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MMFF Kristalle

Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Alice Gehabich Daniel "Dan" Kuso Marucho Marukuro Masquerade Shun Kazami
03.08.2010
01.04.2012
21
27.004
1
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
03.08.2010 1.275
 
Nichola Flamel arbeitet schweigend in dem kleinen Antiquitätenladen. Neben ihr sitzt ihr Sohn Simon und räumt den Inhalt einer Kiste auf.
Normalerweise liebt die schwarzhaarige Vestel ihre Arbeit, aber heute schweift sie in Gedanken immer wieder zu ihrer Tochter Alea, die immer noch verschwunden ist. Als sie zum dritten Mal hintereinander die Silbe Kiste öffnet, verliert sie die Geduld. Mit einem lauten „Rums“ landet der Deckel wieder auf dem Holzgestell. „Jetzt reicht´s mir!“ Erschrocken zuckt Simon hoch. „Was reicht dir?“ Fragend sieht er seine Mutter an. Diese schnaubt. „Ich gehe jetzt zur Polizei!“ Da begreift Simon, was Nichola meint. „Wegen Alea, oder? Darf ich mitkommen?“
Eine Stunde später stehen beide in der Eingangshalle des Polizeipräsidiums.Ein dicker Polizist mit Vollbart und Falten, der gerade dabei war, ein Sandwich zu essen, hört der Frau interessiert zu. Als sie mit ihrer Erzählung geendet hat, nickt er. „Jaja, wir haben noch mehr solcher Meldungen bekommen. Hier auf Vestel sind in den letzten Tagen insgesamt fünf Vermisstenanzeigen eingegangen, wenn wir Ihre dazu zählen. Und unsere Kontaktpersonen auf der Erde haben uns mitgeteilt, dass dort ebenfalls drei Kinder verschwunden sind. Leider haben wir keinerlei Spuren.“ Nach seiner langen Rede wendet sich der Polizist wieder seinem Sandwich zu, das Zeichen dass er das Gespräch für beendet hält. Nichola starrt ihn einen Moment entgeistert an, dann dreht sie sich um und stapft wütend davon. Simon folgt ihr einen Moment später.
Als sie wieder im Auto sitzen, fängt sie an zu schreien. „Dieser blöde Polizist!“ „Mum...“, unterbricht sie Simon, aber er wird einfach ignoriert. „Für wen hält er sich eigentlich?!“ „Mum...“ „Als ob es mich interessieren würde, dass er noch keine Spur hat!“ „Mum...“ „Das bringt mir Alea auch nicht zurück!“ „Mum...“ „Wenn ich doch nur mit den Eltern der anderen Kinder sprechen könnte!“ „MUM!!!“
Erschrocken zuckt Nichola zusammen und dreht sich zu ihrem Sohn. „Was ist denn?“ „1. Achte auf den Verkehr!!!“ Sofort dreht sich seine Mutter wieder nach vorne. Die Ampel, an der sie eben noch gestanden hatten, war schon längst wieder zurück auf Grün gesprungen und einige Autos hinter ihnen fingen schon an zu hupen. Verkrampft lächelnd fährt Nichola weiter. „Und 2. Ein Glück, dass du mich hast.“ Verständnislos betrachtet seine Mutter ihn durch den Rückspiegel. Ein selbstgefälliges Grinsen liegt auf seinem Gesicht. „Als du schon gegangen bist, da habe ich noch ein bisschen länger gebraucht...weil ich doch unbedingt meine Schwester wieder finden will. Und da war der Polizist so freundlich und hat mir die Telefonnummern der anderen Eltern gegeben...“
Sofort tritt Nichola auf die Bremse. Durch den Ruck wird Simon in seinem Sitz nach vorne geschleudert und wäre fast gegen die Lehne des Vordersitzes geknallt. Hinter ihnen ist ein wütendes Hupen zu hören. „WIESO sagst du das erst jetzt?!“ Langsam startet sie den Motor wieder und fährt unter lauter Begleitung weiter. „Du hast mich ja ignoriert...“ Beleidigt verzieht er das Gesicht zu einer Grimasse.
„Entschuldige. Also, wo hast du die Nummern?“

Am nächsten Nachmittag...
Ein besorgt wirkender Mann parkt sein Auto vor dem kleinen Laden auf Vestel. Vorsichtig steigt er aus und will auf die Tür zugehen, da trifft er auf eine große Frau, die an ihrem Daumennagel knabbert. Sofort erkennt er sie wieder. „Oh nein! Frau Higome! Sagen Sie nur, Alex ist auch verschwunden!“ Die Frau nickt. „Dann ist Luna also auch...“ Ebenfalls ein Nicken. Gemeinsam betreten die beiden Erwachsenen den Laden. Fast stoßen sie mit einer Frau zusammen, die sich erstaunt umsieht. Im Gegensatz zu den anderen beiden ist sie ein Mensch.
„Oh, verzeihen Sie. Sind Sie auch wegen der verschwundenen Kinder hier?“, fragt Lunas Vater. Die Frau nickt. In ihren Augenwinkeln schimmern ein paar Tränen. „Meine Tochter Pia ist vor ein paar Tagen spurlos verschwunden.“ Gerade will Alex´ Mutter antworten, da betritt ein älterer Mann mit schütterem Haar den Antiquitätenladen. Auch er ist ein Mensch.
„Sieht aus, als hätte ich den Treffpunkt gefunden...“, meint er nur trocken, als er die anderen bemerkt. Hinter ihm steht ein Junge mit blonden Haaren.
Jetzt öffnet sich eine Tür im hinteren Teil des Raumes und eine Frau mit schwarzen Haaren kommt auf sie zu. „Sie müssen die Eltern der anderen Kinder sein. Darf ich mich vorstellen, ich bin Nichola Flamel. Die anderen sind gerade eingetroffen. Wenn Sie mir bitte folgen würden...“ Schon dreht sie sich um und geht wieder in das Hinterzimmer. Die vier anderen Erwachsenen und der Junge folgen ihr gespannt und neugierig.
Das Hinterzimmer ist ein bisschen kleiner als der eigentliche Laden, was aber auch daran liegen könnte, dass an einer Seite an die zehn Regale gestapelt sind, auf denen sich einiger Unrat zusammen gesammelt hat. Im restlichen Zimmer sind einige Stühle aufgestellt. Insgesamt befinden sich jetzt neun Personen im Raum. Ein Mann diskutiert aufgeregt mit einer kleineren Frau. An der Wand etwas abseits lehnt ein Junge und beobachtet die Erwachsenen desinteressiert, während Nichola den eben angekommenen einen Platz anbietet. Auch die anderen drei setzten sich jetzt auf einen Stuhl. Gespannt warten sie ab, bis Aleas Mum schließlich anfängt zu reden.
„Also, ich nehme mal an, Sie alle wissen, warum ich Sie gebeten habe zu kommen, oder?“ Allgemeines Nicken. „Gut. Es geht darum, dass insgesamt acht Jugendliche wie vom Erdboden verschluckt sind.“ „Einen Moment.“, unterbricht sie der Mann, der eben noch mit der Frau diskutiert hat. „Wir sind doch nur sieben Erwachsene.“ Nichola nickt betreten. „Als ich versucht habe, bei den Eltern des achten Mädchens anzurufen, ist niemand hingegangen. Wo war ich? Ach ja...Es ist so, dass acht Jugendliche verschwunden sind. Und die Polizei tappt im Dunkeln. Vielleicht könnte jeder schnell sagen, wer gesucht wird, damit wir einen kleinen Überblick haben.“ Fragend blickt sie in die Runde, bis sich die kleinere Frau räuspert. „Mein Name ist Beverly Baii und meine 16jährige Tochter Junit ist verschwunden, als sie sich mit ihren Freundinnen treffen wollte.“ Der Mann neben ihr ergreift das Wort. „Mein 16jähriger Neffe Mihael ist plötzlich verschwunden, obwohl er vorher noch mit seinem Bruder Matt geredet hat.“ Bei Erwähnung seines Namens nickt der blonde Junge neben ihm. „Mello war auf einmal weg. Dabei hatte er sich wie immer im Bad eingesperrt und ich habe ihm gesagt, er solle sich beeilen.“ Tröstend klopft ihm sein Onkel auf die Schultern. Dann beginnt der zweite Mann zu erzählen. „Meine 17jährige Tochter Selene ist einfach aus ihrem Zimmer verschwunden. Meine Frau behauptet zwar, dass sie sich davon geschlichen hat, aber das würde sie nie tun.“ Kaum hat er geendete, redet Pias Mutter weiter. „Meine 15jährige Tochter Pia ist aus ihrem Zimmer verschwunden. Ihr Lieblingsbuch lag noch aufgeschlagen auf dem Fensterbrett.“ Die Frau bricht in hemmungsloses Schluchzen aus. Mitfühlend legt ihr Alex´ Mutter einen Arm auf die Schulter, bevor sie selbst zu erzählen beginnt. „Meine 15jährige Tochter Alex ist verschwunden. Sie sollte die Ferien bei ihrer Großmutter auf der Erde verbringen, aber vor ein paar Tagen ist sie einfach so verschwunden.“ Jetzt ergreift der letzte Mann das Wort. „Meine 15jährige Tochter Luna ist vor kurzem ebenfalls verschwunden. Sie stand nur in der Küche und hat gekocht, aber plötzlich war sie weg.“ „Gut. Meine 15jährige Tochter Alea ist verschwunden, als ich sie vor der Turnhalle abholen wollte.“
Betretenes Schweigen folgte. Keiner weiß, was er jetzt sagen soll, bis Simon einen brillanten Einfall hat. „Wieso rufen wir nicht einfach bei einem von ihnen an? Irgendjemand wird ja wohl ein Handy dabei haben, oder?“
Mit offenen Mündern starren ihn die Erwachsenen an.
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*seufz* bedankt euch bei cyberangel...ich hab mit ihr gewettet, dass ich es nicht schaffen würde, 3 Kapitel an einem Tag zu schreiben...aber haHA!!! Ich hab es geschafft :P
Sorry, Leute, aber beim letzten hatte ich keinen Bock mehr auf einen Kampf^^
@ cyberangel: Na? Was sagst du jetzt?! ^^
lg Scharrie
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