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You never know

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Lina Inverse Xellos
27.07.2010
09.05.2012
2
2.299
 
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27.07.2010 1.527
 
Voila Kapitel 2

Lina tätschelte zufrieden ihren Bauch, nachdem sie genug zu essen bekommen hat und blickte zum Priester. Er verließ die Wiese immer noch nicht und hatte offenbar nicht die Absicht, die Gruppe überhaupt zu verlassen. Es machte sie ein bisschen nervös, dass er seinen wahren Grund für seinen Besuch immer noch nicht erzählte, denn jeder hier wusste, dass er einen hatte. Vielleicht hatte er eine Mission im Auftrag von Zellas und möglicherweise war Lina schon Hals über Kopf in der Handlung mit drin.
Sie fluchte innerlich vor sich hin und Xellos blickte sie an, um herauszufinden was sie gedacht haben könnte. Sie hatte Lust etwas in den nahe gelengenden See zu gehen, um sich etwas von dem Mahl zu erfrischen. Sie stand auf, winkte ihren Freunden zu und spazierte mit vollem Magen zum Ufer. Sie zog sich ihre Handschuhe aus und legte sie ins Gras. „Ich denke, das ist die einzige Zeit, um nicht diese nervige Fratze von Xellos zu sehen." Sie bespritzte sich mehrmals mit kaltem Wasser und betrachtete ihr Spiegelbild. Sie hat sich nicht viel geändert. Ihr Gesicht sah genauso aus, als wie sie Shabranigdo besiegt hat. Ihre Figur war schlank, zierlich und hatte leichte Kurven an den richtigen Stellen bekommen. Wenn sie sich anschaute, würde sie sich nicht älter als 15 schätzen, obwohl sie schon 18 war.  Ihre Haare waren röter als je zuvor und ihre Augen wurden noch glänzender. Doch sie haben einen leichten Schimmer von Einsamkeit, seitdem Zels Zuneigung für Amelia und Gourrys für Sylphiel gerichtet war. Sie war zwar leicht sauer auf die beiden, doch sie hätte niemals mit den beiden Frauen kämpfen können. Sie war einfach kein Mädchen für die Liebe. Sie ist nicht weiblicher und liebevoller als die anderen.

„Oh mein Gott! Ich hätte niemals gedacht, dass ich Lina Inverse irgendwann mal in Selbstmitleid sehen würde ...“

Lina schnappte sofort aus ihren Gedanken und sah Xellos hinter sich, der sich nährte.  „Na toll ... Er muss es wirklich auf mich abgesehen haben.“ Sie tauchte ihre Hände noch paar Mal in den See und spritzte sich Wasser übers Gesicht, um alle Emotionen für einen Augenblick loszuwerden. Nachdem sie sich etwas abgekühlt hat,  stand sie auf und konzentrierte sich auf den Gegenüberstehenden. „Was willst du schon wieder, Xellos?“

Der Priester öffnete seine violetten Katzenaugen, als wollte er direkt in Linas Seele blicken .Er stand nun direkt vor ihr. Lina schaute in seine Augen, als plötzlich ihr Atem aus den Lungen gedrückt wurde. Xellos zog sie in eine feste Umarmung. Ihre Augen weiteten sich geschockt auf den ersten Versuch, sich von ihm zu ziehen, aber langsam begriff sie, dass er nicht die Absicht hatte, sie zu verletzen.. Noch nicht, jedenfalls.

Xellos legte sein Kinn über ihre Oberseite des Kopfes und sprach mit einer kaum hörbaren Stimme: „Ich bin gekommen, weil ich Traurigkeit und Einsamkeit fühlte, was unnormal bei dir ist... "

Lina war schockiert. Sie hat sich in ihrer Phantasie gewünscht, dass entweder Gourry oder Zelgadis das sagen würde, aber nicht Xellos. Doch sie wollte den Kontakt nicht brechen. In der Tat war sie einsam und suchte Sicherheit. Aber bei Xellos ging das nicht. Sie schnappte nach Luft, als die Umarmung fester wurde.

„Ich habe immer noch das Gefühl Lina -san.“

Lina war immer noch ganz benommen. Sie hat ihre Handflächen auf seinen Rücken gelegt, um die Umarmung zu schließen.“Was machst du Lina, das ist ein Monster, dass du umarmst ... Er kann nichts fühlen.“ dachte sie und ließ die Hände fallen.“Xellos muss meine Versuche bemerkt haben ... Er wird sicherlich etwas Schlimmes machen, wenn ich Schwäche zeige. " Als sie sich wieder normal fühlte, schob sie ihn mit ihren geschwächten Kräften von sich weg.

Erst jetzt bemerkte sie, wie verletzlich und schwach sie aufgrund ihrer Einsamkeit war, dass selbst die mächtigsten Dämonen an sie herankamen.
Es war ein langes Schweigen, bis plötzlich ein lauter Schrei aus dem Lager kam. Linas Atemzug wurde für wenige Sekunden gestoppt. „Scheiße, ich muss los“ , sagte sie beängstigt und mied den Blickkontakt mit dem lilahaarigen, während sie ihre Handschuhe anzog und den Levitationszauber benutzte, um ins Camp zurück zu fliegen. Xellos hingegen teleportierte sich ohne äußerliche Emotionen dort hin.
"Verdammt, diese Bestien! " brummte Zelgadis und sprach einen Zauber, "Burst Flare!“ Die Mazokus teleportierten sich im letzten Augenblick weg und ein Baum fing an zu brennen. „Ist das alles, was du zu bieten hast, Stein Junge?“ Die halb erstickende Amelia wurde von einer grässlichen Frauenkreatur mit Schlangenkörper und einer zwei Meter langen Zunge umwickelt. Kurz darauf flog sie auch schon gegen einen Baum und fiel auf den Boden. Sie versuchte nach Luft zu atmen und spuckte Blut. Mit einem Auge schaute sie zu Zel, der von Monstern umzingelt war und versuchte, Amelias Schmerzen mit einem Heilzauber zu lindern.

Gourrys Körper lag bereits Meter weiter auf dem Boden, denn es war für die Dämonen ein Kinderspiel, einen Menschen ohne Magie abzumurksen. Amelia kroch rüber zu Gourry und legte die Hände über seinen Körper, denn alleine könnte sie die Monster nicht verwunden und Lina war nicht zu sehen. Sie leitete alle Macht in ihr und begann mit dem Gesang: „Oh, gesegnet und demütig die Hand Gottes, Leben und Atem der Mutter Erde, vor mir zu kommen und zeigen Sie Ihr großes Mitgefühl und erlöse uns: Recovery ! " Sie schaute mit einem letzen Blick zu Zelgadis und brach neben Gourry auf den Boden zusammen, in der Hoffnung dass ihr Zauber erfolgreich gewesen ist.

Lina landete etwas später  in der Mitte des Lagers. In ihren Augen breitete sich Panik aus, denn es war kein schöner Anblick. Gourry und Amelia lagen auf dem Boden und Zelgadis verlor seine Stärke und versuchte ein ziemlich großes, einäugiges Monster zu bekämpfen. Die rothaarige zitterte am ganzen Körper und kalter Schweiß floss ihren Rücken hinunter. Sie rannte zu Amelia und Gourry hinüber, fühlte ihren Puls und war sehr beruhigt, dass sie noch am Leben und nur bewusstlos waren. „Gourry ... ", schrie sie. Angesichts Gourry fehlte jede Spur einer sichtbaren Wunde. Anscheinend hat Amelia ihn mit ihren letzten Kräften geheilt.  Danach rannte sie zu Zel und schrie ebenfalls seinen Namen.

Zels Magie ging langsam aber sicher zur Neige und er fing an stark zu husten. Er beschwörte noch mit seinen letzten Kräften den mächtigsten Zauber  von ihm „Ra Tilt“ und  feuerte ihn geradewegs auf mittelgroße Kreaturen, von denen ein paar zu Staub verfielen.
„ZEL! " Der Chimära blickte nach rechts und sah Lina mit Tränen in den Augen auf ihn zu rennen, brach aber vorzeitig und sehr erschöpft zusammen.  Lina kniete nieder und drehte ihn auf den Rücken,  bevor sie einen Heilzauber auf ihren Freunden verwendete. Mit einem Auge auf die widerlich, riechenden Monster gerichtet knurrte sie: „" Wer hat euch geschickt und was wollt ihr?“ Die Monster lachten sie aus. „Lina Inverse ... Endlich bist du gekommen.“ Die rothaarige zitterte bei der furchteinflößenden, tiefen Stimme und den Worten. „War ja auch sowas von klar, dass sie mal wieder mich suchten“.

„ Wir wollen deinen Tod! Wir haben gerade ein wenig mit deinen Kameraden gespielt, doch jetzt brauchen wir sie nicht mehr am Leben zu lassen“, spottete ein Dämon mit dutzenden Augen und einer grün, schleimigen Haut. Er teleportierte sich zu Zelgadis und griff nach seinem Hals. Ein lauter Schrei kam von Zels Lippen, der Lina wahnsinnig machte. „Hör auf, du Missgeburt! Du willst doch mich und nicht ihn!“, schrie sie panisch, tritt ihn und wollte den Dragon Slave beschwören. Während sie ihren Spruch leise sagte und sich schon eine kleine Lichtkugel auf der Handfläche zeigte, ließ das Monster den Chimära fallen und teleportierte sich blitzschnell zu Lina. Er hielt ihre kleinen Hände fest in seine Pranken und wirbelte sie mit einer Leichtigkeit gegen den Baum, der vorher noch brannte. Man hörte lautes Schreien und kurz darauf ein widerliches Knacken. Der Baum bekam einen langen Riss und Lina verlor sofort ihr Bewusstsein, als sie mit dem Rücken gegen ihn stieß. Dunkles Blut floss aus ihrem Mundwinkel und eine Strähne hing ihr quer übers Gesicht. „Ich spüre ihren Atem noch, also wollen wir es ein für alle Mal erledigen“, schmunzelte die Schlangenfrau sichtlich zufrieden und  umschlang das Mädchen mit ihrer extrem langen Zunge. „Was für eine mickrige Kreatur das ist und vor ihr sollen alle Dämonen zittern? Pah, dass ich nicht lache! So klein und zerbrechlich.. Und einen guten Körperbau hat sie auch nicht!“, lachte sie selbstgefällig, wackelte mit ihren riesigen Brüsten, zeigte Lina kurz den anderen Dämonen und war kurz davor, zuzudrücken.

Plötzlich wurde der Bestie eine Hand aus dem Nichts durchs Herz gebohrt und umgehend fiel sie zu Boden. Erschrocken schauten die restlichen Monster panisch um sich und sahen hinter ihnen Xellos, der wie immer breit grinste. „Die Pläne haben sich geändert. Fasst das Mädchen und dessen Freunde nicht mehr an!“ „Och maaan.. Ich hatte aber lange nichts mehr zu futtern!“, beklagte sich ein Werwolf und verschwand wie die anderen Monster.  
Mit Sorge in den Augen teleportierte sich der Dämonenpriester zu Lina und befreite sie von der langen Zunge der Schlangenfrau, die sie trotz des Todes immer noch umschlang. Vorsichtig hob er das Mädchen hoch und legte sie auf die Wiese. Er sah, dass ihre Wirbelsäule gebrochen war und sie große Schmerzen hatte.
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