Hidden Listener - Beyond the deep water

GeschichteDrama / P12 Slash
Adam Monroe Claire Bennet Mr. Bennet Peter Petrelli Zach
17.09.2010
17.09.2010
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Ob es ihm gut ging? Das war allein eine Frage auf die er keine Antwort wusste. Statt zu antworten, starrte er genau an dem Gesicht vorbei, versuchte wieder ruhiger zu werden. Kontrolliere deinen Atem, sagte er sich und zwang ein Lächeln auf sein Gesicht.
„Ja danke. Und dir?“
Sein Gegenüber fing an irgendetwas von einem Footballspiel zu erzählen und nach nur zwei Sätzen hörte Zach nicht mehr zu, sondern starrte wieder Löcher in den Himmel. Wenn er sich doch nur auf tun würde und ihn verschlingen könnte, dann wäre dieses Gefühl weg.
Jesse Murray, einer seiner „besten“ Freunde, redete ohne Punkt und Komma und Zach bekam Panik etwas erwidern zu müssen, denn dazu wäre er weiß Gott nicht in der Lage gewesen. Allein die vier Worte eben haben ihn unheimlich viel Kraft gekostet, viel mehr als er eigentlich besaß, und jetzt war er einfach nur fertig.
„Du, Jesse? Ich muss nach Hause…Mir ist speiübel“, brachte Zach gerade man noch über die Lippen, bevor er zum Wagen sprintete und einstieg. Er schnallte sich nicht an, sondern fuhr sofort los, nach Hause, in Sicherheit.
Das musste eine Täuschung gewesen sein. Bethany, sie war nicht hier!
Zachs Kopf knallte auf die Hupe und das Geräusch ließ ihn wieder auf schrecken. Atmen, Zach, atmen!!!
Bethany, pardon Elle und ihr Vater hatten die Stadt verlassen und versprochen ihn und seine Familie in Ruhe zu lassen. Doch warum hatte er sie eben an der Schule gesehen. Sie war so schön wie immer gewesen. Das war nie im Leben eine Täuschung, aber es musste eine sein! Elle war gefährlich. Sie hasste ihn. Sie hatte angedroht Peter etwas anzutun.
Peter! Er musste ihn anrufen und ihm sagen, dass er Bethany gesehen hat. Zach strich unruhig über die Kette, die ihm Peter gegeben hatte und betete zu Gott, dass es wirklich nur eine optische Täuschung war.
Warum dauerte der Weg nur so lange?
Zach war schon mehrere Meilen über der Geschwindigkeitsbegrenzung und es interessierte ihn nicht. Er wusste, dass er ein guter Fahrer war.
Zachs Blick glitt auf den Beifahrersitz, wo ein Teddy von Claire lag.
Claire! Vielleicht war Bethany auch nur hinter Claire her so wie vor zwei Monaten. Aber seine kleine Schwester konnte sich sehr gut selber verteidigen. Sie hatte Kampftraining genommen, damit ihr nicht noch mal so etwas wie mit Brody Wesley passierte. Und schließlich heilten sich ihre Wunden. Sie würde sich sicherlich gegen Elle verteidigen können. Das konnte sie doch oder?

Zach parkte hurtig und rannte dann ins Haus.
„Dad!“, brüllte er und erst dann fielen ihm die Kisten auf, die im Haus herum standen. Umzugskartons. Zach taumelte einige Schritte rückwärts gegen die verschlossene Haustür und sank an ihr herab. Was zur…?
„Dad!?“, rief Zach noch mal, einige Töne leiser und war verzweifelt. Was bedeutete das alles? Das konnte nur ein Alptraum sein. Bitte, lass es einen gottverdammten Alptraum sein, aber nicht die Wahrheit, nein, Zach wollte nicht umziehen.
Noah Bennet kam aus dem Arbeitszimmer und packte einige Akten in einen Karton.
„Zach, was ist denn los?“, fragte er besorgt und schob sich seine Hornbrille zu Recht. Zach starrte ihn ungläubig an, sein Atem ging noch schneller und nun war ihm wirklich speiübel.
„Wir ziehen um?“, stammelte er und musste die Tränen unterdrücken. Noah zog eine Augenbraue hoch und nickte dann.
„Hier ist es nicht mehr sicher. Wir fahren noch heute, fang an zu packen!“, befahl er dann und verschwand wieder ins Arbeitszimmer. Zitternd stolperte Zach Andrews ihm nach.
„Aber Dad! Wieso? Nein! Ich will nicht umziehen! Ich bleibe hier…“
Noah blickte ihn streng an und zeigte dann auf die Treppe.
„Du hast sie gesehen, stimmt’s? Sonst wärest du noch in der Schule. Sandra holt gerade Lyle und Claire ab und dann packen sie. Beeil dich“
Zach war bewegungsunfähig vor Schock. Sein Dad wusste also, dass Elle wieder da war.
„Warum hast du uns nichts erzählt? Denkst du nicht, dass es uns alle was angeht…“ Noah unterbrach Zach indem er ihn ohrfeigte.
„Geh in dein Zimmer, Sohn und packe!“
Der Tonfall war so absolut, dass Zach nichts mehr sagen konnte. Zitternd und bebend vor Wut ging er nach oben und fing an alles von den Wänden zu reißen. Bilder, von ihm und Peter, Songtexte, alles was ihm etwas bedeutete.
Nein, er wollte nicht gehen. Er wollte hier in Odessa bei Peter Petrelli bleiben. Für immer nur sie beide! Das hatten sie sich versprochen.
Die Klamotten flogen in einige Kartons und Koffer, als Zach einfiel, er könne ja per Telepathie Peter bescheid sagen, doch sobald er versuchte sich zu konzentrieren, hatte er einen unglaublich hohen Ton im Ohr und sein Kopf schien zu explodieren.
„Fuck!“, schrie Zach auf und rieb sich die Schläfen. Das war ihm noch nie passiert, niemals in den paar Monaten, in denen er diese Fähigkeit hatte. Plötzlich ging seine Tür auf und ein dunkelhäutiger Mann kam ins Zimmer. Zach erschrak erst höllisch und wollte mit seinem Buchstabierpokal nach ihm werfen, doch dann besann er sich und erkannte den Mann als Haitianer, einen Mitarbeiter seines Vaters. Der Haitianer nahm wortlos eine volle Umzugkiste und verschwand nach unten. Noch immer rieb sich Zach seine Schläfen, als sein Handy piepte. Na klar, das Handy!
Es war Peter.
>Schreckliches Piepsen im Kopf, du auch?<
Zach hob erstaunt die Augenbrauen und ließ sich auf sein Bett fallen, bevor er eine Antwort tippte.
>JA! Und ich muss noch heute umziehen!<
Keine Minute später zeigte sein Handy eine Antwort an, aber Noah stand im Raum und nahm ihn das Handy weg. Zach starrte ihn wütend an, versuchte ihn an zu betteln, es doch bitte wieder zurückzugeben, aber sein Vater blieb streng und wies ihn an, weiter zu packen.


Claire verschränkte die Arme unter der Brust und zog einen Schmollmund. Das war einfach nicht wahr! Sie wollte nicht umziehen, und sie sah ihrer Mutter an, dass es ihr genauso ging. Lyle hingegen zeigte überhaupt keine Gemütsregung, sondern saß hinten im Auto und sah mechanisch aus dem Fenster.
„Wieso?!“, fragte Claire abermals und bekam wieder die gleiche Antwort: „Weil es dein Vater sagt, deshalb“
Claire befriedigte diese Antwort nicht und seufzte übertrieben.
„Ich will aber nicht!“, keifte sie aggressiv und schlug wütend gegen das Armaturenbrett.
„Es ist besser für unsere Familie“, meinte Sandra langsam und Claire bekam Mitleid mit ihrer Mutter.


Zach sah sich in seinem leeren Zimmer um. Noah hatte gesagt, die Möbel dürften bleiben und nun stand Zachs Bett nackt, leer und verlassen herum. Es hatte keine Seele mehr, war kalt. Traurig ließ sich Zach ein letztes Mal auf das Bett fallen, in welchem er damals mit Bethany geschlafen hatte, in welchem er so viel Kummer verweint hatte. Es tat unbeschreiblich weh.
Und er wusste, dass es zumindest Claire ähnlich ging, hatte sie es doch im ganzen Haus herum geschrien. Noah war zu ihr allerdings weitaus freundlicher und bestätigte damit Zachs Verdacht, dass es um Claire ging. Lyle hingegen war apathisch wie immer gewesen. Früher, also bevor Elle ihm die Schulter verschmort hatte, war Lyle fröhlich gewesen, aber seitdem war er in sich gekehrt und redete noch nicht mal mit Sandra, zu der er ein sehr gutes Verhältnis hatte. Zach fragte sich desöfteren, ob das was damit zu tun hatte, was Noah Lyle erzählt hatte, woher er diese Verletzungen hatte. Lyle hatte jedenfalls von einem Kurzschluss im Haus erzählt, bei der ihn ein Stromschlag traf, und er die Treppe hinunter fiel. Er sah es sogar, wenn Zach versuchte Lyles Gedanken zu lesen und das machte Zach Angst. Wenn Lyles Erinnerungen manipuliert worden sind, vielleicht hatte sein Vater früher auch einiges bei ihm verändert, oder Bethany pardon Elle.
Gerade konnte er allerdings nichts lesen, weil dieses schlimme Piepen immer noch in seinem Kopf war. Es nervte. Es sollte weg- so schnell wie möglich.
„Zach! Komm jetzt! Wir müssen los“, hörte er seinen Vater bellen und gehorchte. Ein letzter Blick, dann flog die Tür zu. Zach rannte die Treppen hinunter, vorbei an einer heulenden Claire, hinaus ans Auto. Und dort stand er, Peter Petrelli, der Freund von Zach, der Mensch, den Zach am allermeisten, neben Claire, liebte.
„Was ist los? Warum…“, stammelte Peter und ließ wie so oft sein Skateboard fallen. Er strich eine Strähne seines dunklen Haares hinters Ohr und lächelte gequält. Zach fand ihn noch schöner als Bethany. Die Vorstellung Peter zu verlieren tat weh und es war schwer für Zach jetzt nicht in Tränen aus zu brechen.
„Steig in den Wagen, Sohn!“, bellte sein Vater hinter ihm, aber das war Zach im Moment egal. Er umarmte Peter. Abschiede waren doch für die Katz. Peter drückte zurück und Zach tat es im Herzen so sehr weh, dass er doch anfing zu weinen. Da zog ihn Noah am Arm und riss ihn weg und bugsierte ihn ins Auto.
„Nein! Und was ist mit Peter!? Ist er nicht auch…“ Noah schnitt Zach das Wort ab.
„Um Peter wird sich hoffentlich gekümmert“, meinte er vielsagend und stieg in den Wagen. Claire saß zusammen mit Lyle und Zach hinten, Sandra auf dem Beifahrersitz. Noah fuhr los und Zach starrte traurig Peter nach.
Verdammt tat das weh.
Er merkte, dass der Spruch wahr war, man merkt echt erst, wie sehr man jemanden liebt, wenn er weg war.
„Scheiße“, murmelte er heiser vor Tränen und biss sich in seine Hand.





Ich habe mich dazu entschieden, Hidden Listener, weiter zu schreiben, weil ich davon geträumt habe. In diesem Traum ging es hauptsächlich um Trennungsschmerz und um die Wahrheit und Ehrlichkeit zu sich selber und genau diese Themen versuche ich in dieser Fortsetzung zu bearbeiten.
Wer den ersten Teil gelesen hat, wird sich ja daran erinnern, dass ich am Ende gelüftet habe, dass Lyle auch Fähigkeiten hat, und dass seine sogar stärker als die von Zach sind, also wird sich ein großer Teil der Geschichte um Lyle drehen. Lyle hat sich im ersten Teil der Geschichte einfach so entwickelt, erst habe ich ihn nur der Vollständigkeit halber erwähnt und hatte den Plan ihn von Bethany ermorden zu lassen, aber dann wurde er immer verschrobener und ich begann ihn zu lieben. Deswegen wird er hier viel mehr zur Handlung beitragen als vorher.
Natürlich tauchen wieder einige bekannte Figuren aus dem echten Heroes Universum auf, die aber wie auch Elle nicht wirklich ihrer Rolle im Original entsprechen. Noah wird in diesem Teil auch öfter auf tauchen und die Handlung somit nicht mehr nur auf Zach und Claires Schultern aus getragen.
Bevor jetzt Leute auf schreien, nein, natürlich werde ich auch schreiben, was mit Peter nach Zachs Umzug passiert ist und die Geschichte bekommt dadurch den mehr Heroes typischen Aufbau, also von Szene zu Szene hin und her.
Wie auch schon beim letzten Mal möchte ich betonen, dass ich nichts gegen Schwule und Lesben habe, und ich niemanden mit dieser Story beleidigen möchte.
Mir gehören diese Charaktere nicht (Außer Alice aus dem letzten Teil *g*) und nur Lyles kraft ist ausgedacht.
So, hoffe auf Reviews.
Mc.


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