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Immer wieder Freitag

von erue
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Cifer Almasy Selphie Tilmitt Xell Dincht
14.09.2010
02.07.2012
10
32.717
3
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
14.09.2010 1.777
 
So Leute, meine erste FF... mal sehen, was daraus wird.
Genre: Drama / Romanze
Pairing: Cifer / Xell

Prolog: Ein ganz normaler Tag

Cifer vernahm ein lautes Poltern und schreckte hoch. Gedankenverloren blickte er sich um und wurde langsam wach. Eine schwarze Katze lief über seinen Schreibtisch und hatte einen seiner Pokale umgeworfen. Wütend sah er auf. „Raus hier“, brüllte er und stand auf. Die Katze erschrak und sprang aus dem Fenster. Verärgert blickte Cifer sich um, wie konnte sich eine Katze in seinem Zimmer verirren, fragte er sich und beschloss, fortan mit geschlossenem Fenster zu schlafen. Es war Freitagmorgen und er war jetzt schon von dem Tag genervt. Zumal er absolut keine Ambitionen hatte, noch einen Tag herum zu gammeln und sich nutzlos vorzukommen.

Nachdem er sich angezogen hatte und geduscht hatte, machte er sich auf in Richtung Mensa um Frühstück zu essen. In der großen Halle traf er auf Selphie, die schon auf ihn gewartet zu haben schien. Er fand sie zwar in gewisser Weise nervig und aufgedreht, doch war er froh, dass er sich endlich, zwei Jahre nach den Vorfällen mit Artemesia und Konsorten mit ihr, Rinoa und Squall mehr oder weniger angefreundet hatte.
„Guten Morgen“, säuselte Selphie, „wollen wir endlich essen gehen? Dann lass uns zusammen gehen“, trällerte sie fröhlich.
>Und das vor meinem ersten Kaffee<, dachte sich Cifer und blickte sie genervt an. „Na schön“, sagte er jedoch schließlich und sie liefen schweigend nebeneinander bis sie die Mensa erreichten. Sie füllten ihre Frühstücksteller und als Selphie Xell entdeckte, winkte sie ihm enthusiastisch zu und bedeutete Cifer, ihr zu folgen.
„Du hast nicht zufällig, Rai-Jin und Fu-Jin irgendwo gesehen?“, murmelte Cifer als er ihr langsam folgte. „Doch, die sind oben in irgendeinem Klassenzimmer gewesen. Gefrühstückt haben sie schon längst.“
>Mist<, dachte Cifer und beschloss außerdem, früher aufzustehen. Es war schließlich fast Mittag. Jedoch folgte er Selphie weiter und setzte sich mit ihr zu Xell an den Tisch. Es war immerhin noch besser, als alleine zu frühstücken.
„Morgen“, grummelte Cifer schnell ohne irgendjemanden dabei anzusehen. Auch Xell schien ähnlich begeistert und nickte nur kurz.
„Also was sagt ihr zum Ball am Sonntag?“, wollte Selphie auf einmal wissen in der Hoffnung, die Spannungen aufzulösen. „Wir haben uns diesmal besondere Mühe gegeben und…“, sie stockte, als sie keine Reaktionen bei den beiden Männern feststellen konnte. „Ihr geht doch hin?“, stieß sie entsetzt hervor. Xell nickte bestimmt und lächelte. „Ich werde auf jeden Fall da sein“, sagte er, während Cifer in seinem Müsli herumrührte. „Mit wem denn?“, wollte Selphie wissen und grinste verschmitzt. Auch Cifer hob interessiert seinen Kopf und sah Xell an. „Nun ja“, stammelte dieser und fasste mit einer Hand an seinen Nacken, „ich werde alleine kommen.“
Die Brünette musste lächeln. „Bis Sonntag ist ja noch Zeit und soweit ich weiß, hat Quistis auch noch niemanden, mit dem sie hingeht.“
„Muss man denn eine Begleitung mitbringen?“, wollte Cifer plötzlich wissen und sah wieder in seine Müslischüssel. Was hatten sie nur aus ihm gemacht, fragte er sich. Früher hätte ihn das alles nicht interessiert, er hätte wahrscheinlich nicht einmal in Betracht gezogen, überhaupt hinzugehen. Aber irgendwann hatte er schließlich doch angefangen, Selphie zu mögen. Jedoch hätte er früher vor allem auch keine Probleme gehabt, eine Begleitung zu finden. Wobei momentan sein einziges Problem war, dass er keine Begleitung finden wollte.
„Na ja, eigentlich war es so geplant“, sie seufzte, „aber macht, was ihr wollt. Hauptsache, ihr seid da.“ Nach ein paar Minuten hatte auch Selphie aufgegessen und fragte Xell, ob er ihr bei einer Unterrichtsstunde helfen wolle. Dieser nickte zustimmend, auch wenn er nicht wirklich begeistert klang. Die beiden verabschiedeten sich also und ließen Cifer alleine in der Mensa zurück. Er sah ihnen nach und war in Gedanken versunken. Wie er sich die alten Zeiten zurücksehnte… Langsam stand er auf, und überlegte sich, was er nun tun sollte. Seit er an den Garden zurückgekehrt war, hatte er keine wirklich sinnvolle Aufgabe übernommen. Selphie versuchte ihn wieder und wieder zu überreden, auch ein Ausbilder zu werden, mit seinen Fertigkeiten könnte er vielen Schülern noch etwas beibringen. Jedoch sah er dazu keinen Grund, jetzt, wo nicht mal mehr die Seeds gebraucht wurden, da ihnen wohl keine erneute Bedrohung fragwürdiger Hexen aus der Zukunft bevorstünde. Dies glaubte er zumindest.

Er verließ die Mensa und ging in Richtung der großen Halle. Nicht wirklich wissend, wohin seine Füße ihn trugen, schlenderte er durch die Gänge und sah sich um. Es wurmte ihn, dass er sich so verloren vorkam und er nichts mit sich anzufangen wusste. Die Gänge waren so gut wie leer, da gerade Unterricht war und somit die Chance, jemanden zu treffen, fast null war. Doch dann erblickte er, Rai-Jin und Fu-Jin, welche am Haupteingang des Gardens an dem Wegweiser standen und sich aufgebracht unterhielten.
„Nein, sie ist mal dort gewesen“, Rai-Jin zeigte in die Mitte des Ringes auf der Tafel und deutete auf Cids Büro. Fu-Jin verdrehte die Augen und sagte nur, „Wut!“
„Trainingshalle“, ergänzte Fu-Jin ihre unglaublich aussagekräftige Bemerkung und zeigte auf diese auf dem Plan.
„Aber sie hat mal gesagt, dass sie mal Angst vor dem Dino-Teil hat.“
„Archeodino.“
„Aber sie möchte mal nicht alleine kämpfen und ist mal zu schwach.“
Cifer blieb hinter ihnen stehen und lachte. „Was macht ihr denn hier?“ Rai-Jin blickte sich um und begrüßte seinen Freund. „Cifer, endlich bist du mal aufgestanden. Wir haben mal vorhin in der Mensa auf dich gewartet.“
„Zustimmung.“
Er legte den Kopf schief und schaute die beiden amüsiert an. „Ich bin doch nicht so der Frühaufsteher“, räumte er ein. „Was macht ihr denn hier?“ Doch eigentlich interessierte es ihn nicht sonderlich, da ihm die ständigen Auseinandersetzungen Rai-Jins und Fu-Jins auf die Nerven gingen. Wie so vieles. „Fu-Jin hat mal ihre Schlüssel verloren, wir überlegen, wer sie mal genommen haben könnte.“
„Interessant“, antwortete Cifer nur und setzte sich auf eine Bank und betrachtete die beiden. „Also, vom rumstehen und diskutieren, werdet ihr sie auch nicht finden.“ Er blickte genervt zu Boden, das sah Fu-Jin gar nicht ähnlich, da sie sonst so vorsichtig mit allem war. Einige Minuten verfolgte er noch das Gespräch als er plötzlich Rinoa erblickte, die von irgendwo her angerannt kam und aufgebracht wirkte. „Hey, was ist denn los?“, rief er ihr zu und ertappte sich sogar dabei, wie er ihr zuwinkte.
Sie blickte aber nur kurz verwirrt zu ihnen herüber und schrie, dass sie es eilig hätte und zu spät käme, dann war sie auch schon in den Fahrstuhl gestiegen und nach oben gefahren. Er dachte sich nichts dabei und trat erneut hinter seine Freunde. „Ich schlage vor, dass ihr jetzt entweder mitkommt in die Trainingshalle, mit mir übt und ruhig seid“, er legte jeweils eine Hand auf die Schultern von Rai-Jin und Fu-Jin, die noch immer vor der Tafel standen. „Oder ihr geht an einen der zehn möglichen Orte, wo Fu-Jin ihre Schlüssel verloren haben könnte oder ins Fundbüro und hört auf zu diskutieren.“ Die beiden sahen ihn bestimmt an und Fu-Jin nickte nur und lief los. „Wo willst du mal hin?“, fragte Rai-Jin, winkte Cifer noch kurz zu und lief ihr hinterher.

>Toll<, dachte sich Cifer, >wieder lassen sie mich hier stehen<, als er das zweite Mal heute allein gelassen wurde. Doch kümmerte ihn es nicht weiter und er machte sich auf zu seinem Zimmer um seine Gunblade zu holen und danach in die Trainingshalle, um ein wenig zu trainieren und seinen Kopf freizukriegen. Auf dem Weg dorthin zog er für einen kurzen Moment in Betracht, noch jemanden zu suchen, der mit ihm zu dem Ball gehen würde. Er wusste von Selphie, dass Quistis noch frei war. Doch verwarf er den Gedanken schnell wieder, als ihm einfiel, wie er sie damals, als sie noch seine Ausbilderin war, verabscheut hatte. Außerdem hätte Selphie ja angedeutet, dass Xell mit ihr hingehen könnte, was dieser vermutlich auch täte. Er überlegte, was es für einen Grund gab, dass er mit Xell einfach nicht warm wurde. Schließlich hatte er doch endlich, nachdem Selphie ihn jedes Mal böse angesehen hatte, aufgehört Xell ‚Hasenfuß‘ zu nennen. Bei dem Gedanken an Xells wutverzehrtes Gesicht und sein dämliches, angriffslustiges Auf- und Abgehüpfe, musste er grinsen. Vielleicht war er doch ganz in Ordnung…
Kurz darauf betrat der junge Mann die Trainingshalle. Auch sie war unheimlich leer, abgesehen von den Monstern.
Einige Stunden trainierte Cifer alleine in der Halle. Die Monster waren nicht sonderlich schwer zu erledigen, es machte ihm einfach keinen Spaß, sich den ganzen Tag alleine zu beschäftigen. Als er völlig die Lust verlor, betrat er die Aussichtsplattform auf der Rückseite der Halle und lehnte sich an das Geländer. Seinen Mantel zog er aus und legte ihn neben sich ab. Er beschloss, ab morgen etwas Sinnvolleres mit sich anzufangen und vielleicht Selphies Vorschlag nachzugeben, und wenigstens in Betracht zu ziehen, eine Ausbilderstelle anzunehmen. Kraftlos ließ er den Kopf hängen und betrachtete die Berge hinter denen die Sonne bereits verschwunden war und einen feuerroten Himmel zurückließ. Es wurde viel zu schnell dunkel und er verlor das Interesse an der frischen Luft zu sein, daher schnappte er sich seinen Mantel und ging in die Halle zurück. Es wurde langsam Zeit Abendbrot zu essen und vielleicht zur Abwechslung mal etwas mit seinen neuen Freunden zu unternehmen. Viel zu oft haben sie ihn schon gefragt – vor allem Selphie – doch er hatte immer abgelehnt, da er sich immer noch ziemlich fehl am Platze fühlte und nicht das Gefühl haben wollte, aus Mitleid bei ihnen aufgenommen zu werden.

Als er erneut die große Halle betrat, wurde er fast von Selphie umgerannt. Er musste lachen, doch dieser schien gar nicht nach Lachen zumute zu sein. „Hey Selphie, was hast du denn?“
Sie hielt kurz inne. „Hast du die Durchsage nicht gehört? Wir sollen schnell in Cids Büro kommen… etwas Schreckliches ist passiert.“ Er verstand nicht.
„Soll ich mitkommen?“
Ohne ein weiteres Wort lief sie wieder los. Er verstand das als ein „ja“ und folgte ihr. Kurz darauf stiegen sie in den Fahrstuhl. Selphie drückte gedankenverloren die Taste für Cids Büro. Da sie nun nicht mehr rennen konnte, betrachtete er sie kurz und glaubte eine Träne über ihr Gesicht laufen zu sehen. „Weißt du, was los ist?“, fragte er auf einmal gespannt.
„Ding“, machte der Fahrstuhl plötzlich und die Türen öffneten sich. Sie verließ den Aufzug während er wie angewurzelt stehen blieb. Plötzlich stoppte auch sie und ohne sich herumzudrehen sagte sie kühl und doch mit einem deutlichen Zittern in der Stimme: „Xell wurde ermordet.“

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Das zweite Kapitel stell ich natürlich auch gleich hoch, weil das hier fies ist.
Danach geht es erst richtig los.
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