Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

A Nightmare on Elm Street ~Mörderische Blutsverwandtschaft~

GeschichteThriller / P16 / Gen
15.08.2010
10.06.2011
8
23.558
 
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 
15.08.2010 1.456
 
Das Licht verschwamm, mein Blick wurde trüber, alles um mich herum ertönte gedämpft.

Alles.

Meine Augenlider fielen mir nun endgültig zu. Es blieben nur noch wenige Minuten bis ich in den Halbschlaf verfiel. In meinem Kopf ertönte das Ticken einer Uhr. Es wurde lauter und lauter. Plötzlich fand ich mich inmitten einer Straße wieder. Ich lag auf dem feuchten Asphalt. Das Kleid, welches ich urplötzlich trug, umspielte fein meinen Körper. Ich wusste genau, dass ich mich nun in der Zwischenphase von Halbschlaf zu Tiefschlaf befand. Doch irgendetwas war anders. Ich drückte mich mit meinen Händen von der Straße ab und schaute nach oben.

“ Elm Street“,

stand auf dem leicht rostig – grünlichen Schild. Ich erhob mich nun vollständig. Die Straße schlängelte sich an vielen Einwohnhäusern vorbei. Langsam setzte ich mich in Bewegung. Barfüßig lief ich auf dem kalten und nassen Asphalt entlang. Eine Nebelspur durchzog den Ort, wo ich mich gerade befand. Er wanderte, dicht getrieben von der Straße und umspielte nun sogar meine Wenigkeit. Kriechend zog sich der Nebelschleier immer weiter in alle Richtung. Es war niemand hier, kein Licht brannte, keine Menschenseele befand sich an diesem “gottverlassenen“ Ort. Ich fühlte mich verloren und einsam.
Gänsehaut überkam mich, als ich das Haus mit der Nummer

“1428“ sah.
Seine Fenster waren verriegelt, sowie die Eingangstür. Vor dem Anwesen spielten 3 kleine Mädchen, in weißen Kleidern, Seilhüpfen und sangen dabei ein Lied. Leise, bedächtig, jedoch auch bedrohlich, aber durch die Kinderstimmen wurde es zu einem harmlosen Kinderlied. Ich konnte den Text nicht ganz verstehen, wahrscheinlich schlief ich noch nicht tief genug oder ich selbst wehrte mich dagegen. Langwierig lief ich in Richtung der kleinen Mädchen. Der Gesang wurde immer klarer, alle 3 zählten im Lied in folgenden Abständen
“1 und 2; 3 und 4“ und immer so weiter.
Doch der Text selbst blieb mir vorenthalten. Ich hörte immer nur wieder diese Zahlenabfolge. Meine Gedanken fixierten sich nur noch auf den Text, doch ein scharfes Geräusch hinter mir, ließ mich abschweifen. Ich wurde darauf aufmerksam. Es hörte sich wie ein Messer an, welches gerade über etwas hinweg gezogen wurde. Bedächtig drehte ich mich in die Richtung des Geräusches, doch dort stand niemand.

„Hallo? Ist dort jemand?“, fragte ich, dabei verwandelte sich mein kalter Atem in Rauch.

Meine braunen Haare waren schon nass, aufgrund der hohen Feuchtigkeit. Ich begann zu frieren. Um die Kälte zu unterdrücken schlang ich meine Arme um meinen Oberkörper, andere Gedanken tauchten in meinem Kopf auf, aber sie wurde auf irgendeine Art und Weise immer wieder unterdrückt. Ich konnte mich nicht mehr kontrollieren. Nur noch ein Gedanken hatte sich in meinem Kopf festgesetzt und der war „Angst“. Nachdem ich mir eingeredet hatte, dass dort doch kein Geräusch war, drehte ich mich wieder zu den Mädchen um. Alle Drei standen nun vor mir, mit gesenktem Kopf, die Haaren verdeckten ihre Gesichter vollständig.

„Was ist los mit euch?“, fragte ich besorgt.

Augenblicklich schaute mich jede von den Kindern an. Alle hatten aufgeschlitzte Augen und aus dem Mund rann Blut. Ich erschrak und ein Schauer lief mir über den Rücken.

„Wir wollten das nicht. Niemand wollte das“, sagte alle Drei im Chor mit einem rauen Unterton.

„Aber was? Was wolltet ihr nicht?“.

„Wir durften die Wahrheit nicht sagen, aber wir….wir mussten es doch sagen“.

Ich schaute beängstigt auf die drei Gestalten vor mir.

„Er ist böse auf uns nicht wahr?“.

Andauernd fragte ich mich wer gemeint sein könnte, doch das alles ergab keinen Sinn für mich. Unerwartet erhalte eine raue verzerrte Stimme hinter mir.

„Ja ich bin sehr böse auf euch“.

Ich zuckte zusammen. Die Stimme verstummte in einem fiesen Lachen, jedoch hallte sie weiter in meinem Kopf. Also drehte ich mich erneut um.

„Wa-?“.

Etwas berührte meine Schulter. Es sah aus wie ein Messer. Eine andere Hand umschlang meinen Hals.

„Nein bitte nicht.“, sagte ich hektisch und flehend.

„Oh doch“, flüsterte mir die Gestalt ins Ohr.

Ich schrie auf, wollte gerade eine Drehung wagen, fand mich jedoch in einem unheimlichen Raum wieder. Alles war voller Rohre, welche qualmten und einen überhitzten Eindruck bereiteten. Alles war warm und unerträglich. Meine Augen tränten, aufgrund des Geruches. Ich war geblendet. Eine schwarze Silhouette, bestrahlt von dem matten, beinahe orange wirkenden Licht, stand am Ende des Ganges. Alles was ich erkannte war eine Klingenhand und einen Hut. Mehr ergab sich nicht aus dem Schattenbild.

„Wer bist du?“, fragte ich mich mehr oder weniger selber.

Mein Gesicht war schon leicht angerußt, stellte ich fest als mir eine Träne die Wange herunter lief, welche ich sofort wegwischte. Die Blendung durch die Tränen, machte es mir schwer noch irgendetwas zu identifizieren. Also fixierte ich mich wieder auf den Schattenumriss. Er bewegte sich nicht. Doch meine Neugier, trieb mich an und ich näherte mich der schwarzen Gestalt am Ende des Ganges. Langsam schritt ich voran, bedächtig um nicht aufzufallen. Aber ich wusste ganz genau, dass er mich bereits bemerkt hatte. Dieser Traum war eindeutig anders als alle Anderen, die ich jemals zuvor hatte. Mein Atem wurde immer ruhiger, jedoch schlug mein Herz wie wild. Immer weiter bewegte ich mich schweren Schrittes in Richtung Licht. Jede Sekunde versuchte ich meine Tränen zu unterdrücken. Ab und zu taumelte ich stark nach rechts oder links, mit der jeweiligen Hand stützte ich mich dann von der Wand ab. Nur wenige Meter vor meinem Traum schwankte ich nochmals nach links und berührte mit meiner Hand ein Rohr, es war kochend heiß und ein stechender Schmerz durchzog meinen ganzen Körper. Komischer weise blieb ich davon unbeeindruckt und machte  wenige Schritte vor dem Mann mit dem Hut halt. Er hatte seine beiden Hände hinter den Rücken genommen und der braune Hut verdeckte sein Antlitz völlig. Es wirkte wie eine Einladung. Ich wagte es meine Hand an seinen Hutrand zu legen. Ich nahm den Rand zwischen meine Fingerspitzen, senkte meinen Kopf etwas und hob seinen Hut ein kleines Stückchen nach oben. Als ich das tat und sein Gesicht sah, überkam mich einerseits ein großer Eckel aber andererseits auch hohe Achtung in Form von Furcht. Ich ließ die Kopfbedeckung los und ging gerade mal einen halben Schritt nach hinten, als er mein rechtes Handgelenk packte und mir direkt in die Augen sah. Sein Mund formte ein böses Lachen:

„Sieht übel aus nicht wahr?“, wieder lachte er laut und unheimlich.

Ich begann zu weinen, dabei zitterte ich am ganzen Körper.

„Tat aber gar nicht weh“, fügte er hinzu, „aber das was ich noch alles mit dir anstellen werde, wird auf jeden Fall weh tun.“.

Mein Blick weitete sich und seine Augen fixierten mich ernst. Zuerst dachte ich es sei nur ein Witz, doch es entpuppte sich ganz schnell als Drohung.

„Nein“, hauchte ich wehleidig.

Er verrollte die Augen, ließ mein Handgelenk los und fuhr mir mit seinem Zeigefinger der Klingenhand durchs Haar.

„Wenn du artig bist, werde ich es für dich etwas angenehmer gestalten.“

Wieder verschränkte er seine Arme hinter den Rücken und verschwand in einem sich auflösenden Rauch. Sein Lachen erhalte immer noch in meinem Kopf. Ich sank auf den Boden und schluchzte vor Angst. Es war Stille eingekehrt, ich dachte es sei endlich vorbei, doch es hat gerade erst angefangen.
Diese Ruhe, kein Rauch, der gerade aus einem Rohr heraus dampfte, nicht einmal das Gluckern des heißen Wassers in den Rohren war zu hören. Meine Hände hielt ich mir vors Gesicht und ab und zu durchfuhr ich damit hektisch meine Haare. Ich war nun völlig allein, dachte ich zu mindestens. Doch in einer unachtsamen Sekunde, spürte ich einen warmen Atem an meiner Wange. Wieder überkam mich die Angst. Daraufhin drehte ich mich blitzartig um, doch dort war Niemand. Als ich mich gerade wieder normal hin setzen wollte, stand er abermals ganz nahe an meinem Gesicht vor mir. Mein Schrei verstummte, mir wurde die Luft genommen.

„Das war‘s für heute. Wach endlich auf!“, sagte er unfreundlich und gereizt.

Das waren die letzten Worte, die ich noch wahrnehmen konnte.
Kämpfend, rumorte ich in meinem Bett, die Decke hatte ich mir wohl über den Kopf gezogen, während meines Schlafes. Augenblicklich wurde ich aus der Tiefschlafphase gerissen. Ich rang um Luft. Momentan atmete ich, als ob ich an Asthma litt. Als endlich wieder Sauerstoff durch meine Lunge raste, bemerkte ich, dass mein Körper in Schweiß gebadet war. Ich lief zum Spiegel, direkt in meinem Zimmer, wischte mir den Schweiß aus dem Gesicht und bemerkte dabei, dass, wie in dem Traum, Ruß an meiner Wange haftete.



Hallo liebe Leser :D Also ich hoffe das überhaupt jemand meine Geschichte liest >.< Wär schon cool
Also zu dem Prolog muss ich folgendes sagen...er ansich gefällt mir nicht. Ich mag die Ich-Perspektive nicht mehr so...das erste Kapitel was vllt noch on gestellt wird, gefällt mir um einiges besser.
Ich bitte um Reviews >.<
<3
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast