You Remember Yesterday, Darling?

GeschichteDrama / P16 Slash
16.07.2010
30.07.2011
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16.07.2010 438
 
Langsam nahm ich wieder etwas wahr. „Niji?... Niji?!“, redete Neru-Sama  auf mich ein. „P-papa?“, murmelte ich vor mich hin, auch wenn ich ihn nicht sehen konnte. Neru ist mein Papa. Er ist das einzige wesen das ich kenne. Ich spürte genau, wie seine kalten Hände meinen Nacken fassten und mich nach oben pressten, bis ich annähernd aufrecht auf dem Boden lag. Ich lehnte an der feuchten, weiß gefliesten Wand. Feucht, von den ganzen Geschichten die hier schon praktiziert wurden. Blutige Alpträume die hier schon so oft durchlebt wurden, nicht nur von mir. „Niji?“, fragte Neru erneut.
Diesmal bekam ich seine rufe erst richtig mit. Meine Augen richteten sich in seine Richtung, mein Blick ähnelte eher einem kleinen verunsicherten Kind, als einem Mordinstrument. Ich zog meinen nackten Körper auf, da ich meine Hände, oder wenigstens die Arme schützend vor mich legen wollte. Ich kann diesen Menschen nicht trauen, nur ihm, Neru, mein Papa. „Hmmm?“, murmelte ich, so laut ich konnte, das heißt, nicht allzu laut. Kurz blinzelte ich. Neru kam näher an mich heran, wahrscheinlich wollte er mich besser betrachten können. Das tut er immer. Er geht näher an mich heran und schaut sich meinen ganzen Körper an. Er sagt wegen den Verletzungen, immerhin hat er eine Frau wurde mir gesagt. Ich finde, dass echt nicht Fair, das Neru-Sama eine Frau hat. Deswegen liebt er mich auch nicht, das wette ich. Immerhin bin ich seine Tochter.  „Geht es dir gut Niji? Alles in Ordnung? Oder tat es diesmal mehr weh, als sonst?“, „N-nein, al-alles in Ordnung“, hauchte ich an sein Ohr.  Meine Augen kniffen sich vor Lügen zusammen.
Lügen, die ich oft aussprach, um ihn stolz zu machen. Das ist das einzige, was ich als meine Aufgabe anerkenne.
Schmerzen ertragen, lügen, was auch immer.
Ich werde ihn stolz machen, egal was ich dafür tun muss.  
Meine Wangen erröteten leicht, weil ich nicht gut lügen kann. Leider.  Das würde mir eine menge Arbeit ersparen, denke ich. Neru sah mich immer noch besorgt an.  Er kann es einfach nicht lassen. Ich weiß doch genau, dass es nur ein Spiel ist. Ein spiel, sein alleiniges.  Ein Spiel indem alles perfekt sein muss. Er verteilte die Rollen, er, als der, der mich hier führt, am Leben erhält. Doch hat er wahrscheinlich nie auch nur einen Gedanken damit verschwendet, daran eine Überlegung zu setzen, dass ich meine Rolle gar nicht möchte. In diesem Spiel existieren nur Peiniger und Monster. Ich, das Monster. Er, der Peiniger. Auch wenn er es wahrscheinlich nicht weiß.
Menschen sind so dumm,  ja, das sind sie.