Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Die Rache des Feuerdämons

GeschichteFantasy, Horror / P18 / Gen
Bill Conolly Jane Collins John Sinclair Sheila Conolly Suko
25.06.2010
21.05.2017
12
16.208
 
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
25.06.2010 597
 
Im Woodsidepark angekommen, setzten Jane und Larry sich auf eine der zahlreichen Bänke. "Sag mal, was war Kim eigentlich für ein Mensch?", wollte Jane wissen und blinzelte in die Sonne hinein. "Kim war einmalig. Sie war sehr sozial engagiert und wann immer sie konnte, hat sie hilfsbedürftigen Leuten geholfen. Sie war so sanft und liebevoll. Sie konnte einfach niemandem etwas zuleide tun", erzählte Larry und lächelte traurig. Jane nickte. Diese Menschen waren oft beliebte Opfer von Dämonen, das wusste die Detektivin sehr genau. "Komm, sehen wir uns ihre Überreste an. Dann kannst du dich von ihr auch besser verabschieden", sagte die Detektivin nach einer kurzen Pause und erhob sich.

Einige Minuten waren vergangen und Larry stand noch immer vor dem Behältnis, in dem sich das kleine Häufchen Asche befand, das einst seine Freundin gewesen war. Larry hatte viel geweint und Jane versuchte immer wieder, ihn zu trösten, obwohl sie wusste, dass es zwecklos war. Ihr würde es genauso gehen, musste sie sich im Stillen eingestehen, wenn sie einen geliebten Menschen verloren hätte. Langsam trocknete sich Larry die Tränen. Doch plötzlich erblickte er aus dem Augenwinkel etwas Merkwürdiges. Vom Kiosk her, der ca. 30 Meter von ihnen entfernt war, näherte sich ihnen eine Frau. Larry hatte diese Frau noch nie gesehen. Sie sah nicht schlecht aus, doch irgendwie fürchtete sich der junge Lehrer vor ihr. Hätte man ihn damals gefragt, was der Anlass dafür sei, so hätte er keine Antwort geben können. Jane schien die Frau noch nicht bemerkt zu haben, denn sie blickte sich noch immer im Park um. Die Frau schritt langsam auf Jane zu und kniete sich dann vor einem kleinen Busch nieder. Langsam hob sie ihre Hände und begann etwas zu malen. Larry hob erstaunt die Augenbrauen. Doch er hatte kaum Zeit, sich zu wundern, als die merkwürdige Gestalt auch schon wieder zu ihrer vollen Größe aufgerichtet war. Vorsichtig stupste der junge Lehrer Jane an: "Wer ist das?", fragte er und deutete mit dem Finger auf die Frau. Jane warf ihm einen verwunderten Blick zu und sah dann auf die Stelle, auf die Larry gedeutet hatte. Ihre Augen begannen hasserfüllt zu funkeln. Es war Lupina, die Königin der Werwölfe. Die Frau, die Jane einst ihren Freund wegnehmen wollte und mit der die Detektivin deshalb noch eine Rechnung offen hatte. "Was ist denn? Du kennst sie?", Larrys Verwunderung wurde immer größer. "Wir sind nicht gerade die besten Freundinnen. Lupina hat versucht, mir John auszuspannen. Ich möchte nur wissen, was sie hier will." Larry zuckte mit den Schultern. In diesem Moment entfernte sich Lupina genauso unauffällig, wie sie gekommen war. "Sie hat vor dem Busch irgendwas gemalt", meinte Larry und machte eine wegwerfende Handbewegung. Jane näherte sich der besagten Stelle, hockte sich hin und begann die Zeichnung näher zu betrachten. Jemand vorbeigehendem wäre sie wohl auf Anhieb nicht aufgefallen. Larry war hinter sie getreten und blickte ihr ein wenig neugierig über die Schulter. Jane Zog scharf die Luft ein, denn sie konnte klar und deutlich eine Art Stichflamme im Schotter erkennen und direkt darüber waren die Buchstaben "J. S." gekritzelt worden. "Was hat das zu bedeuten?", wollte Larry wissen. "Das weiß ich noch nicht genau, aber so ungern wie du es jetzt auch hörst, wir müssen in den Yard. John ist der Einzige, der uns jetzt noch helfen kann." Jane erhob sich und lief mit hoher Geschwindigkeit zu Larrys Wagen hinüber. Larry blickte ihr verwundert nach, folgte dann aber. Gemeinsam fuhren sie zu Johns Büro.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast