Gemeines Biest!!!

von Dezz
GeschichteAbenteuer / P16
18.07.2010
19.08.2012
12
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Das ist meine erste FF zu LoK, also seid gnädig mit mir! Leider nicht Betagelesen, wünsche euch trotzdem viel spaß!
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Kapitel 1- Das verdammte Mistding!

Noch völlig verknittert von der letzten Nacht, gähnte ich herzhaft meinen Radiowecker an. Es war viertel nach Fünf, dass hieß, das dieses Scheißding schon seit einer viertel Stunde blöde vor sich hin tutete. Vögel zwitscherten nervtötend vor meinem Fenster und wahrscheinlich war es schon ziemlich hell Draußen, was mir aber herzlich egal war. Ich lag auf dem Bauch und drehte stöhnend meinen dröhnenden Kopf auf die andere Seite, um dieses nervige rote Blinken meines Weckers nicht mehr sehen zu müssen.
Mit der linken Hand tastete ich nach dem Alarmknopf, und hätte fast dabei in den kleinen Kaktus auf meinem Nachttisch gepackt. Schliesslich fanden meine Finger den Knopf und machten dem getute ein Ende.
>> Endlich wieder Ruhe! <<
Doch es half alles nix, ich musste nun Aufstehen. Ächzend wühlte ich mich aus dem Bett und schleifte mich ins Badezimmer, dabei wäre ich fast über meine schweren Arbeitsstiefel gestolpert.
„ Shit! Mann ey! “
Nachdem ich erstmal eine halbe Stunde vor dem Badezimmerspiegel vor mich hin `meditiert´ hatte, putzte ich mir die Zähne, um den Geschmack von schalem Bier los zu werden. Der Anblick im Spiegel war ernüchternd, ich sah mindestens genauso Fertig aus wie ich mich grade fühlte. Meine schulterlangen, pechschwarzen Haare standen mir in allen Richtungen vom Kopf ab.
„ Mann! Ich seh aus wie ein explodiertes Sofakissen! “ Ich zog mir mit dem Mittelfinger das  untere, rechte Augenlid herunter, meine meerblauen Augen waren noch immer stark Blutunterlaufen. Ich sollte wirklich nicht mehr so viel saufen! Mürrisch streckte ich meinem Spiegelbild die Zunge heraus und ging kalt duschen.
Das eisige Wasser weckte etwas meine Lebensgeister, und ich fühlte mich nun nicht mehr wie ein Zombie auf Urlaub!

Dabei fällt mir ein, hab mal wieder vergessen mich vorzustellen!
Also, ich bin Roxanne Vox, oder auch Mausi wenn es nach meinen Kollegen ginge. Tut es aber nicht! Nennt mich also Roxanne oder Vox, sonst gibt´s was auf die Fresse! Alles klaro soweit?! Ich bin circa 1,70 m groß und muskulös von der Statur her. Leben tue ich irgendwo in Deutschland, wo genau geht euch nen Scheißdreck an! Soviel zu mir erstmal.
Also weiter im Text!

Kurz nach sechs Uhr schwang ich mich auf meinen rostigen Drahtesel und fuhr zur Arbeit. Zwanzig vor Sieben kam ich dann an der aktuellen Baustelle an, einer kleinen unbedeutenden Kapelle. Okay, nicht grade ein Ort wo man eine 21 jährige, junge Frau erwarten würde. Aber ich wurde in eine Familie hineingeboren, in der Alle irgendwie mit dem Bauwesen zutun hatten. Ich selbst bin zum Beispiel gelernte Steinmetzin und arbeite in der Firma meines Onkels Dieter, ein echter Widerling! Er liebt es die Leute unnötig zu schikanieren, aber ich hab von Natur aus ein dickes Fell. Meine beiden Kollegen, Rainer und Klaus, waren am Anfang nicht grade von mir begeistert gewesen. Ich war ja auch schliesslich nur die Nichte vom Boss! Nach einigen Tagen jedoch, konnte ich sie dennoch für mich einnehmen. Vorallem glänzte ich durch mein handwerkliches Können, und der Tatsache. das mir der Alte am Arsch vorbei ging! Auf fiel ich zudem durch meine ewig große Klappe, mein  Markenzeichen sozusagen. Ich war es halt gewohnt so zu reden wie mir der Schnaben gewachsen war, ganz egal was da komme.

„ Hey Mausi, machst du da weiter wo du gestern dran warst?! “, rief mir Rainer zu. Der Kerl sah orginal so aus wie der schwedische Koch aus der Muppetshow! Nur halt im Blaumann und mit gelben Helm auf dem Kopf.
„ Maul! * grummel * Ja mach ich. “ Grüßte ich auf meine eigene liebenswürdige Art und Weise zurück. Rainer grinste und verschwand wieder in dem grauen Baucontainer, aus dem Klaus´ lachen zu hören war.
Zur Zeit arbeiteten wir an einer sehr alten, gotischen Kapelle. Dort sollen wir die alten, brüchigen Ziersteine durch neue Replikate austauschen. Eine Arbeit die ein genaues Auge und viel Feingefühl erforderte. Missmutig schlurfte ich in das Innere der Kapelle und war froh, der brennenden Julisonne entgehen zu können. Stöhnend klatschte ich meinen riesigen, schweren Rucksack auf den staubigen Boden neben meinen Arbeitsplatz, im hinteren Teil des Hauptschiffes. Staubpartikel schwebten tanzend im Sonnenlicht durch die Luft und bedeckten Altar und Bänke mit einer dünnen, weißen Schicht. Ich drehte den Schirm meines dunkelblauen Caps mit dem roten Wappenlöwen darauf nach hinten und zog meine fingerlosen Fahradhandschuhe aus. Diese steckte ich in die hintere Hosentasche meiner dreckigen, einst grauen Latzhose.
Prüfend besah ich die gemauerte Zierleiste vor mir und überlegte mir genau wie ich den nächsten, schuhkartongroßen Quader aus der Wand lösen sollte. Nach kurzem Überlegungen machte ich mich schliesslich ans Werk und löste ganz vorsichtig den ersten Quader aus der Wand, dabei musste ich höllisch aufpassen das ich den Rest der Wand nicht die Stabilität nahm. Aber alles ging gut und ich liess den Stein auf den Tapeziertisch nieder, schon allein diese Tätigkeit trieb mir einen Schweißfilm auf die Stirn. Jetzt noch Maß nehmen und einen der schönen, neuen Sandsteinquader in die gleiche Form meiseln. Das schwierige war eigendlich dann nur noch das Einfügen, es musste ja wieder bündig in die Wand passen. Prüfend betrachtete ich nochmal das Loch in der Wand, und stockte.

„ Nanu?! Was is den das fürn Teil?! “
Neugierig griff ich in das Loch nach dem glitzernden, kleinen Gegenstand darin.
Ich trat an eines der Buntglasfenster und öffnete meine Faust. In meiner Rechten lag ein schwerer, goldener Ring, in dem ein riesiger Smaragd gefasst war.
Es war ein großer Männerring. Eigendlich machte ich mir nichts aus Schmuck, aber dieser Ring war wirklich mal ein schönes Stück. Ich probierte ihn an meinem linken Mittelfinger an, da er für meine Ringfinger einfach zu groß gewesen wäre. Der Klunker passte perfekt,... eigendlich sogar zu gut, denn ich bekam ihn nicht mehr vom Finger ab!
„ Scheiße Mann! Geh endlich ab du verficktes Scheißteil! “
Doch es half alles ziehen und zerren nichts, das Ding saß Bombenfest, wie angegipst!
„ Ach Fuck! “, brummte ich und beuge mich zu meinem Rucksack herunter, um nach meiner Ice-Tea-Flashe zu greifen. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen. Das Letzte, an das ich mich noch erinnerte, war mein Aufprall auf dem dreckigen Kapellenboden, und das mit dem Gesicht voran!


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Kapitel 2 folgt gleich.
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