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`til then I walk alone

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P16 / Gen
Hermine Granger Severus Snape
14.08.2010
14.08.2010
1
2.552
2
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8 Reviews
Dieses Kapitel
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14.08.2010 2.552
 
Ich wurde gegoost, den folgenden Oneshot habt ihr also FunnyMoments zu verdanken...

Goose!!!

Ich möchte einen OS von Dir mit dem Pairing SS/HG.

Mindestens 750 Wörter.
Folgende Wörter sollten darin vorkommen: Bollywood, Sari, Lebenslust, Meilenstein

Zeit bis zum 01.09.2010

Ich hoffe du erschießt mich nicht! ;P
LG
--
Tja, das habt ihr nun davon^^ Ich habe mich entschieden ein Sequel zu MSH zu verfassen, weil mich diese FF noch immer nicht loslässt. Eventuell schreibe ich weitere Sequels zu MSH, falls ich gegoost werde, es ist aber keine Fortsetzung und ich kann nicht sagen wann. Also spendiere ich euch allen eine Runde Stracciatella Joghurt! Ihr wisst warum.


Dieser Oneshot ist „DamonSalvatorex3“ gewidmet, für die supertollen Reviews, die sie mir schreibt und für den Joghurt.


`Til then, I walk alone

Sequel zu „My shallow heart`s, the only thing that`s beating“

Warum war ich so ruhig?
Ich war mir bisher immer absolut sicher gewesen, von Natur aus ein Einzelgänger zu sein. Früher hatte ich schon Panik bekommen, alleine bei dem Gedanken, eine feste Bindung einzugehen. Ich hatte abwertend den Kopf geschüttelt, wenn ein Paar sich vor dem Altar das „Ja“-Wort gab. Und nun stand ich selbst vor meiner eigenen Hochzeit und ich war vollkommen ruhig.
Es konnte natürlich daran liegen, dass ich die beste Frau bekommen hatte, die sich ein Mann nur träumen konnte. Niemals hätte ich damit gerechnet, mich noch einmal zu verlieben, schon gar nicht in einer so schwierigen Zeit, in der ich noch das letzte Jahr gesteckt hatte.
Sie war jahrelang meine Schülerin gewesen, eine äußerst nervige Schülerin noch dazu. Mir war sicher niemals der Gedanke gekommen, dass sie die Frau werden würde, die mich zu einem besseren Menschen machte.
Aber genau das hatte sie getan.
In einer Zeit, in der ich keine Hoffnung mehr gesehen hatte, weil man mich für das bestraft hatte, was ich als junger Mann angerichtet hatte, stand sie plötzlich wie der rettende Messiahs vor mir. Bereits in der ersten Sekunde als ich sie wieder gesehen hatte, hatte ich gewusst das ich verloren war.
Ich hätte sicherlich kapituliert, wenn sie nicht da gewesen wäre, ein paar mal war ich wirklich drauf und dran gewesen, einfach aufzugeben, aber sie hatte es immer wieder geschafft mich vom Gegenteil zu überzeugen.
Zufrieden blickte ich zu der Frau, die ich morgen heiraten würde, ich wusste sie war perfekt. Ihr langen braunen Haare flossen ihr leicht gewellt über den Rücken und selbst von hinten sah sie in ihrem weißen Cocktailkleid traumhaft aus.
Sie unterhielt sich gut gelaunt mit Potter und Weasley, die wie so viele andere zum vorhochzeitlichen Bankett gekommen waren. Ich vermutete, dass sie gerade den beiden Hohlköpfen versuchte zu erklären was Saris waren, denn in letzter Zeit hatte sie eine Vorliebe für Bollywood Filme entwickelt und ich hoffte inständig, dass sich das bald wieder legte.
Ich konnte mit diesem indischen Kram nichts anfangen, Filme an sich waren mir schon suspekt. Ständig kam sie mit einem anderen angeblichen „Meilenstein“ an, den ich mir dann ansehen musste. In neunzig Prozent dieser Fälle schlief ich nach den ersten fünf Minuten ein, bei den restlichen zehn Prozent tat ich so, als ob ich schliefe.

Wieder mal musste ich mich fragen, womit ich sie verdient hatte. Ich war schließlich kein Heiliger. Ich hatte sie als ihr Lehrer oft genug beleidigt, ich hatte in meinem Leben Dinge getan, die sich nicht so einfach rechtfertigen ließen und trotzdem blieb sie bei mir.
Sicher, sie hatte ihren Teil dazu beigetragen, dass ich heute nicht mehr ganz so griesgrämig und unfreundlich war, aber als nett konnte man mich noch immer nicht bezeichnen.
Ich stieß Leute vor den Kopf, die mich nervten oder auf die ich schlicht und ergreifend einfach keine Lust hatte. Hermine nahm das alles gelassen hin. Sie war meine bessere Hälfte und wenn ich zu ausfallend wurde, entschuldigte sie sich für mich und warf mir anschließend ein glückliches Lächeln zu.
Sie machte mir keine Vorwürfe dafür, dass ich so war, wie ich nun mal war. Sie war sicherlich meine einzige Chance auf ein glückliches und erfülltes Leben, keine andere würde mich mit den Macken nehmen, die ich hatte.
„Keine Panik?“, fragte eine kalte Stimme, ich wandte mich um und blickte in das süffisante Gesicht meines Freundes Lucius Malfoy. Er hatte darauf bestanden, dass wir das Bankett in seinem Anwesen gaben, ich wusste nicht warum er das wollte, aber ich fand es eine nette Geste. Es war keine richtige Freundschaft die uns verband, wir duellierten uns gegenseitig und zogen uns immer wieder auf. Wir wussten beide, dass wir den anderen jederzeit für die geeignete Gelegenheit verraten würden. Vielleicht war es das, was uns verband. Das wir trotz allem bereit waren uns zu verzeihen.
Hermine war nicht glücklich darüber gewesen, dass Bankett bei ihm zu veranstalten. Sie mochte ihn nicht, daraus machte sie auch kein Geheimnis. Ich hatte sie dazu überredet, es war meine einzige Bedingung gewesen bei der Hochzeit. Als aber alle ihre Freunde eingetroffen waren, kümmerte sie das Anwesen nicht mehr und sie schien sich wirklich zu amüsieren.
„Warum sollte ich Panik bekommen?“, fragte ich gelassen und die eisgrauen Augen des Mannes glänzten amüsiert.
„Weil es langsam ernst wird. Machen wir uns nichts vor, Severus, du bist ein Mann der sich immer selbst sabotiert. Morgen abend wirst du für den Rest deines Lebens mit der selben Frau zusammen sein“, argumentierte er leise und ich blickte wieder zu Hermine, die gerade Laila Montgomery umarmte.
Seine Worte machten mir keine Angst, ich wollte den Rest meines Lebens mit ihr verbringen, dessen war ich mir absolut sicher, obwohl es dem widersprach, wonach ich bisher immer gelebt hatte.
Nach Lilys Tod hatte ich mir geschworen, ewig Einzelgänger zu bleiben, ich wollte mich nie wieder verlieben um nie wieder verletzt zu werden.
Das hatte sich hiermit erledigt.
„Das macht mir nichts aus, ob du es glaubst oder nicht, ich weiß was eine Hochzeit bedeutet“, erklärte ich ehrlich.
Lucius runzelte überrascht die Stirn und strich sich den Saum seines dunkelgrünen Umhangs glatt.
„Ich hoffe für dich, das es so bleibt“
Ich hob eine Augenbraue, denn der Ton mit dem er das sagte, machte mir klar, dass ihm das völlig egal war.
Aber so war Lucius und das er Hermine mit all ihren Freunden in sein Anwesen kommen ließ, war schon freundlich genug von ihm.

„Wo finde ich denn die zukünftige Mrs. Hermine Snape“, rief eine lachende Stimme aus der Eingangshalle. Ich drehte mich in Richtung Tür und sah Ginny Potter grinsend eintreten. Sie trug ein schwarzes enganliegendes Kleid und ihre flammend roten Haare waren zu einem Zopf gebunden.
Ich spürte einen kurzen Windhauch, als Hermine an mir vorbei flitzte und sich ihrer Freundin in den Arm warf.
„Mrs. Hermine Snape, lass dir den Namen mal auf der Zunge zergehen“, flüsterte Lucius mir zu und ich schluckte.
Ein dicker Kloß hatte sich in meinem Hals gebildet, als ich mir den Namen wieder und wieder in Gedanken vorsagte. Ich spürte wie mein Herz zu Rasen begann und die bislang ausgebliebene Panik einsetzte.
Warum machte mir der Name plötzlich Angst? Wieso begannen meine Hände zu zittern und warum schnürte es mir plötzlich die Kehle zu?
„Entschuldige mich einen Moment“, sagte ich leise und noch während ich mich von ihm abwandte, sah ich das schadenfrohe Grinsen des blonden Mannes.
Es kümmerte mich nicht, was er dachte. Ich hatte wichtigere Probleme.
Rücksichtslos kämpfte ich mich durch die Menge von Hermines Freunden, bis ich den Balkon erreichte, die Tür aufriss und hinaus in den kühlen Novemberabend trat.
Zittrig krallten sich meine Hände am Geländer fest und ich musste ein paar mal tief durchatmen, weil ich glaubte sonst zu ersticken.
Wo kam die Panik plötzlich her?
Eben war ich noch vollkommen ruhig gewesen? Warum hatte mich das überhaupt so ruhig gelassen?
Ich würde heiraten!
Ich würde den Rest meines Lebens mit ein und demselben Menschen verbringen. Sie würde meinen Namen tragen.
Wir waren die Snapes, auf ewig aneinander gebunden. Verdammt dazu die Tiefen einer Ehe zu durchlaufen, die ich von meinen Eltern noch allzu gut kannte.
War ich denn vollkommen verrückt geworden, mich auf so etwas einzulassen?!
Ich hatte doch selbst erlebt, was die Ehe aus den Menschen machte.

Es stand noch immer kein Zweifel daran, dass ich Hermine liebte, sie war perfekt... aber ich war es nicht. Ich würde sie ins Unglück stürzen. Das lag in meinen Genen, die selben Gene die mein Vater hatte. Es war völlig ausgeschlossen, dass ich sie glücklich machen würde!
Ich musste gehen, bevor ich sie endgültig verletzte.

Noch bevor ich mein Vorhaben in die Tat umsetzen konnte, betrat Laila die Terrasse. Ich warf ihr nur einen kurzen Blick zu und hoffte das sie gleich wieder ging. Ich hatte jetzt wirklich keine Zeit für Smalltalk.
„Ist es nicht etwas zu kalt um in die Sterne zu sehen?“, fragte sie amüsiert. Ihre langen blonden Haare wehten leicht im Wind, als sie sich neben mich ans Geländer stellte.
„Denk nicht dran, dann ist dir nicht kalt“, murrte ich knapp und versuchte meine Panik so gut es eben ging zu verdecken. Ich war ein Meister darin, meine Gefühle und Emotionen zu verbergen, obwohl ich seit dem Untergang des Dunklen Lords ein wenig aus der Übung gekommen war.
„Wie seltsam, ich hatte den Eindruck du hast trotz allem, kalte Füße bekommen“, meinte sie gut gelaunt und ich warf ihr einen wütenden Blick zu. Vermutlich hatte sie mich vorhin im Auge behalten und Laila war schon immer eine gute Menschenkennerin gewesen.
„Unsinn“, schnaubte ich und blickte stur in die Dunkelheit des gut gepflegten Gartens.
„Wie du meinst“, sagte sie achselzuckend. „Ich hoffe aber, du weißt, dass du für Hermine alles bist, was sie sich jemals gewünscht hat. Sie erträgt dich mit all deinen Gemeinheiten und ich glaube, dass zählt zu den Dingen, die sie an dir mag. Du machst das was dir zusagst, du bist nicht nett zu Leuten, die du nicht magst und du bist ehrlich. Du lügst nicht um jemandem zu gefallen, du sagst deine Meinung, egal wie gemein sie ausfällt. Das ist es was sie an dir schätzt, ich hoffe das weißt du“
Ich schwieg nachdenklich.
Ich wusste was ich an ihr hatte, aber ich konnte mir kaum vorstellen, dass ich Hermine auch in zehn Jahren noch glücklich machen konnte. Wer konnte sich schon auf Dauer mit einem Griesgram einlassen? Noch dazu, wenn man ein Mensch war, der voller Lebenslust steckte?
Die Ehe würde scheitern, dessen war ich mir plötzlich sicher.

„Mein Vater war bis zu seiner Hochzeit ein netter Mensch. Kurz danach wurde er zu einem Tyrann“, bemerkte ich, nach einer Weile und Laila wandte sich zu mir um und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Meinst du, du wirst genauso?“
Ich zuckte mit den Schultern.
„Ich weiß nicht, es ist möglich“
Laila schüttelte entschlossen den Kopf und strich sich anschließend eine verirrte Strähne hinters Ohr.
„Das dir das zu schaffen macht, beweist nur, dass du keinesfalls so werden willst und ich glaube das du gerade aus diesem Grund ein ganz hervorragender Ehemann werden wirst. Du wolltest keine große Feier, nicht wahr? Trotzdem bist du bereit das ohne Murren mitzumachen, weil du ihr das geben willst, was sie sich solange erhofft hat. Du warst von Anfang an dazu verdammt, sie glücklich zu machen und wir wissen alle, dass du das bis an dein Lebensende tun wirst“
Ich nickte kurz, ich hoffte sie hatte Recht, aber sicher war ich mir noch immer nicht. Vielleicht wurde ich am Ende doch noch zu dem Menschen, der ich schon als Kind nicht werden wollte.

Wir schwiegen ein paar Minuten und blickten in die kühle Nacht. Ein paar Schneeflocken tanzten im schwachen Licht der Laterne. Mir wurde wirklich langsam kalt. Ich konnte zwar einen Zauber benutzen, aber dazu war ich momentan nicht bereit. Ich war noch zu unentschlossen.
Sollte ich die Hochzeit einfach durchziehen, mit all meinen Bedenken und Zweifeln, oder sollte ich noch diese Nacht verschwinden und Hermine sich selbst überlassen?
„Was bist du eigentlich jetzt von Beruf?“ fragte ich schließlich um die Stille zu unterbrechen.
„Paartherapeutin, warum?“, entgegnete sie grinsend und ich seufzte kurz. Kein Wunder, dass sie so genau wusste, was ich dachte.
Laila trat einen Schritt vom Geländer zurück und lächelte wieder.
„Ich denke ich gehe jetzt wieder rein, es wird wirklich kalt“
Sie drehte sich um und ging zur Tür, aber kurz bevor sie die Terrasse verließ, blieb sie noch einmal stehen.
„Ach ich hab dir noch was mitgebracht“, meinte sie und kramte in ihrer pinken Handtasche. Ich drehte mich irritiert zu mir, als sie mir schließlich einen Becher Joghurt entgegen hielt. „Ich dachte, du hast vielleicht Lust auf Stracciatella!“
Zu verblüfft um zu antworten, nahm ich den Becher entgegen und sie ließ mich grinsend auf der Terrasse stehen.
Kopfschüttelnd blickte ich auf den Joghurt in meiner Hand und schlagartig fiel mir wieder ein, was er bedeutete.
Als ich Hermine damals allein gelassen hatte, war sie in ein tiefes Loch gefallen, von dem ich nichts geahnt hatte. In ihrer tiefen Trauer hatte sie jedem den sie kannte, die Nachricht geschickt, dass ihr Stracciatella Joghurt abgelaufen war. Später hatte sie mir erklärt, dass ihr der Joghurt vor Augen geführt hatte, dass alles vergänglich war.
Genauso plötzlich wie sie gekommen war, verschwand meine Panik auch wieder. Ich blickte lächelnd auf den Joghurt und wusste, dass ich Hermine niemals mehr alleine lassen konnte. Ein einfacher Joghurt hatte sie damals zu Tränen gerührt, nur weil ich nicht nicht bei ihr gewesen war. Irgendetwas musste es an mir geben, was sie glücklich machte und ohne das sie nicht Leben konnte. Ich war bereit es auf einen Versuch ankommen zu lassen und ich würde sie glücklich machen!


„... erkläre ich euch zu Mann und Frau! Sie dürfen die Braut nun küssen!“
Es war wie weggeblasen, jegliche Zweifel hatten sich verabschiedet und ein unglaubliches Glücksgefühl hatte mich erfasst, als ich Hermine in ihrem strahlend weißen Kleid an den Altar treten gesehen hatte.
Ihr rehbraunen Augen blickten mich erwartungsvoll an und sie wartete auf den Kuss, der unsere Ehe für immer besiegelte.
Ich wartete noch einen kurzen Moment, Lucius trat an meine Seite und reichte mir, wie vorher abgesprochen, das was ich brauchte.
Sie sah ein wenig irritiert aus, als ich ihren Schleier zurück schlug und ihr denselben Joghurt Becher reichte, den Laila mir gestern gegeben hatte.
„Er ist abgelaufen“, erwiderte ich und ich hörte wie ein ungläubiges Gemurmel durch die Reihen der Gäste ging.
Hermine blinzelte kurz und blickte dann lächelnd in meine Augen.
„Ich habe dir schon mal gesagt, das macht mir nichts mehr, so lange du da bist!“, erwiderte sie sanft und ich nickte.
„Mit diesem Joghurt, schwöre ich dir, dich ewig zu schützen, immer an deiner Seite zu sein und dich in jeder Sekunde deines Lebens glücklich zu machen. Du bist mein Leben, Hermine, ich habe dir so viel zu verdanken und du verdienst diesen Joghurt, mehr als jeder andere“, erklärte ich ihr völlig ernst, wohlwissend das von den Gästen kaum jemand eine Ahnung hatte, wovon er sprach. Aber ich wusste das Hermine es verstanden hatte, in ihren Augen glitzerten Tränen. Sie hatte verstanden, dass der Joghurt nicht mehr für Vergänglichkeit stand, sondern nun für die Ewigkeit.
„Macht es dir was aus...“, begann sie schluchzend. „... wenn du dich nun vorlehnen würdest um mich endlich zu küssen?“
Ich lächelte, reichte den Joghurt wieder an Lucius, umfasste ihr Gesicht mit den Händen und zog sie dicht an mich heran.
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