╬ Blutbefleckter Lapis Lazuli ╬

von Chellie
GeschichteMystery, Romanze / P16
10.07.2010
16.12.2010
12
49625
 
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Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
 
Hallo und herzlich willkommen zu meiner ersten Vampir Knight FF.
Die Idee zu dieser FF spukt schon eine ganze Weile in meinem Hirn herum.
Und nachdem ich jetzt schon ziemlich lange an meiner Inuyasha FF meine Freude habe, habe ich mich nun endlich mal entschlossen auch diese FF mit einem doch etwas anderen Schreibstil von mir zu posten.

Disclamer: Die Figuren von Vampire Knight gehören leider nicht mir. Dafür aber meine eigenen erfundenen Charaktere, die im Laufe der Geschichte auftauchen werden.

Paarings: Vorerst noch ein Geheimnis, werden sich im Laufe der Geschichte offenbaren.

Zum besseren Verständnis habe ich hier noch eine kleine Legende.

Legende:
„blablabla“ - Jemand spricht
° blablabla ° - Jemand denkt
(blablabla) - Meine (weniger) geistreichen Kommentare / Anmerkungen
blablabla* - genauere / zusätzliche Erklärungen (meist zu Personen) am Ende des Kapitels

Nun ich bin gespannt wie sie euch gefallen wird.
Aber jetzt halte ich meine Klappe und wünsche euch viel Spaß XD
*Schoko-, Vanille- und Erdbeereis dalass*
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Der Traum, die Adoptivfamilie und ein nächtlicher Besuch

╬ Traum ╬

Es war tiefste Nacht und Schnee rieselte unaufhörlich vom Himmel und bedeckte die verlassene Landschaft mit einer dicken, weißen Decke. Nur einzelne dunkle Bäume unterbrachen die große vollkommen weiße Fläche. Und dort rannte ein Mädchen, kaum fünf Jahre alt.
Ihren kleinen Mantel um sich geschlungen, kämpfte sie sich mit wehendem dunkelbraunem Haar, durch die Kälte und eine unbekannte Angst zitternd, durch den hohen Schnee, nicht wissend vor was sie eigentlich weglief und wo sie hinzurennen versuchte.
Doch die kalte Angst trieb sie immer weiter voran, ließ ihr keine Zeit nachzudenken, zu stoppen oder sich umzudrehen und zurückzusehen. Ihr Atem ging keuchend und ihre Schritte wurden immer langsamer, schwächer, trotzdem schleppte sie sich weiter.
Das plötzliche Geräusch von leisen, knirschenden Schritten, die unmöglich von ihr stammen konnten, zwang sie jedoch stehen zu bleiben. Die Brust des kleinen Mädchens hob und senkte sich schnell, während ihr Herz zu rasen schien. Ängstlich versuchte sie zu erkennen, wer oder was da auf sie zukam.
Gerade blinzelte sie den Schnee aus ihren Augen, als auf einmal ein Mann vor ihr stand. Sein dunkler Mantel flatterte leicht in dem Wind und er hatte den Kopf gesenkt. Ganz still blieb die Kleine mit wild klopfendem Herzen wo sie war und schien zu überlegen, ob dieser Fremde gefährlich war oder nicht.
Da hob dieser wie zur Antwort den Kopf und sah mit blutroten Augen und einem großen Grinsen, welches seine unmenschlich langen Eckzähne nicht verbarg, zu ihr. ° Ein Vampir! °, dachte die Kleine vollkommen erschrocken und wich schnell ein paar Schritte zurück, stolperte aber und fiel hin. Da war der Fremde schon über ihr und schnupperte genüsslich: „Na kleines Mädchen, hast dich wohl verlaufen. Und du riechst ja so köstlich. Du hast doch bestimmt nichts dagegen, wenn ich ein bisschen von deinem Blut trinke, oder?“
Voller Angst riss das Mädchen ihre Augen weit auf und stieß einen lauten Schrei aus: „Nein, lassen sie mich! Ich will nicht!“ Doch ihre Worte kümmerten ihn überhaupt nicht. Der gierige Ausdruck auf dem Gesicht des Vampirs spiegelte sich in den dunkelbraunen Augen des Mädchens wieder, als er sich am Kragen ihres Mantels zu schaffen machte. Zitternd vor Furcht versuchte die Kleine den Mann von sich zu drücken, doch spürte dieser davon gar nichts.
So bemerkte er aber auch nicht, wie sich rasend schnell jemand ihm von hinten näherte.
Im einen Moment wurde das kleine Mädchen noch von ihrem Angreifer in den Schnee gedrückt, als die Last im nächsten Moment auch schon von ihrem Körper verschwunden war.
° Was? Wo ist er hin? °, dachte sie, setzte sich überrascht auf und verfolgte die rote Spur im Schnee zu dem Angreifer, der nun von einem anderen Fremden festgehalten wurde. Hasserfüllt sah der Neuankömmling, welcher deutlich jünger aussah als der andere, den Vampir an und sagte bedrohlich leise: „Du niederer Abschaum eines Vampirs hast es nicht verdient weiterzuleben.“ Damit stieß er dem anderen die Hand durch das Herz, worauf dieser sich in Staub auflöste und nur der viele rotverfärbte Schnee auf dem Boden noch auf dessen Tod hinwies.
Geschockt hatte die Kleine das Geschehen verfolgt und blickte nun zu dem wunderschönen, blutbespritzten Jungen hinauf, welcher, dessen schulterlanges, dunkelbraunes Haar ihm leicht in die ebenfalls blutroten Augen fiel, sich das Blut von der Hand leckend zu ihr umgedreht hatte. Unfähig sich zu bewegen dachte sie: ° Das ist noch ein Vampir. °
Langsam trat dieser mit einem besorgten Blick auf das Mädchen zu, welches verängstigt zu ihm aufsah und hielt ihr schließlich seine Hand hin, während er sie leise fragte: „Alles in Ordnung? Geht es dir gut? Oder hat er dir etwas getan?“ Zitternd schüttelte das Mädchen verneinend den Kopf, unfähig in ihrer Angst etwas sagen zu können.
Da fiel der Junge erleichtert vor ihr auf die Knie in den Schnee und hielt seine Arme für sie geöffnet. „Komm her, jetzt wird alles gut. Ich bringe dich hier weg.“, sprach er mit einer sanften beruhigenden Stimme und wieder konnte das Mädchen nur nicken, nicht wissend, warum sie ihm glaubte, ihm vertraute. Bevor sie es bemerkte, hatte sie sich auch schon an seine Brust geworfen und sich schluchzend in seinem hellen, weichen Mantel vergraben.
Beschützend schloss er seine Arme um sie und legte seinen Kopf auf ihren. „Ganz ruhig. Alles wird gut.“, sprach er leise, während er ihr sachte über den Rücken strich. Langsam beruhigte sich die Kleine, fühlte sich wohl in seinen Armen, dieser ihr irgendwie merkwürdig vertrauten Umarmung, als ihr plötzlich auffiel, dass der Körper des Jungen auch leicht zu zittern schien.
Dann spürte sie etwas Feuchtes auf ihr Haar tropfen, das schließlich warm an ihrer Wange herunterlief. ° Was ist das?! Weint er?! °, fragte sich das Mädchen, doch bevor sie es herausfinden konnte, erhob er sich, lächelte ihr zu und hielt ihr einen Moment später seine Hand hin, welche sie ergriff.
Mit ihrer freien Hand fasste sie ohne es wirklich zu merken nach dem winzigen Schlüssel, der an einer dünnen Kette um ihren Hals hing, nur um sich zu vergewissern das er noch da war.
Und gemeinsam verschwanden sie in der verschneiten Nacht und ließen den roten Schnee, welcher von den langsam fallenden Flocken verdeckt wurde, hinter sich zurück.

╬ Traum Ende ╬

„Yuuki! Aufwachen! Wie lange willst du denn noch schlafen?! Yuuki!“, hörte Yuuki* eine bekannte Stimme belustigt aber auch leicht ungeduldig rufen. Verschlafen richtete Yuuki sich auf und sah in das grinsende Gesicht ihrer Schwester Mika*. Na ja eigentlich waren sie gar keine richtigen Schwestern. Yuuki wurde nach diesem Angriff vor zehn Jahren damals zu der Familie Kurosu gebracht und von ihnen kurze Zeit später adoptiert.
Nun sah sie ihre Schwester gähnend und mit müden Augen an. „Mika lass mich! Warum bist du morgens immer so fit? Ich will weiterschlafen.“, maulte Yuuki verschlafen vor sich hin und machte Anstalten sich wieder hinzulegen. Doch da machte Mika ihr gleich einen Strich durch die Rechnung.
„Nichts da. Du stehst jetzt auf. Mama war schon hier und hat gesagt, ich soll dich endlich wecken. Das Frühstück ist schon längst fertig. Also los raus aus den Federn. Papas knurrenden Magen hört man bis hier oben.“, rief das Mädchen fröhlich und zog Yuuki die Decke weg.
Yuuki wusste, dass sie gegen den Willen ihrer Schwester nicht ankam und stand nun widerwillig murrend auf. Schlurfend verschwand sie ins Badezimmer, wo sie zuerst einen Blick in den spiegel warf. Dort sah sie ihr fünfzehnjähriges Ich mit halb geschlossenen, schokoladenbraunen Augen  und kurzen, vom Schaf noch zerzausten, dunkelbraunen Haaren an, welches ihr mal wieder zeigte, was sie doch für eine Langschläferin war.
Schnell stellte sie sich unter die kalte Dusche und putzte ihre Zähne. Als sie dann deutlich wacher zurück in ihr Zimmer kam, war ihre Schwester nirgends mehr zu sehen. Doch sie hatte schon Yuukis Bett gemacht und das Fenster zum Lüften geöffnet. Die Sonne schien strahlend ins Zimmer und tauchte alles in sein warmes Licht. Einer der wahrscheinlich letzten Sommertage dieses Jahres, kam doch langsam schon das regnerische, stürmischere Wetter des Herbstes.
° Mika ist schon wirklich eine gute Seele. °, dachte Yuuki und musste lächeln. Dann ging sie zu ihrem Schrank und zog ein knielanges, gelbes Sommerkleid heraus. ° Was wir heute wohl machen werden? °, fragte sich Yuuki und verließ schließlich fertig angezogen, nachdem sie sich noch schnell die Haare gebürstet hatte, ihr Zimmer und ging hinunter in die Küche.

Dort saß ihre Familie schon vollzählig am Frühstückstisch und wartete auf sie. Ihre Mutter erhob sich als sie in die Küche trat und drückte Yuuki kurz an sich. „Guten Morgen, mein Schatz. Hast du gut geschlafen?“, fragte sie ihre Tochter dann. Diese nickte: „Ja, ich habe gut geschlafen, bis meine ach so liebe Schwester mich so unsanft aus dem Schlaf gerissen hat.“
Damit setzte sie sich neben Mika an den Tisch und streckte dieser die Zunge heraus, während alle drei nur amüsiert lachten. Dann sah ihr Vater sie an. „Na na, du konntest doch schließlich nicht bis heute Mittag schlafen. Ich bin froh, dass deine Schwester dich endlich wach bekommen hat. Sonst wäre ich noch verhungert. Schließlich läst deine Mutter uns doch erst essen, wenn alle am Tisch sitzen.“, meinte er schmunzelnd.
Yuuki gähnte und gab ihrem Vater dann ein Küsschen auf die Wange. „Ja ja, ist ja gut. Außerdem bin ich doch jetzt hier. Und ich glaube kaum, dass Mama dich verhungern lassen würde.“ Genannte stellte nun das Frühstück auf den Tisch und alle fingen an zu essen.
Yuuki mochte die friedliche Atmosphäre in diesem Haus und sie hatte überhaupt keine Probleme im Umgang mit ihrer neuen Familie, denn sie erinnerte sich an ihre richtigen Eltern nicht. Daher waren Aimi* und Tadashi* so gut wie ihre richtigen Eltern und sie liebte sie sehr. Dabei dachte Yuuki an ihren Traum.
° Schon komisch, dass ich nach so langer Zeit mal wieder diesen Traum hatte, aber ich sollte besser gar nicht lange darüber nachdenken. Das habe ich schließlich schon so oft und weiß trotzdem nicht mehr darüber. Ich habe echt keine Ahnung, warum ich damals dort herumrannte und wo ich hinwollte?! Ich kenne meine Vergangenheit vor diesem Angriff nicht. Ich erinnere mich nur an die große Angst, die mich leitete, immer weiter vorwärts drängte. Und ich weiß nur eines, nämlich dass beide Fremden in jener Nacht Vampire waren. °
Ja, es gab sie wirklich. Diese Wesen, die Menschen das Blut aussaugten. Aber nicht viele wussten um ihre Existenz bescheid. Ihre Familie aber wusste sehr wohl, dass es Vampire gab. Doch sie alle hatten nichts gegen Vampire. Aimi und Tadashi waren zwar ehemalige Vampir Hunter, aber sie wollten nicht mehr Vampire töten, sondern in Frieden mit ihnen leben.
Yuuki selbst hatte auch nichts gegen Vampire, schließlich hat sie einer damals sogar gerettet, auch wenn sie nicht wusste, wer und warum, konnte sie sich doch nicht mal mehr an sein Gesicht erinnern. Doch warum er damals geweint hatte, interessierte sie am meisten, konnte es sich bis heute aber nicht erklären.
Dass Yuuki so in ihren Gedanken versunken war, dass sie vollkommen vergaß zu essen und dabei auch noch nach dem kleinen Schlüssel, der an einer Kette um ihren Hals hing, gegriffen hatte, entging auch ihrer Familie nicht. Mika stieß ihr deshalb leicht in die Seite. „Hey Yuuki, bist du noch bei uns? Hallo?!“
Da schreckte Yuuki hoch, ließ den Schlüssel los und sah ihre Schwester an. Dann schüttelte sie kurz den Kopf, um ihre Gedanken ein wenig zu ordnen und sah sie danach alle entschuldigend an. „Ja, tut mir leid. Ich war in Gedanken. Habt ihr etwas gesagt?“, meinte Yuuki.
Ihr Vater sah sie stirnrunzelnd an. „Sag mal Yuuki, über was hast du denn so angestrengt nachgedacht?“, fragte er seine Tochter. Yuuki sah ihren Vater an, dann senkte sie ihren Blick. „Naja, ich hatte nach langer Zeit mal wieder diesen Traum. Ihr wisst schon welchen ich meine.“
Nun sah auch ihre Mutter sie besorgt an. Aimi stand auf und legte ihrer Tochter eine Hand auf die Schulter. „Ach mein Schatz, dass tut mir leid. Geht es dir gut?“ Yuuki lächelte ihre Eltern an und drückte leicht die Hand ihrer Mutter.
„Natürlich macht euch keine Sorgen. Ich hatte den Traum früher ja schon öfter gehabt. Es ist wirklich alles okay.“, damit versuchte Yuuki das Thema abzuschließen und Mika, die sofort bemerkte, dass Yuuki nicht weiter über ihren Traum reden wollte, wechselte schnell das Thema in dem sie sich an ihren Vater wandte und fragte: „Sag mal Papa, wann kommen Onkel Kaien und Zero noch mal zu uns?“
Ihre Mutter begann derweilen langsam die leeren Schüsseln und Teller vom Frühstück zusammenzustellen, während Tadashi sich nun an seine Tochter wandte. „Mein Bruder und Zero kommen heute Abend, deshalb wäre es ganz gut wenn ihr eurer Mutter heute ein wenig im Haus helfen könntet.“
Yuuki und Mika nickten und sahen dann zu ihrer Mutter. „Klar helfen wir. Du musst uns nur sagen, was wir machen sollen.“, rief Mika aufgeregt und beantwortete die Bitte für Yuuki so gleich mit. Aimi lächelte.
„Das freut mich. Ihr könntet später noch die Betten im Gästezimmer beziehen. Doch jetzt könntet ihr mir erst mal ein paar Blumen aus dem Garten pflücken. Aber lasst euch Zeit. Schließlich ist heute so schönes Wetter. Das solltet ihr nochmal genießen.“, damit nahm sie einen Teil des Geschirrs und brachte es in die Küche. Auch Yuuki und Mika sprangen auf, halfen ihrer Mutter den Tisch abzuräumen und gingen dann fröhlich raus in den Garten.

Die Erwachsenen sahen den beiden nach. Dann ließ Aimi sich bei ihrem Mann auf dem Schoß nieder und sagte: „Yuuki fühlt sich bei uns richtig wohl. Sie denkt auch kaum noch an ihre unbekannte Vergangenheit. Ich bin froh, dass der Traum sie nicht mehr so sehr zu beschäftigen scheint.“
Tadashi schlang die Arme um seine Frau und erwiderte dann: „Da hast du Recht mein Schatz, Yuuki ist wirklich glücklich und sie versteht sich sehr gut mit Mika. Wenn ich daran denke, wie sie damals zu uns kam. Das war schon ein ziemlich überraschender Besuch gewesen, nicht wahr?!“

╬ Flashback ╬

Es klingelte an der Tür. Seine Frau brachte seine Tochter gerade ins Bett und las ihr noch eine Gute-Nacht-Geschichte vor, als Tadashi zur Tür ging und sich fragte, wer sie wohl jetzt noch besuchen wollte. Schließlich war es schon recht spät. Als er die Tür öffnete, stand sein Bruder vor ihm. Zusammen mit einem Jungen, der ihm einen freundlichen Blick zuwarf und ein schlafendes kleines Mädchen auf den Armen trug.
„Ja, was machst du denn hier, Kaien? Und dann noch mit Begleitung?“, rief er überrascht aus. „Hallo Tadashi, ich weiß es ist spät und wir haben uns lange nicht gesehen, aber könnte du uns vielleicht erstmal hereinkommen lassen?“, fragte Kaien leicht erschöpft, aber mit einem Lächeln im Gesicht. Tadashi war etwas verwirrt über das Verhalten seines Bruders, warf aber nur einen kurzen Blick auf die Fremden, wobei ihm sofort auffiel, das es sich bei dem Jungen um einen Vampir handelte und trat dann sogleich zur Seite, um die drei rein zu lassen.
Er schloss gerade die Tür hinter ihnen, als seine Frau in den Flur trat und nun überrascht ihren späten Besuch musterte. „Ja Kaien, was machst du denn hier?“, fragte sie ihren Schwager. Kaien sah auf und schenkte ihr ein freundliches Lächeln. „Hallo Aimi. Es tut mir leid euch heute Abend noch zu stören. Wo ist denn meine Nichte?“, fragte er und sah sich nach der Kleinen um.
Aimi lachte und trat dann auf die beiden Männer zu. „Ich habe sie gerade ins Bett gebracht, schließlich braucht sie den Schlaf. Aber lasst uns doch alle erst mal ins Wohnzimmer gehen. Dort können wir in Ruhe reden.“ Daraufhin ging Tadashi vor, doch als Kaien an Aimi vorbeiging, fiel ihr Blick auf den fremden Jungen und das kleine schlafende Mädchen.
° Aber das ist doch ein Vampir. Mit einem kleinen Mädchen? °, dachte sie verwirrt, folgte aber, nachdem der Junge mit einem leichten Nicken an ihr vorbei gegangen war, allen ins Wohnzimmer.
Dort setzte sich Kaien zusammen mit dem fremden Jungen, der das Mädchen neben sich legte, auf das Sofa, während Tadashi sich auf einen Sessel setzte und seine Frau auf den Schoß nahm. Die Blicke von Aimi und Tadashi wanderten nun leicht neugierig und verwirrt zwischen Kaien und den beiden Fremden hin und her.
Da räusperte sich Kaien schließlich leise und beantwortete die ungestellte Frage: „Ich möchte euch kurz meine Begleitung vorstellen. Das ist Kaname Kuran.“ Damit deutete er auf den Jungen, der leicht seinen Kopf zu dem Ehepaar neigte, welche ihn nun überrascht musterten.
Aimi konnte es nicht glauben und fragte: „Ein Reinblüter der Familie Kuran?“ Daraufhin richtete Kaname sich leicht auf. „Ja, ich bin der letzte Erbe der Familie Kuran. Meine Eltern kamen letzte Nacht ums Leben. Mehr kann ich ihnen dazu leider nicht sagen. Doch ich habe eine Bitte an sie.“
Verwirrt sah Tadashi nun zu seinem Bruder, doch der schüttelte nur leicht den Kopf. Daraufhin wandte sich Tadashi an Kaname: „Und was genau möchten sie von uns?“ Da strich Kaname dem kleinen Mädchen kurz durchs Haar, bevor er seinen Blick fest auf das Ehepaar richtete.
„Kaien Cross hat mir gesagt, dass sie bereits ein Kind adoptiert haben und sie sich wahrscheinlich auch um ein weiteres Kind kümmern würden. Meine Bitte besteht also darin, dass sie Yuuki adoptieren.“, erklärte Kaname und zeigte dabei auf die schlafende Gestalt neben sich. Überrascht sahen Aimi und Tadashi sich an, blickten dann zu dem kleinen Mädchen, zu Kaien Cross und schließlich zu Kaname zurück.
Da räusperte sich letzterer kurz und fügte hinzu: „Kaien Cross hat mir auch von Mikas Umständen erzählt und ich bin mir sicher ihr helfen zu können. Ich würde ihr in kleinen Mengen mein Blut zu trinken geben. Im ersten Jahr jeden Monat und dann nur noch alle halbe Jahr. Damit wird sie genauso kräftig und gesund, wenn nicht sogar noch stärker, wie jedes andere Mädchen. Das wäre sozusagen meine Gegenleistung dafür, dass sie sich Yuuki annehmen. Wären sie damit einverstanden?“
Tadashi sah seinen Bruder entsetzt an und fragte: „Wie konntest du ihm das alles nur verraten, Kaien?“ Doch dieser seufzte nur leise auf und meinte dann: „Ich vertraue Kaname-kun vollkommen. Außerdem habe ich seiner Mutter etwas versprochen. Leider kann ich mich nicht selbst um sie kümmern, werde ich doch immer noch sehr genau von dem Hunter Verband überwacht und wir, das heißt Kaname-kun und ich, möchten nicht zu viel Aufmerksamkeit um Yuuki erwecken. Auch hätte ich im Moment kaum die Zeit mich um so ein kleine Mädchen richtig zu kümmern. Daher bitte ich euch seine Bitte und sein Angebot anzunehmen. Damit würdet ihr auch Mika helfen können.“
Da stand Aimi auf, bevor ihr Mann noch etwas erwidern konnte, trat langsam zum Sofa hinüber und kniete sich davor nieder, um sich Yuuki genauer anzusehen. „Das scheint ein ganz normales kleines Mädchen zu sein. Wenn ich richtig schätze, müsste sie im selben Alter wie Mika sein, also etwa fünf Jahre alt.“, sagte sie und sah dann zu Kaname auf, der ihrem Blick leicht abwartend begegnete.
„Warum möchten sie Mika helfen gesund zu werden? Nur um einem kleinen Menschenmädchen eine Familie zu besorgen?“, fragte sie verwirrt. Da fing er an zu Lächeln und antwortete: „Weil Yuuki sehr wichtig für mich ist und weil Mika für Yuuki noch sehr wichtig werden könnte.“

╬ Flashback Ende ╬

Er sah seine Frau an und sagte: „Nachdem er uns alles erklärt hat oder eher alles, was er bereit war zu sagen, haben wir sie ja schließlich aufgenommen und es auch nie bereut. Damals war Yuuki die erste Zeit zwar sehr schweigsam und wir dachten ja erst schon, dass sie überhaupt nicht sprechen kann, aber Mika hat sich richtig gut um Yuuki gekümmert und durch ihre Freundschaft fasste Yuuki schließlich doch Vertrauen zu uns. Kein Wunder, dass die beiden so ein gutes Verhältnis zu einander haben. Allerdings bin ich froh, Yuuki ihr Geheimnis niemals erklären zu müssen. Das wird er später übernehmen.“
Seine Frau seufzte und stand auf. Dann ging sie zur Spüle und fing an das Geschirr zu waschen. „Da hast du ja Recht. Und dank ihm geht es Mika auch wirklich gut. Ihr schwacher und kranker Körper wurde dank ihm geheilt. Sein Blut hat Mika all die Jahre wirklich geholfen. Ich wünschte nur, Yuuki könnte eine leichtere Zukunft haben. Aber das liegt leider nicht in unserer Macht. Es ist nun mal ihre Herkunft und diese Bürde wurde ihr schon bei der Geburt auferlegt. Trotzdem bin ich froh sie meine Tochter nennen zu können. Deshalb ist es aber auch wichtig, dass wir nachher mit Kaien darüber reden, dass die Mädchen möglichst bald an die Cross Akademie kommen. Anders wird Yuuki ihr Schicksal nicht erfahren können. Ich werde sie zwar vermissen, aber es geht nicht anders.“, sagte sie und schluchzte leise auf.
Da stand Tadashi auf und trat zu seiner Frau an die Spüle. Er nahm sie in die Arme und drückte sie leicht an seine Brust. Dann sprach er beruhigend auf sie ein: „Es ist ja gut. Ich verstehe dich und mir fällt es auch nicht leicht, die beiden gehen zu lassen. Aber wir wussten damals schon, dass es so kommen würde. Außerdem können wir Yuuki nicht ganz alleine zur Akademie schicken. Mika muss auch mit. Sie ist für Yuuki eine zu große Stütze und darf ihr nicht fern sein. Natürlich könnte Mika dann auch von ihrer wahren Herkunft erfahren, aber dass wäre auch richtig. Schließlich kann es nicht ewig so weitergehen. Sie sollen nicht für immer mit Lügen leben. Ohne je ihre wahren Familien kennen gelernt zu haben.“
Seine Frau nickte und sah dann wieder auf. „Du hast Recht. Und jetzt werden wir alles für den Besuch vorbereiten.“, sagte sie, wischte sich die Tränen weg und ging dann wieder an die Arbeit. Auch Tadashi verließ nun die Küche, um zur Arbeit zu gehen.

* Yuuki (bedeutet: Schnee) Kurosu ist 15 Jahre alt, hat kurze dunkelbraune Haare und schokoladenbraune Augen. Sie ist im Alter von 5 Jahren von der Familie Kurosu adoptiert worden.

* Mika (bedeutet: Der neue Mond) Kurosu ist 15 Jahre alt, hat lange, rote Haare und lavendelgraue Augen. Sie ist Yuukis Adoptivschwester.

* Aimi (bedeutet: Liebe und Schönheit) Kurosu ist Yuukis Adoptivmutter. Sie ist eine ehemalige Vampir Hunterin.

* Tadashi (bedeutet: Gerechtigkeit) Kurosu ist Yuukis Adoptivvater. Er ist ein ehemaliger Vampir Hunter. Sein Bruder ist Kaien Cross.
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Jetzt kommt noch die...

╬ Vamps-Kommi-Ecke ╬

Yuuki: Hallo ich bin Yuuki und...
*wird unterbrochen*
Mika: Das wissen doch schon alle.
Yuuki: Aber...
*wird erneut unterbrochen*
Mika: *schnaub* *arme verschränk* Nichts aber. Erklär lieber, was wir hier machen.
Yuuki: *seufz* Okay. Also hallo alle ihr da draußen. Wir, die geliehenen und auch selbsterfundenen Charas aus dieser FF von Chellie werden uns am Ende jedes Kapitels in der Vamps-Kommi-Ecke zu Wort melden, um noch das zu sagen, was wir euch gerne mitteilen möchten. *wird wieder unterbrochen*
Mika: Was redest du da für einen Quatsch. *fies grins* Hier wollen wir über die Autorin herziehen, wenn sie so einen totalen Müll schreibt. *lach* *erstarrt und mit riesen Augen auf den Namen starr* *schreit* VAMPS-KOMMI-ECKE?!!!! Wer hat sich diesen dämlichen Namen ausgedacht?!
Yuuki: *ganz klein und schüchtern* Unsere Autorin.
Mika: *schreit* Hat die nenn Rad ab! Die tickt wirklich nicht richtig. Und das Bild, das sie von mir hier reinstellen wollte, war auch grässlich. Das sah überhaupt nicht wie ich aus.
Yuuki: *verwirrt ist* Aber das Bild ist doch toll. *euch das Bild zeig* (Link: http://2.bp.blogspot.com/_HWU3wX2cDLQ/SF9bpkPu-9I/AAAAAAAAClo/7FQ6H-JqJEA/s400/anime_girl_butterflies.jpg)
Mika: *schnaub* Das ist ja auch das Bild, was ich reingestellt habe, nachdem ich das von der Autorin gelöscht habe. Was glaubst du denn? Als ob diese INKOMPETENTE, TOTAL VERBLÖDETE Autorin auch nur ein halb so gutes Bild von mir gefunden hätte. *schreit* Die ist einfach nur NUTZLOS!
Yuuki: *erschrocken Mikas Hasstirade mit anhört*
Aimi und Tadashi: *kommen dazu, schnappen sich Mika und schleifen sie weg*
Mika: *versucht sich loszureißen* Nein, lasst mich. Ich bin noch nicht fertig. *stimme wird immer leiser*
Yuuki: *ihnen hinterher sieht* *euch zu wendet und sich verbeugt* Nun entschuldigt für Mikas Ausbruch. Sie ist noch ganz neu und muss sich erst mit dieser ganzen Situation zu Recht finden. Aber sie kann die Autorin eigentlich richtig gut leiden. *sich plötzlich umdreht*
Mika: *schreit von ganz weit weg* Ich glaub du spinnst! Als ob ich die mögen würde!
Tadashi: Mika sei endlich still. *Klebeband auf Mikas Mund kleb*
Aimi: Genau Mika, so etwas solltest du nicht sagen. Die arme Chellie.
Mika: ...mmh...mmmhh...mh... *bekommt kein Wort raus* *bekommt roten Kopf*
Yuuki: *sich wieder zu euch umdreht* *sich räuspert* Also im Namen von allen Charas und der Autorin. Wir hoffen sehr, dass euch dieses erste Kapitel gefallen hat. Und wir bieten euch um eure Meinung. Also klickt doch nun bitte auf den Review schreiben Button und hinterlasst uns ein kleines Kommi. Vielen Dank. *sich verbeug* Bis zum nächsten Mal. *wink*
Aimi und Tadashi: *sich neben Yuuki stellen* *winken*
Mika: .... *immer noch geknebelt*