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MMFF Kristalle

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Alice Gehabich Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Masquerade Shun Kazami
03.08.2010
01.04.2012
21
27.004
1
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03.08.2010 1.884
 
Irgendwo in den unendlichen Weiten des Universums...

Mürrisch sitzt König Zenoheld auf seinem Thron in mitten des riesigen Saals. Seine vielen Diener hat er eben weg geschickt. Er muss einige Momente allein sein, um in Ruhe darüber nachdenken zu können, was er eben von Professor Clay aus New Vestroia erfahren hat. Der Wissenschaftler hat ihm von seiner unglaublichen Entdeckung, mechanische Bakugan in echte verwandeln zu können, aber auch von der Flucht des Prototypen berichtet. Jetzt muss der König die positiven und negativen Seiten einer solchen Erfindung abwägen und eine Entscheidung treffen.
Einerseits könnte es sehr von Vorteil sein, eine ganze Armee von Bakugan selbst entwickeln zu können. Damit könnte er nicht nur den letzten Rest des Widerstandes vernichtend schlagen, nein, er könnte das ganze Universum wie eine Flutwelle überrollen. Eine Armee von unschlagbaren Bakugan in seinen Händen wäre das perfekte Mittel, um seine Ziele zu verfolgen. Denn, dass die mechanischen Bakugan auf Dauer nicht viel nützen, das haben ihm die Niederlagen seiner Untergebenen bereits gezeigt. Wäre es da nicht viel nützlicher, mechanische Bakugan mit so viel Kraft auszustatten und diese dann in echte zu verwandeln, dass ihre Originale keine Chance mehr haben?
Andererseits könnte es aber auch damit enden, dass die neu entstandenen Bakugan sofort die Seiten wechseln und sich ebenfalls dem Widerstand anschließen. Das Risiko, dass eine solche wertvolle Waffe einfach in die Hände des Feindes gelangen kann, ist beträchtlich.
Verärgert runzelt der alte Mann die Stirn. Wäre durch die Unfähigkeit Professor Clays das Versuchsobjekt nicht entkommen, hätte man austesten können, wie der Freiheitstrieb der künstlichen Bakugan ausgeprägt ist. Aber das einzige lebende Exemplar ist wie vom Erdboden verschluckt und somit unerreichbar für mögliche Tests.
Gerade, als König Zenoheld den kleinen Knopf an der Lehne seines Stuhles betätigen will, mit dessen Hilfe er den Bildschirm ausfahren lassen kann, der es ihm ermöglicht, mit seinem Sohn auf New Vestroia Kontakt aufzunehmen, erglüht der Raum in einem seltsam rötlich-schwarzen Licht und umhüllt die Gestalt des Mannes.

Du wirst tun, was ich dir befehle. Du wirst tun, was ich dir befehle. Du wirst tun, was ich dir befehle.

Als das Licht erlischt, und der Bildschirm ausfährt, huscht ein listiges Lächeln über das Gesicht von König Zenoheld. Für den Bruchteil einer Sekunde scheinen seine Augen merkwürdig trüb, dann gibt er den Befehl weiter.



In einer kleinen Besenkammer auf Vestal...

Wütend hämmert Selene von innen gegen die noch immer verschlossene Tür der Besenkammer. Ihre Fäuste sind bereits rot und voller Kratzer und Schrammen, aber sie hört nicht auf. Nicht einmal das blaue Bakugan, das neben ihrem Kopf schwebt und immer wieder auf sie einredet, kann sie davon überzeugen, den Kampf gegen das unnachgiebige Holz einzustellen.
„Selene. Wenn du so weiter machst, tust du dir noch ernsthaft weh. Außerdem, hätte die Tür vorgehabt, nachzugeben, hätte sie das schon vor einer halben Stunde getan.“, meint das blaue Aquos-Bakugan beschwichtigend. Und tatsächlich, seine Worte scheinen endlich Wirkung zu zeigen. Mit einem müden Seufzer geht die schwarzhaarige Vestel ein wenig zur Seite und lehnt sich gegen ein altes Regal, auf dem einige Putzutensilien stehen. „Du hast ja recht, Aurora, aber es macht mich fast wahnsinnig, dass ich nichts tun kann.“ Für einen kurzen Moment schließt sie die Augen und atmet tief durch, um das Gefühl von Panik zu verdrängen, aber es klappt nicht ganz so gut, wie sie sich das vorgestellt hat.
Plötzlich hört sie etwas. Ganz leise, aber deutlich. Schritte.
Und dann noch etwas anderes. Stimmen.
Eine jähe Hoffnung macht sich in ihr breit.

„Man! Das ist sowas von erniedrigend. Ich kann nicht fassen, dass wir gegen diese Nieten von Widerstandskämpfern verloren haben!“, mault die eine Stimme äußerst gereizt. „Und zu allem Überfluss müssen wir jetzt noch vor Hydron erklären, wo wir gesteckt haben.“, seufzt die andere.
Bevor ersterer etwas antworten kann, nimmt Selene ihren Mut zusammen und fängt an zu schreien. „Hallo?! Ist da jemand? Holt. Mich. Hier. Raus.“ Und wieder macht die Tür Bekanntschaft mit ihren Fäusten. Das ändert sich jedoch schlagartig, als sie von außen aufgerissen wird und der Vestal somit einen Schlag ins Gesicht verpasst. Perplex taumelt das junge Mädchen einige Schritte nach hinten und reibt sich die Nase. Wütend funkelt sie den grauhaarigen Mann an, der im Türrahmen steht und mindestens genauso vor den Kopf gestoßen aussieht, wie Selene sich gerade fühlt. Anstatt zu warten, bis der andere Vestal etwas sagt, schnappt sie sich Aurora und rauscht auf ihn zu, in Erwartung, er würde ihr Platz machen und sie durch lassen. Allerdings scheint Shadow andere Pläne gehabt zu haben, denn er will gleichzeitig den Raum betreten. Und so kommt, was kommen musste. Die beiden prallen mit voller Wucht zusammen, wobei Selene, die deutlich mehr Schwung hatte, den überraschten Shadow mit sich reißt und beide unsanft auf dem Boden landen.
Bei dem Anblick eines vollkommen verwirrten Shadows und einer immer wütender werdenden Vestal, die beide auf dem Boden liegen und sich gegenseitig die Ellenbogen in den Körper rammen, um dem zu engen Türrahmen zu entkommen, kann Lynk nicht mehr an sich halten und bricht in schallendes Gelächter aus. Während er sich lachend am Boden kugelt und seinen Bauch hält, schaffen es Selene und Shadow, aufzustehen und sich gegenseitig wütend anzufunkeln.
„Kannst du nicht aufpassen, wo du hin läufst?“, knurrt Shadow wütend und verschränkt die Arme vor der Brust. „Kannst du nicht aufpassen, wo du nicht hin läufst?!“, kontert Selene und ist den ersten Moment über ihre eigenen Worte überrascht. Auch Shadow macht einen ratlosen Eindruck, was er auf diese Antwort erwidern soll und lässt es schließlich blieben. Stattdessen packt er sie grob m Arm und schleift sie mit sich, aber nicht, ohne vorher noch einen verachtenden Blick auf den immer noch lachenden Lynk zu werfen.




Nayoko uns Junit sitzen auf ihren Betten und unterhalten sich über die Frage, was sie hier eigentlich machen sollen. Von ihren Bakugan haben sie nur die Antwort bekommen, dass noch jemand fehlen würde und sie keine Lust hätten, die Geschichte zweimal zu erzählen. Danach herrschte eisernes Schweigen bei den beiden Bällen, die neben ihren Besitzerinnen auf den Betten liegen.
„Was glaubst du? Wer kommt noch?“ Ein wenig nervös knabbert Nayoko an ihrem Daumen, ihr Blick geht ins Leere. Junit zuckt als Antwort nur mit den Schultern. „Ich weiß es nicht. Aber vielleicht...“
Weiter kommt sie nicht, da sich in genau diesem Augenblick die metallene Tür öffnet und ein schlankes Mädchen zögernd den Raum betritt. Sie trägt eine schwarze Lederhose und dazupassende Stiefel, die an der Krempe mit gelben Aquos-Symbolen bestickt sind. Darüber hat sie ein schwarzes T-Shirt und eine schwarze Lederjacke an, deren Ärmel ab den Ellenbogen immer weiter werden. Unter dem Saum der Jacke kann man fingerlose, ebenfalls schwarze Handschuhe erkennen. Die Haare, die vor kurzem noch hüftlang waren, hängen jetzt nur noch bis zum Kinn. Selene hat sie abgeschnitten.
Mit einem zaghaften Lächeln hebt sie die linke Hand zu einem Gruß und erwidert den überraschten Blick der beiden hellhaarigen Mädchen. „Hi. Ich bin Selene.“ „Junit.“ „Nayoko.“
Mehr aus Reflex denn aus irgend etwas anderem nennen die beiden anderen auserwählten ebenfalls ihre Namen. Erst ein lautes Seufzen holt die drei aus der peinlichen Stille, die entstanden ist. Synchron drehen sich alle Köpfe zu Nayokos Kopfkissen, auf dem sich eben Zuki ausrollt. „So. Da jetzt alle versammelt sind, bin ich bereit, die ganze Geschichte zu erzählen.“, fängt das weiße Bakugan an. Leicht verwirrt hebt Selene eine Augenbraue, bis sie begreift, worum es geht und gelassen zu dem dritten Bett schlendert, das noch im Zimmer steht. Mit einer entspannten Geste setzt sie sich auf die weiche Matratze und wartet erwartungsvoll ab.



Beim Bakugan-Widerstand...

Strategisch gedacht haben sich Dan, Mira und der Rest des Widerstandes zusammen mit ihren Gästen in den Wohnwagen zurückgezogen. Dan, Baron und Mira stehen an der Wand, gleich neben dem großen Bildschirm und den Stühlen. Links neben Dan steht Alice, die immer noch verkrampft die Hände um Masquerades Maske geschlungen hat. Daneben stehen Pia und Mello, wobei letzterer tunlichst darauf geachtet hat, Klaus nicht zwischen sich und Alice zu lassen. Stattdessen steht der Aquos-Spieler zwischen Pia und Luna.
Erwartungsvoll ruhen alle Augen auf Alice, die sich ein wenig verlegen räuspert. Aber ehe sie anfangen kann, zu sprechen, wird sie von einer Stimme unterbrochen.
„Anhand eure verwirrten Gesichter und der ungewöhnlich hohen Ansammlung von Menschen in diesem Raum schließe ich, dass euch das selbe passiert ist, wie uns.“
Sofort drehen sich alle Köpfe zu der offenen Tür, in deren Rahmen Ace und Shun stehen, von denen letzterer gesprochen hat. Hinter ihnen stehen Alex und Alea, die den Raum und die Personen in seinem Inneren kritisch begutachten.
Verblüfft will Dan den Mund öffnen, um etwas zu sagen, aber er wird von einem spitzen Freudenschrei davon abgehalten. Keine Sekunde später stößt Luna die beiden Neuankömmlinge zur Seite und wirft sich dem blonden Mädchen dahinter stürmisch um den Hals. „Alex!“
Shun und Ace, die durch den Stoß aus dem Gleichgewicht kommen, stolpern einige Schritte nach hinten, wo sie beide auf ein Hindernis treffen.
Shun stößt gegen die erschrockene Pia und reißt diese mit sich zu Boden. In einem Versuch, vor dem Sturz noch Halt zu finden, klammert sich die Darkus-Spielerin an Klaus` Jacke fest. Der blauhaarige Mann wird kurzerhand mit zu Boden gerissen, wedelt im Fall aber noch mit den Arme. Seine Hände verfangen sich dabei in einem von Mellos Hosenbeinen und ziehen dem Jungen, der gerade eine Tafel Schokolade aufreißt die Beine weg. Mit einem erschrockenen Schrei kippt er zur Seite um und schafft es dabei, auch Alice mit sich zu ziehen.
Ace ergeht es nicht besser. Als er hilflos mit den Armen rudert, erwischt er Baron und landet kurz darauf unsanft auf dem Boden, zusammen mit dem Haos-Spieler. Dieser stößt mit dem Oberkörper gegen Dans Beine und bringt somit den Pyrus-Spieler zu Fall. Dabei greift er nach Miras Hand und zieht sie mit auf den Boden.
Innerhalb weniger Sekunden ist es Lu gelungen, den Raum in einen einzigen Haufen aus stöhnenden Menschen zu verwandeln.
„Ähm....Ups.“, ist alles, was die quirlige Vestal dazu sagen kann. Mehr ist auch nicht nötig, denn ab hier übernimmt Alea, die freudig lächeln in die Hände klatscht. „Na das ist doch mal ein Anblick, der es wert ist, in einem Fotoalbum festgehalten zu werden.“
„Haha, sehr komisch.“, faucht Shun, der sich mühsam wieder auf rappelt. Die anderen machen es ihm nach.
„Tut mir echt leid.“, meint Lu mit einem entschuldigenden Lächeln, „aber ich habe mich eben so gefreut, meine beste Freundin wieder zu sehen. Und manchmal bin ich ein wenig tollpatschig.“
„Ja, das kennen wir irgendwo her.“, beschwichtigt Ace und wirft einen vielsagenden Blick zu Dan.
„Ähm...wollte Alice uns nicht eben erklären, warum ihr alle überhaupt hier seid?“, greift Mira endlich ein, bevor sich die kleine Zankerei in einen heftigen Streit verwandeln kann.
„Das kann sie?“ Mit kühlem Blick mustert Alex die Anführerin des Widerstandes.
„Nein, kann ich nicht.“ Unschlüssig steht Alice da, einen Moment zögernd, was sie jetzt tun soll, dann nimmt sie ihren Mut zusammen und setzt sich die Maske auf. „Aber ich kann es.“
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So. Ich sagte doch, es wird nicht mehr so lange dauern *die Tatsache ignorier, dass es trotzdem lange war* =D
Nun denn, im nächsten Kapitel gibt es dann ein paar Erklärungen, damit die Protagonisten nicht länger im Dunkeln tappen müssen!
lg Jolly Roger
P.S. Wünsche? Lob? Kritik? Review? =3
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