durch die kurzen, blonden Haare und blickte dann auf den jungen Mann neben sich. „Was ist denn?“
„Nicht dein Tag heute was?“, fragte der andere nach und auf seinen Lippen bildete sich ein warmes, freundliches Lächeln. Dieses wurde eben so freundlich erwidert. „Nicht wirklich, weiß auch nicht was mit denen heute los ist.“
„Sonst prügeln sie sich um dich“, kicherte der andere und der kleine Blonde wusste wovon er sprach. Vor ein paar Tagen  hatten sich tatsächlich zwei um ihn geprügelt, dumm nur das ihm keiner der beiden gefallen hatte und ein dritter den Vorzug bekam.
Für ihn hatte sich damit nur ein Sprichwort bestätigt. „Wenn zwei sich streiten freut sich der dritte.“

Die schwarzen Haare klebten auf seiner Stirn und genervt wischte er sie sich weg. Heute hatte es gereicht, dass war der letzte Streit mit seinem Bruder, so viel stand mal fest. Sonst war Itachi doch auch immer egal, was sein Bruder machte, aber wenn er dann mal für ein paar Tage die Schule schwänzte, spielte er sich wie ein Vater auf.
Doch der war Tod und das würde auch Itachi nicht ändern können. Wütend trat er gegen einen Kieselstein, der klappernd seinen Weg suchte.
Wo war Sasuke hier eigentlich gelandet? Unsicher sah er sich um, irgendwo in einer dunklen Seitengasse und er wollte nur noch hier weg. Nicht das er hier irgendwo auf einer dieser bestimmten Straßen gelandet war.
Obwohl warum auch nicht, wenn sein Bruder ihn hier erwischte würde das wieder richtig Ärger geben. Mit dem Herrn Anwalt Itachi Uchiha.
Sollte er sich doch was drauf einbilden wenn er wollte, aber Sasuke hatte sich geschworen er würde nicht studieren. Dabei wusste er eigentlich gar nicht so richtig was er sonst machen wollte, auf keinen Fall jedoch das, was sein Bruder von ihm verlangte.
Er war doch nicht seine Marionette.
Genau darum war es auch in dem letzten Streit gegangen. Und dann war er einfach geplatzt, hatte sich seine Sachen geschnappt und war abgehauen.
So schnell würde er auch nicht wieder kommen, dass könnte sich Itachi abschminken, ab jetzt würde er seinen eigenen Weg gehen.
Wenn er doch nur wüsste wo ihn dieser Weg hin bringen sollte. Vielleicht in eben diese dunkle, gruselige Straße in der er sich jetzt befand.
Aufmerksam wanderten die dunklen Augen durch den schmalen Gang, suchten ihn nach Bedrohungen ab und fanden nur ein paar Menschen, die nicht weit entfernt von ihm standen. Der Regen sorgte dafür, dass seine Kleidung an ihm klebte und sich ein kalter Schauer unter die Jacke und den Pullover kroch.
Dort angekommen breitete sich der Schauer auf Sasukes Haut aus und verursachte eine Gänsehaut. Ihm war kalt, es war nass, er hatte kein Dach über dem Kopf und Hunger hatte er auch noch. Irgendwie war das doch alles scheiße.
Denn anstatt seinem Bruder noch einmal alles an Bargeld zu klauen, wie er es schon so oft getan hatte, war er vollkommen überstürzt verschwunden. Vielleicht sollte er noch einmal zurück und dann in der Nacht verschwinden.
Nein das würde nicht gehen, Itachi würde sich ja krank lachen, wenn er wimmernd und winselnd, vor Kälte bibbernd und hungrig wieder nach Hause kommen würde. Dabei wollte er ihm doch zeigen, dass er auch ohne ihn klar kam.
Aus diesem Grund wischte sich Sasuke wieder die Strähne aus dem Gesicht und blickte hoch. Erstaunt stellte er fest, dass eine dunkle Limousine neben ihm stehen geblieben war, hatte sein Bruder ihn doch gefunden? Der fuhr doch auch so einen Schlitten.
Erschrocken merkte er, wie der Fahrer die Fensterscheibe herunter ließ und ihn schleimig anlächelte. „Na Süßer, wie viel nimmst du denn?“
Unsicherheit kroch in Sasuke hoch, der meinte doch nicht wirklich dass, was er grade dachte, oder? Dem perversen Grinser war es allerdings mehr als zuzutrauen, dass er genau das meinte.
„Verpiss dich“, zischte der junge Uchiha und wandte sich zum Gehen, der war doch verrückt, sah er denn aus wie ein Stricher?
Als Sasuke feststellte, dass der Wagen ihn verfolgte, wurde ihm doch etwas mulmig, denn hier würde ihn niemand schreien hören.
„Ach komm schon Süßer, bist wohl noch Jungfrau was? Dafür musst du dich doch nicht schämen, ich Zahl sogar mehr, wenn du noch keine Erfahrungen hast. Ich werde auch vorsichtig sein“, redete der Mann auf ihn ein.
Sasuke musterte ihn kurz, er war nicht mehr mollig sondern eindeutig schon mehr als dick, die Haare klebten fettig an seinem Kopf und wenn er Sasuke so weiter anstarrte würde er noch anfangen zu sabbern.
Dem Uchiha lief es eiskalt über den Rücken, der war ja total widerlich. „Nein, im Leben nicht.“ Damit war für Sasuke die Angelegenheit erledigt und er näherte sich einer flackernden Laterne.
Der Mann jedoch gab überhaupt nicht auf und hielt sogar den Wagen an, als er Anstalten machte auszusteigen, kroch in Sasuke wirkliche Panik hoch. Doch die Wagentür wurde auf einmal von außen wieder zugeknallt.
„Sag mal hast du es mit den Ohren“, zischte ein blonder Junge, scheinbar in Sasukes Alter. „Wenn er dich nicht will, dann will er nicht. Was ich übrigens verstehen kann. Also verpiss dich mit deinem Luxusarsch sonst hast du gleich Probleme.“
„Hey Naruto, alles klar, oder hast du Ärger?“, erklang eine andere Stimme irgendwo von gar nicht weit weg.
In diesem Moment hob der blonde Junge sein Gesicht und für Sasuke war es fast so, als würde er das in Zeitlupe tun. Sein einziger Gedanke war. „Mein Gott ist der süß.“
Die blonden Haare klebten an dem leicht gebräunten Gesicht aus dem vorwitzige, strahlende blaue Augen hervorstachen. Wie gefangen starrte Sasuke sein Gegenüber an, er war schmächtig und ausgemergelt. Auf die vollen, roten Lippen schlich sich ein Lächeln. „Nein, alles klar Deidara, aber danke.“ Dann wandte er sich wieder an den Mann im Auto. „Also, wenn ich nicht dafür sorgen soll, dass du nie wieder einen hoch kriegst, dann verzieh dich.“
Schon drückte der Mann auf das Gaspedal und verschwand mit quietschenden Reifen. Verzaubert beobachtete Sasuke, wie der Kleine, der offensichtlich Naruto hieß, sich durch die Haare strich und dann auf ihn zukam. „Alles in Ordnung?“
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