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Happy Horror Valentines Day

von Durah
GeschichteHorror / P18 / Gen
Freddy Krueger
13.07.2010
21.11.2010
13
21.051
2
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13.07.2010 1.290
 
Kapitel 12
Durahs Sicht

Diese Begegnung vom Mittag hatte ich auch Abends noch im Kopf.
Etwas daran kam mir so höllisch suspekt vor und ich verwettete mein Großhirn, dass es da etwas gab, an das ich mich erinnern musste.
„Durah? Alles okay?“ fragte Christina, der ein Fischlappen vom Abendessen halb aus dem Mund hing.
„Ähm, ja wieso?“ fragte ich und stocherte in meinem Gemüse herum.
Wann hatte ich mir denn was zu essen geholt??
„Du siehst so ernst aus.“ Bemerkte Angi und nahm einen Schluck totes Wasser.
Was anderes gab’s hier nämlich nicht zu trinken.
Ich sehnte mich nach meinem Redbull-Viererpack oben im Zimmer.
„Ich habe nur....an den heutigen tag gedacht.“ Murmelte ich und musste unweigerlich an die drei Gestalten denken.
„Sicher dass es dir gut geht?“
„Ganz sicher!“ meinte ich und räumte mein kaltes Gemüse weg.

Es war nun fast Mitternacht und in den Nebenzimmern war es immernoch laut.
Ich hockte auf meinem Bett, meine letzte Redbulldose in der Hand, während Angela und Christina schon schliefen.
Ich war am grübeln und aufgrund des Koffeins war schlafen eh nicht mehr drin.
Ich wollte etwas herausfinden, also verließ ich leise das Hotelzimmer, schlich durch die dunklen Gänge und kletterte im Erdgeschoss aus einem offenen Fenster, da ich nicht gesehen werden wollte.

Spaniens Nächte waren herrlich warm und sternenklar.
Frischer Wind wehte mir durch die Haare, ließen meinen weiten Knielangen Rock flattern und ich fühlte mich zum ersten Mal seit langen richtig wohl.
Aber das war nicht der Grund meines Rausgehens.
Ich wollte wissen was letzte Nacht vorgefallen war, also ging ich erst mal runter an den Strand.
Schnell fand ich die Stelle wieder wo wir am Vorabend gesessen hatten.
Dann waren wir zum Hotel zurückgegangen, soweit wusste ich das noch, allerdings konnte ich mich nicht erinnern ins Zimmer gegangen zu sein.
Dann fiel es mir wieder ein.
Christina hatte was in einer Seitenstraße gesehen!
Schnell eilte ich zum Hotel zurück und fand schnell besagte Seitenstraße, die sich wie am Vorabend im Dunkeln verlor.
Instinktiv griff ich nach meinem Bowie, doch dieses Mal musste ich Unbewaffnet da hinein und dann auch noch alleine.
/Oh das ist doch verrückt./ dachte ich nur als ich vor einer blauen Metalltüre stand.
/Ich bin unbewaffnet, alleine und habe keine Ahnung wer oder was dahinter ist....Na egal, nun gibt’s kein Zurück mehr!/ Ich schob die Türe auf.
Die rostigen Angeln versuchten dies zu verhindern, doch war ich stärker und öffnete die Türe.
Kaum war ich drinnen stolperte ich zurück.
In diesem verfallenen Haus stank es nach Blut, Verwesung und Tod.
Langsam schritt ich durch das Dunkel, bis ich mit meinem Füßen etwas über den Boden trat.
Dieses etwas klapperte metallen als es gegen einen anderen Gegenstand schlug.
Ich bückte mich danach und meine Finger umklammerten den vertrauten Ledernen Griff meines Bowies.
Ich starrte es in der Dunkelheit an.
Wie kam es hierher? Warum lag es noch hier?
Ich erhob mich langsam, das Messer sicher in der rechten Hand, denn nun da ich es wieder hatte fühlte ich mich auch sicherer.
Mein Blick ruhte auf einer Türe, links von mir.
Sie war nur halb geschlossen und von da kam der Verwesungsgestank.
Wollte ich denn wirklich sehen was dahinter befand?
Ich wusste nicht ob ich es sehen wollte, doch ich wollte meine Neugierde befriedigen.
Also ging ich zur Türe und verpasste ihr einen sachten Stoß, doch dann ging ich in Rekordzeit in Deckung.
Im Raum waren zwei Männer. Die mussten mich ja nicht unbedingt sehen.
Synchron wandten die beiden sich der Türe zu, doch sie schienen mich nicht bemerkt zu haben.
Leise horchte ich was darin geschah.
„Also was nun?“ fragte eine seltsam kratzige Männerstimme.
„Diese Schlampe kann hier doch nicht hängen bleiben, is doch langweilig. Wollen wir ein wenig Panik schüren und sie auf die Hotelrezeption legen?“
Der Mann der gesprochen hatte schritt leicht zur Seite und ich musste mir echt den Mund zuhalten um keinen erschreckten Laut auszustoßen, als ich die blutigen Reste einer Blondine da hängen sah, zerteilt und ausgeweidet wie eine Kuh beim Schlachter.
Mein Entsetzten war Komplett als ich diese bemitleidenswerte Gestalt als Linda wiedererkannte.
Konnte das sein? Waren uns die Killer bis nach Spanien gefolgt? Aber wieso?
Nur um Linda zu ermorden?
Die Metalltüre des Gebäudes öffnete sich und schwere Schlurfende Schritte waren zu hören, als auch schon ein Hüne an meinem Versteck vorbeiging und gestikulierend und mit rasselndem Atem den anderen beiden was mitzuteilen schien.
„Was soll das heißen Blondie ist weg?!“ keifte der Typ im Raum.
Sein Partner blieb still.
Dann wandte er den Kopf in meine Richtung und er sah mir direkt in die Augen.
Scheiße! Er hatte mich bemerkt. Nun hieß es abhauen solange es noch geht.
Ich sprang auf und hechtete aus dem Haus.
Natürlich folgte man mir und nun war die Frage, Wohin sollte ich laufen?
Ins Hotel??
Nein, auch wenn ich die anderen nicht mochte, so wollte ich sie nun doch nicht in Gefahr bringen.
Ausserdem wollte ich David und Konsorten persönlich was antun, da konnte ich sie keinem Killer überlassen.
Also schlug ich den Weg richtung Strand ein.
Mein Verfolger war extrem schnell wie ich merkte.
Seine schweren Schritte waren ziemlich nah.
Ein paar mal spürte ich richtig wie seine Hand nach mir schnappte, doch ich schlug so viele Hacken, es schien unmöglich mich zu fangen.
Allerdings brachte ich mich selber in Gefahr, denn ich hielt das Bowiemesser falschrum und wenn ich nun fallen würde, würde ich mich selber erstechen.

Am Strand hielt ich an.
Es hatte keinen Wert ewig wegzurennen, er würde mich irgendwann eh fangen, also stellte ich mich ihm lieber.
Was ich sah war aber alles andere als das was ich erwartet hatte.
Ich starrte in ein weißes Gesicht. Eine Maske um genau zu sein.
Eine weiße Latexmaske mit braunem Haarschopf.
Eine 1.90m Gestalt in blauem Overroll mit einem großen Küchenmesser in der Hand.
Die Hand mit dem Messer war in meine Richtung gewandt, doch ich wusste wie ich nun handeln musste.
Zuallererst musste man in so einer Situation Ruhe bewahren.
Gut, ich war etwas ausser Atem aber ansonsten völlig entspannt.
Zweite Regel ist den Gegner nie aus den Augen zu lassen.
Einfach, wie sollte ich diesen Kerl auch aus den Augen verlieren?
Drittens, lieber abwarten und nicht blindlings draufstürzen.
Als wollte ich DEN Kerl angreifen, der mir mit bloßer Hand den Kopf zu Brei drücken könnte.
Und die vierte und wichtigste Regel, die aber manchmal schwer umzusetzen ist lautet: Lass dich nicht umbringen!
Leichter gesagt als getan, aber ich wollte grade diese Regel befolgen.
Also stand ich ruhig im warmen Sand, das Messer fest umklammert, den Blick starr auf den Mann gerichtet, hinter mir brachen die Wellen, umspülten schaumig meine Chucks und weichten diese etwas auf.
Ich wunderte mich. Wieso tat der Kerl nichts?
Als anständige Michael Myers Kopie sollte man handeln und nicht zur Salzsäule erstarren.
„Was ist los?!“ rief ich ihm entgegen.
„Du hast mich verfolgt und hier sind wir nun! Was nun?!“
Nun kam er auf mich zu.
Er holte aus und schwang das Messer in meine Richtung, ich duckte mich seitlich weg und entkam der perfiden Attacke die mich den Kopf gekostet hätte.
Seine andere Hand schnellte hervor, packte den Bund meines Rockes und zog daran, was mich seitlich in den Sand fallen lies.
Den nächsten Angriff blockte ich mehr schlecht als recht, da ich einen Moment die Orientierung verloren hatte.
Nun lag ich im Sand und hielt seine Klinge mit der Eigenen auf Abstand, da er genau auf meine Brust zielte.
Verdammt war der Kerl stark, lange würde ich das nicht mehr halten können.
Gerade als ich schnell am grübeln war, was ich nun tun sollte, hörte er plötzlich auf Druck auszuüben.
Ich sah auf.
Was war nun los??
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