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Herzsplitter

GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
David Griffin
05.06.2010
25.12.2010
10
4.821
 
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05.06.2010 849
 
-Heißes, rotes Wasser-


Seine eigene Wut und die sämtliche vergangene Zeit verdrängend, ging er auf David zu, tastete nach seiner Hand und hielt sie fest.
Ein schluchzen schüttelte den anderen, mittlerweile so starken Jumper und riss Griffin mit sich.

Griffin jumpte die paar Meter zum Lichtschalter, erlosch das Licht und nahm David in seine Arme, um ihn wegzubringen, von diesem Desaster.

Er würde sich später darum kümmern, aber jetzt musste er seinem Freund die Unterstützung geben, die er mit seinem plötzlichen Erscheinen stumm einforderte.

Schmutz rieselte von Davids Haaren auf den weißen Teppich, des fünf Sterne Hotels in Rom.
Folgend landeten dessen anderen Fetzen, die mal ein grünes Hemd und eine Jeans gewesen sein mussten, auf ebendiesen Boden.
Apathisch ließ David sich entkleiden, sprach keinen Ton und starrte leer in die Ferne.
Nicht mal als Griffin zögerlich den Bund der Shorts herunterzog, war ein Widerspruch zu hören.

Griffin unterdrückte den Reflex, ihm einfach eine deftige Ohrfeige um die Ohren zu hauen, damit er wieder erwachte, doch er konnte sich nur allzu gut vorstellen, wie sein Lustobjekt sich fühlen musste.
Er gab auf Mitleid zu empfinden, zu suspekt und verrückt war die Situation.  

Für die nächsten Tage verbot er sich einfach, überhaupt irgendetwas zu empfinden, außer vielleicht Sorge.

Langsam schob er den verstörten Jumper in Richtung Badezimmer, schob ihn nachdrücklich unter die riesige Duschkabine und stellte den Wasserstrahl ein.
Diese Dusche war von allem bisher die beste und genau hier, hatte Griffin sich unzählige Male vorgestellt, wie es wäre mit dem Mann hier zu stehen, der unerreichbar für ihn war und jetzt, als er wahrlich mit ihm zusammen hier war, trug das rötliche Wasser zu seinen Füßen nicht zur Stimmung bei.
Er seufzte und drückte sanft gegen Davids Brust, um ihn gegen die grüne Mosaikwand lehnen zu lassen.

Dass er bei der ganzen Prozedur selbst ganz nass wurde, dazu noch seine gesamte Kleidung trug und selbst die Schuh nicht ausgezogen hatte, fiel ihm zu spät auf.

Aber sollte er das tun? Sich nackt mit ihm unter dieselbe Dusche stellen? Vor Verlangen nach dem anderen fast sterben und ihn gleichzeitig beim waschen helfen?

“Wenn ich kein Masochist bin, bin ich wohl doch nur verliebt.”, sprach er laut aus, was er eigentlich nur denken wollte.

Ein falsches Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als David endlich auf etwas reagierte.

Nur muss er ihn jetzt so anstarren!

“Duscht du immer mit Klamotten?”, fragte David mit kratziger Stimme, wobei sein Blick etwas an Klarheit gewann.

Das Wasser prasselte unablässig auf sie nieder, ließ Haarsträhnen an ihren Gesichtern haften, Tropfen an Lippen streicheln und Davids makellose Haut zum Vorschein kommen.

Hitze sammelte sich in Griffins Wangen, bevor sie in tiefere Regionen wanderte und dort seine Gefühle sprechen ließ.

“Nein, Klugscheißer, ich glaub nur nicht, dass dir meine Latte gefallen würde.”, donnerte er ihm ehrlich entgegen und verwischte damit zufrieden die Apathie, denn nun sprach pure Überraschung aus Davids Miene.

Überraschung die kurzzeitig zum Entsetzen mutierte, um dann in blanke Verlegenheit überzugehen.  

Griffin verfolgte dieses Mienenspiel mit großer Freude und ein Lachen ließ sich nicht länger unterdrücken, sodass er den Kopf an Davids Brust lehnte und diesen augenblicklich erstarren ließ, aber nicht im negativem Sinne.

Ein vertrautes Gefühl bahnte sich in David auf, ließ ihn für unschätzbar kostbare Momente vergessen, dass er die Frau, die er liebte, getötet hatte.

“Ich geh dann mal Dampf ablassen, du kommst zurecht?”, fragte Griffin, als er sich beruhigt hatte, in einem belustigtem Ton.

David nickte, noch immer verlegen und entsetzt über Griffins Ehrlichkeit, an die er sich erst einmal wieder gewöhnen musste.

Erst als er die Tür zum Badezimmer hinter sich schloss, ließ Griffin die Schultern sacken, sein Herz rasen und das Wasser vor ihm auf den Boden tropfen.

Das war beim heiligen Dalai Lama nicht leicht! dachte Griffin, als ihm bewusst wurde, dass er die ganze Zeit einem nackten David gegenüber gestanden hatte, sogar seinen Schwanz gesehen hatte!  Und ihn doch nicht einmal wirklich berührt hatte,...

Falls er unbewusst an einer Studie, über die unendlichen Grenzen der Sehnsucht, teilnahm, wollte er sofort aussteigen oder Geld dafür.

Die Liebe war anscheinend einzig und allein in sein Leben getreten, um ihn zu quälen.

Nicht zum ersten Mal fragte er sich, warum er die Gabe besaß überall hin zu können, wenn er nicht dort ankam, wo er als einziges wirklich hinwollte.
In Davids Herz.

“Du bist schlimmer als jeder Teeniefilm, Griffin!”, sagte er, den Kopf über sich selbst schüttelnd.

Er schlüpfte aus seiner Kleidung, zog aus der obersten Schublade eine rote Shorts heraus und legte sie neben sich aufs Bett.
Nachdem er sich selbst von seinem pochenden Ständer befreit hatte, zog er diese an und machte sich Gedanken darüber, wie er den Gedanken an Rache aus Davids Kopf wischen konnte, der garantiert auftauchen würde.

Er war nun lang genug Jumper, um zu wissen, dass jeder von ihnen Opfer brachte, früher oder später.







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Und auch hier geht es mal weiter ;-) Ich bitte um Entschuldigung über die lange Wartezeit, aber mal küsst einen die Muse und mal nicht ;-) Würde mich über ein paar kleine feine Rückmeldungen sehr freuen =) LG eure Pinky ^^
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