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Happy Horror Valentines Day

von Durah
GeschichteHorror / P18 / Gen
Freddy Krueger
13.07.2010
21.11.2010
13
21.051
2
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13.07.2010 1.501
 
Kapitel 13
Durahs Sicht

Wieso hörte er plötzlich auf?
Hatte er keinen Bock mehr mich umzubringen?
Der Typ erhob sich und half mir tatsächlich auf. Dann nahm er die Maske ab und ich starrte ihn ungläubig an. Das war doch der wild aussehende Typ in den ich Deutschland im Supermarkt reingerannt war und auch der den ich am Mittag in der Stadt gesehen hatte.
Wieso folgte er mir?
„Wer bist du?“ fragte ich leise, doch er antwortete nicht.

„Wunderbar Michael! Wirklich ein herrlicher Augenblick! Ist das die Szene wo du dem Chick die Chance gibst dich abzustechen ehe du dich rasend und überschäumend auf sie stürzt?“ erklang eine Stimme und die anderen beiden Typen aus dem Haus kamen auch uns zu.
/Was geht denn hier ab?!/ war alles was mir durch den Kopf schoss.

Der Typ der gesprochen hatte näherte sich mir, ergriff meine freie Hand und verneigte sich dabei leicht.
„Guten Abend, Freddy Krueger mein Name, aber ich denke das weißt du schon.“
„Ja, ja das weiß ich.“ Sagte ich und versuchte extrem selbstsicher zu klingen.
Er sah mich eine weile an und lachte leise.
„Ich hätte dich etwas ängstlicher eingeschätzt. Ich meine hier stehen dir drei Serienmörder gegenüber und du bleibst ruhig als wären wir deine Freunde.“
„Dann wart ihr es die Sandra und Alexandra getötet haben.“
„Jep, genau wie diesen komischen Lehrer in seinem Kellerraum und die dritte Schlampe von diesem Trio.“ Ergänzte er mich.
„Ach ja stimmt, die hatte ich total vergessen.“ Ich seufzte leise.
„Und? Bin ich nun die Nächste auf eurer Abschlachtliste? Nun da ich weiß dass ihr alle getötet habt?“
Die drei sahen sich an.
„So ein Quatsch.“ Meinte Freddy sofort.
„Weder dir noch deinen beiden Freundinnen soll was geschehen. Wir taten das doch für euch.“
„Für uns?“ Ich war verwirrt.
Die drei nickten und ich stellte die Standartfrage in solchen Situationen.
„Warum?“
„Naja.“ Freddy kratzte sich am Hinterkopf und schob seinen Hut zurecht.
„Wir wissen selber nicht genau warum, aber irgendwie scheint zwischen euch Mädels und uns dreien hier eine Art Verbindung zu bestehen. Es ist, als gehörten wir zu euch und ihr zu uns. Wir bzw. Michael hier scheint einen Narren an dir gefressen zu haben.“ Freddy wies mit seiner Klauenhand auf den Haddonfield Killer, der mich stumm ansah und der zu meiner großen Verwunderung leicht rosa im Gesicht wurde.

„Also noch mal zum Mitschreiben. Ihr drei.“ Ich wies mit dem Messer auf jeden von ihnen.
„Ihr seit aus Amerika nach Deutschland gekommen um UNS, also Angela, Christina und mich zu finden und um die zu töten, die uns auf die Nerven gehen?“
„So in etwa.“ Bestätigte Freddy.
„Okay. Also wenn ich nicht wüsste dass ich nur Energie Drinks getrunken hätte würde ich nun glatt glauben ich wäre besoffen oder high, denn das klingt absolut absurd!“
Michael fing an mit den Armen zu fuchteln und zu gestikulieren.
„Jaja, Michael ich weiß.“ Maulte Krueger ihn an.
„Ich bin da ganz seiner Meinung.“ Sagte ich und verschränkte die Arme.
Die drei sahen mich an.
„Ja ich hab verstanden was er sagen will.“
„Wie das denn?“
„Keine Ahnung. Ich habs halt einfach verstanden.“
„Was hat er denn sagen wollen?“ Krueger grinste mich fies an.
„Ganz einfach, er hat dir sagen wollen, dass es absolut klar war, dass ich nicht glauben würde was du hier erzählst, da es wirklich absurd klingt.“
Ich sah zu Myers rüber.
„Hab ich recht?“
Er nickte.
„Okay, mag sein dass es absurd und alles klingt, aber du kannst und darfst nicht leugnen, dass es dich erfreut hat zu hören dass die Schlampen tot sind oder?“ Freddys Grinsen wurde breiter.
„Das es dich in höchstem Masse erfreut und auf sadistische weise belustigt hat zu erfahren dass sie alle wie Mastvieh abgeschlachtet wurden.“
„Wie kommst du darauf?“ fragte ich, wohl wissend, dass er die Wahrheit sprach.
„Wenn Michael dir nun erklären oder vielleicht sogar zeigen könnte wie er diese letzte Bratze ermordet hat, wie würdest du reagieren?“ Freddy schwieg kurz.
„Ich sags dir, Kleines. Ich wette du würdest lächeln, sadistischen Spaß daran haben ihre Schreie zu hören, es würde dich richtig erregen ihr warmes Blut fließen zu sehen und die Panik in ihren dummen Augen zu erblicken kurz bevor wir ihnen die Lebenslichter auspusten. Hab ich nicht recht? Allein beim Gedanken daran wird dir doch nun ganz warm oder?“
Ich mied seinen Blick und sah auf Jasons Füße.
Klar, Krueger hatte recht. Es wäre eine Wonne für mich gewesen, diese dreckigen Fotzen sterben zu sehen und ja ich hätte gelacht und vielleicht sogar selbst die Hand gegen sie erhoben, doch wollte ich mir das wirklich eingestehen?
War ich Psychisch so geschädigt?
Und wenn ja, war es dann was schlimmes?
„Wäre es schlimm wenn mir sowas gefallen würde?“ fragte ich in die Runde.
„Es wäre ein wundervoller Charakterzug wenn dem so wäre.“ Meinte Freddy.
„Ich kenne dich und deine Freundinnen und ich kenne eure Träume. Selbst die, an die du dich nicht erinnern kannst und ich sah was du dir da wünschst.“
„Du glaubst ich wäre in der Lage jemanden zu töten?“
„Sei ehrlich Durah, das ist doch genau das was du in deinem tiefsten Inneren tun willst oder? Jemandem der dir so richtig dolle auf die Nerven geht einfach die Kehle durchzuschneiden und ihn dann verbluten zu lassen oder?“
Bei dem Gedanken kribbelte es mir richtig in den Fingern.
Freddy schien das zu merken und näherte sich mir grinsend.
„Was hält dich und deine Freundinnen zurück?“
„Der Gedanke in den Knast zu kommen.“ Sagte ich und Jason machte einen Laut, der ähnlich klang wie ein kurzes verspottendes Kichern.
„Haste ein Problem Voorhees?“ fauchte ich ihn an.
„Weißte was, Maus? Komm morgen Nacht mit deinen Freundinnen zu dem Verfallenen Haus in der Seitenstraße. Dann reden wir weiter. Ach und morgen früh nicht erschrecken, wir bereiten euch da eine kleine Überraschung vor.“
Damit verschwanden die drei in der Dunkelheit der Nacht.

Die Überraschung am nächsten Morgen war recht übelriechend.
Die Drei hatten die ärmlichen Reste von Linda in den Pool geworfen und dort trieb sie nun vor sich hin in Wasser das die Farbe von edlem Rotwein angenommen hatte.
„Na super.“ War Christinas Kommentar als wir sie da von unserem Balkon aus schwimmen sahen.
„Ich wollte da eigentlich nochmal rein, doch das kann ich ja nun vergessen.“
„Ich denke mal die ganze Klassenfahrt ist nun zusammen mit Linda verreckt.“ Murmelte ich seufzend.
Ich hatte Christina und Angela in den Morgenstunden alles erzählt und die beiden waren hellauf begeistert gewesen.
„Ich hätte gerne zugesehen, als Michael sie abgeschlachtet hat.“ Gestand ich und lehnte mich am Geländer zurück, als Lisa zu uns stieß.
„Na ihr.“ Murmelte sie leichenblass.
„Wasn mit dir los?“ fragte Angi, als unsere Emofreundin auf den Balkon sprang.
„Was los ist? Das fragst du noch?“ Lisa deutete zum Pool runter.
„DAS DA ist los!“
„Ja ich versteh auch nicht wieso Linda im Pool rumschwimmt.“ Gestand Christina.
„Ich versteh nicht, wieso das Wasser so tief dunkelrot ist.“ Meinte ich.
„Ich mein, es kann doch unmöglich noch soviel Blut in ihr gewesen sein.“
„Wie könnt ihr nur über sowas so kaltherzig reden?!“ Lisa war empört.
„Vielleicht weil wir Linda wie die Pest gehasst haben und uns ihr Tod kein stück berührt?“ meinte ich und bekam den entsetztesten Blick von Lisa zu sehen, den sie drauf hatte.
„Wie könnt ihr nur? Ich habe sie auch nicht gemocht aber das hat sie nun wirklich nicht verdient!“
„Stimmt.“ Murmelte ich und wandte mich dann an Christina.
„Man hätte ihr beide Beine abschlagen sollen und sie etwas mehr ausweiden müssen.“ Flüsterte ich und meine brünette Freundin nickte kichernd.

Ich wandte mich ab und sprang über die kleine Balkonbrüstung.
„Mir ist langweilig, ich geh was in die Stadt.“
„Ich komm mit!“ meinte Christina und folgte mir.

Auf dem Weg nach unten kam uns Herr Geißen entgegen.
Er war leichenblass und am zittern.
„Wasn mit Ihnen los?“ fragte ich und blieb stehen.
Er sah uns an wie Erscheinungen.
„Wir könnt ihr beide bloß so ruhig bleiben? Eure Klassenkameradin ist ermordet worden!“
„Ja wissen wir, erzählen Sie uns was neues.“ Meinte Christina ruhig, als wäre Linda nicht ermordet worden, sondern bloß eine Treppe runtergefallen.
„Wieso machen Sie denn deswegen so einen Aufstand? Lässt sich doch eh nicht mehr ändern.“ Ich ging weiter, doch unser Lehrer stellte sich uns in den Weg.
„Wo wollt ihr zwei eigentlich hin?“
„In die Stadt.“ Kam es von uns beiden.
„Das kommt gar nicht in Frage, ihr bleibt hier im Hotel, auf eurem Zimmer, bis wir euch rufen lassen und nun Abmarsch!“
Wir wandten uns um und gingen, aber nur aus seinem Blickfeld raus.
„Als bräuchten wir die Eingangstüre.“ Kicherte ich und wir kletterten einfach seitlich aus einem Fenster.

„Meinst du es war ein Fehler zu verschwinden?“ fragte Christina mich, als wir uns durch die vollen Straßen der Stadt drängelten.
„Ja klar war das einer und genau deshalb fühl ich mich grade unheimlich gut. Du weißt ich hasse Regeln.“
„Ich doch auch.“
„Na dann, lass uns den Tag genießen und nicht wie Angi auf dem Hotelzimmer versauern.“
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