Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Memories [ PSI Factor]

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
28.05.2010
28.05.2010
1
7.729
 
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
28.05.2010 7.729
 
Titel: Memories
Autor: Dancing Star
Rating: 16
Pairing: Doyle/ Donner
Spoiler: Nach „Der Nebel“ und „Der Sektenführer“, aber noch vor „Tod bei Sonnenuntergang“
Inhalt: eine PSI Factor FanFiction: Durch einen Autounfall verliert Connor Doyle sein Gedächtnis....
Anmerkungen: Die Idee gab es schon mal, aber ich kam nicht drum herum, auch mal so etwas zu schreiben. Feedback erwünscht!
Vergesst außerdem "Perestroika", meiner Meinung nach zwar eine gute Folge, aber etwas, worauf die Menschheit bzw. Filmgeschichte wirklich hätte verzichten können. Das ist eine dieser "Gut, aber mag ich nicht"- Folgen wie z.B. "O´Neill und Laira" aus Stargate SG1. Das sind dann diese Folgen wo ich mich frage: "Liebe Drehbuchautoren, was zum Teufel geht in euren Köpfen vor, dass ihr so etwas grausames macht?!?!?"





Lindsay fragte sich, warum man sie mitten in der Nacht in die Notaufnahme des Krankenhauses bestellt hatte.  Man hatte ihr nur gesagt, dass jemand, den sie kannte, verunglückt sei und daraufhin war sie so schnell wie möglich hergekommen. Sie suchte nach dem Arzt, der mit ihr am Telefon gesprochen hatte. „Lindsay Donner?“, hörte sie eine Stimme sagen und sie drehte sich um.
„Ja?“
„Mein Name ist Doktor Rosenberg. Sind Sie Connor Doyles Frau?“
Sie überhörte den Kommentar des Arztes und schüttelte den Kopf. „Was ist denn passiert?“
„Es gab einen Autounfall, Miss Donner“, erklärte der Arzt, „Mister Doyle war auf dem Rückweg von seinen Eltern und ist von der Straße abgekommen. Wir haben diesen Zettel mit ihrem Namen und Ihrer Telefonnummer in seiner Tasche gefunden und den Hinweis, dass Sie im Falle einer Notsituation zu benachrichtigen sind.“
Sie sah jetzt, dass Peter und Anton auf sie zukamen. Der Doktor erklärte ihnen ebenfalls, was passiert war.
„Ist er schlimm verletzt?“, Lindsay war sehr besorgt.
„Nein, er hat eine Gehirnerschütterung. Er ist seit etwa einer halben Stunde wieder bei Bewusstsein.“
„Dürfen wir ihn sehen?“
Der Arzt überlegte eine Sekunde lang, aber als e Lindsays fehlenden Blick sah, nickte er. Sie klopfte an der Tür und trat ein. Connor war wach und schaute sie gespannt an. Sie war erleichtert, ihn so zu sehen.
„Connor, wie geht es Ihnen?“, fragte sie besorgt, als sie auf einem Stuhl neben seinem Bett Platz nahm und nach seiner Hand griff.
„Entschuldigen Sie, kennen wir uns?“ Er entzog sich ihrer Berührung.
Diese Frage war wie ein Schlag ins Gesicht. Er erkannte sie nicht. Der Doktor hatte ihr nicht gesagt, dass er unter einer Amnesie litt.
„Ich bin es, Lindsay… Lindsay Donner.“ Ihre Stimme wurde leise, aber sie sah ihn weiterhin an.
„Können Sie sich an Ihren eigenen Namen erinnern?“, wollte Peter wissen und der dunkelhaarige Mann in dem Krankenhausbett nickte: „Professor Connor Doyle.“
„Wissen Sie, wer ich bin?“
„Nein, ich habe Sie noch nie zuvor gesehen.“

Besorgt besprachen Lindsay und Peter die Situation mit einem Arzt. „Das ändert natürlich einiges“, meinte der Arzt.
„Wie lange dauert es, bis er seine Erinnerung wieder hat?“, fragte Peter.
„Das kann ich Ihnen leider nicht sagen, Mister Axon. Es wäre durchaus möglich, dass Professor Doyle nie wieder sein vollständiges Gedächtnis zurückerlangt.“
Lindsay wurde kalt, als sie dies hörte.
„Sie sollten versuchen, ihm zu helfen, sich zu erinnern. Bringen Sie ihn in eine vertraute Umgebung… In seine Wohnung, zum Beispiel.“ Der Arzt verließ das Besprechungszimmer und Peter und Lindsay dachten über den Vorschlag nach, ihn in seiner Wohnung zu bringen.
„Das halte ich für keine gute Idee“, sagte Lindsay schließlich.
„Warum denn?“, Anton verstand nicht.
„Connor hat mir erzählt, er hat in seinem Briefkasten etwas gefunden, was wie ein Drohbrief aussah…“, sie konnte den Inhalt des Briefes nur ungefähr wiedergeben, aber sie erinnerte sich noch daran, dass die Buchstaben aus verschiedenen Magazinen ausgeschnitten und auf das Blatt Papier geklebt wurden.
„Wer würde denn so etwas tun?“, fragte Anton.
„Keine Ahnung… Vielleicht war dieser Unfall ja auch kein Versehen.“
„Dann wäre es natürlich nicht sehr intelligent, ihn in seine Wohnung zu bringen.“ Peter lief ziellos durch den Raum, während er überlegte: „Wir müssen Connor unter Beobachtung stellen und ihn an einen Ort bringen, an dem ihn niemand vermutet.“
„Mexiko, vielleicht?“ Sie überlegten, wo der geeignete Ort wäre, sich zu verstecken: In der Großstadt gingen sie vermutlich in der Menge unter, aber sollte man nach ihm suchen, gäbe es natürlich auch etliche Zeugen… Eine einsame Gegend auf dem Lande schien ihnen ideal.
„Was ist mit Bell Island? Es gibt nur einen einzigen Ort auf der Insel und dort vermutet ihn bestimmt niemand“, schlug Peter vor, „Außerdem lebt meine Familie dort und es gäbe somit jemanden, der ein Auge auf Connor hat.“
„Ich komme mit ihm“, erklärte Lindsay stur und sie sah, dass Peter und Anton bereits dazu ansetzten, sie vom Gegenteil zu überzeugen. „Keine Wiederrede“, fügte sie hinzu.

„Und Sie sind sicher, dass ich mich hier wieder an alles erinnern kann?“, fragte Connor skeptisch, als er sich umschaute, „Ich kenne diesen Ort nicht. War ich schon einmal hier?“
„Ich glaube nicht“, meinte Lindsay, als sie von dem Kapitän des kleinen Schiffes ihre Tasche entgegennahm. Peter und Anton waren ebenfalls mitgekommen, um sie an diesem Wochenende nach Bell Island zu begleiten. Peter erklärte ihnen die Insel und schlug vor, dass sie in dem kleinen Hotel direkt im Hafen unterkommen sollten.
„Das hier sind Prepaid- Handys“, sagte Anton, bevor sie mit der letzten Fähre wieder zum Festland fahren wollten, „Ich denke, dass ist sicherer, als wenn wir mit unseren regulären Handys Kontakt zueinander aufnehmen.“
Lindsay nickte. Schließlich hatten sie keine Ahnung, wer hinter dem Drohbrief und dem versuchten Mordanschlag auf Connor steckte und sie wussten auch nicht, welche Anstrengungen er oder sie auf sich nehmen würde, um ihn zu finden. Für die Zeit, die Lindsay hier auf Bell Island verbrachte, hatte sie sich krank gemeldet. Sie hatte ihren Hausarzt angefleht, ihr einen gebrochenen Fußknöchel zu diagnostizieren.
„Ich halte es immer noch für einen riesen Fehler, dass Sie alleine hier bleiben, Lindsay“, verkündete Peter.
„Wir können aber auch kein ganzes Team damit beauftragen, auf Connor aufzupassen“, sagte sie und verabschiedete sich von ihren Freunden.
Die Fähre verließ den Hafen und Lindsay und Connor blieben in der Dunkelheit zurück. Mit einem leisen Seufzen machte sich Lindsay als erste auf den Weg in das kleine Hotel in Hafen.
Sie waren in ihrem Zimmer angekommen, als Lindsay erklärte, sie sterbe fast vor Hunger, also suchte sie in dem Kühlschrank nach etwas essbarem. Connor fragte sich, wie lange sie wohl hierbleiben mussten. Und er fragte Lindsay, wieso sie ausgerechnet diesen Ort ausgewählt hatten.
Sie wollte ihm nicht erzählen, weshalb sie wirklich hergekommen waren… Dass sie sich in Wahrheit  vor jemandem versteckten, der Connor aus irgendeinem Grund loswerden wollte. Deshalb schwindelte sie ihn an: „Der Arzt meint, an einem ruhigen Ort kehren deine Erinnerungen früher zurück, als im Krankenhaus.“
Connor drehte sich zu ihr um. Ihre Stimme war plötzlich anders geworden, seit sie alleine waren. Und Peter schien nicht von der Idee begeistert zu sein, dass Connor in den nächsten Tagen bei ihr blieb…
„Was ist mit euch beiden?“, wollte Connor von ihr wissen.
„Mit wem?“
„Peter und du. Seit ihr…?“
„Nein!“, die Antwort kam prompt, „Nein, oh Gott! Nein, er ist nicht mein Freund.“ Es war ihr peinlich, dass er das dachte und sie lachte. Aber Connor blieb ernst.
„Sind wir beide ein Paar?“, die Frage überraschte sie und sie hielt einen Moment inne.
„Nein“, sagte sie schließlich.
Irrte er sich, oder lag ein wenig Bedauern in ihrer Stimme?
Sie machte sich ihr Sandwich fertig und entschuldigte sich, dass sie nun schlafen ginge. Connor nickte einverstanden, er würde hier auf der Couch schlafen. Nachdem sie schon ihre Zeit opferte um auf ihn aufzupassen, würde er ihr zumindest das Bett überlassen.  

Während Lindsay und Connor auf Bell Island waren, wollte Peter sich anderweitig nützlich machen: Er durchsuchte am folgenden Tag Connors Wohnung nach dem ominösen Drohbrief und er fand ihn auch. Er nahm das Stück Papier mit, um es im Labor untersuchen zu lassen. Ebenso hatte er sich bereits in der Werkstadt erkundigt, in der das Unfallauto auf den Gutachter wartete. Peter hatte bereits einen Termin vereinbart, um sich den Wagen anzusehen. Nun ging er neben einem Mechaniker durch die Werkstadt und schaute sich den Chrysler an, der am Heck ziemlich zerbeult war. Er betrachtete das Auto, schoss einige Fotos davon. Dann bedankte er sich, verließ die Werkstadt und zückte das Prepaid- Handy, mit dem er Kontakt zu Connor und Lindsay aufnehmen konnte.
Peter und Anton wechselten sich ab: heute hatte Peter das Handy, morgen bekam es Anton. Oder er behielt es, dass wusste er noch nicht…
Wenige Sekunden später klingelte auf Bell Island in dem Hotel am Hafen Lindsays Handy.
„Hier ist Peter“, sagte die Stimme am Handy, als sie abhob, „Ich habe Doyles Auto endlich anschauen können.“
„Und?“
„Es sieht so aus, als sei er nicht aus eigenem Verschulden von der Straße abgekommen.“
Lindsay zog die Stirn kraus, „Wie meinen Sie das?“
„Am Heck des Autos habe ich rote Lackspuren gefunden. Doyle fährt ein schwarzes Auto… Außerdem ist das Nummernschild beschädigt. Sie hatten Recht, Lindsay…. Ich nehme an, dass er von der Straße gedrängt wurde.“
„Können Sie herausfinden, wer das getan hat?“
„Anhand der Lackspuren können wir das Model l ermitteln und vielleicht auch, wer so ein Auto fährt… Ich würde mir aber nicht allzu viel davon versprechen.“
Lindsay nickte. „Okay, danke.“ Sie legte auf und bemerkte, dass Connor im Türrahmen stand und ihr zugehört hatte. Sie erschrak ein wenig, lachte dann aber auf: „Du hast mich erschreckt“, gab sie zu.
„Entschuldige. War das Peter?“
„Ja, er sagte, dass dich wohl jemand in einem roten Auto von der Straße abgedrängt hat… Kannst du dich wirklich an nichts erinnern?“
„Nein“, er schaute sie an, „Was hast du heute vor?“
„Wie meinst du das?“
„Na ja, ich soll mich hier erholen. Das heißt aber nicht, dass ich mich die ganze Zeit ins Bett lege und die Wand anstarre.“
Innerlich zögerte Lindsay: Immerhin waren sie hergekommen, um Connor zu verstecken. Sie hielt es für keine gute Idee, dass sie das Hotel verließen. Connor bemerkte, dass sie versuchte, sich seinen Vorschlag auszureden. Aber das tat sie nicht: „Okay, du hast gewonnen. Was möchtest du machen?“

Lindsay konnte nicht fassen, dass sich tatsächlich von ihm überreden ließ, das Hotel zu verlassen und die Insel anzuschauen. Sie mieteten sich einen Wagen und Connor setzte sich hinters Steuer.
„Wo fahren wir hin?“, wollte sie wissen und schaute sich suchend um. Sie versuchte auszumachen, ob sich die anwesenden Menschen seltsam benahmen, ob sie sie verfolgten. Aber sie alle benahmen sich völlig normal. Sie fuhren zu den Klippen der Insel und schauten aufs Wasser hinaus. Dann fuhren sie zum Leuchtturm, um sich diesen anzusehen. Der Weg von den Klippen zum Leuchtturm war nicht sehr weit. Bell Island war eine relativ kleine Insel.
Connor fragte den Leuchtturmwärter, ob sie einmal auf den Turm hinaufdurften, und der Mann hatte nichts dagegen. „Nein, ich komme nicht mit“, sagte Lindsay entschlossen und Connor grinste sie an.
„Du musst aber. Peter und Anton wären bestimmt nicht sehr erfreut darüber, wenn sie erfahren, dass du mich alleine gelassen hast.“
Lindsay glaubte, sie habe sich verhört. Aber das musste sie ihm lassen: Er hatte die Situation wirklich schnell erfasst. Sie gab nach: „Na schön.“
Sie stiegen die Stufen des Leuchtturmes hinauf und der Wärter öffnete ihnen die Tür zu dem Aussichtspunkt. Er selbst wollte dann wieder nach unten gehen, schließlich hatte er noch genug Arbeit. „Sagen Sie mir Bescheid, bevor Sie gehen. Ich muss dann die Tür wieder zumachen, sonst nisten die Möwen in der Laternenkammer!“, grummelte der alte Mann, bevor er sie alleine ließ.
Von hier aus konnten sie weit aufs Meer hinaussehen.
Der Wind war heute kalt und zerrte ungeduldig an ihnen. „Wir hätten ein Fernglas mitnehmen sollen“, sagte Connor und zeigte auf einen Punkt in der Ferne. Eine Fontäne schoss dort aus dem Meer.
„Sind das Wale?“, fragte Lindsay und mit einem Mal schien dieser Ausflug doch etwas Positives zu haben: Sie hatte noch nie Wale gesehen und sie wünschte sich, dass sie zumindest ein bisschen näher dran wären um die Tiere besser anschauen zu können.
„Das sind Buckelwale“, bestätigte Connor und sah wie eine lange Seitenflosse aus dem Wasser ragte.  Die Walgruppe zog an der Insel vorbei und die ohnehin schon schwache Sonne ließ nach. Sie fror.
„Möchtest du meine Jacke?“, er wartete nicht auf eine Antwort, zog seine Jacke aus und legte sie ihr um. Dabei ruhte seine Hand ein bisschen länger als nötig auf ihrer Schulter.
„Danke“, ihre Stimme war sehr leise und sie suchte seinen Blickkontakt. Es war, als bliebe die Zeit für einen Moment stehen. Sie wusste nicht, was sie sonst sagen sollte und Connor ging es offensichtlich genauso. Er sah nicht weg, sondern hielt den Blickkontakt und seine Hand lag noch immer auf ihrer Schulter.
„Wir sollten gehen“, erklärte er ihr dann, „Es wird hier immer kälter.“

Nach dem Besuch auf dem Leuchtturm brachte Connor den Mietwagen zurück und stellte fest, dass es auf dem Weg zu ihrem Hotel ein kleines Restaurant gab, was regionale Küche anbot. Er fragte Lindsay, ob sie vielleicht etwas essen wollte und sie nahm die Einladung gerne an. Bei „Fisherman´s Cove“ blieben sie noch zwei Stunden lang sitzen, tranken Wein und probierten unterschiedliche, einheimische Speisen.
Danach kehrten sie ins Hotel zurück. Und sie kamen rechtzeitig, denn das Handy lag ungeduldig klingelnd auf dem Tisch. „Ja?“, sie nahm ab, bevor das Telefon ein letztes Mal klingelte.
„Lindsay, wo waren Sie?“, fragte Peter ein bisschen ungehalten.
„Entschuldigung… Ich habe das Handy vergessen, während wir uns die Insel angesehen haben.“
„Sie haben was!?“, ein Moment Stille, „Lindsay, sie sollten doch so unauffällig wie möglich…“
„Es war meine Idee“, Connor nahm ihr das Handy ab und erklärte es Peter selbst, während sich Lindsay auf die Couch setze und Tränen hinunter schluckte. Sie hatte es gewusst: Sie hätten lieber hier bleiben sollen.
Connor sprach noch einige Minuten mit Peter, dann legte er auf.
„Danke, dass du das übernommen hast“, erklärte sie und stand wieder auf.
„Kein Problem. Mache ich gerne für dich…“
Es war ein schöner Tag und Connor sagte ihr dies auch. Er verabschiedete sich an der Tür zu ihrem Schlafzimmer von ihr und das warme Lächeln, was sie ihm schenkte, verursache ein kribbelndes Gefühl in seiner Magengegend. Sie kam ihm näher und Connor glaubte, sie wollte ihn küssen. Aber kurz bevor sie ihn erreichte, zog sie sich zurück, sagte ein leises „Gute Nacht“ und schloss die Tür hinter sich.
Ein wenig enttäuscht ging auch Connor schlafen, aber er hatte einen merkwürdigen Traum in dieser Nacht: Er träumte, wie er und Lindsay im Bett lagen und sich innig küssten. Er sah, dass ihre Hand neben ihrem Kopf lag und er legte seine Hand in ihre. Auf dem Boden lag, gleich neben seiner Kleidung, ein weiser Bademantel. Sie ließ seine Hand los und streichelte über seinen Rücken. Ein unkontrollierter Laut von ihm zeigte ihr, dass ihm das zu gefallen schien. Connor hatte den Ort, an dem sich sein Traum abspielte noch nie gesehen, aber er nahm an, dass es ein Hotel war. Es konnte unmöglich diese Wohnung in diesem Hotel gewesen sein, denn hier war die Wand nicht cremefarben gestrichen und die Bettwäsche war nicht Weis, sondern Rot.
Zwar konnte er sich am nächsten Morgen noch an diesen Traum erinnern, aber er wusste nicht, wo er ihn einordnen sollte. War es eine Erinnerung an das, was vor dem Autounfall passiert war oder war es ein Wunschtraum? Er musste selbst zugeben, dass Lindsay eine äußerst attraktive Frau war und er mochte sie sehr. Connor hatte das Gefühl, dass es etwas gab, was sie verbunden hatte. Das Gefühl hatte er schon im Krankenhaus gehabt, als er sie zum ersten Mal sah. Er würde den Teufel tun und sie darauf ansprechen. Was sollte sie denn von ihm denken? Sie würde ihn für einen eingebildeten Macho halten, wenn er ihr das erzählte, also ließ er es.
Sie verbrachten den ganzen Tag in der kleinen Wohnung in dem Hotel und am Abend schlüpfte Connor in seine Jacke.
„Wo gehst du hin?“, wollte Lindsay wissen.
„Es gibt am Südpunkt der Insel ein Teleskop. Los komm!“
Ehe sie sich versah, trug auch sie ihre Jacke und sie liefen zu dem Teleskop von dem er gesprochen hatte. Es war nicht weit weg. Da die Einheimischen das Teleskop wohl bereits kannten, waren sie alleine und Connor betrachtete als erster den Mond. Dann suchte er mit dem Teleskop nach dem Festland. „Nichts“, sagte er tonlos und trat einen Schritt zurück, „Willst du auch?“
„Nein, danke“, sie lehnte an einer Art Metallgitter direkt neben dem Teleskop und schaute aufs finstere Meer hinaus. Connor kam zu ihr und lehnte nun ebenfalls an der Brüstung.
„Es ist eine schöne Insel“, sagte Connor nach eine Weile zu ihr und sie lächelte.
„Ja, es ist hier wirklich sehr schön…“
„Am nördlichsten Punkt der Insel gibt es einen Strand. Vielleicht können wir morgen…“, er drehte sich zu ihr herum und stockte, als er direkt in ihre Augen schaute. Er war gefangen von ihren strahlend blauen Augen und war nicht fähig, wegzusehen.
„Lindsay“, er sprach sehr leise.
Wieder waren sie nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt und diesmal fragte sich Connor ernsthaft, wie sie sich anfühlte und wie sie wohl schmeckte. Der Traum, den er hatte, hatte dazu beigetragen, dass er sich vielleicht mehr für sie interessierte, als er sollte.
Er beugte sich zu ihr herunter, schloss die Augen und sie spürte seinen Atem auf ihrem Gesicht. Connor hoffte, sie würde nicht wieder einen Rückzieher machen, so wie gestern Abend, aber diesen Wunsch erfüllte sie ihm nicht. Sie drehte sich weg und sagte, sie wäre sehr müde.
Connor nickte. Er wollte sie nicht drängen und schon gar nicht zu etwas zwingen, was sie nicht wollte. Also machte er sich mit ihr auf den Rückweg ins Hotel. Sie waren fast da und Connor lief einige Meter vor ihr, als das Handy klingelte. Heute hatte sie es eingesteckt und nicht vergessen. Schließlich wollte sie nicht noch eine Standpauke kassieren.
Wie sich herausstellte, war es Peter, der nun anrief.
„Lindsay, wir wissen jetzt, welches Auto Connor von der Straße gedrängt hat“, erklärte er ihr.
„Welches?“ Sie hielt die Luft an.
„Es war ein roter Ford… Ein Mustang, wenn die Analyse stimmt… Es dauert noch einige Zeit, bis wir herausfinden, wer in Connors Umfeld so ein Auto besitzt.“
Lindsay nickte, sie hatte verstanden. Vorerst wollte sie Connor nichts davon erzählen und es kostete sie jede Menge Überwindung, das für sich zu behalten. Normalerweise hatten sie keine Geheimnisse voreinander. Zum Glück schöpfte Connor nicht den leisesten Verdacht.
Aber er fragte sich trotzdem, warum sie heute schon zum zweiten Mal abgeneigt war, ihn zu küssen. Machte er etwas falsch? Mochte sie ihn nicht? Vielleicht ging ihr das alles zu schnell…
Connor lag auf der Couch und starrte die Decke an. Über seinen Gedanken schlief er schließlich ein…

Am nächsten Morgen ging Lindsay einkaufen, da sie keine Lebensmittel mehr hatten. In dem Hotel musste man selbst für seine Mahlzeiten sorgen und sie beschloss, dass sie der Anlage nicht mal einen Stern geben würde.
Sie kaufte nur das nötigste bei Georges Little Market, einem hübschen Laden im Ort. Sie verließ den Laden und sah, welches Auto davor parkte. Ein roter Ford Mustang. Schockiert ließ sie die Tüte fallen und ein älterer Herr fragte sie, ob alles in Ordnung sei. Sie nickte wortlos, sprintete dann zu ihrer Wohnung zurück.
„CONNOR!“, brüllte sie, als sie hereinstürmte und ihn nirgends fand. Sie schmiss die Tüte auf den Tisch und suchte ihn. „Connor!“
„Was ist denn?“, sie sah, wie die Badezimmertür aufgerissen wurde und er nur mit einem Badetuch um die Hüften in der Tür stand, „Ich habe eben geduscht.“
„Gott sei Dank“, sie kam auf ihn zu und schlang die Arme um seinen Hals. Sie musste sich anstrengen, nicht aus Erleichterung zu weinen, aber dann bemerkte sie, in welche Situation sie sich befanden: Er stand hier halbnackt vor ihr und sie hielt ihn an sich gedrückt. Langsam ließ sie ihn los.
„Ich… ähm… Hab mir Sorgen gemacht“, rechtfertigte sie sich.
„Ja, das habe ich gemerkt.“
„Vor Georges Little Market stand ein roter Ford Mustang…“
Connor verstand nicht.
„Das weißt du noch gar nicht“, begann sie und ging rückwärts um Abstand zwischen sie zu bringen, „Peter sagte,  ein roter Ford Mustang hätte dich von der Straße gedrängt. Ich dachte, er hätte uns gefunden…. Na ja, irren ist menschlich, oder?“
Sie musste sich anstrengen, ihn nicht noch länger als nötig, anzustarren. Aber er sah so verdammt gut aus mit dem Badetuch um die Hüften…
Schnell schüttelte sie den Kopf um die aufkommenden Gedanken zu verbannen.
Erleichtert atmete sie aus, als er die Badezimmertür wieder hinter sich schloss. Connor brauchte etwa noch fünf Minuten, bis er bekleidet aus dem Bad kam und nach dem Telefon griff. Er bestellte einen Mietwagen, denn heute wollte er zu Jackmans Cove fahren. Dort gab es auch einen Strand an dem man spazieren gehen konnte. Insgeheim freute er sich sehr darauf, wieder etwas Zeit mit Lindsay außerhalb dieses eintönigen Hotels verbringen zu können. Er war gerne mit ihr zusammen. Ihn sollte auf der Stelle der Blitz treffen, wenn es ihr nicht genauso ging. In der vergangenen Nacht hatte er wieder diesen Traum von sich und von ihr. Der Traum wurde immer deutlicher und er sah, wie sie ihm heiser „Ich liebe dich“ ins Ohr flüsterte, bevor die Grenzen ihrer Körper verwischten.
„Was hast du denn vor?“, fragte sie, als er ihr ihre Jacke reichte und zur Tür ging. Dieser Vorfall von gerade eben war ihr noch immer peinlich und sie traute sich kaum, ihn anzusehen.
„Ich werde jedenfalls den heutigen Tag nicht hier verbringen“, er zeigte zum Fenster. Draußen schien die Sonne und sie wusste, was nun folgen würde. „Und ich werde nicht alleine gehen.“
Wieder gab sie nach.
Vor dem Hotel stand bereits wieder ihr Mietwagen und noch einmal setze Connor sich hinters Steuer. Er drehte den Zündschlüssel herum, der Wagen sprang an und mit einem Male flammte eine Erinnerung wie ein Feuer vor ihm auf.
Lindsay bemerkte sein Zögern. „Was ist?“
„Ich kann den Wagen sehen, der mich von der Straße abgedrängt hat“, flüsterte er.
„Kannst du sehen, wer der Fahrer ist?“
„Nein“, enttäuscht schüttelte er mit dem Kopf, „Dazu ist es zu dunkel.“ Plötzlich war er wieder gut gelaunt und sie fuhren los. Er parkte den Wagen am Rande der Straße und stieg aus.
Von hier aus konnte man den Leuchtturm sehen und Connor ging als erster einen schmalen Pfad bis zu dem Kiesstrand hinunter. „Schade. Als du von einem Strand gesprochen hast, dachte ich, es gibt hier einen Sandstrand.“
„Vielleicht nächstes Jahr in unserem Karibikurlaub“, sagte er, lächelte und streckte die Hand nach ihr aus, als er merkte, dass sie nicht mitkommen wollte.
„Was ist? Willst du mir wieder ins Gewissen reden, dass Anton und Peter böse wären, wenn ich dich alleine gehen lasse?“ Sie schmunzelte.
„Das muss ich nicht. Ich weiß, dass du mich nicht alleine lässt.“
Jetzt wurde ihr Lächeln breiter und sie legte ihre Hand in seine und folgte ihm. Aber Connor dachte nicht daran, sie loszulassen: Er hielt ihre Hand, während sie nebeneinander am Wasser entlang gingen. Es war ein schönes Gefühl und Connor war ein wenig erstaunt, dass sie die Berührung zuließ. Er fragte sich, ob er wohl noch einen Schritt weitergehen konnte und er legte den Arm um ihre Taille. Auch dies schien sie nicht zu stören.
Sie erreichten das Ende des Strandes und standen nun vor einem großen Felsen. „Wollen wir da hinauf gehen?“, fragte sie, sah ihn an und ging voraus. Es gab einen Pfad, der auf den Felsen führte. „Was ist, Connor?“, sie klang amüsiert, „Ich hoffe, jetzt lässt DU mich nicht alleine.“
„Niemals“, sagte er leise und er folgte ihr auf den Felsen. Er hatte sie fast erreicht, als er ausrutschte und den Felsen hinunterstürzte.
„Connor!“, schrie sie als sie sah, wie er ins Meer stürzte. Sie hatte keine Ahnung, wie tief das Meer hier war. Geschockt stellte sie fest, dass er nicht mehr auftauchte. „Connor?!“  
Eine Gestalt wurde von der Strömung ans Ufer gespült. Sie wusste, wer das war und sie lief so schnell sie konnte, zu ihm. Der Kies rauschte unter ihren Füßen, während sie rannte. „Connor!“, auf dem letzten Meter gaben ihre Knie nach und sie versuchte, ihn wach zu rütteln. Aber er würde nicht aufwachen: Er atmete nicht und sein Puls schlug nicht. Ihre Gedanken überschlugen sich. Was, wenn er nicht wieder aufwachte? Wenn er hier starb? Sie ertrug es nicht, ihn noch einmal zu verlieren. Sie hatte ihn schon verloren, als er im Krankenhaus aufgewacht war und sich nicht an sie erinnern konnte. Dies war einer der schmerzlichsten Momente ihres Lebens.
Ein seltsamer Laut entwich ihr und sie begann, ihn Mund zu Mund zu beatmen und mit ihrer Herzdruckmassage. Sie presste ihren Mund ein drittes Mal auf seinen, als sie fühlte, wie er sich bewegte: Connor schlang die Arme um sie und küsste sie.
Natürlich war sie erleichtert, dass es ihm gut ging und sie erwiderte den Kuss so, als wäre es der letzte Kuss in ihrem Leben. Aus irgendeinem Grund hatte sie gewusst, dass sie ihm nicht lange wiederstehen konnte, aber sie hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell passieren würde.
Dann entschuldigte er sich bei ihr, dass er ihr so einen Schrecken eingejagt hatte, aber sie gab ihm einen unsanften Klaps auf den Oberarm und hielt ihm vor, dass er das alles geplant hatte: „Das war unmöglich von dir, Connor! Du hast es darauf abgesehen und es war unfair und rücksichtlos meine Angst so auszunutzen!“
Sie wusste, dass es nicht so war, aber anders kam sie, dachte sie, aus der Situation nicht heraus.
Schnell stand sie auf, ließ ihn in seiner nassen Kleidung im Kies liegen und ging zum Auto zurück. Dort blieb sie hinter dem Lenkrad sitzen, bis auch er endlich kam.
„Ich muss noch auftanken“, informierte sie ihn tonlos.
Im Ort gab es auch eine Tankstelle und nachdem Lindsay den Wagen getankt hatte, bezahlte sie im Inneren des kleinen Gebäudes mit ihrer Karte. Connor blieb im Wagen. Er beobachtete, wie sie fünf Minuten lang mit einem blonden Mann sprach. Er war groß und was ihn am allermeisten störte, war, wie er sie anlächelte und anschaute.  
„Wer ist das?“, fragte Connor, als sie wieder da war.
„Das ist Martin. Ihm gehört die Tankstelle.“
„Und?“
„Er hat mich gefragt, ob ich heute Abend mit ihm Essen gehe. Auf der anderen Seite der Insel soll es noch ein Restaurant geben…“
„Und?“
„Ich hab jedenfalls nicht Nein gesagt… Los komm, wir müssen noch einkaufen gehen.“ Nachdem sie heute Vormittag ihre Lebensmittel vor Georges Little Market hatte fallen lassen, weil sie den (falschen) roten Ford Mustang gesehen hatte, musste der Einkauf auf jetzt verschoben werden.
Sie stieg erneut ins Auto, setzte sich gut gelaunt hinters Lenkrad. Ihm aber gefiel das gar nicht: Aus irgendeinem Grund hasste er den Gedanken, dass sie mit anderen Männern ausging. Connor beschloss, sich seinen Unmut anmerken zu lassen und ließ sie alleine einkaufen, er wartete im Wagen. Lindsay war eine halbe Stunde weg, bis sie mit einer Papiertüte wiederkam. Sie fuhren zu der Wohnung und wieder zuhause verschwand sie im Badezimmer und Connor räumte die Lebensmittel alleine weg. Danach setzte er sich vor den Fernseher, da Lindsay sich noch immer im Badezimmer befand.      
„Wo gehst du hin?“, fragte er sie dann. Das schicke schwarze Kleid, welches sie trug, machte ihn skeptisch.
„Ich gehe mit Martin aus.“
„Du kennst den Typ nicht mal…“ Ihm war klar, dass das eine Trotzreaktion auf seine Annäherungsversuche war.
„Ja, aber vielleicht ist er mein Traummann.“
Connor beschloss, sie noch zur Tür zu bringen.
„Ich bin in spätestens drei Stunden wieder zurück“, meinte sie und wollte schon gehen, als Connor sie an ihrem Handgelenk festhielt, sie an sich zog und küsste. Sie war überrascht, küsste ihn aber zurück. Erfreut stellte Connor fest, dass sie die Arme um ihn schlang. „Geh nicht“, sagte er zu ihr und Lindsay löste sich von ihm. „Connor, ich…“, ihr fehlten die Worte für das, was  passiert war. Es fiel ihr schwer, bis sie sich mit einem „Bis Dann“ verabschiedete und ging.
Connor blieb alleine in der Wohnung und er starrte auf die geschlossene Tür. Nächstes Mal musste er überlegen, was er tat, bevor er überhaupt etwas tat. Er schwor sich, dass er in Zukunft nicht mehr überstürzt handeln würde und dachte nach, wie er sich bei Lindsay entschuldigen sollte. Vorausgesetzt, sie hatte dann überhaupt noch Zeit für ihn, falls dieser ominöse Martin doch ihr Traummann war…
Etwa fünfzehn Minuten später klopfte es an der Tür. Connor schaute durch den Spion. Er war erstaunt, als er die Tür öffnete.
„Connor“, ihre Stimme war leise, bevor sie eintrat, die Arme um ihn schlang und ihn noch einmal küsste. Er musste nicht fragen, was passiert war, sie erzählte es ihm auch so: „Ich bin zu dem Restaurant gefahren, in dem ich verabredet war…“, sie unterbrach ihre Erklärung nur, um ihn weiterhin zu küssen, „… und ich bin noch eine Weile im Auto sitzen geblieben, weil ich an dich denken musste… Dabei ist mir klar geworden, dass ich nur dich will.“
Sie stolperten rückwärts in die Wohnung und ihre Gefühle überschlugen sich beinahe, als sie sich gegenseitig hielten und Connor mit seinen Händen ihren Körper erkundete. Sie nahm seine Hände von sich und lächelte ihn herausfordernd an, als sie sich von ihm entfernte. Er fragte sich, wo sie hinging und als sie in der Tür zu ihrem Schlafzimmer stehen blieb, wusste er, was sie nun vorhatte zu tun. „Komm“, sagte sie leise.
Sie landete erneut in seinen Armen und ließ zu, dass er sie quälend langsam auszog. Ein kleiner Stromstoß durchzuckte sie, als sie die Haut des anderen fühlten. Lindsay schlüpfte aus ihren Schuhen und zog Connor mit sich aufs Bett um dort ihre langen Beine um ihn zu schlingen. Es war die süßeste Einladung, die er jemals bekommen hatte. Er spürte ein Prickeln an den Stellen, an denen sie ihn berührte. Er erkundete jeden Zentimeter ihres Körpers und lächelte zufrieden, wenn er eine empfindliche Stelle fand und sie aufstöhnte. Sie spürte, wie er ihren Bauch küsste und ihre Beine streichelte. „Connor“, sie kam nicht weiter, denn er legte seinen Mund auf ihren und küsste sie leidenschaftlich. Sie seufzte, als sie seine Bewegung fühlte.
Lindsay schloss die Augen und entspannte sich. Sie war bereit für ihn und ihn zu fühlen, zu schmecken und zu halten, trieb ihre Gedanken in einen wilden Strudel. Wenn er sie nicht erlöste, drohte sie in dem Strudel aus Leidenschaft und Feuer zu verbrennen.
Sie bog sich ihm voller Sehnsucht entgegen, bevor sie beide den Akt mit einem leisen Aufschrei und einem markerschütternden, erregtem Zittern, abschlossen.
Fasziniert betrachtete Connor die gerötete Haut ihres Dekoltés und wie sie sich noch immer unter ihm zitterte. Heftig atmend rollte er sich von ihr und blieb neben ihr liegen. Sie brauchten keine Worte, um das, was passiert war, zu erklären. Dass sie hier bei ihm war und in seinen Armen lag… Mehr brauchte Connor nicht. Er hielt sie, bis sie eingeschlafen war.
Mit einer Hand strich er ihre Haare aus dem Nacken und zog kleine Kreise auf ihrer Haut. Seine Hand wanderte über ihre Schulter, ihren Arm und er war gespannt darauf, ihren Körper noch einmal so intensiv zu spüren.
Er hörte das Handy klingeln und stand auf. Das Mobiltelefon lag in der Küche. Das war Antons Nummer auf dem Display, also hob er ab.
„Hier ist Connor“, sagte er zum Anrufer.
„Connor, guten Abend, wie geht es Ihnen? Wo ist Lindsay?“
Connor drehte sich zum Bett um. „Sie schläft. Keine Sorge…“
„Was macht die Amnesie?“, fragte der Mann am anderen Ende der Leitung.
„Ich kann mich an Gefühle erinnern.“
„Gefühle?“
„Für…“, er brach ab und drehte sich noch einmal nach Lindsay um, „Für Lindsay.“
„Für Lindsay? Na ja, Sie sind gute Freunde und…“
„Nicht diese Art von Gefühlen, Anton… Ich weiß nicht, was es ist, aber ich finde es noch heraus.“
„Rufen Sie mich an, falls Sie etwas brauchen“, sagte Anton und Connor versprach, dass er das tun würde. Sie beendeten ihr Gespräch und Connor kehrte zu ihr ins Bett zurück.
„Wer war am Telefon?“ Sie war aufgewacht und drehte sich zu ihm herum.
„Anton… Ich hab ihm nicht erzählt, was wir eben getan haben... So etwas würde ich ihm nie unter die Nase reiben.“ Er lächelte sie an und stütze sich auf seinen rechten Arm um sie ansehen zu können.
„Anton wollte wissen, was aus meiner Amnesie geworden ist“, fuhr er fort, „Ich sagte ihm, ich kann mich an einige Dinge erinnern.“
„Woran denn?“, fragte sie interessiert.
„Da gab es diesen Fall… Wir wollten eine junge Frau, ich glaube sie hieß Jill, zu ihren Eltern zurückbringen. Der Mann der sie entführt hat, hat mit einigen anderen Frauen in einer Villa gelebt und…“ Connor erinnerte sich, dass er auf einem Monitor beobachtete wie Lindsay und Dr. Davison in einem Kaufhaus in Kontakt mit dem Mann traten und er sah auf dem  Bildschirm, wie dieser Mann Lindsay küsste. Sie sagte zwar im Nachhinein, dass sie sich nicht daran erinnern konnte, dass er normalerweise nicht ihr Typ war und sie hatte Connor entschuldigend angesehen, aber  er fühlte trotzdem wie Eifersucht in ihm hochstieg.
Connor war still geworden.
„Ist alles in Ordnung?“, fragte Lindsay.
„Ja, ich… Mir sind noch einige Dinge eingefallen.“
„Bezüglich dieses Falles?“
Er nickte langsam und Lindsay fragte ihn, warum er es ihr nicht erzählen wollte.
„Ich kann meine Erinnerungen noch nicht in die richtige Reihenfolge bringen“, rechtfertigte er sich, „Aber ich weiß, dass ich auf diesen Mann eifersüchtig war, als du ihn geküsst hast… Ich erinnere mich an einen anderen Fall. Wir untersuchten einen Mysteriösen Nebel in einem Gefängnis. Und….“ Er sah sie gespannt an und sie wusste, was jetzt kommen würde.
„Lindsay, ich erinnere mich daran, dass wir schon einmal eine Nacht miteinander verbracht haben…“
„Sag nichts mehr“, sie brachte ihn zum Schweigen, indem sie zärtlich einen Finger auf seinen Mund legte, „Ja, es ist wahr. Und wir haben nicht nur eine Nacht miteinander verbracht. Die Nacht an die du dich erinnern kannst, war….“, sie schüttelte den Kopf und begann von vorne, „Ich rief dich an, weil ich Mishenka gesehen habe und du bist sofort zu mir gefahren. In dieser Nacht ist nichts passiert, aber am Morgen danach, sind wir beide in meinem Bett aufgewacht und ich habe dich geküsst. Wir konnten uns nicht mehr zurückhalten, und… dann haben wir doch miteinander geschlafen. Es war der Anfang einer wunderschönen Zeit… Dieser Fall, an den du dich noch erinnern kannst, ist einige Wochen später passiert…“
„Warum sagtest du, wir wären kein Paar, als ich dich neulich danach fragte?“
„Vor einer Woche“, sie seufzte, „hast du mir gesagt, dass du glaubst, jemand verfolgt dich und du hättest diesen seltsamen Brief in deiner Post gefunden. Du wolltest nicht, dass mir etwas passiert und hast es beendet. Ich hab versucht, es dir auszureden und sagte, dass wir das gemeinsam schaffen werden, aber du hast nicht auf mich gehört.“
„Ein Fehler, wie mir scheint“, erklärte er und sie sah ihn an, „Ich bin ein riesengroßer Idiot, wenn ich eine Frau wie dich einfach gehen lasse… Lindsay, ich denke, dass es ein Zeichen ist, dass ich mich nach dieser Amnesie noch einmal in dich verliebt habe…“
„Du liebst mich?“ Ihre Augen glitzerten.
„Ja, sehr... Vergibst du mir?“
„Ich hab dir bereits vergeben, als du im Krankenhaus wieder aufgewacht bist….“
Er lächelte und beugte sich zu ihr runter. Sie mussten ihre Wiedervereinigung feiern. Und Connor wusste auch schon wie….

Als Lindsay am nächsten Morgen aufwachte, lag sie alleine im Bett, aber sie hörte, wie jemand in der Küche kramte. Also stand sie auf, zog sich etwas an, um nachzusehen, wer da in ihrer Küche arbeitete. Sie war erleichtert: Es war Connor.
„Guten Morgen“, ihre Stimme klang leise und verführerisch, während sie in der Tür lehnte und ihn beobachtete.
„Hi“, sagte er und kam auf sie zu um sie zu küssen.
„Was ist das?“, fragte sie ein wenig gespielt bevor er sie erreichte und er hielt inne. Sie zog mit zwei Fingern den Kragen seines Hemdes zur Seite und erkannte einen roten Fleck auf seinem Schlüsselbein. „Sieht aus, als wäre ich das gewesen.“
„Ich kann damit leben“, erklärte er, als er sie nun doch küsste. „Was möchtest du zum Frühstück?“, fragte er dann und schaute noch einmal in den Kühlschrank, „Ich müsste dich nämlich zu Fisherman´s Cove einladen, denn wir haben nur noch Zutaten für Omlett und frischgepressten Organgensaft. Alles andere ist nicht wirklich für das Frühstück gedacht..“
„Dann hole ich uns schnell Obst und ein bisschen Brot“, sie lächelte, griff nach ihrer Tasche und verließ die Wohnung. Connor wollte hier bleiben und den Tisch denken. Sie versprach ihm, sie sei in zehn Minuten wieder da.
Bei Georges Little Market kaufte sie frisches Brot, eine Schachtel Cup Cakes, Obst und eine neue Prepaid- Karte für das Handy und löste ihr Guthaben gleich ein. Kaum hatte sie das getan, klingelte das kleine Telefon und sie nahm ab.
„Peter, wie schön, von…“, sagte sie aber der Mann am anderen Ende der Leitung unterbrach sie.
„Seien Sie vorsichtig, Lindsay. Er hat sie gefunden.“
„Was?“, ihr wurde schlagartig kalt.
„Elsinger ist es. Er hat sie gefunden. Ich habe eben mit Miranda, seiner Sekretärin gesprochen: Sie sagte, Elsinger habe seit kurzem ein neues Auto, weil er mit seinem roten Ford Mustang einen Unfall gebaut hatte… Zufällig in der gleichen Nacht, in der Connor von der Straße abgekommen ist und Miranda erzählte auch, er habe sie beauftragt, ein Ticket nach Bell Island zu besorgen.“
Sie schnappte nach Luft und sah, wie ein roter Ford Mustang die Straße entlang fuhr. Sie konnte den Fahrer nicht sehen!
„Peter, wir sprechen uns später…“
„Anton und ich sind bereits auf dem Weg nach…“, aber das hörte sie nicht mehr, denn sie hatte aufgelegt und war so schnell sie konnte zu der Wohnung gerannt. Erneut stieß sie die Wohnung auf und rief nach ihm. Sie war glücklich, als sie ihn noch immer in der Küche vorfand.
Lindsay schlang die Arme um ihm: „Wir müssen hier weg!“
„Warum?“
„Elsinger hat uns gefunden. Er war es“, sie sammelte einige Kleidungsstücke zusammen und steckte sie in ihre Tasche, „Er hat versucht, dich von der Straße abzudrängen… Wenn wir nur wüssten, wieso?“
„Schade. Ausgerechnet jetzt, wo ich angefangen habe, mir hier mit dir wohl zu fühlen…“
„Connor, du begreifst den Ernst der Lage nicht“, sie drückte ihm ein weiteres Bündel Kleidung in die Hand, „Geh und pack das ein! Wir müssen zum Hafen und von dieser Insel runter. Die nächste Fähre geht um elf Uhr.“ Das Handy klingelte erneut und diesmal ging Connor hin, aber Lindsay entriss es ihm und warf es auf die Couch. Zum Teufel damit!
Sie erreichten den Hafen rechtzeitig und sahen die Fähre bereits einlaufen. Am Schalter wollte Lindsay zwei Tickets lösen, aber die Dame schüttelte mit dem Kopf.
„Tut mir Leid, Ma´am. Wir sind bereits jetzt übergebucht. Sie müssen auf die nächste Fähre warten.“
„Wann kommt die?!“
„Um 13:00 Uhr.“
Lindsay versuchte ihr bestes, die Frau zu überreden, dass sie sie doch noch mitfahren ließ. Aber was sie auch sagte, es half nichts. Sie mussten noch zwei Stunden warten.
„Komm, es ist in Ordnung“, Connor versuchte sie zu beruhigen, „Dann warten wir eben noch zwei Stunden.“ Er nahm ihre Hand und zog sie sanft von dem Schalter weg, „Lass uns bei Fisherman´s Cove noch etwas Frühstücken. Wir haben nichts gegessen.“
„Ich fürchte, daraus wird nichts“, sagte eine Stimme hinter ihnen und Lindsay blieb stehen. Sie wusste, dass es sich nur um eine Person handeln konnte und erneut stiegen ihr Tränen in die Augen. Sie hatte versagt. Sie hatte es nicht geschafft, Connor rechtzeitig in Sicherheit zu bringen, bevor Elsinger hier eintraf. Beide drehten sich herum und sie sahen, dass Elsinger eine Waffe in der Hand hielt. Zwar gut versteckt, aber sie konnten die Pistole trotzdem erkennen.
„Warum tun Sie das?“, fragte Lindsay. Sie konnte kaum vermeiden, dass ihre Stimme rau wurde.
„Er weiß einfach zu viel…“
„Worüber?“
„Miss Donner, wollen Sie da wirklich mit reingezogen werden?... Ich glaube nicht…“, Elsingers Stimme war kalt und mit einer kurzen Bewegung mit seiner Pistole wies er Connor an, dass er in den Wagen stieg, der nun an dem Bootssteg hinter ihm angehalten hatte. „Einsteigen, Doyle. Sie wollen doch nicht, dass Ihrer kleinen Freundin oder einem Passanten etwas passiert.“
Als sie fühlte, dass er ihre Hand losließ, sagte sie ihm, er solle das nicht tun, aber er hielt sie zurück. „Lindsay, ich muss.“
„Doyle, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit.“
Sie fragte sich noch immer, was so brisant sein konnte, dass Connor es nicht wissen durfte, aber möglicherweise konnte er sich selbst nicht einmal mehr daran erinnern. Offenbar hatten Peter und Elsinger ihrem Chef nicht gesagt, dass Connor den geplanten Autounfall mit einer retrograden Amnesie überlebt hatte. Dafür war sie ihnen auch dankbar, doch wie hatte Elsinger dann herausgefunden, wo sie waren?
Connor war inzwischen in das schwarze Auto gestiegen und Elsinger hielt die Waffe noch immer auf Lindsay gerichtet. Elsinger dann stieg ins Auto, der Fahrer ließ den Motor an und das Auto explodierte. „Connor!“, schrie sie in Panik und ihr Herz wurde schwer. Er saß doch noch in dem Auto! Mit einem Mal war ihr, als fiele ihr ganzes Leben wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Sie ertrug den Gedanken nicht, ihn noch einmal verloren zu haben und wollte auf den brennenden Trümmerhaufen zu rennen, als jemand unsanft nach ihrem Handgelenk griff.
„Peter?!“, ihre Stimme war ungewöhnlich hoch, als er mit einer Waffe auf sie zielte. Ein weiteres schwarzes Auto bremste direkt neben ihnen.
„Peter, Sie?... Sie haben es ihm gesagt, nicht wahr? Sie haben ihm gesagt, wo wir uns aufhalten!“
„Steigen Sie in den Wagen“, befahl er ihr.
„Was?“
„Steig ein!“, schrie er und Lindsay tat, was  er sagte. Die Autotür wurde hinter ihr zugeschlagen und sie sah noch das brennende Autowrack während der Wagen Richtung Leuchtturm davonfuhr. Lindsay begann zu schluchzen und sie schnappte nach Luft.
„Beruhige dich, ich ertrage es nicht, dich weinen zu sehen!“, hörte sie plötzlich eine vertraute Stimme sagen und sie schluckte.
„Connor?“, sie sprang förmlich in seine Arme und drückte ihn an sich, „Du lebst! Es geht dir gut!“ Sie tastete nach seinem Kopf und schien sich überzeugen zu müssen, dass er kein Geist war, bevor sie ihn endlich küsste. „Aber wie…?“
„Peter hat das Ganze kommen sehen“, erklärte er ihr, „Der zweiter Anruf auf dem Handy war Peter…. Ich konnte noch aus dem anderen Auto aussteigen, bevor es explodiert ist.“
„Wo fahren wir jetzt hin?“, wollte sie wissen und Anton, der sich als ihr Fahrer entpuppte, drehte sich zu ihnen herum. „Ich würde sagen, erst zurück zum Hafen und dann runter von der Insel.“
Sie nickten beide. Das war eine sehr gute Idee. Anton erklärte ihr, während er fuhr, dass Peter und er mit der Fähre um elf Uhr angekommen waren. In all der Panik musste Lindsay sie wohl übersehen haben, aber sie war mehr als froh, dass sie es rechtzeitig geschafft hatten. Sie schätzte, dass sie sich bei Peter entschuldigen musste. Sie hatte tatsächlich gedacht, dass er Elsinger verraten hatte, wo sich Connor aufhielt. Aber er würde sich auch bei ihr entschuldigen müssen: Schließlich bedrohte er sie nicht jeden Tag mit einer Waffe…
„Wie hat Elsinger uns gefunden?“, fragte Connor, als sie sich ein wenig gesammelt hatten.
„Ich fürchte, dass war meine Schuld“, erklärte Lindsay nach kurzem Nachdenken, „Ich hab an der Tankstelle mit Kreditkarte gezahlt…“
„Machen Sie sich keine Vorwürfe, Lindsay“, Anton schaute kurz in den Rückspiegel und steuerte den Wagen die Straße entlang, „Wir haben nicht wissen können, dass er Ihre Kontoauszüge kontrolliert.“
Anton bog nach links ab, dann wieder nach links und schließlich waren sie wieder bei dem Pier, an dem die Fähren legten.
„Wir wissen gar nicht, warum er Connor aus dem Weg räumen wollte“, fügte Anton noch hinzu.
„Ich kann mich auch nicht daran erinnern. Das Letzte was ich weiß, ist, dass ich das Wochenende bei meinen Eltern verbracht habe, weil mein Vater Geburtstag hatte.“ Connor hielt sie noch immer im Arm und wog sie sanft hin und her. Wenn Connor ehrlich war, wollte er gar nicht wissen, aus welchem Grund Elsinger in aus dem Weg räumen wollte. Er erinnerte sich an all die Dinge, die ihm wichtig erschienen. Und mehr brauchte er nicht….


Drei Monate später

„Trocken oder Lieblich?“
„Trocken.“
„Das war klar, dass du das sagst. Dabei weißt du doch, dass ich trockenen Wein nicht mag.“
„Warum fragst du dann?“, wollte Connor wissen, als er einen prüfenden Blick in die Weinkarte warf.
Peter, Anton und Claire schüttelten amüsierte die Köpfe, während sie ihre Freunde beobachteten, die mit ihnen in einem noblen Restaurant nach einem passenden Wein suchten.
„Meine Güte, das ist ja furchtbar!“, sagte Peter, „Können Sie sich jetzt vielleicht mal entscheiden?“ Vor ihm standen bereits unzählige Weingläser, von denen er schon probiert hatte.
„Ich kann nicht glauben, dass die beiden tatsächlich kommenden Sommer heiraten wollen“, kommentierte Anton und trank ebenfalls einen Schluck Wein, „Was macht eigentlich die Amnesie, Connor?“
„Anton, wie oft wollen Sie mich das noch fragen?“
Anton hatte vor, ihn so lange zu fragen, bis ihm wieder etwas Neues einfiel. In den letzten drei Monaten kehrten Connors Erinnerungen kaum zurück, aber er schien damit sehr glücklich zu sein. Es störte ihn wohl nicht, dass er sich nur an wenige Dinge erinnern konnte, die seit ihrer Zusammenarbeit passiert waren. Stattdessen war er der Meinung, dass diese Amnesie dazu beitrug, dass er seine zukünftige Frau noch einmal kennen lernen konnte. Anton rollte mit den Augen: Connor hatte nur noch Lindsay im Kopf. Aber das war gut so, fand er: Schließlich hatte er keine Ahnung, wann Connor überhaupt einmal ein Privatleben geführt oder eine Freundin gehabt hatte…
„Ich mag diesen Weißwein“, erklärte Claire und als sie einen schiefen Seitenblick erntete, fügte sie hinzu: „Denken Sie an Ihr Kleid. Wenn Sie etwas danebenschütten, wird man es nicht so leicht sehen.“
„Gott behüte, DASS ich etwas danebenschütte!“, sagte Lindsay, „Das wäre der Untergang meiner Hochzeit.“
„Hoffentlich haben Sie gutes Wetter… Wenn Sie sich schon nicht für einen Wein entschieden können!“, meinte Peter ziemlich angetrunken von der anderen Seite des Tisches aus.
„Wenn es am Tag der Hochzeit regnet, führen Sie eine glückliche Ehe“, auch Claire musste aufpassen, dass sie den Wein nicht verschüttete, „Das ist eine alte Weisheit.“
„Wir brauchen dazu keinen Regen“, Lindsay griff nach Connors Hand und lächelte ihn warm an.
„Das sind wir so auch schon. Wir sind so schon sehr glücklich…“
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast