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Abenteuer fürs Leben

von nestoal
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Masquerade
16.07.2010
27.04.2011
18
28.430
 
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16.07.2010 3.822
 
Hallo erst mal und willkommen in meinem Leben.
Erst war alle ganz normal und in Ordnung, bis ich eine meiner großen Leidenschaften entdeckte.
Durch meine Familie, vor allem Schwester und Cousin, wurde ich geprägt; ich begann mich für Manga, Anime und Videospiele (also fast alles aus Japan oder Amerika) zu interessieren.
Dann bemerkte ich auch noch ein künstlerisches Talent, weshalb das Zeichnen auch eines der wenigen Hobbies ist, was meine (strengen) Eltern mir gewährleisten.
So zeichnete ich vieles im meinem Interesse, aber auch Landschaften, Paneele, Tiere und was es sonst so noch gibt.
Man könnte behaupten unser halbes Haus besteht aus Bildern, doch was mich wirklich nervt ist, dass meine Eltern dauernd mit mir angeben, wenn Besuch kommt.
In meinem Zimmer sieht auch leicht nach Atelier aus.
In der Schule kann ich mich auch ganz gut mit einem Durchschnitt von 2.0 blicken lassen, doch im Gegensatz zu meinen Eltern ist es mir herzlich egal und gebe auch nicht damit an.
Zudem frage ich mich auch immer wieder wie ich das überhaupt schaffe, denn aufpassen tue ich nun wirklich nicht: Zeichnen, Kommentieren und nur wenn’s sein muss lernen, das ist mein Motto und Geheimnis um die Schule zu überleben.
Aber ich bin recht zufrieden mit meinem Leben, verstehe mich mit jedem sehr gut und streife fast täglich mit meiner besten Freundin durch die Stadt.
Hin und wieder drifte ich jedoch in meine Traumwelt ab, wo ich zum Helden (oder meist zum Bösen) werde.
Wobei ich erzähle hier etwas über mich und du denkst bestimmt Was zum Henker redet die Olle da für einen Schwachsinn. Komm auf den Punkt, verdammt noch mal!!
Also; mein Name lautet Sarah Miyakoto, und bin 15 Jahre alt. Hab schulterlange, straßenköterblonde (ist das überhaupt eine Farbe?) Haare und strahlend saphirende Augen.

Den Rest kennst du ja schon von oben und ist ja wie immer diese 0850-Routine.
Weiter im Text; (mein Leben interessiert dich ja eh nicht *grins*) alles war in Ordnung und normal, bis Tele5 sich dazu entschieden hatte eine neue Anime-Serie anlaufen zu lassen, die mein Leben noch verändern sollte…
Sie hieß Bakugan Battle Brawlers (oder auf Deutsch Bakugan- Spieler des Schicksals).
An sich war das Prinzip schon irgendwie lustig, doch auch vertraut.
Eine Mischung aus Yu-Gi-Oh, Pokémon/Digimon und Beyblade.  
Es ging bei diesem Spiel darum, dass man sein Bakugan (eine Murmel, die sich zu einem Monster in den verschiedensten Form- und Farbvariationen aufklappen konnte) auf eine spezielle Karte (Torkarte) warf.
Wenn zwei Bakugan auf einer Torkarte standen (natürlich ein eigenes und ein gegnerisches, da es sonst keinen Sinn, bzw. Kampf geben würde), begann der Hauptkampf, wobei die Bakugan ihre eigentliche Form/Gestalt freisetzten konnten.
Die Torkarte wurde nun geöffnet oder konnte von einer Fähigkeitskarte unterbunden werden.
Zudem können sowohl Tor- als auch Fähigkeitskarten die G-Power (so wird die Angriffsstärke genannt) erhöhen, senken oder tauschen.
Zuletzt unterscheidet man die Fähigkeitskarten noch in die ‘normalen‘, Anti-, Fusion-, Double- und GoldeneFähigkeitskarten.
Gewonnen hat das Bakugan mit dem höchsten G-Powerwert und der Spieler mit drei Siegen.
Doch das war nicht der Hauptgrund, wieso ich mir sie Serie ansah.
Nein, es war eine ganz besondere Person, meine neue Muse und Inspiration.
Es war der Bösewicht um genau zu sein; Masquerade.
Er sah gut aus, war mysteriös und einfach nur cool.
Eines Tages im Sommer wurde es plötzlich dunkel, um 14.00! Es sah es so aus, als würden die Blätter von den Bäumen fallen, doch als ich ein Blatt auffing, stellte sich heraus, dass es keine Blätter, sonder Karten waren. Auf ihnen war ein komisches Gebilde, dass an einen Stern mit Sechseck erinnerte, in dem die sechs Elemente von Oben aufgezählt waren.
Da hätten wir Pyrus (Feuer), Sub-Terra (Erde), Haos (Licht), Darkus (Dunkelheit), Aquos (Wasser) und Ventus (Wind).
„Eine Feldkarte…“, flüsterte ich, „genau wie bei Bakugan“.
Seit dem Tag habe ich bei meinen Eltern gebettelt mir ein paar Bakugan zu kaufen oder zu besorgen, doch vergebens war die Mühe.
‘Ich solle meine Zeit nicht mit so etwas verschwenden, sondern mich lieber auf die Zukunft konzentrieren‘, haben sie gesagt.
Als ob sie wüssten, Herr Gott nochmal, man ist nur einmal in seinem Leben sein Kind und dies sollte man genießen und voll ausschöpfen!
Deshalb fing ich an mir Strategien für theoretische Kämpfe auszudenken, wobei sie am Ende immer darauf aus waren, Masquerade’s oder Darkus Bakugan zu stärken oder die Battle Brawlers zu schlagen.
Wann immer ich Zeit hatte, verbesserte ich meine Strategien oder suchte nach neuen Bakugan oder neue Informationen oder Tipps, denn man weiß ja nie…

Eines Tages las ich nämlich im Internet eine Anzeige (Gerücht) über ein ganz besonderes Bakugan: Leonidas. Es sollte genau wie Naga und Wyverne zu den Weißen gehören, welche eine seltene Gruppe von Bakugan ist, die zwar kein festgelegtes Attribut besitzen, aber zwischen den sechs Vorhandenen beliebig wechseln können. Auch Leonidas sollte ein Dragonoid sein.
Da es schon spät war, beschloss ich für heute schlafen zu gehen, weshalb ich mich bettfertig machte.
Bevor ich jedoch schlafen ging, betrat ich den Balkon, denn es war eine Sternenklare Sommernacht.
Auf einmal zog eine leicht Briese über das Land und ich erblickte eine Sternschnuppe.  
Ich hatte nur einen Wunsch, doch genau dieser sollte mein ganzes Leben endgültig verändern.
Im Bett angekommen kuschelte ich mich in die weiche Bettdecke und sackte in das Land der Träume, wobei ich über meinen Wunsch nachdachte: Ich wünsche mir, dass ich in die Welt der Bakugan gebracht werde.

Der nächste Tag war ein Samstag und somit beschloss ich mit dem Fahrrad in den Park zu fahren und dort den Tag zu verbringen, es schien die Sonne, was sollte ich zu Hause?
Am besagten Ort angekommen legte ich mich unter einen Baum, nahe dem Fontänenbrunnen,
und genoss die warme Mittagssonne, die besonders Anfang Juni sehr angenehm war.
Ein leichter Wind zog übermeine schwarzen Shorts und das rote T-Shirt mit Skull darauf.
Turnschuhballerinas, ein Nietengürtel und ein Schweißband rundeten alles ab. Leider wurde die Sonne dann doch etwas greller, sodass ich meine schwarze Fliegersonnenbrille aufsetzen musste, um überhaupt noch etwas zu sehen oder dösen zu können.
Als ich grade am einschlafen war, vernahm ich eine leise metallische Stimme: „Soso, das ist also die Welt der Menschen. Sie unterscheidet sich doch sehr von meiner Heimat Vestroia!
Ich bin gespannt was es hier für Unterschiede zu meiner Heimat Vestroia gibt, doch ich werde später genug Zeit haben um sie zu erkunden, erst muss ich einen Menschen finden, der es würdig genug ist, um mein Partner zu werden und mir bei meiner Mission zu helfen.“
Bei dem Wort Vestroia wurde ich spitzhörig Ist das nicht die Welt der Bakugan? Doch das ist doch unmöglich, aber diese Stimme…gehört sie vielleicht Leonidas?, dachte ich.
Dann sah ich eine kleine weiße Kugel am Brunnen liegen, die theoretisch Bakugangröße hatte.
Schnell nahm ich sie hoch, um sie mir genauer anzusehen, doch einen Moment später klappte sie auf und enthüllte einen kleinen weißen Drachen „Bist du ein Bakugan?“, fragte ich.
„Natürlich bin ich ein Bakugan, und ich heiße Leonidas, Mensch!“, antwortete die Kugel wütend.
„Freund mich dich kennen zu lernen, Leonidas. Ich heiße Sarah“, sprach ich fröhlich.
„Mo…Moment, du kannst mich verstehen? Bist du im Besitz anderer Bakugan, Mensch?“, fragte der kleine, weiße Drache nun doch etwas verwirrt auf meine Antwort, doch wieso?
„Ähh.. Nein, du wärst mein erstes. Ist das so ungewöhnlich?“
„Es gibt nur zwei Möglichkeiten, dass ein Mensch ein Bakugan verstehen kann;
Entweder hat er schon ein Guardian-Bakugan oder er ist sein Guardian Bakugan.
Hier wäre es dann wohl der zweite Fall, solltest du keinen Gedächtnisschwund haben“,
erklärte mir das Bakugan, was mich dann aber nun wirklich etwas verwirrte.
„Heißt das, dass wir ab sofort feste Partner beim Bakugankämpfen sind?“, fragte ich schüchtern.
„Genau das, Mensch. Ich werde dir mit all meinen Kräften dienen“, sprach Leonidas.
„Bitte, nenn mich Sarah, Leo. Und lass uns gute Freunde und ein noch besseres Team werden“, sagte ich überglücklich, da ich jetzt nicht nur ein Bakugan besaß, nein sondern, dass es auch noch sprechen konnte, also unmöglich kaufbar.
„Leo?“, wandte sich die weiße Kugel an mich.
„Na ja, Leonidas ist so ein langer Name, Leo ist kürzer und cooler, es sei denn. Es gefällt dir nicht, dann…“, versuchte zu erklären und mich irgendwie herauszureden, als ich unterbrochen wurde,
„Nein, es gefällt mir, Sarah. So fühle ich mich dir verbundener".
Doch weiter kamen wir nicht, da mein Magen anfing Stress zu machen und wir laut lachen mussten.
Tja, im Park passieren doch immer mal interessante Dinge und da vergisst man auch mal die Zeit und das Bedürfnis etwas zu essen.
Nach dem Essen fing ich an Leonidas aufs gründlichste zu analysieren und mir für ihn eine völlig neue, so gut wie unschlagbare Strategie zu überlegen.
So fand ich heraus, dass er einen G-Power Level von 500 hatte, welcher bei der ersten Evolutionsstufe schon recht hoch war. Zudem hatte er vier mächtige Flügel, wovor er zwei einklappen konnte und scharfe Krallen. Eine festgelegte Eigenschaft hatte er nicht, konnte jetzt aber Darkus, Pyrus und Haos benutzen. Leo meinte die anderen drei Eigenschaften würde er erhalten, wenn er seine letzte Evolutionsstufe erreicht habe.
Am Abend  setzte ich mich wieder an meine Block und begann Leonidas zu zeichnen, als mich etwas in meiner Hose stach. Komischerweise waren es die Torkarte Leonidas Charakterkarte, welche seinen G-Power Wert verdoppelt und den jeder danach angewandten Fähigkeitskarte, und die Fähigkeitskarte Alpha Blaster, welche Leonidas Powerlevel um 200G erhöht und vom Gegner 100G klaut.
Dies brachte mich auf die Idee eigene Fähigkeits- und Torkarten zu entwickeln, wobei mir Leonidas interessiert zusah.
Was mir jedoch verborgen blieb, war, dass ich aus dem Fenster von einer dunklen Gestalt beobachtet wurde, welche wiederum beobachtet wurde.
Nach einem Blick auf die Uhr, welche halb zwölf Abends preisgab, lag ich letztendlich im Bett und dachte über den heutigen Tag nach. Erst die Sternschnuppe, dann der Wunsch und nicht zu vergessen, mein Treffen mit Leonidas.
Es kam mir alles so komisch und stressig vor, zu viele Ereignisse an einem Tag, das einzige was ich noch wollte war eine ordentliche Mütze Schlaf.
„Gute Nacht, Leo“, sagte ich zu meinem Bakugan, welches in seiner Ballform in einem Nest, was aus einer alten Wollmütze bestand, lag und sich aufklappte.
„Gute Nacht, Sarah“, antwortete er und sich schlief vor Erschöpfung ein.

Die nächsten Tage waren recht ereignislos.
Ich verbrachte den Nachmittag im Park, zeichnete die Landschaft oder entwarf neue Karten wie zum Beispiel: „Rising Dragon, Destruction Impackt oder Thunder Lightning“
Manche waren so stark, dass ich froh war, dass sie nicht wirklich existierten.
Am Abend brach ein leichter Sommersturm herein und ich chattete mit ein paar Leute aus meiner  Klasse und dem Internet, da ich langweile hatte und der PC mit Dingen wie I-Pod synchronisieren, Videos konvertieren etc. beschäftigt war.
Plötzlich meldete sich Mozilla Thunderbird bei mir und sagte, ich hätte zwei neue Mails bekommen:
Eine von der Schule, sie besagte, dass man ein geheimes Labor von Frau Rubens und Herr Oderman (Das Medium) gefunden hätte, wo Versuche mit Schülern durchgeführt wurden und die Schule für die nächste Woche gesperrt war, und die andere von einem unbekannten Absender.
Zuerst dachte ich es wäre eine der üblichen Spammails gewesen doch Curiosity has killed the cat and opened the forbidden box, deshalb klickte ich drauf und wurde über den Inhalt stutzig:
Hallo Sarah,
der vorgestrige Abend war doch wunderschön,
vor allem mit den Sternschnuppen, findest du nicht?
Da hat man doch gleich das Gefühl sich etwas zu wünschen
oder auf reisen zu gehen.
Deshalb habe ich ein Angebot für dich, es wäre ratsam mit zuzuhören.
Innerhalb von 48 Stunden hast du die Möglichkeit, eine neue Reise anzutreten,
zu wurdest auserwählt, könnte man schon sagen.
Denn falls du es noch nicht wusstest, du und dein Partner seit außergewöhnlich.
Falls du das Angebot annehmen solltest, musst du dir noch eine wichtige Frage stellen:
Gut oder Böse?
Denn es ist nicht immer alles so wie es scheint…
Ob im Leben oder beim Bakugan…


L.D.


Nun war ich sichtlich verwirrt.
Drei Fragen stellten sich mir immer wieder:
1)     Von wem ist diese Mail, wobei ich da schon eine Vermutung hatte.
2)     Woher hatte diese Person überhaupt meine E-Mail Adresse, denn es ist ja nicht so, als würde ich sie wie  Blüten oder Flyer in der Welt verteilen
3)     Und das war viel wichtiger: Warum wurde sie mir geschickt? Ich hatte doch niemandem von meinem Wunsch erzählt.

Moment Mal… Könnte es nicht sein, dass die aus einer ganz anderen Dimension kommt?
Vielleicht sogar von Masquerade & co.?
(Bissel größenwarnsinnig und Idiotisch, ich weiß…)
Aber ich kenne keinen mit den Initialen K.R. da bin ich echt mal gespannt.
Laut Wunsch könnte das sogar hinhauen, doch WTF?!
Wenn das wirklich und echt wahr sein sollte, ich bin völlig unvorbereitet!
Jedoch das schlimmste an der ganzen Sache kam noch. Wie sollte ich das ganze meinen Eltern erklären? Geschweige denn meinen Freunden?
Das waren definitiv zu viele Fragen und Gedanken für einen Tag.
Als ich in eine eher unruhigen Schlaf fiel, träumte ich von einem mir unbekannten und unheimlichen Ort, ein Traum den ich noch nicht kannte, aber kennen sollte:

Es war sehr dunkel, trüb und trist, die Sonne hatte fast keine Möglichkeit, diesen Ort zu erleuchten und ihm in irgendeiner Weise Licht zu schenken.
Die Bäume waren verdorrt und trugen keine Blätter mehr.
Ich selbst war ein kleines Mädchen, vielleicht zehn Jahre alt.
Sie hatte lange weißblonde Haare, und ihre Augen glichen den meinen, jedoch waren sie fliederfarben mit dunkelroten Schlieren.
Ich (wir) gingen langsam über die Landschaft, auf dem Weg zu einer großen Felswand.
Dort befand sich eine Höhle, die wir betraten. Es war dunkel und man konnte nur ein paar Schritte gehen, bevor man gegen eine Wand lief.
„Sackgasse“, dachte ich mir, doch das Mädchen wollte etwas aus ihrer Tasche holen, als sie in ihrer Position verharrte.
Man konnte ein Rascheln hören und die Präsens einer weiteren Person war zu spüren.
Ein schweres Atmen und Röcheln war zu hören, das einzige, was ich danach noch sehen und riechen konnte war Blut...


Schreiend schnellte ich aus meinem Bett hervor und als ich wieder einigermaßen bei Sinnen war, presste ich sofort meine Hände auf meinen Mund, um den Schrei zu stoppen und meine Eltern nicht unnötig zu wecken, geschweige denn Rede und Antwort sehen.
Leo hüpfte aufgeregt vor mir auf meiner Bettdecke und fragte was passiert sei, da Bakugans nicht schlafe würden und er meinen Schlaf beobachtete.
Dabei war ihm aufgefallen, dass ich vor ca.20 Minuten einen sehr unruhigen Schlaf gehabt hätte, was ihn sehr besorgte.
„Ach, ich hatte nur einen Albtraum, nichts großartig Schlimmes. Mir geht es wieder gut, ich hab mich echt beruhigt“, versicherte ich ihm und versuchte ein Fake-Lächeln aufzusetzen, was mir anscheinend aber nicht wirklich gelingen wollte.
„Verkauf mich nicht für dumm, Sarah!
Ich bin dein Partner und Freund, also habe ich auch ein Recht zu erfahren, was mit dir los ist.
Man schreckt ja nicht immer schweißgebadet und schreiend um zwei Uhr morgens aus dem Bett, oder irre ich mich?“,  sagte er vorwurfsvoll und ein bisschen gekränkt.
Eigentlich hat er ja recht, dachte ich beschloss meinem Guardian Bakugan von dem Traum, dem Mädchen und der Höhle zu erzählen.
Doch auch Leo konnte sich darauf keinen Reim machen.
„Aber mir ist grade aufgefallen, ich hätte da eine recht passende Idee für meine Eltern“, überlegte ich leise, damit Leonidas nichts mitbekam, denn er wusste auch noch nichts in unseren baldigen Ausflug in die Welt der Bakugan.
Erschöpft ließ ich mich wieder in  meine Kissen fallen und sackte Sekunden später in einen
(zum Glück dieses Mal) Traumlosen Schlaf.

Als ich am nächsten Tag halbwegs ausgeschlafen hatte, machte ich mich an meinen Plan P
(für Parents, aus dem englischen):
Meinen Eltern ein gefaktes Formular eines Internates weit, weit weg, ohne Kontakt zu den Eltern, um an einem besonderen naturwissenschaftlichen Jugendprojekt  zu arbeiten.
Es wurden nur ein paar Kinder aus ganz Deutschland auserwählt und es gab davor schon reihenweise Tests, Prüfungen und schieß mich tot, son Zeug eben.
Meine Eltern sahen das Formular erst sehr skeptisch an, meine Mutter suchte nach Haken oder irgendwelchen versteckten Kosten, doch zu Schluss willigten beide ein.
Mein Vater beteuerte, wie stolz er doch sei und das ich ja keine Schande über die Familie bringen sollte, zuhören tat ich aber nur mit halbem Ohr, denn ich wusste, dass dies nicht ernst gemeint war, oder von Herzen kam.
Trotz alledem begann ich mich auf die Reise vorzubereiten und packte alles in einen Rucksack: eine Hose, einen Rock, drei T-Shirts, zwei Pullover und eine Jacke.
Dazu kamen noch diverse Sachen wie Stifte, Bürste, Kulturtasche, Wecker usw.
(Die alltäglichen Dinge eben, die das Leben so angenehm machen)
Natürlich nahm ich auch noch meine heißgeliebte Umhängetasche mit Block, Bleistiften, Sonnenbrille, Labello und ein Paar Snacks mit.
Nach dem Mittagessen schnappte ich mir Leo und beschloss zu meiner Freundin Jana zu radeln, um mich zu verabschieden
Kau hatte sie mir die Tür geöffnet, fingen die Tränen schon an, über meine Wangen zu laufen.
„Was hast du denn, Sarah?
Alles wird wider Gut, denn ich denke das Internat wird schon nicht so schlimm und wir werden uns in den Ferien ganz oft sehen und alles nachholen und…“, versuchte sie mich zu trösten und nahm mich in den Arm.
‘Reiß dich verdammt nochmal zusammen, mit 15 Jahren heult man wegen sowas nicht mehr rum!‘, sagte ich zu mir selbst.
„Ich weiß, dass du das Schaffen kannst“, kam es aufmunternd von Leonidas.
Deshalb atmete ich noch einmal tief durch und wandte mich aus Janas Umarmung.
Mit aller Anstrengung lächelte ich sie ein letztes Mal an.
„Es gibt nur ein kleines Problem: Ich werde nie wieder zurückkommen, da ich in eine andere Welt gehe“, zögernd nahm ich Leo aus meiner Tasche und zeigte ihn meiner Freundin,
„Ich gehe in seine Welt, die Welt der Bakugan“
Nach diesen Worten drehte ich mich um und fuhr ganz schnell wieder weg, wobei ich mein
Total verwirrtes Mädchen an ihrer Haustür stehen ließ.
‘Positiv Denken… argh, das bring jetzt auch nichts mehr, ich muss mir irgendwie beruhigen‘, dachte ich, während ich einfach weiter radelte.
So fuhr ich blindlings bis zum Park, wo ich mich auf das Gras legte und die letzten Stunden in “unserer“ Sonne verbrachte.
Als ich wieder aufwachte, sah ich verschlafen auf die Uhr.
„Ach, es sind noch ganze 30 Minuten bis zum Treffen“, murmelte.
ich verschlafen, bevor mein Gehirn richtig schalten konnte.
„WAS?! Ich hab nur noch eine halbe Stunde Zeit?!
Dadurch schwang ich mich Hals über Kopf auf mein Fahrrad und fuhr los, Richtung Haus, Abkürzung durch die Stadt.
Bei einer roten Ampel wären wir fast zwei Unfälle passiert, wobei ich den zweiten nicht verantworten könnte, denn bei meinem scharfen Bremsmanöver wäre mir fast eine alte Frau vor Fahrrad gelaufen und mir wäre fast ein Mädchen auf dem Fahrrad vorne reingefahren, hätte ich nicht ausgewichen.
Sag mal, hatte die noch alle?
Wer fährt im Gegenverkehr Fahrrad und guckt dann noch die ganze Zeit auf sein Handy?!
Hat die noch nie was vom Verhalten im Straßenverkehr gehört?!
Wär sie mir doch mal reingefahren, dann hätte sie kein Handy mehr und noch ein nettes Date mit der Polizei, doch dann wäre ich bestimmt zu spät zu meinem Treffen gekommen,

dachte ich, während ich darauf wartete, dass die blöde Ampel endlich grün wurde.
Verträumt legte ich meinen Kopf auf den Lenker und schaute auf das Säckchen in meinem Fahrradkorb.
Moment mal, seit wann habe ich ein Säckchen in meinem Korb, Ob das wer verloren hat?
Schnell sah ich mich um, konnte aber niemanden erkennen.
Dann wurde die Ampel auch endlich mal grün und ich drückte auf die Tube, um nicht zu spät zu kommen.
Zu Hause angekommen sah ich mir dieses Säckchen erst ein Mal genauer an.
Es beinhaltete eine schwarze Ocarina (einer Art Flöte) mit einer blutroten Rose drauf und ein kleiner Zettel, der mir fast herausgefallen wäre.
Er entpuppte sich als Notenblatt für das Lied “Oracion“.
Da ich durch meine Eltern viele Instrumente spielen konnte, waren die Noten nicht schwer zu lesen und ich beschloss das Instrument zu testen.
Beim Spielen der Ocarina erfüllte mich auf einmal ein warmes Gefühl und ich musste sagen, dass sie einen wundervollen Klang hatte.
Doch als ich zu meinem Bakugan hinübersah, welches komischer Weise ganz ruhig gewesen war, merkte ich, wie es silbern leuchtete.
Abrupt hörte ich auf zu spielen und beugte mich besorgt zu der „Leuchtkugel“ hinunter.
Zum Glück hörte es aber nach kurzer Zeit wieder auf.
„Alles in Ordnung mit dir Leo? Was ist passiert?“, fragte ich unsicher.
„Um ehrlich zu sein, ich habe keine Ahnung, Sarah.
Ich habe mich nur auf einmal viel stärker gefühlt“, antwortete Leonidas mir aufgeregt.
„Äh…passiert dir so etwas öfter?“
„Nicht das ich mich erinnern könnte“, doch bevor wir uns weiter über das Thema den Kopf zerbrechen konnten, wurden wir von einem grellen Lichtstahl von Draußen unterbrochen.
„Wird Zeit zu gehen, jetzt oder nie!“, rief ich freudich und schnappt mir meine Sachen.
„Wie? Was meinst du Sarah? Wohin gehen wir?“, fragte mein Partner verwirrt.
„Man könnte behaupten, wir machen eine Art…Ausflug, Leo, und mir fällt grade ein, ich habe noch eine ganz große Bitte an dich:
Wenn wir jemandem begegnen sollten, den wir nicht kennen oder bei dem wir ein ungutes Gefühl haben, bliebst du bitte so lange ruhig und still, bis ich dich vorstelle oder grünes Licht gebe, ok? Ich möchte dich nicht unnötig in Gefahr bringen, da ich noch nicht wirklich praktische Erfahrungen in Bakugankämpfen habe.“, sagte ich schon mit einem leichte Flehen in der Stimme, was mir wiederum echt peinlich war.
Doch Leonidas schien den ernst in meinen Worten zu erkennen und nickte
„Du weißt, dass du mein Partner bist und ich vertraue dir, egal was du machst“.
Schnell machte ich mich unbemerkt auf den Weg nach unten und folgte dem Licht, bis ich vor einem runden Portal stand, welches in allen blautönen Gestaltet war.
So holte ich noch einmal tief Luft und wollte durch das Portal schreiten, als ich durch eine Stimme hellhörig wurde.
Zu meiner Verwunderung sah ich wie mir Jana auf ihrem Fahrrad entgegenkam
„Warte, Sarah! Was hast du heute gemeint? Und seit wann hast du ein Bakugan, ich dachte…“
Mehr wollte ich jedoch nicht mehr hören, da ich spüren konnte, wie mir eine leise Träne über die Wange lief.
„Es ist zu spät“, flüsterte ich und schritt durch das Portal, das vermutlich vom Dimension Transporter System (Kurz Dimensporter) erzeugt wurde.
Ich fühlte mich auf einmal ganz leicht und überhaupt nicht mehr traurig, es war eher Freude und Adrenalin, was jetzt durch meinen Körper floss,
Damit ich nicht hyperventilierte steckte ich mir einen Loli in den Mund und genoss den „Flug“.
‘In ein paar Wochen haben sie mich doch bestimmt eh alle vergessen‘, dachte ich, bevor ich ein weißes Licht man Ende dieses Tunnels sehen konnte…




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so das ist der Prolog meiner Bakuganstory. =)
Sollte jemand Rechtschreibfehler finden oder Kritik, ich bin offen für alles^^
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