Love - Fifteen ~ [0 - 15]

von Eiji
GeschichteRomanze, Familie / P16
Kikumaru Eiji OC (Own Character)
03.09.2010
15.04.2011
14
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Vorwort

Ja, ja, die Vorwörter immer... aber ich hab mir zur Angewohnheit gemacht gleich ein paar Dinge zu klären, bevor ich die eigentliche FF anfange, damit ich mir sinnlose und nervenaufreibende Diskussionen über Kleinigkeiten mit den Lesern sparen kann. Ich habe nichts gegen ernste Diskussionen, aber mit Korinthenkackern – man verzeihe mir diesen Ausdruck – die sich an jedem Ding aufhängen will ich mich nicht rumstreiten müssen, das ist doch verständlich oder?

Nun gut, jetzt aber zu dem eigentlichen Sinn dieses Vorworts =)
Ich habe diese Story schon vor ca. drei Jahren in meinem Kopf gehabt, damals allerdings noch mit etwas anderer und teilweise klischeehafter Story – die mir heute selber nicht mehr gefällt und deswegen hat sich das warten (für mich) doch gelohnt +gg+
Ganz wichtig: Diese Story hat eher weniger mit Tennis zu tun, da ich davon selber kaum Ahnung habe und das für mich auch nur sekundär ist (wenn ich selber spielen könnte, dann wäre das wohl anders, aber das ist nun mal leider nicht drin... +sigh+). Es ist – wie der Titel sagt – nun mal eine Liebesschnulze +hüstel+ Die Charas sollte man wenn möglich grob kennen,  da ich sie nicht besonders ausführlich erklären werde O_o“
Wichtig ist auch, dass ich nach der Zeit des Mangas gegangen bin und der liegt nun mal bereits 11 Jahre zurück – also nicht über „altertümliches“ Zeug stören – damals gab's noch keine iPhones und iPods X'D
Die Story wird auch ohne irrwitzige Moves wie „Twist Serve“, oder „Dunk Smash“ schon seltsam genug sein X'D Butanyway... ich schreibe diese Story für mich – klingt ego, aber aus welchem Grund sollte ich sie wohl sonst schreiben? XP Wem also nicht gefällt was ich schreibe, der muss ja nicht weiterlesen – möge das aber ruhig in einem Kommi hinterlassen - ich möchte nämlich dann schon wissen was den Leuten nicht gefällt. Aber auf Kommis wie „X und Y kommen zu wenig vor, alles Müll!“ kann ich verzichten, die bringen mir nichts ^^“
Ach ja, der Titel der Story klärt sich später noch genauer, aber er hat natürlich eine doppelte Bedeutung durch die Zählweise der Punkte beim Tennis ;)
So, noch was? Nope, ich glaub das war's erst mal – jetzt noch viel Spaß beim Lesen ;)



Kapitel 1 ~ Der Schüleraustausch

Felicitas hatte nicht gedacht, dass das mit dem Schüleraustausch so schnell gehen würde. Am Anfang des Jahres hatten ihre Lehrer noch gesagt, dass ein Austausch auf dem Plan stünde, aber dann wurde kaum mehr drüber gesprochen. Und plötzlich, vor drei Wochen, wurde ihrer Klasse hingeknallt, dass sie alle über die Welt verteilt werden würden für ein viertel Jahr. Und wo steckte man sie hin? Nach Japan! Sie verstand das nicht ganz – ihre Lehrer wussten, dass kaum jemand die Sprache des Landes sprechen konnte wo er hinmusste, ihre beste Freundin musste zum Beispiel nach Brasilien!
<Oh je...> seufzte sie, <das kann ja heiter werden... In einem Land wo ich kaum was verstehe und auch von der Etikette keinen Plan hab...>
Sie interessierte sich zwar für Japan, aber nur in einem gewissen Maße und ihre Japanischkenntnisse reichten gerade mal für ein Hallo, oder ein Guten Appetit aus.
<Wie unterhalte ich mich denn mit denen!? Die Japaner sind doch für ihr nicht so filmreifes Englisch bekannt...> Sie hüstelte und dachte an gewisse Anime die sie so angesehen hatte.
Schließlich warf sie weiter etwas missmutig ihre Klamotten in den Koffer, den sie gerade packte, es brachte ja doch nichts zu meckern. Immerhin sollte es der Völkerverständigung und ihrem Tennistalent zugute kommen, dachte sie sich und versuchte es sich damit schönzureden.

Bereits zwei Tage später stand sie in Frankfurt am Flughafen und wartete ungeduldig und furchtbar nervös auf ihren Flug nach Tokyo. Zum Glück war es ein Direktflug und sie musste nicht umsteigen, aber 11 Stunden Flugzeit war natürlich eine lange Zeit.
„Ruf an, wenn du angekommen bist, Schatz.“ Sagte ihre Mutter und streichelte ihr über den Schopf. Ihr war es nicht gerade wohl ihr einziges Kind allein in ein so weit entferntes Land zu schicken, aber aller Protest bei den Lehrern hatte nichts genützt – und das Argument, dass ihre Tochter dadurch bessere Tenniserfahrung sammeln würde hatte doch gezogen, denn sie wollte, dass Felicitas in dem Sport den sie so gern machte auch was erreichte.
„Ja mach ich, Mama.“ Felicitas nahm ihre zwei Handgepäckstücke und marschierte auf den Check-In zu. Sie gab das Ticket der Frau am Schalter und ging dann durch die Absperrung. Sie drehte sich noch mal nach ihrer Mutter um und winkte ihr müde zu, dann ging sie durch den Tunnel ins Innere des Flugzeugs.
<Wehe die Lufthansa ist nicht sicher!> Moserte sie innerlich, denn vor dem Fliegen hatte sie immer noch großen Respekt. Sie suchte ihren Sitzplatz und verstaute ihre Handgepäckstücke vorsichtig in dem Fach über ihrem Sitz, dann setzte sie sich und schnallte sich an.
Den Start des Flugs genoss sie, denn das Gefühl war einfach unbeschreiblich, wenn der Stahlkoloss in die Lüfte abhob. Danach versuchte sie sich zu entspannen, packte ihren Diskman aus und legte eine CD ein, dann steckte sie die unbequemen Stöpsel in ihre Ohren, schloss die Augen und konzentrierte sich nur auf die Stimme die ihr entgegen säuselte.

Irgendwann später wurde sie sanft von einer Stewardess geweckt und gefragt ob sie etwas essen und trinken wolle, doch außer dem Tomatensaft, den die meisten verschmähten, wollte Felicitas nichts zu sich nehmen, sie war einfach zu nervös. Auf diese Störung ihres Schlafs hin konnte sie erst mal nicht mehr einschlafen und nutzte die Zeit um sich die Beine zu vertreten und auf die Toilette zu gehen.

Stunden später landeten sie endlich am Flughafen Narita in Tokyo. Felicitas seufzte erleichtert, nahm ihre beiden Handgepäckstücke vorsichtig oben aus dem Staufach und schloss sich der Menschenmasse nach draußen an.
Sie holte ihren Koffer am Förderband ab und gesellte sich dann ins Terminal. Jemand dieser Austauschschule hatte ihren Lehrern versprochen sie abzuholen. Wie hieß die noch gleich...? Felicitas lies den Blick über die Menschenmassen schweifen und einige hielten ein Schild in der Hand auf dem teilweise undeutliches Zeug in Kanjis, oder lateinischer Schrift stand.
<Irgendwas mit gaku...>, erinnerte sie sich, aber das brachte ihr ja herzlich wenig, wenn sie es nicht lesen konnte.
Etwas missmutig blickte sie sich weiter um, als ein großer junger Mann mit braunen Haaren und Brille auf sie zu trat. Er trug einen blau-weißen Sportdress auf dessen Brust ein Emblem mit dem Schriftzug Seigaku prangte. So hieß die Schule also!
„Entschuldigung?“ Sprach er sie mit starkem Akzent, aber immerhin auf deutsch, an, „Sind Sie Ferischitas-San?“ Sie blickte ihn so verdattert an, dass er sich kurz räusperte und meinte, „Waren meine Worte nicht richtig?“
„Ehm... doch...“ stammelte sie und musste sich ein Kichern wegen der Aussprache ihres Namens verkneifen.
„Schön! Mein Name ist Kunimitsu Tezuka. Ich bin der Kapitän des Tennisclubs von Seigaku, Ihrer Austauschschule.“ Er verneigte sich leicht und streckte ihr dann die Hand hin.
„Äh... sehr erfreut, Felicitas Müller.“ Sie verneigte sich hastig und ergriff dann seine Hand. Sie war groß und weich, gar nicht voller Schwielen wie sie die Hand eines Tennisspielers vermutete – wie ihre eigene zum Beispiel.
„Draußen wartet unsere Trainerin mit dem Auto, wir bringen Sie dann zu meiner Familie, damit Sie sich ausruhen können.“ Sagte er und griff nach ihrem Koffer.
„Öhm... danke.“ Murmelte sie und folgte ihm durch das Terminal nach draußen. Sie wohnte also beim Kapitän des Tennisclubs? Sehr obskur – ob ihre Mutter das wusste?
Draußen wartete eine Frau in einem pinken Sportdress, die Felicitas auf ungefähr 50 Jahre schätzte. Der junge Mann unterhielten sich kurz auf japanisch mit der Frau und da Felicitas ihren Namen verstand ging sie davon aus, dass er sie ihr gerade vorstellte. Dann wandte er sich wieder zu ihr und sagte, „Das hier ist unsere Trainerin Ryuzaki Sumire.“ Stellte er sie ihr vor und die beiden schüttelten kurz die Hände. Es war wohl doch nach Japan durchgedrungen, dass die Europäer sich die Hände schüttelten.
Als sie im Auto saßen und durch die Stadt fuhren sagte der junge Mann zu Felicitas, „Sie wundern sich bestimmt, warum Sie bei mir wohnen werden, oder?“, Er machte eine kurze Pause, nahm es ihr aber ab zu antworten, als er weitersprach, „Das liegt daran, dass ich als einziger hier einigermaßen deutsch kann, das ist den anderen leider kaum möglich. Wir wollen es Ihnen so einfach wie möglich hier machen, denn immerhin sind Sie drei Monate hier.“
„Danke“, gab sie zurück, „aber Sie können ruhig einfach du sagen“, sagte sie zu ihm. „Ich bin doch erst 13 Jahre alt.“
„Entschuldigung, mein Deutsch ist einfach nicht so gut. Nenn mich einfach Tezuka, ich bin ja nur ein Jahr älter als du.“ sagte er zu ihr mit dem Anflug eines Lächelns.
„Danke.“ Wiederholte sie und lächelte müde zurück. Er schien kein übler Kerl zu sein, auch wenn er bereits aussah wie 18.

Bei Tezuka angekommen brachten sie ihre ganzen Sachen in ein europäisch eingerichtetes Zimmer, dann bot er ihr an, dass sie erst mal ein Bad zur Entspannung nehmen könnte, was sie dankend annahm. Allerdings war sie es nur gewohnt zu duschen und zog diese Variante weiterhin vor.
„Ruh dich erst mal bei einer Tasse Tee aus, die Reise war sicher anstrengend, ich muss nun zum Training in die Schule.“ Sagte er jetzt zu ihr. Die Trainerin war bereits nach ihrer Ankunft weitergefahren.
„Ich würde gern mitkommen. Ich muss ja sowieso alles hier kennenlernen, da kann ich es auch gleich heute schon tun.“ Antwortete sie mit einem leichten Grinsen.
„Bist du nicht müde?“
„Ich hatte auf dem Flug 11 Stunden Zeit zum Schlafen, der Jet-Lag wird noch früh genug kommen.“ Winkte sie ab.
„Na gut, wie du willst.“ Er zuckte leicht mit den Schultern und wartete bis Felicitas ihre Sporttasche – eines ihrer Handgepäckstücke – geholt hatte, dann gingen sie zur U-Bahn-Station und fuhren zur Schule.