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A Love Play

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Kakashi Hatake Naruto Uzumaki Sakura Haruno Sasuke Uchiha Shikaku Nara Temari
09.09.2010
15.10.2010
7
28.926
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09.09.2010 1.444
 
A Love Play – Prolog

Scene One
Day 2

„Also dann!“, Temari stand ein wenig unschlüssig vor den Toren Konohagakures, ihren Fächer umgebunden, sowie die weiße Schärpe, die sie als Repräsentantin ihres Landes auszeichnete, zusammen mit dem blitzenden Metall, welches früher ihr Stirnband geziert hatte.
„Ja, dann...gute Heimreise“, antwortete Shikamaru und steckte seine Hände in die Hosentaschen. Gott, wie er Verabschiedungen hasste! Sie waren so lästig. Warum konnten die Menschen nicht einfach alle an einem Ort wohnen, dann wäre auch das gegenseitige Besuchen nicht mit so viel Aufwand verbunden?
Die Blonde grinste.
„Ich hoffe, du wirst mich gefälligst vermissen!“
Shikamaru zog die Augenbrauen nach oben.
„Sollte ich das?“
Temari lachte.
„Klar! Ich meine, ich bin deine einzige Entschuldigung, dich hemmungslos betrinken zu können, oder? So sehr, dass du...Verzeihung wir... „weiße Mäuse“ sehen!“ Ihre Augen funkelten spöttisch, als sie sah, wie Shikamaru rosa anlief.
„Sag’ bloß, du erinnerst dich daran. Ich dachte, du warst komplett weggetreten, so wie du in meinen Armen lagst“, erwiderte er mit möglichst lässiger Stimme.
„Ich erinnere mich immer an die schönsten Sachen: Wie du vor dem Operationssaal geheult hast... das mit den Armen gehört leider nicht dazu, da ich muss dich enttäuschen.“
„Okay, ich werde es verkraften.“ Der Brünette seufzte genervt, da ihm nichts Passenderes einfiel.
„Keine Sorge!“, meinte sie mit ein wenig gesenkter Stimme und ernster als sie es zuvor gewesen war.  „Ich werde es keinem erzählen. Ich meine, es geht uns nichts an, mich noch weniger als dich. Ich muss nicht tagtäglich mit ihnen zusammenarbeiten.“
„Wir wissen noch nicht einmal, ob es überhaupt stimmt“, wandte Shikamaru halbherzig protestierend ein. Temaris Mundwinkel zuckten erneut spöttisch.
„Dann waren sie noch besoffener als wir. Vor allem habe ich auch gehört, was Kakashi-san sagte.“ Shikamaru verdeckte genervt das Gesicht mit den Händen.
„Morgen weiß es die Boulevardpresse“, setzte die Blonde schonungslos nach.
„Das kann ich mir selbst denken“, knurrte der Brünette zwischen den Händen hervor. Er hob den Blick.
„Vielleicht auch erst übermorgen.“ Temari zog belustigt eine Augenbraue nach oben.
„Wie dem auch sei“, wechselte sie geschäftig das Thema, überprüfte noch einmal ihre Handschuhe, „ich schreibe, sobald ich in Sunagakure angekommen bin. Mal sehen, wie Kankuro so ohne mich ausgekommen ist.“
„Ich dachte, er hat noch den Vorkoster, mit dem er sich betrinken kann“, meinte der Brünette trocken und Temari zuckte leicht mit den Schultern.
„Klar. Und er hat auch noch Gaara, der das geflissentlich ignoriert. Aber irgendjemand muss ja überprüfen, ob meine geheimen Alkoholvorräte noch intakt sind und da nur ich weiß, wo diese sind...“
„Wenn doch du’s nur weißt, wie soll er sich dann mit deinen Vorräten besaufen?“
Die Blonde blickte Shikamaru direkt an.
„Es rührt mich, dass du mich sosehr vermisst, um für mich sogar Einwände zum Bleiben zu finden!“
„Komm, hör’ schon auf!“, schoss der Brünette den Konversationsball wieder zurück zu ihr. Um sie herum strömten alle zurück zu ihren Heimatorten und –ländern, lachend, ausgelassen. Es war schön mitanzusehen, wie die ganze Welt glücklich war, trotzdem verkrampfte sich Shikamarus Magen bei dem Gedanken, dass sie gleich würde gehen müssen.
Er mochte Temari. Er hatte keinen Kumpel und keine Freundin, die so waren wie sie. Intelligent wie Sakura, doch viel fröhlicher als diese in letzter Zeit. Frech wie Ino, ohne deren Koketterie und - wenn sie wollte - gutmütig wie Choji, allerdings geistig um einiges reger.
„Wann beginnen dieses Jahr denn die Chuuninauswahlprüfungen für das Winterhalbjahr?“, fragte er stattdessen. Sie zuckte ein wenig mit den Schultern.
„Das wird noch dauern. Aber–“ sie schloss kurz die Augen, „wenn du dich auch bewirbst, dann schau’ ich, dass ich den Posten wieder zugeteilt bekomme. Sind sowieso alle froh, wenn dieser Kelch an ihnen vorübergeht. Obwohl wir dieses Jahr einige viel versprechende Talente dabei haben.“
„Mendokusai“, schimpfte Shikamaru leise, nickte aber.
„Gut! Also dann...“ und bevor der Brünette sich auch nur rühren, geschweige wehren konnte, hatte die junge Frau sich vorgelehnt, ihm einen Kuss auf den Mund gedrückt, sich rasch umgedreht und hastig in die Menschenmenge eingereiht. Bevor sie es bereuen konnte oder er merken könnte, dass ihre Wangen rosa angelaufen waren.
Angenehm überrascht berührte Shikamaru seine Lippen. Er grinste und murmelte mit dunkelroten Ohren: „Du bist anstrengend, Temari-ko.“
Und da sie ihn sowieso nicht mehr sehen konnte, machte er sich nicht die Mühe zu winken, sondern drehte sich einfach um und ging seines Weges.

° ° °

Scene Two
Day 2

Ohne Hast schloss sich die Fremde den Menschenmassen an, die aus Konohagakure hinausströmten, lachten, schwatzten und sich Zitate der Rede des Shichidaime gegenseitig vorsprachen. Zwanzig Meter von ihr entfernt ragten die pompösen Tore Konohagakures in den Himmel hinaus und verdeckten die Baumspitzen des dahinter liegenden Waldes.
Lächerlich.
Niemand benötigte in diesen Jahren die großen Tore vergangener Zeiten. Sie waren die Dinosaurier aus einer Epoche, in der die wahren, starken Klans gelebt, in den Jahren, in denen Namen wie Terumii, Kaguya und Uchiha noch Angst und Schrecken verbreitet hatten. Niemand konnte etwas gegen sie unternehmen, die Übermächtigen, die ihr Glück als selbstverständlich ansahen und sich für etwas Besseres hielten. Doch damit war es vorbei. Glücklicherweise.
Es herrschte Frieden, Dekadenz machte sich überall dort breit, wo der Wohlstand die Bevölkerung erreicht hatte; in den Ländern, in denen nicht gehungert wurde, dort, wo die allermeisten Menschen ein festes Dach über dem Kopf hatten und Kleidung, die nicht an den Nähten auseinanderfiel, da sie schon von drei Menschen zuvor getragen und davor bereits mehrere Male neu vernäht worden war. Ja, die sorglose Dekadenz der Götter im Paradiesgarten. Man konnte sie überall sehen, die unüberlegte Fröhlichkeit, die beschränkte Vorsicht und die unbegründete Annahme, alles bliebe so wie es war. Die Großmächte suhlten sich in den Leichen all derer, die unverschuldet in ihren Kämpfen gestorben waren, die in den kleinen friedfertigen Ländern ihre Eltern, Kinder, Geschwister, Einkommen und Hoffnungen zwischen Kunai und Shuriken verloren hatten, da Shinobi mit ihren Kekkei Genkai und ihren Stirnbändern der Großen Fünf sich das Recht nahmen, ihre Streitigkeiten auf „neutralem“ Boden auszutragen. Neutral bedeutete in dem Fall unfähig, sich zu wehren.
Nur noch wenige Meter trennten die Fremde von den Toren Konohagakures. Sie musste aus dieser Stadt heraus, ihre Ignoranz dem Leiden gegenüber nahm ihr die Luft zum Atmen.
Die Sonne brannte unerbittlich auf die Journalisten, die Politiker und Schaulustigen aus ganz Hi no Kuni herab, die gekommen waren, um einem Tölpel zuzuhören, der ein Monster in sich trug und immer schon einen Titel für sich beanspruchte, der mit dem Blut ihrer Familie, aller Familien dieser Welt geschaffen worden war. Beraten von einem verzogenen Bengel, kaum jünger als sie und doch so von sich überzeugt, dass er Platz für drei beanspruchte. Sein Leiden erhob ihn über alle, mit seinen Tränen und seiner Wut durfte er alles rechtfertigen, Mord, Verrat, Kollaboration, Blutsfehden, es gab nichts, was ihm nicht verziehen wurde, hatte er doch so gelitten.
Als hätte sie niemals geweint, als hätte sie sich niemals Rache geschworen. Erhob sie ihre Trauer über alle anderen, die auch verraten und gedemütigt worden waren?
Nichts brachte die Toten zurück, dachte die Fremde, als sie problemlos das Tor passierte und hinaus in die Freiheit trat. Welche Narren dachten bloß, mit einer Passkontrolle könnte man irgendjemanden herausfiltern?
Die großen Ninjareiche waren wie alte Felsen, fest, unbeweglich. Das würde ihr Untergang sein.
Der heutige Krieg wurde nicht mehr auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Bis heute war niemand in der Lage, den Großmächten in puncto Militär irgendetwas nachzumachen.
Aber ein kleiner Anschlag hier, ein winziger Mord dort, ein brennender Turm, Waffenlieferungsengpässe... dem konnten Soldaten nichts entgegensetzten.
Guerilla.
Niemand würde sie aufhalten. Kein Uchiha Sasuke, kein Nara Shikamaru, kein Uzumaki Naruto.
Die Fremde wurde von hinten angestupst. Sie drehte sich leicht um, erkannte die andere Person und lächelte leicht.
„Hast du die Pläne, Shiju?“ Die Angesprochene nickte und schloss zu der Fremden auf.
„Sie wissen nichts“, murmelte sie aus ihren Mundwinkeln, „sie haben absolut keinen Dunst. Nicht den blassesten Schimmer.“
Die Fremde nickte.
„Gut. Der nächste Mord verläuft wie geplant. Wir haben jetzt alle Pläne, die wir brauchen.“
Shiju zögerte.
„Hast du die Rede gehört? Ich war noch Material beschaffen in der Zeit.“
„Sie beeindruckt jemanden, der nicht dem Deppen zugesehen hat, wie er abends verzweifelt den Text auswendig lernte. So weit ich es beurteilen kann, weiß er noch nicht einmal genau, dass seine Einheiten niedergemetzelt werden. Gestern Morgen im Konferenzsaal konnte er nur diese Brünette aufrufen, sonst nichts.“ Sie schnaubte und die Angesprochene grinste.
„Tenten, Waffenexpertin.“
„Die Freundin von diesem Hyuuga, ich weiß.“
Mit einem letzten spöttischen Grinsen wandte sich die Fremde zu Konohagakure um.
„Konohagakure! Ich komme wieder, mon amour!“ Shiju prustete und hielt sich schnell die Hand vor den Mund.
Und wie sie wiederkommen würde. Zu tausenden würden sie zusehen, wie die Stadt in Flammen stand.
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