Nach dem Krieg ist vor dem Krieg

GeschichteRomanze / P16 Slash
Draco Malfoy Harry Potter Severus Snape
22.08.2010
09.10.2010
13
26.646
51
Alle Kapitel
154 Reviews
Dieses Kapitel
8 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
22.08.2010 1.078
 
Nach dem Krieg ist vor dem Krieg
by KrissyNightwish

Zusammenfassung: Nach der finalen Schlacht ist alles anders: Viele Menschen sind tot und Harry verlobt. In einer Welt der Täuschung, Unehrlichkeit und Schönrederei versunken, droht Harry zu ertrinken. Bis ihn eines Tages eine Botschaft erreicht.

Spielt nach Band 7 und orientiert sich grob an den Büchern.

Slash! Don't like, don't read!

Anmerkung: Ich melde mich mit einer Geschichte zurück, die meinem Innersten entsprungen ist. Genießt sie so sehr, wie ich das Schreiben genossen habe.

Dank: Mein Dank gilt dem Team "Starkid". Sie haben mich inspiriert mit ihrem schrägen Humor, dem Herzblut in ihren Musicals und vor allem ihrer wunderbaren Musik. Und auch wenn es alle Mitglieder verdient hätten, einzeln erwähnt zu werden, so muss ich doch drei ganz besonders herausstellen:

Joe Walker (für seine fantastische Darstellung eines Voldemorts mit Gefühlen und seinem Auftritt als "Dick" mit pinker Mütze. Grandios!)

Joe Moses (für seine wunderbare Darstellung des Severus Snape. Es war umwerfend, lustig und gefühlvoll. Eine wundervolle Umsetzung des Originals) und nicht zuletzt

Darren Criss (für seine Darstellung des Harry Potter, seinen Gesang und vor allem für das Schreiben so vieler wundervoller Lieder, die unter die Haut gehen, mich begeistern, tanzen lassen und rühren.)

Danke für so viel Kreativität und Einsatzbereitschaft. Und nicht zu letzt: Danke für so viel Liebe für die Welt von Harry Potter.


Widmung: Für alle da draußen, die Severus Snape ebenfalls lieben.


***Kapitel 1***

Der Krieg war vorbei. Seit nun mehr als einem halben Jahr herrschte Frieden in der Welt der Zauberer und Hexen und seitdem war auch die Verlobung des Jahrhunderts bekannt. Kriegsheld, Hoffnungsträger und schließlich Triumphator über den Dunklen Lord hatte sich mit Ginny Weasley verlobt. In weniger als fünf Monaten sollte geheiratet werden und so waren seit einem halben Jahr die Zeitungen entweder mit dem Triumph des heldenhaften Harry Potter oder dessen baldiger Hochzeit gefüllt.

Es war eine Never-Ending-Story, da wöchentlich in den Zeitungen neue Geschichten und Schilderungen über Leute veröffentlicht wurden, wie sie den Krieg mit DEM Helden erlebt hatten;

In den Schlagzeilen:

"Ein außerordentlicher, junger Mann. Ich habe miterlebt, wie er dem Dunklen Lord die Stirn bot."

"Es besteht kein Zweifel daran, dass es sich bei Harry Potter um den mächtigsten Zauberer handelt. Schließlich war ich selbst dabei, als er ES tat."

"Er hat uns alle gerettet."

Oder aber welche Meinung sie zu DER Hochzeit hatten;

In den Schlagzeilen:

"So ein Süßer. Die kleine Weasley kann sich glücklich schätzen. Das ist der Fang des Jahres."

"The sexiest wizard alive. Er hat Charme, ist reich und der Held. Was will frau mehr?"

"Er hätte etwas besseres verdient. Mich."

"Der begehrteste Zauberer ist nicht mehr zu haben, liebe Hexen da draußen. Nicht weinen, wir müssen nun stark sein. Aber vielleicht gibt es ja doch noch ein bisschen Hoffnung. Leider sprechen die neusten Gerüchte schon von einem Kind. Tja, damit ist unser Held wohl definitiv off the road. Greift zu den Taschentüchern"

Mit einem leeren Blick schleuderte Harry die Hexenwoche weg. Er hatte Ginny nicht davon abhalten können sie auch weiter zu abonnieren. Unentschlüsselbar starrte er auf die Tischplatte des Küchentischs, nahm einen Schluck des schwarzen Kaffees und verzog das Gesicht, als das Gebräu bereits eine unerträglich lauwarme Temperatur angenommen hatte.

Es war erst halb sechs Uhr morgens, doch schlafen konnte Harry schon lange nicht mehr. Seit sechs Monaten fand er keine Ruhe mehr und er wusste nicht, ob das mit Voldemorts Ende zu tun hatte oder seiner Verlobung.

Ein bitteres Lachen entfloh seiner Kehle bei diesem Gedanken. Es klang merkwürdig hohl in der verlassenen Küche des Grimmauldplatzes. Es würde nur noch wenige Stunden dauern bis hier wieder Lärm und Trubel einkehren würde.

Die Weasleys waren trotz Freds Tod in Hochform und täglich wurden neue Ideen für ihre Hochzeit ersonnen. Dann würden ein Haufen Eulen einflattern und Harry mit Angeboten für unzählige Jobs überfluten.

Ginny würde ihm freudestrahlend einen Kuss geben, ihn beglückwünschen zu all diesen tollen Sachen und mit einem Lächeln in den Zeitungen blättern und jedes einzelne Detail, das über sie geschrieben wurde, erzählen.

Harry schüttelte den Kopf. Seine Verlobte schien den ganzen Rummel zu genießen. Und bisher hatte sie sich auch immer durchgesetzt bei sämtlichen Events, zu denen sie eingeladen gewesen waren, teilzunehmen. Es waren nun über sechs Monate seit der Vernichtung des Dunklen Lords vergangen und noch immer wurden Siegesfeiern veranstaltet. Zum Glück hatte er bisher noch verhindern können, öffentliche Reden zu halten.

Es schien als wäre die gesamte Zaubererwelt außer Rand und Band. Oder war er vielleicht Fehl am Platz? War er denn der Einzige, dem nicht zum Feiern zumute war? Es war erst sechs Monate her, dass er unzählige Menschen verloren hatte- mehr als jemals zuvor. Und diese hatten ihn schon belastet. Jetzt mit dem Tod von so vielen, zum Teil engen Freunden umzugehen, war beinahe unmöglich. Das konsequente Schweigen darüber machte es für ihn nur noch schlimmer.

Es war, als wären alle, die noch eine Verbindung zu seinem alten Leben, vor allem zu dem Leben mit seinen Eltern, für immer gegangen und hätten somit die Verbindung zu diesem für Harry so wichtigen Teil gekappt. Sirius und Albus waren schon früher gestorben, doch nun auch Mad-Eye und Tonks. Remus war der letzte der Herumtreiber gewesen, aber auch er war tot. Es war keiner mehr da, der ihm etwas über seine Eltern erzählen konnte. Was ihn aber am meisten verwirrte, waren seine Gefühle für Snape. Snape, der widerwärtige, verräterische Snape, der am Ende doch der mutigste Mann von allen war. Wie viele Nächte hatte Harry schon wachgelegen und über die Erinnerungen nachgedacht, die er damals von Snape gesehen hatte. Es war ihm peinlich, aber er hatte in manchen Nächten am meisten um Snapes Tod geweint.

Wieder lachte Harry dieses hohle Lachen in die noch leere Küche. Wie gerne hätte er jetzt mit Hedwig gesprochen. Seine Hedwig, die ihn immer verstanden hatte. "Ja, du hättest mir zugehört und mich nicht verurteilt.", flüsterte Harry leise. "Wer hätte gedacht", fuhr er leise fort, ohne zu merken, dass er immer noch flüsterte. "..., dass Snape und ich aus den gleichen Motiven gehandelt haben. Die, die wir lieben zu schützen mit allem, was wir haben und zur Not mit unserem Leben." Die Worte verhallten ungehört in der Küche.

***
Fortsetzung folgt...

Ein kurzes Kapitel als Auftakt. Reviews sind deutlich erwünscht. :-)
Bis zum nächsten Kapitel, Krissy
Review schreiben