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Stumme Schreie

von Beachum
GeschichteKrimi / P16 / Gen
Javier Esposito Kate Beckett Kevin Ryan Lanie Parish Richard Castle
06.09.2010
25.09.2010
20
30.991
 
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06.09.2010 727
 
Prolog

New York City,
Manhattan, Lower East Side
Vladeck Park



Ein kalter Wind fegte durch den Park, leise rascheln die Blätter. Insekten krabbeln aufgeregt über den feuchten Erdboden, etwas hatte sich in ihr Revier gewagt, die schwere Schritte des Eindringlingen ließen den Boden erbeben.
Ein Latino keuchte leise, als er endlich den schweren Sack ablegen konnte. Er blickte sich in der Gegend um – es war der perfekte Ort. Kein Jogger oder Spaziergänger würde die Leiche sofort sehen, vielleicht nach ein paar Tagen, durch den penetranten Geruch, doch dann waren viele Beweise zerstört. Er hoffte das die Natur ihm dabei half die Leiche schnell zuentsorgen. Erst würden die Fliegen kommen, ihre Eier ablegen und warten. Die geschlüpften Larven würden sich auf das Büfett stürzen und danach kamen die Ameisen. Langsam zerlegen sie die Leiche, welche wie er hoffte dann schon aufgedunsen war.
Doch soweit war es noch lange nicht, er schleppte den Sack ein Stückchen weiter ins Gebüsch. Eigentlich wollte er sie in der Plastiktüte lassen, doch sein Boss befahl ihm die Tüte anderweitig zu entsorgen, niemand konnte ihnen garantieren das kein einziger Beweis auf dieser zu finden war.
Die Spurentechnik heutzutage ließ jeden Kriminellen, solange er bei Verstand war, genau überlegen wie er am besten seine Spuren verwischen konnte. Einfach war es weiß Gott nicht, aber schlampig zu sein war immer die falsche Option.
Der Latino zog sein KA-BAR Kampfmesser aus der Scheide und zerschnitt den Plastiksack. Sein rascheln machte ihn ein kleinwenig nervös, schnell packte er die Leiche aus und knüllte den Sack zusammen. Sein Blick legte sich auf das tote Mädchen vor ihm. Ihre Augen blickten leblos und verblasst gen Himmel. Der Latino nahm sich ein paar große Äste und legte sie sorgsam auf die Leiche.
Nach mehreren Minuten schaute er auf sein Werk und lächelte zufrieden, wenigsten einmal ging alles nach Plan. Seine Sorge war berechtigt, auch um diese Uhrzeit waren noch einige Passanten unterwegs. Meistens waren es nur Junkies, Bettler, Obdachlose oder Kids, welche unerlaubt Alkohol in großen Mengen in der Öffentlichkeit zu sich nahmen, doch jeder von ihnen wäre eine potenzielle Gefahr für ihn gewesen.
Jetzt hatte er den ersten Teil geschafft, gemütlich spazierte er durch den Park. Als er die angrenzende Straße erreichte, stieg er in seinen alten Lincoln Continental Mark VII und fuhr los.
Den Sack zu entsorgen sollte eigentlich kein Problem darstellen. Die Straße führte direkt zum Hudson River, dort angekommen blickte der Latino sich kurz um. Als er sich sicher war, das ihn niemand sah, warf er lässig den Sack hinein. Die Strömung riss ihn mit, triumphierend setzte er sich wieder in sein Auto. Der Zündschlüssel steckte noch, geschmeidig drehte er diesen um. Endlich war die Arbeit getan, entspannt schaltete er das Radio ein. „ Louder than a bomb“ von Public Enemy dröhnte durch die Karosserie.
Besser konnte dieser perfekte Tag für den Latino nicht ausgehen.
Er fuhr zurück zum Hauptquartier, dort erwartete sein Boss ihn.
„ Lief alles glatt?“ fragte ein Weißer und trat in das spärlich beleuchtete Zimmer. „  Absoluto, ich mach doch keine halben Sachen.“
Sein Boss nickte zufrieden, beide liefen einen langen, kahlen Gang entlang, welcher zu einer einzigen Tür führte.  Der Weiße schloss die Tür mit einem Schlüssel, welcher um seinen Hals hing, auf und trat in die Dunkelheit ein. Der Latino rieb sich die Hände als er das leise Wimmern der Mädchen vernahm. Nach seiner perfekt verlaufenen Mission hatte er sich wirklich etwas verdient und die Neuen Mädchen waren alle noch unverbraucht. Das wenige Licht von Gang erhellte die gegenüberliegende Wand, dort saßen drei Mädchen engumschlungen.  
Gestern waren die Mädchen in New York angekommen, da waren es auch noch vier. Die älteste unter ihnen, lag jetzt im Vladeck Park und verrottete.
Die russischen Idioten hatten nicht darauf geachtet woher die Mädchen stammten, so konnte sich eine Mitarbeiterin der OSZE ( Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) heimlich einschleusen und den Schmugglerring infiltrieren.
Der Menschenhandel boomte, doch diese Organisation versuchte alles um das schmuggeln zu erschweren, dass sie jetzt schon Spione einsetzten, war neu für den Latino.
Doch nachdem sein Boss heraus gefunden hatte wer diese Frau war, folterte er sie stundenlang. Unter Schmerzensschreie versicherte sie ihm, dass sie auf eigene Faust gehandelte hatte. Das war ihr Fehler, niemand würde sie also vermissen.
Es juckte den Latino nicht weiter in ein paar Tagen sollten die nächsten Mädchen ankommen, vorausgesetzt alles lief nach Plan.
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