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Die Rache des Feuerdämons

GeschichteFantasy, Horror / P18 / Gen
Bill Conolly Jane Collins John Sinclair Sheila Conolly Suko
25.06.2010
21.05.2017
12
16.208
 
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.06.2010 1.861
 
Danke erstmal für eure beiden Rewviews. Ich freue mich, dass wenigstens 2 Leser diese Geschichte hier lesen. Schde, dass es nicht mehr sind, aber immerhin.
Was deine Frage betrifft: Ich weiß nicht, ob Wilson einen Hut trägt. Ich kenne die Serie nur als Hörspiele und da wird er nie mit Hut dargestellt. Ist aber auch egal. Sicher ist, dass diese FF noch sehr spannend wird, auch wenn es zumindest in diesem Kapitel noch nicht danach aussieht.
Über weitere Reviews von euch freue ich mich. Doch wäre es schön, wenn du Makorra, deine Reviews ein wenig mit Inhalt füllen würdest. Also auf die einzelnen Kapitel eingehen würdest, denn das du die FF super findest und den Schreibstil auch, hast du ja jetzt schon mehrmals geschrieben. Soll jetzt kein Meckern sein, sondern nur ein gut gemeinter Hinweis.
Dann wünsche ich euch noch viel Spaß beim Weiterlesen und bin gespannt auf eure Meinung.

"Autsch, sind Sie verrückt geworden? Was fällt Ihnen ein?", ertönte die wütende Stimme von Sir James, die mich völlig aus meinem begonnenen Arbeitseifer riss. Verwundert drehte ich mich um, stand auf und öffnete die Tür. Ein kleines Schmunzeln huschte über meine Lippen, als ich Sheila bemerkte, die meinen Vorgesetzten und Freund ziemlich verzweifelt anblickte. Doch ich hatte kaum Zeit mich zu wundern, als eine kleine Gestalt auf mich zu sprang: "Onkel Joooooohn!!!", jubelte der kleine Junge und warf sich mir überglücklich in die Arme. "Johnny! Du bist groß geworden. Ich hoffe du bist brav gegenüber deiner Mutter gewesen", begrüßte ich mein Patenkind und wirbelte ihn leicht im Kreis herum. Johnny lachte überglücklich und hielt sich an meinen Schultern fest. "Er hat dich wirklich sehr vermisst, John", bemerkte Sheila leise und lächelte ihrem kleinen Sohn zufrieden zu. Durch die Jagd auf Geister und Dämonen hatte sie früh genug lernen müssen, was Leid bedeutete. Umso mehr freute es sie daher, wenn ihr Sohn und ihr Mann ebenso wie John, zu dem sie ein recht brüderliches Verhältnis hatte, sich freuten und glücklich waren. "Jaah, das merke ich und schwer geworden ist er auch", erwiderte ich und setzte mein Patenkind wieder auf dem Boden ab. "Nun komm schon, er hat dich jetzt so lange nicht gesehen. Da wirst du es ihm wohl kaum übel nehmen, oder?" Ich lächelte Sheila zu und wusste, dass ich nichts zu sagen brauchte, denn sie kannte die Antwort selbst gut genug. "Aber nun zu dem Grund warum wir hier sind: Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag. Komm, Schatz, gratulier deinem Onkel auch", wandte sich die junge Frau liebevoll an Johnny, was dieser auch bereitwillig tat. Der kleine Junge war um jeden Moment froh, den er mit seinem großen Helden zusammen sein konnte.

Wenige Minuten später saßen wir in meinem Büro. Der kleine Kuchen war bereits angeschnitten. Sheila blickte interessiert in Richtung meines PCs. "Kim Lion? Wer ist das?", wollte sie verwundert wissen. "Doch wohl hoffentlich nicht eine von deinen vielen Freundinnen, von denen Jane nichts weiß?" Sie lachte vergnügt. Ich sah sie ernst an: "Nein, sie ist vor kurzem von einem Dämon namens Atimo angegriffen worden. Sie lebt nicht mehr", sagte ich leise und begann ihr in Kurzfassung von den Erlebnissen zu erzählen. Sheila, die selbst Opfer von mindestens einem Dämon geworden war, hob ein wenig verängstigt die Augen. "Du wirst ihn doch hoffentlich schnappen können, oder?" Ich zuckte mit den Schultern. "Bisher wissen wir nicht viel über ihn. Suko müsste gleich eintreffen. Er wollte mit Inspektor Wilson sprechen um mehr in Erfahrung zu bringen." "Au ja, gehen wir auf Dämonenjagd, Onkel John?", mischte sich nun Johnny voller Begeisterung ein. Sheila schüttelte auf diesen Kommentar prompt den Kopf und blickte ihren Sohn entrüstet an. Dieser schien das jedoch gar nicht zu realisieren und trällerte: "Wenn ich einmal so groß bin wie du, werde ich auch gegen die Geister kämpfen." Sheila blickte bestürzt zu Boden. Ich ahnte, wie sie sich fühlen musste, denn auch Johnny war bereits schon einmal mit einem Dämon in Berührung gekommen. So behutsam wie möglich antwortete ich: "Ich bin überzeugt, dass du es später gut machen wirst, aber vorerst ist das noch nichts für dich. Du willst doch deiner Mutter keine Sorgen machen, oder?" Johnny blickte traurig zu Boden. Um einen Weinanfall zu verhindern, winkte ich ihn zu mir und ließ ihn auf meinem Schoß Platz nehmen. Kaum hatte sein kleiner Körper den Meinen berührt, strahlte er schon wieder und schwieg. In diesem Moment öffnete sich die Tür und Suko stürmte mit aufgeregter Miene herein. Er blickte sich um, begrüßte die Conollys und meinte dann verwundert: "Was ist mit Bill? Ist der noch in der Redaktion?" "Ja, Bill ist...", setzte Sheila an, doch Johnny rief fröhlich dazwischen: "Daddy kommt auch gleich. Er musste noch was nachsehen." Den leicht angesäuerten Blick von Sheila ignorierte Johnny in seiner kindlichen Begeisterung gekonnt. Sheila seufzte leise. Dann würde es wohl nichts mit der nächsten Überraschung, die Johnny eindeutig verpatzt hatte. Aber lange würde sie es ihrem Sohn sowieso nicht übel nehmen, denn schließlich war er einfach noch zu klein, um solche Dinge begreifen zu können. "Alles Gute zum Geburtstag, Kumpel", meinte Suko und rettete mich aus dieser so peinlichen Situation. Er ging auf mich zu und schüttelte mir freundschaftlich die Hand. "Und hier ist dein Geburtstagsgeschenk", fuhr er dann fort. Er überreichte mir ein kleines längliches Päckchen, was sehr schlicht gehalten war. "Ein Geschenk, für mich?", tat ich erstaunt, was bei den Anwesenden für Gelächter sorgte. Langsam legte ich das Päckchen auf den Tisch und öffnete es vorsichtig. Zum Vorschein kam ein fast durchsichtiges Stück Stoff, was sich beinahe wie Seide anfühlte. "Das ist eine neue Entwicklung unserer Sonderkommission des Technikbereichs. Angeblich soll der Tarner für wenige Sekunden unsichtbar machen. Man soll ihn jedoch nur benutzen, wenn es wirklich nötig ist", informierte Suko. Völlig in Gedanken fragte ich mich, was wohl passieren würde, wenn man ihn einfach so ausprobierte. Doch schnell verwarf ich diesen Gedanken wieder, denn wenn mit schwarzen Mächten nicht zu spaßen war, dann war es ziemlich sicher, dass man die guten Mächte nicht herausfordern sollte. "Danke, Suko. Das wäre doch nicht nötig gewesen." "Oh doch, Alter. So oft wie du schon in der Klemme gesteckt hast...", erwiderte der Chinese und grinste. Wieder klopfte es. Nachdem ich meine Bestätigung gegeben hatte, betrat Jane mit einem leicht verwahrlost aussehenden Mann das Büro. Dieser ließ misstrauisch seinen Blick schweifen und schien damit alle Anwesenden zu mustern. "Hallo zusammen. Wir wären eigentlich schon viel früher da gewesen, doch der Londoner Verkehr wollte mal wieder anders als wir wollten", begrüßte Jane uns. Sofort rückten wir alle zusammen und jeder von uns merkte, wie es deutlich voller und enger wurde. "Jane, wer ist das?", wollte nun Suko wissen. "Das ist Larry Brewster. Er arbeitet als Lehrer an einer Schule für sozialschwache Kinder. Das", sie deutete auf Sheila und Johnny, "sind Sheila und Johnny Conolly. Der Mann mit den Schlitzaugen ist Inspektor Suko und der Große ist John Sinclair, von dem ich dir schon erzählt habe." Larry musterte uns alle der Reihe nach. Er war ein wenig verwundert, denn irgendwie sah das Ganze so gar nicht nach Yardarbeit sondern eher nach einer Art Familientreffen aus. Sein Blick blieb auf meinem Pult hängen, wo der Tarner lag. "Und Sie sind also der große Geisterjäger, John Sinclair, ja?", meinte er mit leicht höhnischem Unterton. Jeder andere Mensch wäre bei diesen Worten wütend geworden, doch merkwürdigerweise verstand ich ihn nur allzu gut. Schließlich hatte die Technik den Glauben an das Übernatürliche verdrängt und somit wusste niemand, dass es tatsächlich existierte. Somit nahm ich ihm seinen Kommentar keinesfalls übel und meinte nur: "Ja, der bin ich. Hören Sie, ich weiß, es klingt merkwürdig, doch ich fürchte, wenn Sie wirklich erfahren wollen, wie Ihre Freundin gestorben ist, dann müssen Sie schon mit mir vorlieb nehmen." Larry Brewster blickte noch immer ungläubig drein: "Geisterjäger, ja? Pah. Das Ganze hier ist doch nur ein Familientreffen auf Kosten unserer Staatsgelder. Vielleicht sogar eine Art Sektenvereinigung, die vom Yard unterstützt wird", meinte er dann. "Larry, bitte!", wetterte nun Jane los. "Bitte entschuldigt. Er ist sonst total gutmütig und lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen." "Hören Sie, Mr. Sinclair. Ich weiß ja nicht, was hier gespielt wird, aber ich glaube nur das, was ich wirklich sehe und bisher sehe ich hier niemanden rumspuken, der ein Zeichen oder ein Schild auf dem Rücken hat, auf dem steht: "Ich bin der böse Geist, der deine Freundin Kim Lion umgebracht hat."" "Ich kann verstehen, wie Sie sich fühlen, Mr. Brewster, doch ich fürchte, Sie werden noch früh genug mit dem Übernatürlichen in Kontakt kommen, wenn Sie wirklich wollen, dass ich Ihnen helfe", entgegnete ich einigermaßen ruhig. Sein höhnischer Unterton ging mir langsam aber sicher ein wenig auf die Nerven und lange würde ich das wohl nicht mehr durchhalten. Larry Brewster wollte gerade etwas erwidern, als es erneut klopfte und nun Bill für die nächste Ablenkung sorgte. Obwohl dieser ja unwissentlich angekündigt worden war, war meine Freude über sein Kommen umso größer. Ich erhob mich und begrüßte meinen besten Freund mit einem Schlag auf den Rücken, der prompt von ihm erwidert wurde: "Soso, mein Alter hat sich also erlaubt, wieder ein Jahr älter zu werden", scherzte er gut gelaunt. "Ich bin bei der Polizei und brauche somit keine Lizenz dafür", konterte ich und alle außer Larry Brewster lachten. "Oh verdammt, wir haben keine Stühle mehr frei", wandte nun Sheila ein und warf ihrem Mann einen entschuldigenden Blick zu. Dieser küsste sie liebevoll und ließ sich lässig auf der Tischkante nieder. "Und wer sind Sie? Jetzt erzählen Sie mir nicht, Sie seien sowas wie ein Geisterbeschwörer, den Sinclair nötig hat, um hinterher auf die ach so bösen Dämonen Jagd zu machen." "Ich bin Bill Conolly. Ich bin der Vater von Johnny und der Mann von Sheila", stellte sich mein Freund freundlich vor. Er warf mir einen fragenden Blick zu. "Er hat vor Kurzem seine Freundin verloren und glaut noch nicht an Geister. Ich fürchte, so wie er drauf ist, werden wir noch viel Spaß mit ihm kriegen", raunte ich ihm leise zu. Bill nickte verstehend und hob ein wenig genervt die Augenbrauen. Natürlich war er dieses Verhalten von seinen Mitmenschen gewohnt, doch hatte er sich das Zusammentreffen mit seinem besten Freund und vor allem mit diesem fremden Mann, den er ja so gar nicht kannte, eigentlich ein wenig anders vorgestellt. Nun wurde auch Bill von dem Lehrer argwöhnisch gemustert. Ein ungutes Gefühl machte sich in mir breit und ich befürchtete, dass dieser Mann uns noch so manchen Strich durch die Rechnung machen würde, ja wenn nicht sogar unsere Arbeit behindern würde. Doch ahnte ich in diesem Moment nicht, wie Unrecht ich Mr. Brewster tat und dass meine Befürchtungen eine ganz andere Wendung nehmen würden.
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