Braces I Hate the Most

GeschichteAllgemein / P6
Charlie Bucket Dr. Wilbur Wonka Willy Wonka
14.05.2010
03.06.2010
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Dieses Kapitel
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Das hier ist meine erste Willy Wonka-Übersetzung und ich hoffe sehr dass sie euch gefallen wird...

Die Autorin ist die fantastische MaRaMa-TSG von fanfiction.net
Der Link zum Original ist: http://www.fanfiction.net/s/2549037/1/Braces_I_Hate_the_Most

Ich werde die Kapitel einzeln nacheinander posten, was vor allem daran liegt dass ich nocht nicht fertig mit der Übersetzung bin ;)
Die Story in ihrer Gesamtheit ist weder wirklich in sich geschlossen noch hat sie ein wirkliches offenes Ende. Man könnte sagen, sie ist mehr ein kurzer Einblick in das, was täglich in der Schokoladenfabrik so geschehen könnte, und zeigt etwas von der Beziehung zwischen Willy und Charlie. Die Autorin hat sich Raum für eine Fortsetzung gelassen.

Pairings: None
Warnings: None
Friendship: WW/CB
Disclaimer: Nichts an dieser Geschichte gehört mir, ausser vielleicht dem deutschen Wortlaut. Die Figuren gehören Roald Dahl, der Plot einzig und allein MaRaMa-TSG. Ich verdiene kein Geld mit der Übersetzung der Story.

Soo, genug gelabert. Jetzt gehts Los :)
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Zahnspange für Charlie, Kopfschmerzen für Mr. Wonka.

“Also, Charlie. Es sieht so aus als bräuchtest du eine Zahnspange. Du fängst an, einen leichten Überbiss zu bekommen.”
Die weiß gekleidete Gestalt des Zahnarztes wich zurück und erlaubte dem Jungen sich hinzusetzen und seinen Mund an dem nahen Wasserhahn auszuspülen.

Charlie rubbelte sich abwesend mit dem Zeigefinger über seine oberen Schneidezähne.

“Wirklich? Ich frage mich was Mr. Wonka wohl dazu…”
“Er wird wahrscheinlich behaupten das sei alles Unsinn, und dir einreden wollen nicht wieder her zu kommen.” sagte der Arzt ruhig und mit ausdruckslosem Gesicht. Charlie, dessen Mund noch immer leicht offenstand weil er mitten im Satz unterbrochen worden war, schloss diesen nun und sah den Doktor mit, wie einige sagen würden, seinem Dackelblick an.

“Die Zahnspange die Willy tragen musste war ganz anders als die Spangen, die es heute gibt. Also lass dich nicht von ihm mit seinem Blödsinn einschüchtern.” Dr. Wonka lächelte einen Moment lang freundlich, wie um seinem jungen Patienten Mut zu machen, und ging dann hinüber zu einem nahen Schrank in dem er etwas suchte.
Als er es gefunden hatte ging er zurück zu Charlie, der inzwischen seine Jacke anzog und sich zum Gehen fertig machte.
“Das hier…” fing er an, die Aufmerksamkeit des Jungen auf sich lenkend, “…zeigt, wie deine Zähne aussehen werden wenn du älter bist, wenn sie nicht richtig behandelt werden.” Er betonte das Wörtchen “werden” ein wenig mehr und zeigte Charlie ein Modell von Ober- und Unterkiefer.
Charlie betrachtete das Modell interessiert. Die Zähne im Oberkiefer verdeckten die Unteren vollständig und waren auch größer als normal.
Sein Gesicht zuckte angewidert, auf eine etwas übertriebene Art, als er sich seine eigenen Zähne in dem Zustand vorstellte.
Er musste sich diese Eigenschaft wohl von Mr. Wonka abgeschaut haben.

“Du willst doch nicht, dass deine Klassenkameraden dich deswegen aufziehen, oder?” fragte der Doktor mit einem freundlichen, beinahe schon etwas seltsamen Lächeln.

Charlie schüttelte seinen Kopf und sagte schüchtern, seinen Blick immer noch auf das komische Ding gerichtet: “Nein, Sir.”

“Am schlimmsten ist, dass es dich beim Essen stören würde. Außerdem…”, er zwinkerte, “…bin ich sicher, dass du sehr gerne so perfekte Zähne hättest wie mein Sohn. Natürlich musst du weiterhin Zahnseide benutzen.”
Charlie nickte verstehend.

“Also gut. Wir sollten die Zahnspange bei deinem nächsten Besuch einsetzen. Ruf mich einfach an um den Termin zu machen, wenn du bereit dazu bist. Ich möchte dich nicht dazu zwingen, jetzt so eine wichtige Entscheidung zu treffen, aber je schneller, desto besser.” Er stellte das Modell an seinen ursprünglichen Platz zurück.

Charlie überlegte ob Mr. Wonka wohl die Wahl gehabt hatte, ob er selbst hatte entscheiden dürfen. Wahrscheinlich nicht, dachte er, doch er beschloss nicht nachzufragen.
Der arme Chocolatier war immer noch dabei sich von dem Schock zu erholen, den er erlitten hatte als er sah wie sein Vater Charlies Zähne mit einem neuen Gerät reinigte.
Das Geräusch dieses Dings war so laut und hässlich gewesen, das Mr. Wonka vermutlich denken musste, ihm würden alle seine Zähne abgeschliffen.
Der Junge kicherte über seine Gedanken, während er in den Nebenraum ging. Dort lag Willy auf einem anderen Zahnarztstuhl, mit einem Eisbeutel auf dem Kopf.
“Wie fühlen Sie sich, Mr. Wonka?”
Charlie verstummte als er bemerkte dass sein Mentor die Augen zukniff und leicht sein Gesicht verzog, während er den Eisbeutel gegen seinen Kopf presste.
Charlie stand geduldig neben ihm, bis sein Mentor antworten konnte. Der Doktor hatte gesagt, er würde später grässliche Kopfschmerzen haben.

“Das muss wirklich wehgetan haben.” Charlie rief sich den ganzen Vorfall noch mal ins Gedächtnis.

Ja… Wie ein Flashback…

Willy Wonka war in dem Moment in Ohnmacht gefallen, in dem er dieses ohrenbetäubende Geräusch gehört hatte. Es hatte wie eine Kettensäge geklungen.
Weder Charlie noch Dr. Wonka hatten etwas gemerkt, bis sie ein lautes und hohles “Klonk” hinter sich hörten. Charlie sprang schnell von seinem Stuhl um seinem Mentor und Freund zu helfen.
“Mr. Wonka. Mr. Wonka! Alles okay? Was ist los?”
Charlie schüttelte ihn, aber er war völlig weggetreten. Der Junge sah ängstlich hinüber zu Dr. Wonka, der viel ältere Mann schüttelte bloß den Kopf.
“Deshalb habe ich ihm gesagt, er solle draußen warten, aber er hört ja nie auf mich.”

“Kommt er wieder in Ordnung?”

“Ja, er ist bloß in Ohnmacht gefallen, aber ich muss zugeben, das klang ziemlich schmerzhaft.” Zur Überraschung des Jungen durchquerte Dr. Wonka den Raum mit großen Schritten, nahm den schlanken Körper des Chocolatiers einfach auf den Arm und legte ihn in den Patientenstuhl im Nebenraum.
Die Sanftheit des ganzen Vorgangs ließ Charlie sich ein bisschen besser fühlen. Er wusste dass Dr. Wonka niemals einfach hinnehmen würde, dass sein Sohn Schmerzen hatte.

Dr. Wonka strich durch das Haar seines Sohnes, über die Stelle wo er auf dem Boden aufgeschlagen war. Seine Augenbrauen hoben sich und er schob die Haare zur Seite, um die blasse Kopfhaut zu betasten.
Ein paar Augenblicke später drehte er sich zu dem besorgten Kind um. “Charlie, bring mir einen Eisbeutel aus der Küche. Er hat sich den Kopf ziemlich angeschlagen und bekommt schon eine schlimme Beule.”

Der Junge rannte in die Küche und kam sofort mit besagtem Eisbeutel zurück. Der musste normalerweise für Patienten mit Zahnschmerzen gedacht sein.
Er gab dem Zahnarzt den Beutel und umrundete den Stuhl um seinen Mentor anzusehen.
Charlie biss sich auf die Lippe und schluckte, er hatte plötzlich einen Kloß im Hals.

Dr. Wonka legte den Eisbeutel auf den Kopf des Chocolatiers und schob ein Kissen darunter, damit er an Ort und Stelle blieb.
Er sah Charlies besorgtes Gesicht und musste lächeln. Er wusste wie sehr sich Charlie um seinen Sohn kümmerte. Es machte ihn froh zu wissen, dass sein Sohn nicht mehr allein war. Er brauchte wirklich menschlichen Kontakt.
“Keine Sorge, Charlie.”
Der Junge wurde aus seinen Gedanken gerissen und sah den älteren Mann an. Er schluckte erneut, dieser blöde Kloß wollte einfach nicht verschwinden.
“Er kommt wieder in Ordnung, die Verletzung ist nicht so schlimm. Nur eine Beule. Die sollte in einigen Stunden verschwunden sein, spätestens nach einem Tag.” Ein weiteres, freundliches Lächeln. Ein bisschen liebevoller als sonst. “Er wird ziemlich grässliche Kopfschmerzen haben wenn er aufwacht, er sollte sich also eine Weile hier ausruhen. Komm, lassen wir ihn erst einmal in Ruhe.”

Charlie folgte dem Doktor als dieser den Raum verließ, nicht ohne noch einmal auf seinen bewusstlosen Mentor zurückzuschauen und dann leise die Tür zu schließen.

Eine flüsternde Stimme.
“Haben wir etwa ein Flashback?”
Ein schwaches Kichern.

Charlie wurde aus seinen Gedanken gerissen und starrte seinen Mentor an, der ihn lächelnd ansah. Seine Augen waren noch immer halb geschlossen, wahrscheinlich wegen der Kopfschmerzen.
Charlie lächelte zurück. “Ich glaube. Vielleicht ist das ansteckend…” Er freute sich, als das Lächeln des Chocolatiers breiter wurde.
“Wie fühlen Sie sich Mr. Wonka? Ihr Sturz klang ziemlich schmerzhaft.”
“Klang es hohl?” Willys Augen wurden größer und sein Lächeln fiel in sich zusammen.
“Ein bisschen…”
“Dann heißt das… ich bin eine hohle Nuss?” Er sah sehr besorgt aus.
“Nee, das bedeutet nur, dass es ein recht harter Schlag war.”
“…Oh.”

Dr. Wonka kam in den Raum und sah zu Willy hinunter. “Also, Sohn. Nächstes mal wirst du dann auf mich hören, ja?”
Willy nickte leicht, zuckte dann jedoch zurück.
“Lass mal sehen.” Dr. Wonka tat den Eisbeutel zur Seite und legte seine Hand auf Willys Haar. “Beweg mal deinen Kopf damit ich besser sehen kann.” Willy tat es ohne zu zögern. Er hatte sich schon ein wenig an körperlichen Kontakt gewöhnt, zumindest von den Leuten die ihm näher standen. Dank seines jungen Erben hatte sich auch die Beziehung zu seinem Vater wesentlich verbessert.

Dr. Wonka fühlte wieder über seinen Kopf, diesmal mit einer nicht behandschuhten Hand. Die Beule schien schon kleiner zu werden.
Charlie sah auf als sein Mentor schmerzlich das Gesicht verzog, dann jedoch langsam entspannte.

Willy stöhnte leise als sein Vater begann, seine Kopfhaut zu massieren. Dieser sensible Bereich seines Körpers wurde sonst nie von anderen Händen als seinen eigenen berührt. Die Wärme der Finger seines Vaters fühlte sich gut an. Sie milderte die Schmerzen und entspannte ihn. Er schloss seine Augen und genoss das Gefühl. Er war schon beinahe eingeschlafen als er wieder die Stimme seines Vaters hörte.

“Ich habe Charlie gesagt, dass er eine Zahnspange braucht…”

Willy riss die Augen auf und stand innerhalb einer Sekunde auf den Füßen: “Was!”
Einen Moment lang war ihm so schwindelig dass er dachte, er würde gleich wieder umfallen, sein Vater und Charlie hielten ihn fest und er lehnte sich gegen den Stuhl. Das Blut war ihm zu schnell in den Kopf gestiegen.

“Jetzt beruhige dich erstmal, Junge. Ich habe ihm gesagt er solle es sich überlegen, und mir bescheid sagen wenn er bereit dafür ist.”

Willy versuchte immer noch, sein Gleichgewicht wiederzufinden. Drehte sich der Raum? Er schüttelte uneinsichtig den Kopf. “Nein…”

“Bitte? Was habe ich dir zum Thema nuscheln beigebracht, Willy?”

Aha, da kam das also her, dachte Charlie.

“Nein.” Willy riss sich zusammen. “Du wirst nichts dergleichen tun. Charlies Zähne sind in Ordnung wie sie sind. Ich lasse nicht zu dass du ihm dieses… dieses… eklige und schlimme… Ding aufzwingst!” Er schien nach dem richtigen Wort zu suchen um das riesige Metallgestell zu beschreiben, das er selbst als Kind hatte tragen müssen.

“Oh, nein mein Sohn. Es gibt heutzutage andere, modernere Zahnspangen. Und sowieso sind Charlies Zähne nicht allzu schlimm, er wird die Spange gar nicht lange tragen müssen. Ich denke, das ist Charlies Entscheidung und nicht deine.” sagte Dr. Wonka entschieden und sachlich.

Willys Mund zuckte merkwürdig während der Chocolatier seine Gedanken ordnete, er öffnete und schloss sich mehrmals. Seine Augenbrauen hielten auch nicht gerade still.
Endlich drehte er sich mit einem fragenden Gesicht zu Charlie um.

“Keine Sorge Mr. Wonka. Ich werde zuerst mit Mom und Dad reden und schauen was sie dazu sagen.” Er lächelte seinen verwirrten Mentor an.

“Komm jetzt, Willy. Du bist mit der Zahnreinigung dran.”

Der Chocolatier wimmerte leise und senkte seinen Kopf, dann folgte er seinem Vater zurück in den anderen Raum wie ein gehorsames kleines Hündchen.

Ein Kichern.
Dieses Mal… von einem kleinen Jungen.
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Soho, das war also Kapitel Nr.1
Wenn es euch gefallen hat lasst mir doch bitte ein klitzekleines Rewiew da :) Ich wüsste gerne was ich beim Übersetzen noch verbessern könnte, und leite auch Kommentare an die Autorin weiter.
Ich poste das nächste Kapitel dann wenn ich ein paar Reviews habe ;) (und wenn ich mit übersetzen fertig bin xD ich versuche mich zu beeilen, es kommt auf jeden fall.)

Allerliebste Grüße, das Kätzchen vom Sevvi :)
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