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Short Stories zu Coke & Donuts

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Grin Mallory MacMallard Nosedive Flashblade Phil Palmfeather Tanya Gertrude Vanderflock Wildwing Flashblade
23.06.2010
07.07.2010
2
3.092
 
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Dieses Kapitel
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23.06.2010 1.336
 
Disclaimer: MdtAS gehören Disney, somit auch dieser Duke l'Orange. Whitestripes gehört mir.

Gehört in die Zeitlinie vor Coke & Donuts

Viel Spass!

Spielt auf Puckworld und vor Coke & Donuts.


TO PROPOSE


Puckworld, Viereinhalb Jahre nach Jonathan Drake Whitestripes und Duke L'Oranges erster Begegnung

Duke L'Orange

Ich schleiche mal wieder durch die Nacht und ich bin fest entschlossen dieses Bild „unentgeltlich zu erwerben“. Wir brauchen es. Besser gesagt das Geld.
Und diesmal habe ich dir, meinem süssen Cop, nicht Bescheid gegeben, wo ich einsteige.
Heute kann ich es mir nicht leisten, aufgehalten zu werden.
Wieso, hab ich dann nur so ein schlechtes Gewissen dir gegenüber, Jona?
Nicht das ich etwas stehlen will, denn das ist nun mal mein Beruf, meine Berufung. Aber, dass ich dir nicht Bescheid gab...

Staatsgalerie, DuCaine City, nachts

Nicht ein Geräusch verriet die Anwesenheit des Diebes. Lautlos wie ein Schatten schlich sich der grosse Erpel durch die Dunkelheit, überwand mit spielender Leichtigkeit das ausgeklügelte Sicherheitssystem und – wurde sachte am Arm gefasst.
Wie angewurzelt blieb Duke l'Orange stehen, vergass zu atmen und seufzte innerlich auf.
Es gab nur einen der ihn hatte bemerken können.
Nur einen, der ihn gut genug kannte, der ihn so sanft anpacken würde.
Nur ein einziger Cop.
Jonathan Drake Whitestripes.
Und sein schlechtes Gewissen meldete sich wieder zu Wort.

Jonathan Drake Whitestripes

Es isst purer Zufall, dass ich hier bin um meine Leute zu kontrollieren.
Noch grösserer Zufall ist es, dass ich dich bemerkte.
Da war kein Laut zu hören und zu sehen erst recht nichts. Aber, da war dein ureigener Geruch, der mir in den Schnabel stieg und sich auf meine Geruchsrezeptoren legte, wie eine samtene Wolke.
Und vorübergehend war mein Verstand ausgeschaltet, was nun darin gipfelt, dass wir hier im Dunkeln – unbeweglich zwischen drei ,sich überkreuzenden Laserstrahlen – stehen, in einen unendlich liebevollen Kuss verstrickt.
Mich interessiert es noch nicht einmal was du hier mitgehen lassen willst, denn es muss wichtig sein für dich...
Sonst hätte mir nämlich mein Kontakt gesagt das du heute Nacht hier auftauchen wirst. Und wenn du es noch nicht mal ihm sagst...
„Duke...“ beinahe lautlos raune ich in dein Ohr, „... Pass auf, da sind drei Wachen mehr...“ meine Leute, die ich vorhin mitbrachte; und ich will dich nicht tot – oder in Handschellen – hier hinaus bringen.

Duke L'Orange

Ich fasse es nicht.
Erst der Kuss, dann diese Warnung. Meine Knie werden weich, mein Herz schlägt bis in meinen Hals hinauf und – da sind immer noch deine Arme die mich dicht an dich pressen.
Und ich schmiege mich dichter an dich, fester in deine Arme Jona; und ich wünsche mir zum ersten Mal in meinem Leben, ich müsste etwas nicht stehlen.
Aber die Kinder...
Ganz leise, direkt in dein Ohr: „Danke, Jonathan...“ und ich reibe meinen Schnabel gegen deinen.
Mein Danke kommt aus tiefstem Herzen, denn nie zu vor hast du wegen mir deine Pflichten soweit verraten, dass du mich gewarnt hättest.
„Seh'n wir uns später?“
Ich nicke und raune: „Komm zum grossen Eisfeld...“
Ein letzter Schnabelstupser und wir trennen uns, als wäre alles nur ein kurzer Traum gewesen.

Drei Wachen mehr – eigentlich vier, mit dir.
Kein grosses Drama.
Und schon gar kein Problem für Duke l'Orange, den besten Dieb Puckworlds und Führer der Bruderschaft.

Staatsgalerie DuCaine City, später

Eine Handvoll Cops stand ratlos und kopfschüttelnd vor der offensichtlich nicht beschädigten, absolut unberührt erscheinenden, Hochsicherheitsvitrine; in der anstelle des unbezahlbaren Gemäldes, eine Kinderzeichnung hing.
Der anwesende Vorgesetzte, namentlich Jonathan D. Whitestripes, fasste die Zeichnung mit behandschuhten Fingern vorsichtig an einer Ecke an, als die Spurensicherung sie ihm übergab und hatte die grösste Mühe ein breites Grinsen zu unterdrücken, als er sie sich ansah.

Chief Jonathan Drake Whitestripes

Ich habe wirklich Mühe, nicht laut los zu lachen. Ich reisse mich ja so dermassen zusammen.
Diese Zeichnung ist ja herzallerliebst:
Du – unverkennbar an der Augenklappe, die zwar auf der falschen Seite sitzt und in verschmierten Bleistiftstrichen – mit einem eurer „Schutzbefohlenen“, am fechten.
Und darunter steht in krakeliger Kinderschrift:

Onkel D. und ich. Hab D. Lieb! Sally.

Also wirklich, manchmal hast du schon eine unnachahmlich Art mir mitzuteilen, weshalb du was klaust, Duke.
Ich reiche die Zeichnung zurück an die Spurensicherung und stelle kopfschüttelnd fest: „Sieht ganz nach unserem alten Bekannten aus...“ ich wende  mich zum gehen – ist schliesslich nicht mein Fall – und winke den anderen Officers zu, „... untersuchen sie es und erstatten sie Bericht. Meine Schicht ist für heute vorüber. Gute Nacht die Herren!“
Hinter meinem Rücken höre ich ein paar getuschlte Sätze wie: „Er kann doch nicht einfach gehen...“
und:
„... Ich dachte er sei so versessen darauf L'Orange zu fangen...“
oder:
„Aber er ist ja befördert worden, da kann er sich nicht mehr um seine Besessenheit kümmern...“
Sollen sie reden!
Ich habe eine wichtige Verabredung.
Und irgendwo ganz hinten in meinem Kopf, der sich heute mal mit meinem Herzen rundum einig zu sein scheint, meldet sich wieder dieser Gedanke, dieser Traum – Wunsch – den ich nun schon seit gut einem halben Jahr mit mir herumschleppe.
Du bist ein Dieb, der beste von allen, du hast heute ein unglaublich wertvolles Gemälde direkt unter meinem Schnabel weggeklaut – und das obwohl ich nun wirklich aufgepasst habe, dich dabei zu erwischen... Bin immer noch, trotz allem was zwischen uns ist, ein Cop.
Doch der Wunsch bleibt:
Unsere Leben gehören zusammen, nicht nur zueinander.
Ich sehe dich gleich und ich habe mich eben entschieden.

Duke L'Orange, am grossen Eisfeld, unter DuCaines Statue, kurz vor Morgengrauen

Ich sitze und warte, den Kragen meines Mantels hochgeschlagen, den Hut ins Gesicht gezogen und ich blicke den Schneeflocken hinterher die langsam zu Boden rieseln.
Ich habe das Bedürfnis dir nahe zu sein, dir zu erzählen weshalb und wofür ich das Gemälde brauchte...
„Danke das du mir gesagt hast wofür du das Bild brauchst...“ und deine Hand streicht über meine Wange.
„Ich habe doch nur die...“
„Keine Sorge, ich habe die Nachricht verstanden, Duke l'Orange...“ und du hebst meinen Schnabel an, beugst dich etwas nach vorne und küsst mich.
Einfach so, hier, mitten auf dem Platz, unter DuCaines Statue.
Und dann ist dein Gesicht auf der selben Höhe wie meines, strahlen mich deine grünen Augen an und deine Stimme zittert leicht, wo du zu reden beginnst.
Du brauchst drei Anläufe – in der kurzen Zeit fällt mir auf, dass du dich, um mit mir auf einer Augenhöhe zu sein, hin knien musstest.
Was hast du vor Jona?
„Duke l'Orange, mein Geliebter,“ deine Stimme ist nur ein Flüstern, ein leises Raunen, deine Augen hast du halb niedergeschlagen, „es würde mich unendlich glücklich machen und ehren, wenn du mich als deinen Gefährten und Bindungspartner annehmen würdest...“ ich schlucke, starre dich ungläubig an und zweifle an meinem Gehör, als du flehend anfügst: „Bitte?“
Ich brauche ein paar kostbare Sekunden um das zu verstehen; und als ich es verstehe, erkundige ich mich nicht sehr intelligent und mit ebenso zitternder Stimme, wie deine zuvor: „Hast du mir eben einen Antrag gemacht, Jonathan Drake Whitestripes?“

Jonathan Drake Whitestripes

Mein Herz bleibt einfach stehen, bei deiner Frage, meine Stimme versagt mir den Dienst und alles was ich fertig bringe ist ein verlegenes Nicken mit hochroten Wangen.
Und dann ziehst du mich auf die Füsse und stellst fest: „Ich will deinen zweiten Vornamen...“ du reibst deinen Schnabel innig gegen meinen, meine Knie werden weich, „... alles andere ist zu gefährlich!“
Hast du eben zugestimmt?!
Ich nicke benommen. Wenn du meinen Namen willst, sollst du ihn haben. Sollst du mich haben.
Ich höre mich selbst sagen, dass ich dann deine Spielernummer haben will; und ich fühle, dass du mich gegen den Sockel der Statue presst, während wir uns verschlingend küssen.
Kurz kommt mein Glück umnebelter Verstand zurück und ich keuche in dein Ohr: „Wir müssen weg hier...“
Du nickst und ziehst mich zu einem Ice-Glider: „Zu mir...“
Ich nicke nur und klammere mich an dir fest.
Ich liebe dich, mein Dieb.
Dich, Duke l'Orange, Führer der Bruderschaft der Klinge.
Mein Gefährte.



Ende
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