Charlie Bone -Vereinigung-

GeschichteRomanze / P12
20.08.2010
12.08.2011
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20.08.2010 721
 
Kapitel 1: Ein regnerischer Sonntag

Ein Sonnenstrahl hing über der Dog Street, jener Straße, wo es von Tieren nur so wimmelte. Es gab dort nämlich ein kleines Cafe, dass das GLÜCKICHE HAUSTIER hieß. In dem hintersten Winkel des Cafes saßen sieben Kinder, zusammgedrängt in Oril Onimus kleiner Teestube für Hund und Katz. Charlie seufzte. Morgen würde es wieder ins Bloor gehen, der Akademie für Genies und Sonderbegabten, wie zum Beispiel ihn selber und die meisten seiner Freunde. "Hey Charlie, aufwachen!", lachte Lysander Sage, ebenfalls ein Sonderbegabter, mit der Fähigkeit seine kriegerischen Vorfahren der Vergangenheit zu rufen. "Du hast so komisch geguckt. Siehst du Geister?" "Das ist doch eher dein Typ Sander, oder?", frotzelte Olivia Vertigo, die angesehene Schauspieltochter. "Verschon mich bitte mit deinen Witzen Livvie, wenigstens heute.", brummte Tancred. Urplötzlich tauchte in Tancreds Teetasse eine kleine, haarige Spinne auf und nahm nach und nach Gestalt an. "Lass das Livvie!", sagte Tancred mit langsam panisch werdender Stimme. Tancred hasste Spinnen, wie sonst alle anderen Dinge. DIe Spinne, oder bessergesagt die Illusion einer Spinne verschwand. Kichernd fragte Emma: "Warum sind wir eigentlich hier, Charlie?"
"Doktor Bloor will eine neue Sonderbegabte auf dem Bloor haben und hat auch eine bekommen. Ich dachte, ihr solltet es wissen. Ich habe es gestern von Onkel Paton erfahren." Diese wenigen Sätze lösten bei jedem die gleiche Reaktion aus, sie erstarrten. Denn alle wussten, was das bedeutete. "Was sollen wir denn jetzt tun?" Billys Stimme drang passend zu seiner Größe klein und ängstlich aus der hintersten Ecke des Sofas hervor. Die kleinen roten Albinoaugen entsetzt verzehrt und das Haar stand in alle Richtungen fast graziös ab. "Ist es Naren?", fragte Olivia beunruhigt. Es gefiel ihr nicht, dass noch weitere nette Leute in dem Bloor gefangen sein mussten. "Nein. Bartholomäus würde das nicht zu lassen. Trotz seines Alters hat er noch einigen Einfluss im Bloor. Außerdem sind sie längst weggezogen, Livvie.", sagte Charlie tonlos. "Wer sollte es denn sonst sein? Wir kennen aus diesem Umkreis keine weiteren Sonderbegabten, da bin ich überfragt.", strunzte Gabriel Slik und zog die Nase laut hoch. Alle schüttelten die Köpfe. Keiner kannte noch weitere Sonderbegabten. "Bestimmt ist der oder die eine, die gerade erst hierhergezogen ist, sonst müssten wir sie doch eigentlich kennen. Ich bin gespannt, was ihre oder seine Begabung ist.", dachte Emma laut.
Billy schnitt nach dieser lang anhaltenden Stille, die auf Emmas Äusserung fölgte, ein neues Thema an, dass ihn mehr beunruhigte: "Was ist mit Manfreds neuer Gabe? Wie sollen wir damit umgehen?" Die Gabe Borlats, einer der zehn Kinder des roten Königs, war schon beängstigend. Aber warum musste ausgerechnet Manfred diese Gabe erben? Auch darauf antwortete keiner.
"Also ich muss jetzt los, Mum wartet auf mich. Stregt eure klugen Köpfe nicht zu sehr an. Morgen ist Bloor!", munterte Olivia die traurige Truppe etwas auf. Emma stand ebenfalls auf. "Ich bin auch weg, Tante Julia brauch Hilfe im Buchladen. Ciau." Wie der Wirbelwind waren Emma und Olivia aufgesprungen und hatten die drückende Stimmung hinter sich gelassen, indem sie einfach zur Tür hinausgelaufen waren. Lysander starrte auch besorgt auf seine Armbanduhr: "Also, ich will jetzt eigentlich nicht so fluchtartig den Raum verlassen, wie Em und Livvie, aber meine Mum macht sich ziemliche Sorgen, wegen dem Baby. Sie ist doch so ängstlich und möchte..." Charlie winkte ab: "Kein Ding, Sander. Dann machen wir hier eben einen Schlussstrich und gehen alle nach Hause. War ja auch ein ziemlich kurzfristig angelegtes Treffen." Lysander schmunzelte: "Danke, Leute. Die Rechnung geht auf mich." Dabei warf er auf die Ladentheke einen großen Schein und brüllte noch: "Wiedersehen, Mr. Onimus. Den Rest können sie als Trinkgeld behalten!", dann war auch er weg, wie vom Erdboden verschwunden. Gabriel und Tancred verabschiedten sich auch und übrg blieben Charlie und Billy, die gerade noch ein "Bis Morgen" herausbrachten. Billy kam zu Charlie in die Filbert Street Nr. 9 und genoß noch ein herausragendes Abschiedsessen von Maisie, Charlies Großmutter, ehe die beiden sich zu Bett begaben. Charlie hatte keinen Hunger gehabt. Er musste die ganze Zeit an Manfred denken und diese neue, unerfreuliche Gabe. Was würde wohl sein Onkel paton dazu sagen?
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