Wir sind Freunde oder?

von Lorry
GeschichteAbenteuer / P12
John Roxton Marguerite Krux
28.07.2010
28.07.2010
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Marguerite stand alleine am Balkon und starrte gedankenverloren in die Sterne. Sie dachte über den vergangenen Tag nach. Sie hatte ihre Freunde fast verloren. Die Angst, die das in ihr ausgelöst hatte war fast unvorstellbar. Und Summerlee. Der Mann der fast wie ein Vater für sie wurde war verschwunden. Ob sie ihn wohl je wiedersehen würde?
Sie seufzte und drehte sich um. Erschrocken zuckte sie zusammen als Roxton plötzlich hinter hier stand. „Gott Roxton, müssen Sie sich so anschleichen?“ Roxton lächelte entschuldigend und sagte: „Tut mir leid. Ich wollte Sie nicht erschrecken. Was machen Sie den noch so spät hier. Es ist fast Mitternacht. Können Sich nicht schlafen?“ Marguerite sah ihn an und lächelte leicht: „Und was ist mit Ihnen? Nach dem heutigen Tag müssten Sie doch erschöpft sein.“ Roxton lächelte ebenfalls und stellte sich neben Marguerite an das Geländer. Er starrte hinaus in den Jungle. Marguerite sah ihn etwas irritiert an und tat es ihm dann gleich. Gemeinsam standen sie einige Zeit stumm nebeneinander.
„Marguerite?“ „Ja?“ „Sie haben mir heute meine Frage nicht beantwortet?“ Marguerite sah ihn fragend an. „Als ich Sie fragte ob Sie mich vermisst haben. Sie fragten „ehrlich?“. Und dann wurden wir leider unterbrochen.“ Marguerite wandte ihren Blick ab und sah wieder in den Himmel. Roxton beobachte sie von der Seite. Er versuchte ihre Antwort in ihrem Gesicht zu lesen. Schließlich sah sie ihn wieder an. Sie grinste ihn an und antwortete: „Ja ich habe sie vermisst John. Es würde hier ziemlich langweilig werden, wenn ich niemanden zum streiten hätte.“ Mit dieser Antwort wollte sie vom Balkon verschwinden, aber Roxton hielt sie am Arm fest. Sie wollte sich wehren, gab aber auf, als sie seinen Blick sah. Sie war sich nicht sicher, was sie ihn seinen Augen sah, aber es machte ihr Angst, verwirrte sie, doch gleichzeitig machte es sie auch glücklich.
„Nach einem ganzen Jahr gemeinsam hier auf dem Plateau, ist das alles was ich für Sie bin? Jemand zum streiten?“ „John…“ Bei dem traurigen Klang seiner Stimme musste Marguerite seufzen. Sie blickte ihm in die Augen und sagte: „Wir sind Freunde geworden, nicht?“ Roxton lächelte leicht, nahm ihre Hand in seine und legte sie auf seine Brust. Er zog sie näher an sie heran, bis ihre Gesichter nur noch wenig Zentimeter voneinander entfernt waren. Roxton sah Marguerite tief in die Augen und flüsterte: „Vielleicht sind wir auch mehr als das?“ Marguerites Herz setzte bei diesem Blick aus. Ängstlich sah sie ihn an und zog ihre Hand zurück. Sie wandte sich zum gehen, drehte sich dann aber doch noch einmal kurz um. „Vielleicht…“ flüsterte sie und sah ihn an. In ihren Augen lag ein Versprechen, dass ihr Handeln zu wieder strafte. Roxton lächelte und sah wieder in die Sterne. „Eines Tages, dachte er, eines Tages….“