~ no return ~

GeschichteRomanze / P16
Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
13.06.2010
01.11.2010
7
23432
 
Alle Kapitel
5 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
Es war ein gewöhnlicher Tag im Shin Makoku. Yuuri war gerade mit seiner Gefolgschaft, die Conrad und Wolfram beinhaltete von einer Mission zurückgekehrt. Es war nicht leicht Dämonenkönig zu sein, das stand fest, aber Yuuri war es eben und er musste damit leben. Aber er kam damit schon klar, er hatte eben zwei Heimaten, was ja auch nicht immer von Nachteil war.


„MAJESTÄÄÄÄT!!!“ In seiner typischen Art rannte Gunter gerade wieder auf Yuuri zu und fiel ihm wie immer um den Hals um ihn stürmisch zu Begrüßen. Yuuri war das schon gewohnt, also empfand er es nicht als Problem das Gunter das machte, ganz anders als Wolfram welcher dem Lord nur einen tödlichen Blick schenkte. Wolfram wollte gerade auffahren und was sagen, aber Yuuri hatte Gunter bereits abgeschüttelt. „Ist doch in Ordnung Gunter ich bin ja wieder da“ sagte er und lächelte freundlich. Gunter rührte schon alleine dieses Lächeln zu Tränen, so dass er nur nickte. Er dachte oft das Yuuri ihn nicht richtig schätzen würde da dieser ihn so gut wie nie auf eine seiner Missionen mitnahm und ihn auch meist immer, ohne Bescheid zu geben, allein zurückließ. Für Gunter brach dann immer eine kleine Welt zusammen, aber jeder im Palast kannte die Launen des Lords und nahmen dass nicht mehr wirklich ernst.



Gwendal hatte auch mitbekommen das Yuuri und seine beiden Brüder wieder zurück waren aber dennoch hielt er es nicht für nötig hinunter zu gehen und sie zu Begrüßen. Lieber saß er in seinem Büro und arbeitete an seinem neusten Stofftier, welches wohl eine Katze werden sollte aber dennoch aussah wie ein kleines Ferkel. Man konnte sich kaum vorstellen dass so ein Mazoku wie Gwendal es war, seine Zeit damit vertrieb zu stricken. Aber wenn man es genau betrachtete war auf diesem Schloß eh niemand normal.



Yuuri streckte sich, er war gerade in seinem Gemach um bereits alles für den Weg nach Hause vorzubereiten, immerhin hatte er vor morgen früh Heimzukehren. Er hatte seine Familie lange nicht gesehen und vermisste sie bereits. Das war einer der Nachteile… man konnte nicht alle haben und manchmal stimmte ihn das ein wenig traurig, aber ändern konnte er daran nichts. „Kommst du essen?“ Wolfram hatte sich an den Türrahmen gelehnt, Yuuri hatte ihn gar nicht bemerkt. Er sah sich erst ein wenig erschrocken um, lächelte dann aber und nickte. Wolfram stieß sich vom Türrahmen ab und ging langsam auf den Maou zu. „Du willst morgen wieder abreisen?“ fragte er nebenbei. „Ja, es wird Zeit“ antwortete Yuuri und sah den Blonden leicht verwirrt an. Was sollte diese Frage denn jetzt bedeuten? Wolfram schaute ihn ernst an „Warum kannst du nicht endlich hier bleiben? Immerhin bist du der Maou“ sagte Wolfram. Yuuri sah etwas betreten zu Boden. Ihm war klar dass es den anderen nicht immer gut dabei ging wenn er fort ging, aber dennoch konnte er seine Familie auch nicht einfach verlassen. Der einzige der wirklich zeigte dass es ihn störte war Wolfram, Yuuri wusste zwar das es auch für die anderen nicht einfach war, da es mehr Arbeit für sie bedeutete, aber sie hatten sich damit abgefunden und verstanden den Maou auch. Immerhin hatten sie ihre Familie hier, sie wussten was einem eine Familie wert sein konnte.



Yuuri und Wolfram waren die letzten beiden die den Speisesaal betraten. Greta sprang sofort auf und rannte ihrem Adoptivvater entgegen um ihm um den Hals zu fallen. Sie hatte ihn immerhin ein paar Tage nicht gesehen und das machte ihr immer zu schaffen, auch wenn sie es sich nicht anmerken ließ. Yuuri nahm sie sofort auf den Arm und lächelte sie an. "Na wie geht es dir?" fragte er. Greta lachte "Jetzt wo du wieder da bist geht es mir wieder gut Yuuri" Gemeinsam setzten sie sich an den Tisch um zu Abend zu essen. Yuuri merkte erst jetzt was er eigentlich für einen Hunger hatte. Wolfram schaute immer noch ein wenig beleidigt, da Yuuri ihm auf seine letzte Frage keine Antwort gegeben hatte. Dabei sollte er die Antwort doch bereits bestens kennen. Er hatte seine Familie hier, Yuuri hatte sie nicht hier und es ist doch normal wenn man diese Personen, die einen großgezogen haben sehen will.



Nach dem Abendessen wollte Greta unbedingt eine Geschichte vorgelesen bekommen. Für die Schwarze Zweifaltigkeit war das kein Problem so das er nur nickte, er wusste ja das Greta die Aufmerksamkeit genoss und würde ihr diesen Wunsch sicherlich nicht abstreiten. So nahm er sie mit zu sich in sein Gemach. Sie kuschelte sich an ihn und lauschte seinen Worten ehe sie dabei einschlief. Yuuri lächelte sanft und Strich ihr einmal sanft über die Haare. Dann erhob er sich um sie in ihr eigenes Zimmer zu tragen, immerhin wollte er sie am nächsten morgen nicht wecken, weshalb er sich schon heute von ihr verabschiedet hatte. In dem Zimmer der kleinen angekommen bettete er sie und hauchte ihr noch einen Kuss auf die Stirn. "Schlaf gut" flüsterte er ihr noch zu, obwohl er wusste das sie die Worte eh nicht mehr hören würde. Dennoch lächelte sie zufrieden.



Wolfram hatte mittlerweile wieder den Weg in Yuuris Gemach gefunden. Er saß auf dem Bett und wartete darauf das sein Verlobter wieder kam, was auch nach einigen Minuten der Fall war. Missmutig runzelte der Maou die Stirn, es hatte ihm nie gefallen das sich der Blonde einfach in sein Zimmer einnistete aber dagegen machen konnte er auch nichts. Wolfram war ein extremer Dickkopf  und würde eh nicht darauf hören, wenn Yuuri ihn jetzt wegschicken würde. "Was tust du schon wieder hier?" fragte er in der Hoffnung das der Blonde diese Anspielung verstehen und ihn allein schlafen lassen würde. "Wieso, ich bin doch immer hier" konterte dieser, was Yuuri auch schon klar machte das er die Diskussion gar nicht erst zu führen brauchte, da sie eh nicht auf einen Nenner kommen würden. Seufzend ließ er sich aufs Bett fallen. Wolfram beobachtete ihn. "Du hast mir keine Antwort gegeben" sagte er und schaute seinen Verlobten Vorwurfsvoll an. Yuuri schluckte, er wusste genau was Wolfram nun meinte. "Was soll ich denn dazu sagen? Du hast deine Familie hier und ich will meine eben auch sehen" sagte er nur trotzig, das musste dem Blonden genügen. Dieser schaute nur etwas verächtlich "Du bist ein Weichei" schnaubte er. "Hör auf mich so zu nennen" fuhr Yuuri ihn an und schaute böse. "Wenn du es aber bist" knurrte der Blonde zurück. Yuuri gab es auf, er hatte jetzt einfach keine Lust mit Wolfram zu streiten, dazu war er einfach zu müde. So drehte er nur den Rücken zu ihm und schlief auch schon kurze Zeit später ein.



Am nächsten morgen erwachte Yuuri relativ früh, man konnte nicht behaupten das er sonderlich erholsam geschlafen hatte, da Wolfram ihn in der Nacht mehrere male eins auf die Nase gegeben hatte und dabei wie üblicher Weise ihn immer wieder im Schlaf als 'Weichei' bezeichnete. Eigentlich sollte er daran mittlerweile gewöhnt sein, da dies eine alltägliche Situation war wenn er sich in Shin Makoku befand. Dennoch konnte man sich wohl kaum an nächtliche Schläge gewöhnen. Yuuri setzte sich auf und streckte sich. Heute Nacht würde er ja mal wieder in Ruhe schlafen können. Er stand auf um sich an zuziehen, wodurch auch der Blonde langsam geweckt wurde und dieser Yuuri verschlafen ansah. "Schon Zeit zum aufstehen?" fragte er leise. Bei dem Anblick den Wolfram da gerade bot, fragte sich Yuuri echt wie dieser doch so brutal sein konnte. Es sah einfach verdammt komisch aus wie er da halb saß, in seinem rosa Schlaf-Kleid, und ihn aus halb geöffneten Augen ansah. Yuuri musste sich ein lachen verkneifen, da er wusste wie schnell der Blonde aus der Haut fahren konnte, also nickte er nur. In diesem Moment klopfte es an der Tür. Etwas verwirrt ging Yuuri hin um nach zusehen und stellte fest das es niemand geringeres als Conrad war. Dieser hatte einen ernsten Gesichtsausdruck. Yuuri legte den Kopf schief und schaute ihn fragend an. "Ulrike lässt nach dir rufen" sagte er. Yuuri nickte verstand aber nicht so ganz warum Conrad dabei so ernst schaute, es konnte doch nur darum gehen das er wieder nach Hause geschickt wurde. Er fragte nun aber nicht nach, immerhin würde er es ja erfahren auch wenn es ungewöhnlich war das die Priesterin nach ihm rief.
Review schreiben