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Stupid Story, Valentinstag

von Thanata
GeschichteRomanze / P12
15.08.2010
15.08.2010
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Tick, tack.
Yanik schaute schon zum vierten Mal innerhalb von fünf Minuten auf die große Uhr, die neben dem Eingang zum Café hing. ,,Er ist zu spät!“, murmelte Yanik.
Besorgt rührte er in seinem Kakao herum. Was war mit Alan? Vielleicht war es ja doch einfach zu langweilig, sich zum Valentinstag, in einem stinknormalen Café zu treffen. Yanik hatte wochenlang darüber nachgedacht, wohin er mit Alan hätte gehen können. Doch es war ihm einfach nichts Gutes eingefallen!
Die Tür des Cafés öffnete sich und das Glöckchen, welches an der Tür hing, klingelte leise. Auch wenn es im Raum durch die anderen Pärchen recht laut und voll war, in dem Moment, als ein leicht verfroren aussehender Alan das Café betrat, hörte und sah Yanik nichts mehr, außer dem Jungen, den er so sehr mochte. Erst als Alan sich ihm gegenüber gesetzt hatte, funktionierte Yaniks Wahrnehmungsvermögen wieder richtig.
,,Hi“, grinste Alan.
,Du bist zu spät!“, sagte Yanik leicht schmollend.
,,Tut mir leid, aber ich musste noch etwas sehr wichtiges besorgen!“ Er zwinkerte.

Yanik zog immer noch eine Schnute, was war denn wichtiger als ihr Date?
,,So und jetzt“, sagte Alan und zog einen Schal aus der Jackentasche ,,Verbinde ich dir die Augen!“
Yanik stutzte, doch ehe er irgendetwas sagen konnte, saß er auch schon mit verbundenen Augen dicht hinter Alan auf dessen Motorrad. ,,Muss das wirklich sein?“, fragte Yanik.
,,Ja doch! Wenn du siehst, wo wir hinfahren, ist es ja keine Überraschung mehr.“
,,Ich seh bestimmt bescheuert aus!“ meckerte Yanik.
,,Ach, nicht mehr als sonst auch!“, entgegnete Alan.
Kurz darauf hielt das Motorrad an.
,,Kann ich jetzt den Schal abneh-“ ,,NEIN, noch nicht!“, unterbrach ihn Alan. Dann spürte Yanik, wie Alan nach seiner Hand griff. Trotz der Kälte hier draußen war Alans Hand warm.
,,Komm!“, sagte Alan. Er führte ihn eine Weile: Der Boden war uneben und ein, zwei Mal strich ein Ästchen durch Yaniks Gesicht. Dann hörten sie einen Bach rauschen.
,,So, wir sind da!“ Alan nahm Yanik das Tuch von den Augen und Yanik blickte auf einen lebhaften Bach, in dessen Wasser sich die untergehende Sonne hell und warm spiegelte; auf Gras, das leicht mit Raureif bedeckt war, so dass es funkelte wie kleine Edelsteine. Die Bäume raschelten sanft im Wind.
,,Wooow!“, machte Yanik ,,Das ist wunderschön.“ Allen sah zufrieden aus.
,,Ich hab noch was für dich!“, sagten beide Jungen wie aus einem Munde.
Yanik gab Alan eine kleine schwarze Schachtel und Alan gab Yanik ebenfalls eine kleine schwarze Schachtel. ,,Ich liebe Geschenke!“, sagte Alan und öffnete die Schachtel. ,,Oh!“, machte er.
,,Was ist, gefällt es dir nicht?“, fragte Yanik erschrocken. ,,Nein, das ist es nicht, aber mach mal dein Geschenk auf!“ Yanik öffnete seine schwarze Schachtel. ,,Oh!“ machte er. Dann lachten die beiden Jungen und hielten beide denselben, goldenen Schlüsselanhänger in Kükenform hoch.

,,Danke“, sagte Alan wieder etwas ernster. Yanik zögerte, dann beugte er sich zu Alan hinüber.
Er spürte dessen Artem auf seiner Haut. Langsam beugte er den Kopf und berührte mit seinen Lippen Alans Mund. Es war einfach nur ein Glücksgefühl, dieser Moment gehörten nur Ihnen. Ihm und Alan. Und er war sich sicher, dieser Valentienstag hätte nicht besser seien können.
 
 
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