Sonnentochter – Gefangen im Unterreich

von Robidu
GeschichteDrama / P18
23.06.2010
07.08.2013
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Anm: Andauril hatte diese Geschichte originär verfaßt, dann jedoch irgendwann gelöscht.
Da ich es jedoch schade finde, wenn Perlen wie diese auf Nimmerwiedersehen verschwinden, habe ich mir auserbeten, diese Geschichte an ihrer Statt hier hochzuladen und fortzuführen.
Da ich jedoch von der neuen Rechtschreibung absolut nichts halte, werde ich allerdings auf die alte umstellen.

Zudem kann es passieren, daß ich nach dem Hochladen und sowie ich anfange, dies hier fortzusetzen, an verschiedenen Stellen noch Kapitel zwischenschiebe, da es sehr wohl Stellen gibt, an denen es sich anbietet.


Prolog

Der Wind weht durch mein Haar. So viele Erinnerungen, so viele Gedanken... Hundertneunundreißig Jahre sind vergangen, seit man mich allen anderen meines Clans zeigte und meine Mutter voller Stolz und Freude ihre Tränen vergoß. Hundertneunundreißig Jahre, und ich habe immer noch nicht gefunden, was ich suche. Heimat. Was bedeutet Heimat? Ist es ein Ort oder doch eher ein Gefühl? Ich vermag es nicht zu sagen, und so denke ich nur daran, wie der Wind mein Haar zerzaust und es mir ins Gesicht weht. So viele Jahre... hundertneunundreißig Jahre... für einen meines Volkes bin ich jung, doch nach den Maßstäben der Menschen uralt. Menschen... ich meide sie, wo ich sie finde. Nicht, daß ich etwas gegen Menschen hätte, aber sie verstehen nichts davon, die Natur zu bewahren und so gut wie möglich eine Einheit mit ihr zu bilden.
Doch warum denke ich darüber nach? Es ist müßig. Viel schöner ist es, ihr zuzusehen, zu beobachten, wie der Wind durch ihr goldenes Haar streicht und die Sonne ihre Haut scheinbar in pures Gold verwandelt. Meine geliebte Freundin, die Sonne strahlt durch dich, durch deine Augen, dein Haar und deine Haut. Ewig könnte ich dich betrachten, deiner sanften Stimme lauschen, die so klar und melodiös ist, daß sie sich wie Musik anhört. Hanali Celanil selbst könnte keine schönere Stimme haben. Und dein Herz ist mindestens so golden wie das der Göttin, der du folgst. Ihr könntet Schwestern sein.
Warum bezauberst du mich so sehr, Sonnenelfe? Warum kann ich den Blick nicht von dir nehmen, warum muß ich dich betrachten, dir zusehen, wenn du tanzt und lachst, wenn du singst und kämpfst? Du bist jung, dein Leben währt erst drei Jahrzehnte, und doch bist du klüger und reifer, als viele andere Elfen es in deinem Alter sind.
Und wann wirst du verstehen, wie sehr ich es genieße, dir zuzusehen? Wie sehr ich es liebe, wenn du mich berührst, sei es mein Fell oder meine Haut, denn beides trage ich nach Belieben...
Ich kann dir immer weiter zusehen und doch nicht in Worte kleiden, was ich dabei denke und fühle. Es ist wie ein Rausch, wie ein Zauber, wie Musik... und doch nichts davon und alles zugleich. Niemals werde ich zulassen, daß dein Gesicht in meiner Erinnerung verblaßt, niemals werde ich zulassen, dich zu verlieren. Ich schwöre es mir, und selbst wenn ich dafür durch die Neun Höllen gehen muß, ich werde nicht zulassen, daß du vergehst wie all die anderen.
Ich beobachte dich und weiß, daß ich nicht anders kann. Du gleichst einer Rose, schöne Sonnenelfe, so zart und wunderschön, und doch zersticht man sich an dir die Hand. Du gleichst einem Schwert... schön anzusehen, wenn es in der Sonne gleißt, aber tödlich für jene, die nicht wissen, was es zu bedeuten hat.
Warum erkennst du nicht, welche Gedanken mich bewegen, wenn ich dich nur ansehe, meine Freundin? Siehst du nicht, welche Freude allein dein Lachen für mich bedeutet. Ich will dich halten, für immer, den Duft deines goldenes Haares atmen.
Du erfüllst jeden Augenblick meiner Träume mit Freude, und im Wachen kann ich es kaum erwarten, dich zu sehen. Die Tage, da ich nicht an deiner Seite bin, quälen mich.
Du verehrst mich als das, was ich bin, doch dabei bist du es, die verehrt werden sollte. Wenn ich dich ansehe, singt mein Herz, doch ich weiß nicht warum. Geliebte Freundin, sieh in mein Herz und erkenne.


Der schlanke Elf beobachtete die junge Sonnenelfe mit einem schwer zu deutenden Ausdruck in den gelben Augen. Wie so oft wanderte sie einfach durch den Wald und ließ die Natur auf sich wirken. Jeder ihrer Schritte war so anmutig, daß er beinahe einem Tanz glich.
Der Elf fuhr sich mit schlanken Fingern durch sein langes, silberweißes Haar, und sein Blick ruhte hierbei immer noch auf der Sonnenelfe. Sie hatte ihn noch nicht bemerkt, und er wollte auch verhindern, daß sie es tat, denn es fiel soviel leichter, sie heimlich zu bewundern, wenn sie nicht direkt neben im stand.
Er lächelte schwach, als sie sich hinkniete und etwas vom Waldboden aufhob, das sich als silbrigweißes Fellbüschel herausstellte. Ihr entging wirklich nichts. Er rechnete damit, daß sein Versteckspiel bald vorbei sein würde. Dem Elfen fiel der wissende Ausdruck ihrer goldenen Augen auf, und er bemerkte, daß sie sich aufmerksam umsah.
Im Geiste schalt er sich einen Narren, daß er sich in seiner anderen Gestalt im Wald herumgetrieben und dabei nicht daran gedacht hatte, wie aufmerksam sie sein konnte. Er hatte dieses Fellbüschel verloren und sich nichts dabei gedacht, dabei hätte ihm doch klar sein müssen, daß es ihr auffallen würde! Sie würde ihn entdecken, er wußte es bereits, und dann würde er sich nicht mehr im Stillen an ihr erfreuen können, wie er es immer tat, wenn sie glaubte, unbeobachtet zu sein.
Sieh nicht zu mir, beachte mich nicht, laß mich dich noch einen Augenblick länger betrachten.
Er zog sich ein wenig tiefer in die Schatten zurück, so leise es ihm möglich war, und zog den leichten Mantel enger um den nackten Leib. Die Elfen waren nicht so engstirnig wie die Menschen, wenn es darum ging, aller Kleidung entblößt zu sein, und doch wollte er nicht, daß sie ihn nackt sah. Es war keine Scham... oder vielleicht doch, er vermochte es nicht zu sagen. Vielleicht war es auch nur die herbstliche Kälte, die ihn den Mantel fester um sich schlingen ließ.
Aus den Schatten beobachtete er, wie die Sonnenelfe sich umsah – nach ihm umsah, wie er wußte. Sie wußte, daß er in der Nähe war, der Elf spürte es, und doch wollte er nicht von ihr gesehen werden, jedenfalls noch nicht, denn er wollte nicht, daß sie bemerkte, wie sehr sie ihn bezauberte. Seine gelben Augen ruhten auf ihr, beobachteten sie. Wie schön sie war! Selbst für eine Sonnenelfe.
Finde mich!
Auf einmal wollte er, daß sie ihn sah, ihn erkannte, zu ihm trat und dieses kleine Lächeln zeigte, das über ihr sonst so ernstes, nachdenkliches Gesicht strich, wenn sie ihn sah. Beachtung, ja er wollte beachtet werden, und zwar von ihr. Er wollte, daß sie mit ihm sprach, wollte ihre Stimme hören.
Die goldenen Augen der Sonnenelfe glitten wachsam über ihre Umgebung, untersuchten jeden Schatten, drehten jeden Stein gedanklich um, spähten hinter die Bäume. Oh, wie gerne würde er jetzt zu ihr treten, sich ihr zeigen und... nein, sie sollte ihn finden. Er traute sich nicht, sich zu zeigen.
Hier bin ich! Sieh hierhin!
Als hätte sie seine Gedanken gehört, wandte sich in seine Richtung, und ihre Augen blitzten wissend auf. Sie hatte ihn entdeckt, der Elf spürte es. Er lächelte schwach. Es war bezeichnend für sie, daß sie ihn entdeckte. Ihre goldenen Augen trafen seinen Blick, aber sie eilte nicht auf ihn zu, blieb einfach stehen, wo sie war, und ihre gesamte Haltung drückte Geduld aus.
So, du willst also warten? Er nickte schwach in Anerkennung dieser Reaktion. Nun, ich kann ebenfalls warten. Jahrhunderte, wenn es sein muß.
Dies würde, so erkannte er, eine Geduldsprobe. Wer von ihnen verlöre zuerst die Geduld? Er war sich nicht sicher. Die Sonnenelfe war zwar jung, aber sie besaß mindestens genau so viel Geduld wie er. Das konnte spannend werden.
In dem Augenblick raschelte es über den Köpfen der Beiden, und eine schlanke Gestalt ließ sich von einem Ast herab zwischen sie fallen. Der silberhaarige Elf erkannte den Neuankömmling sofort. Er hatte hellbraune Haare, und seine Haut wies einen kupfernen Teint auf, die grünen Augen blickten wachsam. Ein Waldelf.
„Ich hätte es mir denken können,“ sagte der Waldelf kopfschüttelnd. „Ihr beiden schleicht seit Tagen nur umeinander herum und immer weiter vom Dorf weg.“
„Soll das ein Tadel werden, Azalas,“ fragte der silberhaarige Elf.
„Dir wollte ich nichts vorwerfen,“ sagte der Waldelf. „Es liegt in deiner Natur herumzustreunen.“ Er wirbelte zu der Sonnenelfe herum. „Ich mache ihr einen Vorwurf!“
„Mir?“ Die Sonnenelfe wich unwillkürlich einen Schritt zurück. „Was habe ich getan?“
„Die anderen machen sich Sorgen um dich,“ sagte Azalas. „Andauril, sie haben sich noch nicht daran gewöhnt, daß du deine Epiphanie erlebt hast. Für sie bist du immer noch ein Kind.“
„Sie sollten sich aber daran gewöhnen,“ sagte Andauril leise. „Auch daran, daß ich nicht länger Naireth bin.“
Der Waldelf war ihr einen scharfen Blick zu, zog es anscheinend aber vor, nichts zu sagen – wohl weil er wußte, daß sie recht hatte.
„Azalas, du hast uns doch nicht etwa gesucht, um uns das zu sagen,“ wunderte sich der silberhaarige Elf und bemerkte mit leiser Belustigung, wie Andauril die Augen verdrehte.
„Nein, natürlich nicht,“ sagte der Waldelf. „Ich wollte mich eigentlich auf eure Kosten amüsieren.“
„Amüsieren?“ Das entlockte dem Silberhaarigen ein leises Lachen. „Von oben betrachtet, müssen wir also recht lächerlich ausgesehen haben?“
„Das nicht,“ sagte Azalas. „Aber dein Versteckspiel ist lächerlich, Lysthal.“
Lysthal lächelte schwach. Ja, das war es wohl. Und alles nur weil er nicht wollte, daß Andauril bemerkte, daß er sie gerne beobachtete.
„Und warum bist du jetzt aufgetaucht, wo du dich doch über uns amüsieren wolltest?“
Azalas lächelte, und es wirkte ein wenig spöttisch. „Weil ich es mir nicht länger mit ansehen konnte, wie ihr dasteht und euch nicht rührt, weil ihr beide zu stolz seid, auf den anderen zuzugehen.“
Lysthal gestand ihm diesen Punkt mit einem Neigen seines Kopfes zu.
Er sah zu Andauril hinüber, die nur die Achseln zuckte, als sei es völlig egal. Die Sonnenelfe erwiderte seinen Blick und lächelte schwach.
„Solltest du nach uns suchen,“ fragte sie Azalas.
Azalas sah sie an und nickte leicht.
„Warum? Weil Mutter denkt, ich käme nicht alleine zurecht?“ Andauril seufzte leise. „Ich brauche kein Kindermädchen mehr.“
„Natürlich,“ sagte Azalas. „Aber deine Mutter denkt anders darüber. Sie hat Angst – vor allem davor, dich loszulassen.“
Andauril nickte langsam und sah zu Lysthal hinüber, beinahe so, als wolle sie fragen, was jetzt zu tun wäre. Ihre goldenen Augen senkten sich kurz – wirklich nur für einen Herzschlag – in die seinen, gerade so, als wollte sie seine Seele erforschen. Schließlich löste sie ihre Augen von den seinen und sah stattdessen Azalas an, der ihren Blick ruhig erwiderte.
„Sollen wir heimkehren,“ fragte sie nach.
Der Waldelf zuckte die Achseln. „Vielleicht solltest du das, ja. Und sei es auch nur, um deiner Mutter ihre Sorgen zu nehmen.“
„Dann ist sie es, um die man sich Sorgen machen müßte,“ sagte Andauril leise zu Lysthal.
Der Waldelf grinste bei diesen Worten, denn natürlich hatte er sie mit seinen scharfen Elfenohren gehört. Lysthals Reaktion auf ihre Worte bestand in einem leisen Lachen.
Der silberhaarige Elf nickte dem Waldelfen leicht zu, voraus zu gehen. Azalas sah hin und wieder über seine Schulter, um darauf zu achten, daß die Beiden ihm auch folgten. Lysthal beobachtete seine Freundin aus den Augenwinkeln. Die Sonnenelfe betrachtete den schlanken, doch muskulösen Waldelfen mit mehr als nur flüchtigem Interesse.
Sieh mich an, nicht ihn!
Am liebsten hätte er es ihr ins Gesicht geschrien, doch er blieb still, beherrschte sich. Was nutzte es, wenn er es sie dazu aufforderte? Hatte sie nicht das Recht, Azalas' anmutige, kraftvolle Statur zu bewundern? Und doch nagte es an ihm, denn wann hatte sie ihn je so angesehen?
Warum bewunderst du ihn, doch nicht mich? Schrecke ich dich ab? Was ist es, was dich hemmt?
Andauril antwortete nicht auf seine Gedanken. Wie denn auch?
Die drei Elfen erreichten die kleine Siedlung, die sich im Herzen des Shilmista-Waldes verbarg. Es war eine gemischte Elfengemeinde, obwohl sie zum größten Teil aus Mondelfen bestand. Andaurils Familie waren die einzigen Sonnenelfen, die vor etwa vier Jahrzehnten von Evereska aus hierher gezogen waren. Zudem lebten hier noch zwei Waldelfenfamilien. Die restlichen fünf Familien waren Mondelfen. Lysthal war bei einer der Mondelfenfamilien aufgewachsen, doch sie waren nicht seine leibliche Familie. Er war ein Lythari, kein Mondelf, obwohl viele ihn mit einem solchen verwechselten. Als er sieben Jahre alt gewesen war, waren seine leiblichen Eltern von Orks abgeschlachtet worden.
Die Gebäude schmiegten sich anmutig und kaum von der Natur zu unterscheiden um die Bäume der Lichtung. Elfen gingen dazwischen einher und verschiedenen Arbeiten nach. Von irgendwo her erklang leise Musik, so wie fast immer.
Der Lythari sah sich um, und wie immer überkam ihm ein Gefühl der Wärme, wenn er das fröhliche Miteinander sah, das hier herrschte. Es war ein zwangloses Zusammensein, in dem es kaum je zu Streit kam. Seine gelben Augen funkelten, während er sie über die versammelten Mond-, Wald- und Sonnenelfen strichen.
Ru'lyr, der älteste und weiseste Elf der Gemeinde – und daher auch der Anführer, obwohl er sich selbst lieber als Ratgeber bezeichnete – kam ihnen entgegen. Er war ein Mondelf mit tiefschwarzem Haar und himmelblauen, beinahe schon farblosen Augen. Obwohl er mittlerweile bereits über sechshundert Jahre alt war, bewegte er sich immer noch mit jener geschmeidigen Anmut, die für das elfische Volk so bezeichnend war. Nur bei genauerem Hinsehen konnte man zarte Falten um seine Augen erkennen – die allerdings deutlicher sichtbar wurden, wenn er lächelte – ansonsten wiesen nur einige silberne Haare, die sich durch sein ansonsten schwarzes Haar zogen, auf sein Alter hin. Elfen sah man ihr Alter viel weniger an als Menschen oder Zwergen. Selbst mit hohem Alter sahen sie noch fast ebenso jung aus wie ein hundert- oder zweihundertjähriger Elf.
„Gut, daß ihr hier seid,“ sagte der alte Elf, dessen Kleidung nach Gewohnheit der Mondelfen schlicht und bequem, jedoch durchaus elegant war. „Ich dachte bereits, ihr hättet die Elliellarima vergessen.“
Andaurils Augen weiteten sich leicht, sie neigte nicht zu allzu deutlichen Reaktionen, und Azalas' Gesichtsausdruck verriet Lysthal, daß der Waldelf es gewußt, jedoch geschwiegen hatte – wohl um die beiden in Verlegenheit zu bringen, weil sie sich – wenn auch unwissentlich – vor ihren Pflichten gedrückt hatten.
„Verzeiht mir,“ sagte Andauril und wirkte ein wenig zerknirscht. „Ich hatte es wirklich ganz vergessen, doch ich werde sofort nachholen, was ich vergessen hatte!“
Ru'lyr nickte gnädig. „Beeile dich aber. Die Feier ist bereits morgen.“
Die junge Sonnenelfe nickte und eilte davon, um ihren Beitrag zum Fest fertigzustellen. Lysthal fragte sich, was es war. Bei der Elliellarima, der elfischen Feier zur Herbsttagundnachtgleiche, mußte jeder etwas vorzeigen, das er nur für diesen Anlaß gefertigt hatte, sei es ein Gedicht, ein Lied, ein Kunstwerk, ein besonderer Tanz... Was es aber genau war, behielt jeder Elf für sich. Es sollte schließlich eine Überraschung werden.
Die Elliellarima war eine besinnliche Feier, während derer man der Verstorbenen gedachte. Die Lieder und all das andere, was man dort darbrachte, wurde zu Ehren der Toten gesungen. Dementsprechend war es natürlich selten, daß jemand heiter-fröhliche Dinge dort zeigte.
Lysthal sah der Sonnenelfe einen Augenblick lang nach, dann neigte er respektvoll den Kopf vor Ru'lyr. „Ich bitte um Entschuldigung,“ sagte er. „Ich werde mich sofort...“
Der Mondelf nickte. „Gut.“ Ein flüchtiges Lächeln huschte über die Lippen des Ältesten. „Ich bin bereits auf deinen Beitrag gespannt, Lysthal. Du schaffst es immer, uns zu überraschen.“
Der Lythari lächelte zurück. „Ich verrate dir nicht, was ich geplant habe,“ sagte er leise, da er den anderen durchschaut hatte. Es war ein beliebtes Spiel, die Beitrage anderer Elfen zu erfahren – und eines, das Lysthal gut kannte und spielte. Er hatte es sich bereits seit Langem angewöhnt, nicht darüber zu sprechen.
Ru'lyr nickte anerkennend und trat beiseite, damit der Lythari sich seinem Beitrag widmen konnte. Lysthal zögerte nicht länger, sondern machte sich sofort auf den Weg zu dem Ort, an dem er das aufbewahrte, was er sich für diese Elliellarima ausgedacht hatte.
Morgen würde die Feier sein, und es gab noch viel zu tun.