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Nektar und Ambrosia

von ami1
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Cherit Dante Vale Lok Lambert Metz Sophie Casterwill Zhalia Moon
16.08.2010
03.09.2010
4
7.950
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16.08.2010 645
 
Landhaus von Metz
Deutschland

Das Zimmer sah noch genau so aus, wie vor ihrem Aufbruch. Das leise piepsen der Apparaturen am Kopfende des Eichenbettes erfüllten den Raum, nur unterbrochen von gelegentlichen schweren Atemzügen und rasseldem Husten, dass hinter den schweren Bettvorhängen hervordrang.
„Beeilen sie sich. Er braucht seine Ruhe.“, ermahnte sie die junge Krankenschwester noch ein letztes Mal von der Tür her, bevor sie mit eiligen Schritten den Raum verließ, auf dem Weg neue Medikamente zu holen, in der Hoffnung das sie mehr nützen würden als die alten.
„Metz?“, Dantes vorsichtige Stimme fand nur langsam seinen Weg in die geschädigten Hörgänge des Kranken und es dauerte ebenso lange, bis er sie erkannt und die Kraft aufgebracht hatte eine zittrige Hand durch den Vorhang zu schieben.
„Dante, mein“, ein heiseres Husten ließ ihn innehalten, „…alter Freund. Was führt dich zu mir?“
„Ich bin nicht allein hier Metz. Mein Team und ich haben in den letzten Tagen einen kleinen…Ausflug auf die Insel Kreta unternommen und sind dabei auf etwas höchst Interessantes gestoßen.“
„Wie schön, wie schön. Ich hoffe…ihr habt diese Reise nicht wegen mir unternommen.“, erneut schüttelte ihn ein kratziger Hustenanfall, „Such dir eine nette Freundin und mach dir ein schönes ruhiges Leben in einem kleinen Landhaus in der Schweiz.“
„Du weißt, dass ich das niemals könnte. Dafür bin ich viel zu unausgeglichen.“, was hinter dem Stoff hervor drang war eine Mischung aus heiserem Lachen und erneutem Husten.
„Metz, wir haben etwas gefunden, was dir wahrscheinlich helfen wird. Es ist Ambrosia. Die Götterspeise aus den alten Sagen. Angeblich soll sie Unsterblichkeit verleihen, daran glaube ich zwar nicht, aber zumindest eine gewisse Besserung sollte sie hervorrufen.“
„Ach Dante, ich habe dir schon einmal gesagt das…“, erneutes Husten, „das ich deine Mühe wirklich nicht mehr Wert bin.“
„Das ist Unsinn, Metz! Du bist jede Mühe der Welt wert. Versuch es wenigstens.“, vorsichtig holte er das weinrot eingeschlagene Päckchen aus seinem Rucksack. Umsichtig zog er das feine Tuch beiseite und erstarrte. Eisige stille breitete sich im Zimmer aus, während die Huntikmitglieder schockiert auf das starrten was in Dantes Händen lag.
„Das…“, Dantes Stimme brach, als er ungläubig den Inhalt des Päckchens betrachtete, „Das ist doch nicht möglich…“, fuhr er heiser fort. Seine Hände begannen zu zittern, fast so stark wie die seines kranken Freundes und Zhalia musste es ihm schnell aus Fingern nehmen, um zu verhindern, dass er es fallen ließ.
„Was ist los, mein Freund?“
„Metz, es…“, erneut brach Dantes Stimme und er musste sich mehrmals räuspern bevor er weiter sprechen konnte, „…es tut mir Leid.“
Auf dem roten Stoff verteilt, lag nicht mehr als ein kleiner Haufen schwarzer Staub.


Anwesen der Casterwills
Venedig
Italien

Mit einem leisen Klicken öffnete sich das Schloss, der imposanten Haustür und Sophie, dicht gefolgt von Lok und Cherit, der um ihre Köpfe kreiste betraten das Anwesen. Ein Stück hinter ihnen kam Zhalia, die den geknickten Dante, mit einer Hand auf seiner Schulter vor sich her schob und versuchte die passenden Worte zum trösten zu finden.
„Was ist eigentlich passiert? Ich meine in der Höhle war doch noch alles in Ordnung.“, Lok hatte sich zu Sophie hinunter gebeugt und leise seine Frage gestellt.
„Ich weiß es nicht genau.“, genauso leise und mit einem erschöpften seufzen antwortete Sophie ihm, „Ich nehme an das es einen Fluch auf der Insel gibt, der verhindern soll, dass irgendjemand das Ambrosia von dort entfernt.“
„Aber warum?“
„Ambrosia ist die Speise der Götter und offensichtlich sollte es auch nur für die Götter bestimmt sein. Wenn jemand anderes es von seinem Platz nimmt…zerbröselt es zu Staub.“
„Heißt das, es war alles naja umsonst?“
„Das würde ich so nicht sagen, Lok.“, Dante hatte sich aus seinem Sessel erhoben, „Immerhin hat Sophie nun dank unseres Abenteuers einen neuen Titanen und mit dessen Hilfe wird es uns gelingen etwas anderes für Metz Genesung zu finden.“
„Ja! Wir geben nicht auf!“
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