Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

MMFF Kristalle

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Alice Gehabich Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Masquerade Shun Kazami
03.08.2010
01.04.2012
21
27.004
1
Alle Kapitel
94 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
03.08.2010 1.321
 
In Vestal ist eben erst die Sonne aufgegangen, schon zieht sich ein schwarzhaariges Mädchen in ihrem kleinen Zimmer an. Zuerst schlüpft sie in ihre dunkelblaue Dreivierteljeans, dann zieht sie sich das weiße T-Shirt über den Kopf, an dessen unterem Rand eine Blumenstickerei in allen möglichen Blautönen schimmert. Zum Schluss bindet sie sich noch das weiße Tuch mit den Fransen um die Hüfte. Suchend lässt sie den Blick ihrer eisblauen Augen durch das, noch ziemlich leere, Zimmer gleiten. Bis er schließlich an einem kleinen Tisch hängen bleibt, auf dem zwei weiß-silberne Haargummis liegen. Mit schnellen Schritten läuft sie zu dem Möbelstück, nimmt die beiden Gummis und bindet sich die vorderen Strähnen uneingeflochten an den Spitzen zusammen. Dann greift sie zu den silbernen Hänge-Ohrringen, die neben den Haargummis gelegen hatten. Prüfend betrachtet sie sich noch einmal im Spiegel, bevor sie den kleine Raum verlässt und die Küche betritt. Dort wird sie schon von jemandem erwartet.
Ehe sie sich versieht schleicht ihr eine kleine Gestalt um die Füße und bringt sie fast zu Fall. Gerade noch rechtzeitig findet sie ihr Gleichgewicht wieder. Tadelnd sieht sie den schwarzen Kater an. „Also wirklich, Midnight. Es ist nicht nett, Leute so zu erschrecken. Ein Glück für dich, dass ich Ju-Jutsu mach, sonst wäre ich womöglich hingefallen und hätte mir ein Bein gebrochen. Was wiederum zur Folge gehabt hätte, dass ich dir jetzt kein Essen geben kann.“ Der Kater sieht sie nur mit unschuldigen Augen an und fängt an zu schnurren. Seufzend setzt das Mädchen ihren Weg in die Küche fort und nimmt erst einmal den Stapel Post vom Esstisch. Mit gerunzelter Stirn geht sie die vielen Briefe durch. „Der ist für Simon, der ist für Mum, noch einer für Mum, eine Rechnung, noch eine Rechnung, wieder einer für Simon und kein einziger für mich. Ich glaube die Welt ignoriert mich!“ Mit einer gespielt wütenden Mine wirft sie den Stapel Briefe zurück auf den Tisch. Dann stellt sie dem immer noch schnurrenden Kater eine Schüssel voll Milch hin und macht sich selbst eine Schüssel Müsli.
Neugierig blättert sie während dem Essen in der Zeitung. Bei der Seite mit den Kreuzworträtseln hält sie einen Moment inne, blättert dann aber weiter. Viel zu einfach, denkt sie dabei abfällig. Nachdem sie fertig gefrühstückt hat, verlässt sie das Haus und betritt das kleine Antiquariat auf der gegenüberliegenden Straßenseite. <Flamel´s Antiquitäten> steht in leuchtenden Lettern über der alten Holztür. Als sie diese öffnet, ist das Leuten einer kleinen, goldenen Glocke zu hören. Im Inneren des Ladens ist es ein wenig düster und verstaubt, also die perfekte Atmosphäre. Überall stehen Regale und kleine Tische mit den verschiedensten Dingen. An einer Wand ganz hinten im Raum befindet sich eine kleine Tür, und neben dieser steht eine lange Theke. Zielsicher geht die Schwarzhaarige durch die kleine Tür und betritt das Hinterzimmer.
„Morgen, Mum.“, grüßt sie die Frau, die gerade dabei ist, einige Kisten auszuräumen.
„Oh, Guten Morgen, Alea. Kannst du heute bitte im Laden stehen und auf Kundschaft warten? Ich muss noch einige Kisten auspacken und dann mit deinem Bruder ins Krankenhaus fahren. Er glaubt, er hätte sich heute Nacht einen Zahn ausgeschlagen.“
Alea verdreht genervt die Augen. „Mum, Simon ist jetzt 12 Jahre alt. Ich denke er wird irgendwann merken, dass seine Zähne noch heil sind.“
„Davon bin ich überzeugt. Aber willst du wirklich einen schreienden kleinen Bruder ertragen müssen?“
Entsetzt starrt Alea ihre Mutter an.
„Okay, fahr mit ihm ins Krankenhaus.“

Einige Stunden später...
Alea steht gelangweilt hinter der Theke und lässt ihren Blick durch den leeren Laden schweifen.
In den letzten Jahren sind sie drei mal umgezogen. Drei mal musste Alea alle ihre Freunde zurück lassen, drei mal musste sie sich an ein neues Zuhause gewöhnen, aber jetzt hat ihre Mutter den Laden. Sie würden hier bleiben, das hatte sie ihren beiden Kindern versprochen. Und dann würden sie der Welt zeigen, das man auch ohne Vater eine glückliche Familie sein kann. Aleas Mutter redet nie über ihren Vater. Er hat sie damals im Stich gelassen als sie ihn am meisten gebraucht hätte. Als sie gerade schwanger gewesen ist. Aber das ist jetzt vorbei.
Das Leuten der kleinen Glocke reißt das Mädchen aus seinen Gedanken. Eine ebenfalls schwarzhaarige Vestel betritt den Antiquitäten-Laden und geht zielsicher auf Alea zu.
„Entschuldige bitte, ich suche...“ Mitten im Satz stockt sie, als der Blick ihrer meerblauen Augen auf den eisblauen von Alea trifft. „Ähm...haben wir uns schon mal getroffen?“ „Ich denke schon. Also...wonach suchst du?“
Wieder sieht sie das Mädchen verdutzt an. Dann scheint sie sich zu erinnern, was sie eben sagen wollte. „Ich suche nach einer Kette mit einem meerblauen Stein.“
Sofort kommt Alea hinter der Theke hervor und geht zu einem der vielen Regale und öffnet ein kleines Kästchen. Daraus holt sie eine silberne Kette mit einem Kristall in der gewünschten Farbe hervor. „Ist die gut?“ Begeistert sieht sie das andere Mädchen an. „Natürlich! Genau so habe ich mir das vorgestellt!“ Einige Augenblicke später verlässt das Mädchen den Laden, jetzt mit der Kette um den Hals. Doch bevor sie die Tür verlässt, dreht sie sich noch mal um. „Mein Name ist übrigens Selene.“ „Ich bin Alea.“ Dann ist sie verschwunden.
Kaum ist Alea wieder alleine, da bemerkt sie einen silbernen Armreif, der leicht verschnörkelt ist und ein bisschen Antik aussieht. Merkwürdig, denkt sie sich, der lag doch vorher noch nicht da. Sie streckt den Arm aus, um den Reifen genauer anzusehen, aber im nächsten Moment ist alles um sie herum blau.
„Was zum...!“
„Du brauchst keine Angst zu haben, Vestal.“
„W-Was? W-Wer hat das gesagt?“ Verwirrt sieht sie sich um, aber alles was sie erkennen kann ist ein eisiges Blau.
„Ich, wer sonst?“ Vor ihr erscheint ein kleiner alter Mann mit einem merkwürdigen Stab in der Hand. „Frosch, das legendäre Aquos-Bakugan.“
„Na hören sie mal. So sicher ist das gar nicht. Es hätte ja auch der Weihnachtsmann sein können.“, meint Alea ironisch.
„Na wenigstens hast du Humor.“, seufzt das Bakugan, „Mal sehen ob auch genug Fantasie in dir steckt.“
Immer noch verwirrt sieht sie den alten Mann an. „Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?“
„Das wirst du sehen, wenn es so weit ist. Aber jetzt, stell dir ein Abenteuer vor, dass du erleben möchtest.“
Das schwarzhaarige Mädchen runzelt die Stirn. „Na schön, aber nur weil sie es sind!“
Dann schließt sie die Augen und fängt an zu erzählen.
„Es sollte an einem fremden Ort passieren, auf einem anderen Planeten zum Beispiel. Aber ich möchte nicht alleine sein. Es sollten noch ein paar anderen Jugendliche in ungefähr meinem Alter dabei sein. Und wir sollten alle wegen etwas `erwählt` worden sein. Vielleicht wegen dem Mut oder dem Willen oder eben der Fantasie. Wir müssten dann eine Aufgabe meistern, die am besten etwas mit Bakugan zu tun hätte. Versagen wir, ist die Welt in Gefahr, gewinnen wir, dann sind alle gerettet. Oh, und wir bräuchten natürlich starke Gegner, wie die Vexos zum Beispiel. Und dann müssten wir immer gegen sie kämpfen, weil sie natürlich verhindern wollen, dass wir gewinnen.“
Während sie redet, bemerkt sie nicht, dass Frosch immer breiter grinst.
„Und dann gibt es ein paar Hindernisse weil alle so unterschiedlich sind. Aber am Ende geht doch noch alles gut aus.“
Fröhlich schlägt Alea die Augen auf. Sie konnte sich alles vorstellen. Sie hat gespürt, wie lustig das Abenteuer gewesen wäre.
Dann erst bemerkt sie, dass sie wieder im Laden steht. Vor ihr auf dem Tisch liegt immer noch der Armreif, aber jetzt ist ein eisblauer Kristall eingesetzt.
„Er gehört dir. Ich halte dich für würdig.“
Erschrocken hebt sie den Blick. Über dem Tisch schwebt der seltsame Mann.
„Ähm...Wofür?“
Da lacht der Alte. „Für das Abenteuer.“ Und schon ist er verschwunden.
„Genauer hätte er sich nicht ausdrücken können, oder?“, murrt Alea, während sie sich den Armreif anlegt.
_____________________

gllückwunsch an cyberangel und shadowfreak mit ihren beidne charakteren.
wünsche? lob? kritik? reviews?
lg scharrie
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast