Blaue Rosen

GeschichteDrama / P16 Slash
Amshel Goldsmith Karl Fei-Ong Solomon Goldsmith
05.07.2010
05.02.2013
4
7548
 
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Hallihallo!
Dies ist meine erste FF und ich hoffe sie gefällt euch.
Ich habe versucht die Geschichte in ein bisschen in den Plot einzubetten, musste dabei aber auch einiges verändern, also wundert euch nicht.

Disclaimer: Die Charaktere dieser Fanfiction gehören nicht mir und ich verdiene auch kein Geld damit.

Warnungen: Leichtes Yaoi, zeitliche Verschiebungen, Amshel am experimentieren (ja, das braucht auch eine Warnung), leichtes OOC (besonders bei Karl am Anfang)

Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen!
*Kekse als Opfergabe hin stell*








_______________________________________

„NEIN!“ und damit schlug Solomon seine flache Hand auf den edlen Eichenholztisch. Amshel, der im gegenüber saß war innerlich erstaunt über die Reaktion des Blonden, was jedoch wie immer nicht durch seine Fassade zu sehen war, sondern nur ein leichtes zucken der dünnen Augenbrauen.
„Wieso nicht? Er hat einen starken Willen, für einen Menschen. Wieso regst du dich überhaupt so auf?“, gab der ältere Goldsmith kühl, aber doch mit leichtem Interesse von sich.
Solomon atmende einmal tief durch und schloss für kurze Zeit die Augen.
'Ja, wieso eigentlich... Wieso reg ich mich eigentlich so auf?! Sollen sie doch Karl zu einem von uns machen... aber doch nicht gegen seinen Willen!' überlegte er.
„Amshel... ich halte es einfach für keine gute Idee, ihn zu einen Chevalier zu machen, ohne seine volle Zustimmung. Außerdem...“ er machte eine kurze Pause „... scheint Diva gar nicht so interessiert an ihm zu sein.“
„Diva nicht, aber ich! Wir haben Experimente an normalen Cheropterna und an den Shiff durch geführt, doch noch niemals an einem Chevalier.“
Solomon senkte den Blick und wandte sich zum gehen.
„Solomon, hast du etwa Angst, dass Diva ihn lieber mögen würde als dich?“ kam die spitze Frage von dem Braunhaarigen. Angesprochener blieb kurz stehen, wollte sich wieder zu seinem Vorfahren umdrehen, ließ es aber doch bleiben und ging aus dessen Büro, ohne Amshel eine Antwort zu geben.

Draußen, ein Stück den den Gang hinunter blieb er stehen und lehnte sich erschöpft an die Wand.
'Was soll ich nur machen...? Ich habe kein gutes Gefühl bei der Sache. Amshel kann man auch von nichts abhalten, was er sich in den Kopf gesetzt hat.'
Im nächsten Moment schwang eine der unzähligen Türen, die zu dem Korridor führten auf und ein schlanker Vietnamese mit kinnlangen schwarzen Haaren trat durch sie hindurch. „Karl“,schoss es Solomon sofort durch den Kopf und etwas trauriges lag auf einmal in seinem Blick.
„Hallo Herr Solomon.“, begrüßte ihn der Asiate höflich und verbeugte sich leicht.
Der Blonde stieß sich von der Wand ab und erwiderte die Begrüßung mit einem „Hi!“, wobei er versuchte es fröhlich klingen zu lassen, was aber nicht so recht gelang.
„Wenn mir die frage gestattet ist, was bedrückt sie?“
„Oh nichts, es ist alles in Ordnung.“, log Solomon hastig. Etwas zu hastig, da Karl seinen Kopf leicht schief legte und eine nachdenkliche Mine aufsetzte.
„Wirklich, es ist alles in Ordnung.Außer... Dass du mich nicht 'Herr Solomon' nennen sollst. Wie oft muss ich denn noch betonen, dass wir Freunde sind?“
Bei den letzten Teil musste der Chevalier grinsen und jenes sprang gleich auf die Züge vom Schwarzhaarigen über.
Nun legte der vermeintlich Jüngere einen Arm um den Schulter seines Kollegen und zog diesen an sich.
Karl war zwar mittlerweile recht gut  mit Solomon befreundet, doch trotzdem legte sich ein leichter, rosa Schimmer auf seine Wangen, als er die nähe und wärme des anderen spürte und musste unwillkürlich verlegen zur Seite schauen.
Dem Blonden viel dies allerdings nicht auf, stattdessen fragte er: „Wollen wir in mein Büro gehen? Ich habe noch so einiges an Schreibkram von Nathan auf geschwatzt bekomme. Du könntest mir dabei doch bestimmt behilflich sein, oder?“ Er erntete nur ein stummes nicken und schon zog er   den Asiaten mit sich mit.

In den Büro setzten sie sich an Solomons geräumigen Schreibtisch jeweils gegenüber und bearbeiteten einige Dokumente.
Der Raum war eher dem nutzen nach eingerichtet, es standen außer einigen Schränken und einer einsamen Zierpflanze nur noch zwei alte Fotos herum.
Das eine Bild war ein sehr altes Foto von der Familie Goldsmith. Im Hintergrund war der 'Zoo' zu sehen, davor standen etliche Bedienstete und zwei Herren, der eine hatte seine rechte Hand auf den Kopf eines hübschen, jungen Mädchens mit scheinbar schwarzen langen Haar gelegt und lächelte glücklich. Der andere Mann, der einen sehr ruhigen Gesichtsausdruck hatte, sah Amshel zu verwechseln ähnlich. Karl hätte ihn sogar für jenen gehalten, wenn er nicht wüsste, dass die Aufnahme schon so einige Jahre älter wäre, so alt, das Amshel gar nicht mehr hätte leben dürfen.
Das andere Bild lag immer wenn er im Büro des Blonden war mit der Bildfläche nach unten, so dass man nur die Rückseite des Rahmens bewundern konnte, bis jetzt.
'Er ist so in seine Arbeit versunken... Da kann ich wohl einen Blick riskieren.', dachte sich der Schwarzhaarige und beugte sich ein bisschen vor um durch die Reflektion des Glases besser sehen zu können.
Er erschrak auf der stelle!
Auf dem Bild war ein Solomon abgebildet, genau so jung und gut aussehend wie er ihm gegenüber saß. Nur eine Sache viel sofort ins Auge; Er trug eine Uniform... eine Uniform, wie sie zur Zeit des Zweiten Weltkrieges getragen wurde! Das war schon einige Jahre her und es sind keine durch Krieg oder altersbedingte Veränderungen an ihm zu sehen. 'Wie kann das sein? Wir befinden uns im  Vietnamkrieg... dass sind sind zu viele Jahre... Er hat sich gar nicht verändert!' Durch das ruckeln eines Freundes am Tisch aufmerksam geworden, schaute der Blonde von seiner Arbeit auf.
Er sah in die vor Schreck weit aufgerissenen dunkelbraunen Augen, die schon schwarz zu seinen schienen seines Gegenübens, dann zum Bild und wieder zurück.
'Oh nein, Karl hat doch nicht... oder etwa doch? Na ja, jetzt das Bild wie üblich hin zulegen wäre mehr als verdächtig.', dachte der Eigentümer des Bildes bei sich.
Nach dem Solomon sich wieder gedanklich beruhigt hatte, setzte er den für ihn typischen freundlichen Gesichtsausdruck auf und frage unschuldig: „Karl, ist irgend etwas? Geht es dir gut?
Soll ich dir ein Glas Wasser holen?“
Der Angesprochene schütteltet nur leicht den Kopf zur Verneinung.
„Es... es geht mir gut, wirklich. Aber könntest... sie... du... ähm... mir bitte erklären...?“, stotterte er und deutete auf das Bild. 'So Karl, wert  jetzt nicht hysterisch... ganz ruhig, ein und aus atmen, dass alles hat bestimmt einen Grund.', versuchte er sich selber zu beruhigen.
„Ach das Bild... Ja ähm... das war zum Fasching letzten Jahres...“, sagte der Blonde sichtlich unsicher und kratzte sich mit einer Hand hinter dem Kopf.
Der Asiate schaute mehr als nur ungläubig. 'Letzten Fasching? Soll das ein Witz sein? Erstens mal wir befinden uns hier mitten im Krieg und es ist sowie so schon ein wunder, dass es hier einen  französischen Pharmakonzern gibt. Zweitens... Mit der Uniform hätte man ihn gleich erschossen!'
Die innere Stimme im Kopf des Schwarzhaarigen fiebste jetzt schon fast, so hoch war sie.
Sein Blick muss wohl Bände gesprochen haben, denn als Solomon diesen bemerkte beugte dieser sich vor, über den Tisch und hielt sein Gegenüber sanft an den Oberarmen fest.
Karl konnte jetzt nun nicht mehr anderes als in die beruhigenden olivfarbenen Irden des anderen zu gucken. Das Gesicht des Franzosen kam seinem immer näher, wollte anscheinend nicht zum stoppen kommen, bis er schon dem Atem des Anderen auf seiner Haut spürten konnte.
Schlagartig lief Karl knallrot an und sein Herz hämmerte wie wild gegen die Rippen.
Schnell schaute er zur Seite, wie schon auf dem Flur.
Solomon selber hatte einen leichten Rotschimmer auf den Wangen, als er sah wie der Schlitzäugige seinen purpurnen Kopf schüchtern von ihm weg wand.
Bis der Blonder wieder richtig denken konnte verging eine weile, in der die beiden sich auch nicht nur einen Zentimeter bewegt hatten.
Dann lehnte sich Solomon wieder zurück, als ihm noch etwas einfiel...
„Du, Karl... Ich muss dir da noch etwas sagen...“
Sofort schaute der Angesprochene aufmerksam auf, jede Ablenkung, von seinen Gedanken war ihm recht.

__________________________
So, das war es vorläufig auch.
Was Solomon Karlchen sagen muss, dass kommt dann im nächsten Kapitel.
Danke fürs lesen.