Das Leben der Dubhe

SongficAllgemein / P16
Dubhe
07.09.2010
07.09.2010
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Okay, ich versuche es jetzt einfach mal. Nach dem ich die Bücher gelesen hatte, hörte ich diesen Song und dachte nur eins: Perfekt für Dubhe.
Ich danke meiner überaus begabten Beta-Leserin: Marion
Danke, ohne dich wäre sie nicht so gut.

Der Song stammt von Skillet und heisst Monster.
Viel Spass damit.


Das Leben der Dubhe

Dubhe stand vor dem Gebäude der Gilde.
Noch einmal drehte sie sich zu Ido um, der Learco, Theana und San befreien würde.
„Halt Learco von mir fern, er soll mich nicht sehen, nicht so!“
Der alte Gnom nickte und Dubhe drehte sich um.
Einige Sekunden versuchte sie, die Bestie noch zu kontrollieren, dann liess sie Sie frei.

The secret side of me
I never let you see
I keep it caged


“Verschwinde, ich werde dir nur den Tod und die Verzweiflung bringen.”
Sie lief vor ihm weg, spürte die Verzweiflung, die sich in ihr aufbaute.
Das Gesicht der Bestie zeigte sich auf verschiedene Arten, doch immer war es hässlich,
trieb sie weg von allem, machte sie einsam.

So stay away from me
The Beast is ugly


Sie war umzingelt von Räubern.
Jeder einzelne blickte sie lüstern an.
„Komm schon Kleines, wenn du dich nicht wehrst, tut es auch nicht so weh.“
Sie spürte ihre eigene Wut,  sich mit der  der Bestie vermischen,  konnte sie, sich, nicht mehr zurückhalten.

I feel the rage
And I just can’t hold it


Sie stand in den Hallen des Rates,  sie spürte wie der Trank gegen die Bestie  nachliess.
Die Bestie erwachte langsam, aber stetig.
Kratzte an ihren mentalen Barrieren.  Wurde immer schwieriger zu kontrollieren.

It’s scratching on the walls
...
It comes awake


Ob sie im Bett lag oder über den Markt lief.
Ob sie schlief oder wach war  - die Bestie war immer da.
Gaukelte ihr Bilder vor, vergiftete ihren Kopf.
Wieso konnte ihr niemand helfen?
Wieso musste sie das ertragen?

Why won’t somebody come, and save me from this?
Make it end!


Sie spürte die Bestie. Sie spürte sie zu jeder Zeit, mit jeder Faser ihres Körpers.
Fühlte sie unter ihrer Haut, wo die Bestie sich wieder verkrochen hatte.
Sie stand vor fünf Kadavern, die einmal Räuber gewesen waren. Nun lagen sie aufgeschlitzt, mit heraushängenden Gedärmen, warteten auf die Aasgeier.
Die Bestie, die sie immer noch dicht unter der Oberfläche sich winden spürte, war herausgekommen, hatte ein Blutbad angerichtet.
Sie konnte sich nichts mehr vormachen - sie war ein Monster.

I feel it deep within
It’s just beneath the skin


Es war Nacht. Dubhe lag alleine in ihrer Kammer in der Gilde.
Immer wieder sah sie Bilder der Ereignisse vor sich,  seit sie die Bestie in sich trug.
Sie schmeckte das Blut, das sie vergossen hatte. Hasste sich dafür, sich nicht kontrollieren zu können.
Trotz all dem Ekel, dem Hass, musste sie sich eingestehen, dass sie  zum Monster wurde.

I hate what I’ve become
The nightmare’s just begun


„Verdammt, Theana, ich brauche diesen Trank! Die Bestie muss eingeschlossen werden! Sie darf nicht mordend herumlaufen!“ Panik stieg in ihr auf. Die Bestie wurde unruhig, kratzte an ihrem Käfig. Sie spürte, dass die Freiheit nah war.

My secret side I keep
Hid under lock and key


“Wieso? Wieso verschliesst du einen Teil deiner selbst? Wieso tust du dir  damit weh?” fragte Lonerin.
„Wenn ich diesen Teil meiner selbst freilasse, werden Tod und Verderbnis herrschen. Und ich werde, gefangen in mir selbst, alles ansehen müssen. Es würde mich zerstören.“ Diese Worte, ausgesprochen ohne Bedenken, stoppten jeden weiteren Einwurf Lonerins.

Cause if I let him out
He'll tear me up
And break me down


Die Bestie schlug ihre Krallen in einen weiteren Assassinen der Gilde. Er wurde regelrecht zerfetzt. Dubhe sah das alles mit ihren eigenen Augen.  Aber sie konnte  nicht aufhalten, dass einer ihrer Kameraden als Klumpen Fleisch endete.

Why won't somebody come and save me from this?
Make it end!


“Temar! Neeeein!” Wieder hatte er einen Kameraden verloren. Auch unter der antrainierten Gefühlslosigkeit der Assassinen, blühten Freundschaften auf. Nun musste er mit ansehen, wie einer seiner Freunde nach dem anderen dahin gemetzelt wurde – von einer Bestie.
Konnte ihnen denn niemand helfen?

The nightmare's just begun

Niedal sass zusammengekauert in einer dunklen Ecke. Er hatte seine Ausbildung gerade erst begonnen. Er konnte nichts.  Er besass  nicht die Kälte der älteren Gildenmitglieder.
Doch die Bestie fand auch ihn, metzelte den kleinen Jungen gnadenlos nieder.  Sie hinterliess nichts, was noch an Niedal erinnerte.
Nihal sah es,  ohne eingreifen zu können. Sie schrie, schrie bis sie keine Stimme mehr besass.  Aber niemand hörte sie. Niemand hielt dieses Monster auf. Niemand konnte es aufhalten.

It's hiding in the dark
It's teeth are razor sharp


Ihr Geist, ihr Wille zerbrach. Sie hatte keine Kraft mehr, sich gegen die Bestie zu wehren. Sie wurde immer weiter an den Rand ihres Bewusstseins gedrängt. Sie spürte wie die Bestie  tief in sie hineindrang. Bis in den kleinsten Winkel ihres Geistes und alles übernahm.

There's no escape for me
It wants my soul,
It wants my heart


Irgendwo in der Hülle, die einst  Dubhe  war, steckte  noch ein winziger  Funke ihrer selbst. Zu schwach um  etwas auszurichten, aber gross genug, um zu wissen, was sie getan hatte. Und dieser winzige kleine Funke, der Dubhe war, hasste sich dafür.
Die Bestie zog derweil von Land zu Land. Suchte sich Beute, wurde gejagt. Doch kein Jäger war je lebend zurückgekehrt.
Die Menschen fürchteten diesen Albtraum und beteten das sie nie kommen möge.

I hate what I've become
The nightmare's just begun
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