A Cold Windy Night

GeschichteRomanze / P12
Lina Inverse Zelgadis
25.07.2010
25.07.2010
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Eine kalte, windige Nacht


Es war kurz vor Mitternacht.
Lina fröstelte unter drei Bettdecken und wechselte alle zwei Minuten die Schlafposition, bis sie am Ende auf dem Bauch lag und eine ihrer Decken übers Gesicht hielt. Es war Anfang Oktober und die Nächte wurden immer kühler. Als sie auch bei der neuen „Schlafposition“ einfach nicht einschlief, setzte sie sich schnaufend hin und suchte die Ursache für diese verdammte Kälte in ihrem Zimmer. Nach einer kurzen Suche sah sie, dass das Fenster einen Spalt offen war. Blitzartig stürmte sie ans Fenster und machte es mit voller Kraft zu. Natürlich nicht ohne Folgen und das Fenster zersprang in tausend Stücke. „Was zur HÖLLE?! Willst du es mit mir aufnehmen,du scheiß Fenster???!“ In Kampfposition wartete sie auf die Attacke, des aggressiven Fensters. Kurz später sah sie ein, dass sie ein klein wenig überreagiert hat und fiel jammernd auf den Boden. „Jetzt muss ich wohl oder übel in einem anderen Zimmer schlafen…“, murmelte sie in ihrem weißen Nachthemd und ging mit dem flauschigsten Kissen im Zimmer in Richtung Tür. Vorsichtig machte sie sie auf und schaute, ob sich jemand im Flur aufhielt. Ihre Haare waren völlig zerzaust und irgendwo in ihnen, befand sich ein schwarzes Haargummi. Ihre Augen sahen auch total müde aus und es wäre für Lina Inverse eine Katastrophe, wenn jemand sie so sehen würde.

Langsam schlich sie sich in den Flur und suchte nach der Zimmertür 63, wo sich Amelias Gemach ganz am Ende des Ganges befand. Sie klopfte zuerst vorsichtig und dann härter, als sie nichts von innen hörte. „AMELIA, mach die Tür auf! Ich weiß, dass du da drin bist!“. Nach zwei weiteren Versuchen gab sie es auf und suchte konfus Gourrys Zimmer, der sich eine Etage höher befand. Sie schlich sich von Versteck zu Versteck und rollte sich paar Mal auf dem Boden, wenn sie schon für eine Nacht Ninja spielen durfte. Als sie auch da ankam, war die Zimmertür wie immer verschlossen und wegen seinem tiefen Schlaf, würde es keinen Sinn machen, zu klopfen oder zu schreien. „Jetzt bin ich am Arsch“, dachte Lina sich und ließ ihren Kopf hängen, während sie Zelgadis Zimmer suchte. „Zelgadis, oder Fußboden?“, ging sie sich immer wieder im Kopf durch, weil sie seine Satanslaune sehr gut kannte, wenn es ums aufwecken ging. Einmal wollte Gourry ihn „nur“ um 23:00 Uhr aufwecken, um zu fragen, ob er Drachen oder Hühnerkeulen zum Frühstück haben wollte. Seine Antwort war ein blaues Auge und zwei gebrochene Rippen. Seitdem wird er jede Nacht gefürchtet und einen großen Abstand von seiner Tür gemacht.

Bei dem Gedanke bekam sogar Lina Inverse einen eiskalten Schauer über den Rücken und schluckte hart. Es war soweit. Zelgadis Tür. Was sie wohl drinnen erwarten wird? Lina hatte nicht mal genug Kräfte für einen Feuerball, da sie wegen des anstrengenden Nachmittags schon völlig alle waren. Noch vor paar Stunden mussten sie über fünfzehn Kopfgeldjäger auslöschen, von denen fünf starke Zauberer dabei waren. „Wenn nicht, haue ich ihm einfach eine über und gut ist“, versuchte sich die rothaarige Mut zu machen, bis sie ganz vorsichtig die Tür aufmachte. Ein Wunder.. Sie war offen. Sie steckte ihren Kopf sachte rein und sah sich im dunklen Zimmer um. „Wer ist da?!“, kam plötzlich eine raue Stimme aus dem nichts.
„Ähhh..Das ist wohl das falsche Zimmer, tut mir Leid für die Störung“, quietschte Lina und schlug schlagartig die Tür zu. „Das war niemals Zelgadis“, sagte sie leise, legte das flauschige Kissen auf den Boden und legte sich hin, während sie sich einigermaßen bequem zudeckte.

Plötzlich wurde die Tür vor ihrer Nase aufgemacht und erschreckt sah Lina nach oben. „Lina? Was machst du denn hier?“, fragte sie ein total verwirrter Zelgadis, welcher nur mit Boxershorts da stand. Die Magierin wurde leicht rot und als Zelgadis es bemerkte und feststellte, dass er halbnackt war, rannte er abrupt ins Zimmer und zog sich das nächst beste Hemd und eine schwarze Hose an, bis er wieder zur Tür kam. „Na, ich schlafe“. „Toll, das sehe ich auch und warum schläfst du genau hier?“, fragt er sie aus. „Mein Zimmer war bitterkalt und das Fenster ging nicht zu. Nachdem ich es schließen wollte, zersprang es plötzlich in tausend Stücke. „Klar.. Ganz plötzlich zersprang es.. Bestimmt hast du es mit Gewalt versucht.“ Lina setzte ihr süßestes  Lächeln auf und schüttelte den Kopf. Zelgadis jedoch verdrehte seine Augen und schaute leicht genervt. „Willst du nicht bei Amelia schlafen?“ „Wollte ich ja, aber sie schläft wie ein Stein und auch Gourry mach die Tür nicht auf“, winselte sie und verkroch sich noch mehr in ihrer Decke. „Und was willst du jetzt machen?“, fragte er und schaute sie leicht besorgt an. „Na..jaa..Vielleicht könnte ich ja bei dir auf dem Boden schlafen?“, fragte sie winselnd und starrte ihn, wie ein hungriges Schoßhündchen mit ihren großen, leicht wässrigen Augen an. Mit dieser Masche bekam sie sogar Gourrys Hühnchen, welcher er normalerweise nie teilte. „Nein, kannst du nicht!“, sagte Zel mit einer groben Stimme und verschränkte seine Arme. „NEIN? Warum nicht? Ich verspreche, dass ich keinen Lärm machen werde! Ich will einfach nur schlafen!“, bettelte Lina. „Nein, du darfst nicht auf dem Fußboden schlafen. Ich werde auf dem Boden schlafen und du nimmst das Bett.“ Lina runzelte die Stirn „Männer…Nein, es ist dein Zimmer. Ich will es dir nicht wegnehmen. Du wirst aufjedenfall im Bett schlafen und basta!“, bestand Lina hartnäckig und wollte keinen Widerstand mehr hören. „Immer musst du so stur sein und das letzte Wort haben..“, entgegnete Zelgadis. Lina dachte, dass das Gespräch beendet war, stand mit der Decke um den zierlichen Körper gewickelt auf und ging mit dem Kissen ins warme Zimmer, wo eine Lampe Licht spendete. Sie legte ihr Kissen neben das Bett und mummelte sich mitsamt der Decke ein. Sie schloß die Augen und versuchte einzuschlafen, als sie plötzlich in die Luft gehoben wird. Zel kniete sich hin und nahm das Leichtgewicht auf den Arm. Er versuchte sich zu konzentrieren, weil das weiße Nachthemd von der rothaarigen leicht durchsichtig war und leichte spitzen hatte. „Was machst du?“, quietschte Lina, als sie zum Bett getragen wurde. „Was wohl?“, antwortete Zel gereizt und ließ sie auf der rechten Seite des Bettes plumpsen. „Da ich nicht zulassen werde, dass du auf den harten Fußboden schläfst, schlafen wir halt beide in dem Bett“. Er pustete die Lampe aus, zog die Decke über sich und Lina und wendete sich zu ihr. „Wir beide? In einem Bett?“, fragte Lina und ihr schoß ruckartig die Röte ins Gesicht. „Warum denn nicht? Das Bett ist groß genug und wir sind sowieso Freunde“, antwortete Zel logisch. „Trotzdem können wir es nicht beide nutzen!“, quengelte Lina. „Warum nicht?“ „Weil...“, versuchte Lina zu antworten, wurde aber gehindert. „Das ist kein Grund und jetzt schlaf! Versuch nicht abzuhauen, weil ich dich eh wieder ins Bett lege. Also macht es keinen Sinn, es zu versuchen und jetzt hör auf, wie ein kleines Kind zu jammern.
Als Zel nichts mehr hörte, schloss er die Augen und schlief ein. Lina liegt einfach nur da und ist viel zu Rot geworden, um jetzt klar zu denken. „Normalerweise würde Gourry mit mir auf dem Boden schlafen.. Aber das Bett ist viel gemütlicher.. Nein! Was denke ich da? Ich kann kein Bett mit Zel teilen“

Mitten in der Nacht wachte Zelgadis auf und schaute mit einem Auge auf die rechte Seite des Bettes. Es war leer. „Ich habe sie ja gewarn.“ Er stand auf und sah die rothaarige friedlich auf dem Boden schlafen.Zel legte sie wieder sanft aufs Bett und wartete ab, ob sie nicht vielleicht vorgibt zu schlafen, was aber nicht der Fall war. Als er sich endlich und total erschöpft hinlegte, spürte er was warmes auf seiner Schulter. Sofort öffnete er die Augen und sah Lina, die im Schlaf zu ihm rüber gekrochen sein musste. Anfangs versuchte er sie leicht wegzuschubsen, doch je öfter er es versuchte, wurde er nur noch müder und gab dann auf. Die rothaarige kam noch näher und hüllte sich in Zels Armen. Leise murmelte sie etwas, was vielleicht nur Babys verstehen würden. Der Chimära betrachtete noch eine Weile im Mondschein ihr schimmernd rotes Haar und ihren zerbrechlichen, leicht kurvigen Körper. „Am Tag Teufel und in der Nacht ein Engel“, grinste er und streichelte noch kurz über ihre rosigen Wangen, bis er letztendlich einschlief.

Es war bereits Morgen und Lina hatte dieses schöne warme Gefühl um sich herum. Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Sie versuchte krampfhaft weiterzuschlafen, jedoch wunderte sie sich über diese Wärmequelle und öffnete vorsichtig die Augen. Es war nichts anderes als Zelgadis, dessen Arme sie umarmt haben und das harte Kissen war seine Brust. Hätte sie nicht so einen Schock gelitten, würde sie sofort einen Feuerball auf ihn schmeißen. Dies wollte sie aber später machen, wenn er aufwachte. Plötzlich bedeckte etwas Warmes ihren Mund und sie hielt für eine Sekunde die Luft an. „Bevor du jetzt völlig ausrastest, will ich dir sagen, dass das dein Werk war“, flüsterte Zel. „Was?“, schrie Lina unter seiner Hand.

In diesem Augenblick klopfte es an der Tür und es war niemand anderer als Amelia, Gourry und Xellos, der nach einer Ewigkeit wieder auftauchte. „Zellgadis-San bist du wach? Etwas Schreckliches ist passiert! Jemand hat Lina-San entführt!“, schrie Amelia durch die Tür und klopfte laut. Lina und Zel starrten sich mit aufgerissenen Mäulern an. Bevor sie irgendwie reagieren konnten, teleportierte Xellos schon die anderen ins Zimmer. „Was für ein süßes und interessantes Pärchen wir doch haben“, kommentierte Xellos mit einem breiten Grinsen. Gourry starrte die beiden total verwirrt an, während Amelia völlig schockiert war.
„DAS IST NICHT, WIE ES AUSSIEHT!!“, schreite das „Pärchen“ im Chor.
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