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A kill for passion

von Tresschen
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama / P18 / Gen
30.07.2010
04.01.2012
52
112.207
1
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30.07.2010 540
 
Das war ja wohl nicht wahr, dachte Adam sich und beugte sich langsam nach vorne, um sich nun auch in diese Besprechung einzuschalten.
„Ich halte diesen Vorschlag für absolut indiskutabel! Eine ungelernte Kraft hier im Team, die auch noch an wichtigen Operationen teilnehmen soll, das kann doch nicht der Ernst dieser Zeitschrift sein! Denken die, wir sind der Pizzastand von nebenan, wo jeder ohne Ausbildung anfangen kann? Wir sind für die Sicherheit in diesem Land zuständig, da können wir nicht einen X-Beliebigen in unsere Reihen aufnehmen.
Was, wenn diesem Reporter etwas passiert? Was, wenn es eigentlich ein verdeckter Spionageakt ist? Ich kann nur sagen: Ich bin dagegen! Soll sich diese Zeitschrift doch ein anderes Titelthema fürs nächste Heft ausdenken, die können doch nicht erwarten, dass man hier so einfach rein- und rausspazieren kann!“

„Es ginge nicht um rein- und rausspazieren, die betreffende Person musste sich dafür mehreren Tests unterziehen. Eine ärztliche und psychologische Untersuchung stand im Vorfeld, die äußert positiv ausfällt, die sozialen Verhältnisse sind beleuchtet worden. In allen Bereichen scheint der Anwärter geeignet zu sein für unser Team: Single, Masterabschluss in den Bereichen „Sprache und Literatur“, Politikwissenschaften und Geschichte mit Bravour, offensichtlich hochbegabt.
Zudem noch während des Studiums mehrere Erfolge in sportlichen Wettkämpfen und eine zumindest grundlegende Sprachenkenntnis in Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Hindi. Es ist bemerkenswert. Wenn dieser Andy Clarkson hier anfangen wöllte als Agent, würde ich ihn mit Kusshand nehmen.“

„Aber er will nun mal nur hier hereinschnüffeln, seine bissigen Journalistenkommentare abgeben und dann wieder gehen und eine Story über uns bringen“, erwiderte Adam gereizt, „das brauchen wir uns hier wirklich nicht zu geben. Wenn man ihn ausbilden könnte und er bleiben würde, wäre es etwas anderes, aber so kann ich mich nur dagegen aussprechen.“
„Ich verstehe dich nicht“, meinte Jo und fuhr sich durch ihr kurzes, blondes Haar, „mich habt ihr doch auch abgeworben, das war doch kaum was anderes und ich hatte weitaus nicht so viele Referenzen wie dieser Andy!“
„Du hast deine Fähigkeiten aber gleich zu Anfang unter Beweis gestellt und wolltest lernen. Dieser Zeitungsfuzzi kommt doch nur her, weil er eine gute Story will. Das wird nur in Streit enden, denn diese Typen haben doch immer was zu meckern! Ich bin dagegen, alleine schon, weil er geheime Unterlagen zu Gesicht bekommen wird und dann auf Nimmerwiedersehen verschwindet. Das ist nicht gut!“

Harry seufzte: „Adam, ich verstehe deine Bedenken, ich war erst auch skeptisch, aber bei diesen Qualifikationen. Der Junge scheint geradezu dazu berufen ein Spook zu werden. Aber okay, du hast deine Meinung dazu und da werde ich dir nicht reinreden. Was sagt ihr anderen denn dazu: Seid ihr dafür, dass Andy Clarkson sich unserem Team vorstellt?“
Es wurde per Abstimmung entschieden, alle außer Adam und Ros waren schließlich dafür, dass sich der Anwärter zumindest einmal im Thames House vorstellen sollte. Die eine oder andere Probe seiner Fähigkeiten sollte Clarkson zwar schon noch abliefern, aber man sah das Ganze als eine Chance gute Publicity zu ernten und noch etwas frischen Wind in die Abteilung wehen zu lassen. Alle waren soweit zufrieden bis auf Adam, der, als er aus dieser Besprechung ging, nur das dumpfe Gefühl hatte, dass die Entscheidung, die das Team getroffen hatte, eine sehr schlechte Entscheidung gewesen war.
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