A boy like that

GeschichteRomanze / P16 Slash
30.04.2010
30.04.2010
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Autor: Ich – Kitty Ballou

Disclaimer: Alle Charas gehören sich selbst, ich spiel nur so zum Spaß und ganz ohne Geldverdienen mit ihnen...

Summary: Nach Randys neuestem Auftritt beschließt Gale, endlich Nägel mit Köpfen zu machen...

Warnings: Öhm... Nein! *ggg*

A/N: Ein besonderer Dank geht an meine kleine Muse Meggi, die mir den Link zu Randys neuestem Auftritt in Joes Pub zugeschoben hat, der mich hierzu inspiriert hat! *flausch dich ganz doll*


***


A boy like that



Ich konnte es nicht glauben! Ich konnte es einfach nicht glauben! Ich saß an meinem Wohnzimmertisch, hatte den aufgeklappten Laptop vor mir und starrte ungläubig auf die Bilder, die da auf youtube vor mir abliefen. Randy war in Hochform, sang und zappelte auf der Bühne herum, dass Justin T. blass geworden wäre bei dieser Performance! Und in diesem Fall sprach ich nicht von Justin T. wie Taylor! Und ich schwankte zwischen Lachen und Weinen, als ich ihm dabei zusah. Natürlich wusste ich nur zu gut, dass Randy unheimlichen Spaß daran hatte, solche Auftritte zu absolvieren! Aber dennoch... Schon bei einem seiner letzten, wo er seiner etwas wohlbeleibten Partnerin einfach in die Arme gesprungen war wie ein Klammeräffchen, hatte ich nur ungläubig und dennoch grinsend mit dem Kopf geschüttelt. Ich selbst hätte es ja nie, niemals gewagt! Never ever! Aber Randy... Nur – was bezweckte der Bengel eigentlich damit? Dass er diesmal mit einer schwangeren Frau im Boxer-Outfit über die Bühne hampelte, die zum Schluss in schwarzer Unterwäsche da stand, während Randy ganz in Weiß neben ihr performte, in weißem Shirt und weißer Shorts...

Aufstöhnend ließ ich mich zurück fallen. Ohne den Blick vom Bildschirm abwenden zu können. Ich seufzte tief durch. Ob er das alles nur veranstaltete, um mich aus der Reserve zu locken? Unwillkürlich schüttelte ich erneut den Kopf. Verharrte aber sofort mitten in der Bewegung und spürte, wie meine Augen schmal wurden. Und wenn doch? Was, wenn das alles von ihm geplant war? Marke: Ich mach mich hier mal völlig zum Affen und warte, wann der Sack endlich reagiert, irgendwann muss er doch mal austicken und hier auftauchen und fragen, was ich mit all dem Scheiß beabsichtige!

Und ich war drauf und dran, genau DAS zu tun!

***

Und tatsächlich: Bereits am nächsten Tag saß ich im Flugzeug, bereit, Randy bei sich zu Hause in New York aufzusuchen. Natürlich war ich nervös. Aber ich war auch neugierig. Hatte ich nur zu viel in Randys Auftritte hinein interpretiert? War es reines Wunschdenken, das mich hierher trieb? Direkt zu ihm? Ich wusste es nicht. Aber wenn ich ihn nicht endlich darauf ansprechen würde, würde ich noch verrückt werden! Denn natürlich bedeutete mir mein blonder Bengel, wie ich ihn so oft genannt hatte, etwas! Nein, nicht „etwas“! Er bedeutete mir viel mehr, als ich mir manchmal selbst eingestand. Im Grunde genommen liebte ich ihn mit jeder Faser meines Herzens. Allerdings hatte ich es ihm nie so gesagt. Vielleicht wurde es auch dafür mal Zeit!

Ich lachte leise auf, als ich mir vorstellte, wie Randy reagieren würde, wenn ich mich dazu überwinden würde, einen ebensolch spektakulären Auftritt in Joes Pub hinzulegen! Aber nein, eher würde die Hölle zufrieren und der Teufel auf dem Eis Schlittschuh laufen! Ich war für so etwas nicht geschaffen, war viel zu feige dafür, zu schüchtern, zu unspektakulär. Wie immer man es auch nennen mochte, aber nein, ich würde mich nie so provozierend verhalten, da ich ganz einfach nicht der Typ dafür war. Und mich anderweitig zum Narren zu machen? Mich beispielsweise nackt in den Central Park zu stellen, mich mit Vogelfutter zu bestreuen und lauthals „Bring me to life“ zu schmettern würde sicherlich für Aufsehen sorgen! Aber andererseits auch dafür, dass ich mich wenig später in einer hübschen und auf dem Rücken zugeschnürten weißen Jacke in einer Gummizelle wiederfinden würde! Folglich kam so etwas erst recht nicht in Frage. Nein, nein, ich würde mich  ganz normal mit Randy unterhalten über seine Freizeitaktivitäten, wir würden reden wie gesittete Männer und wie es sich für Erwachsene gehörte! Und ich würde ihn bitten, mich weiterhin mit Auftritten wie seinem aktuellen doch bitte zu verschonen und doch lieber die Rolle des Tony in der Neu-Inszenierung der „West Side Story“ zu übernehmen, für ich auf dem Weg zu Randy überall Plakate erblickte, die zur Audition aufriefen. Das wäre doch etwas für ihn, was ihm sicherlich auch Spaß machen, ihn länger beschäftigen würde als diese Kurz-Auftritte in irgendwelchen Clubs. Und schließlich würde Randy einsehen, dass ich im Recht war, wir würden uns anlachen, die Hände schütteln, etwas zusammen trinken gehen und mein Gefühlsleben wäre wieder im grünen Bereich und somit alles bestens!

***

Aber wie heißt es doch so schön? Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt. Ich hatte bei Randy geklingelt, er hatte die Tür geöffnet. Im nächsten Moment hatte er strahlend an meinem Hals gehangen und mich geküsst. Ich hatte den Kuss erwidert, war über die Schwelle gestolpert, gefallen, auf dem Teppich gelandet, Randy war über mir gewesen, wir beide gleich darauf nackt, dann hatten wir gevögelt, wild und hemmungslos und wie in alten Zeiten. Danach hatten wir geduscht, ein zweites Mal gevögelt, zusammen im Bett gelegen, geknutscht, gefummelt, gelacht, weiter geknutscht, noch mal gevögelt, irgendwann was gegessen, getrunken, geraucht, gevögelt natürlich und irgendwann auch über Randys Auftritt gesprochen. Randy hatte mich angelächelt, mit seiner Zeigefingerspitze von meiner rechten Brustwarze zur linken und schließlich tiefer gestrichen und letztendlich inne gehalten und mich mit seinem für ihn so typischen Sunshine-Lächeln angestrahlt und gemeint:
„Naja, es hat doch geklappt! Also – ist doch alles in Ordnung, oder?“

Ach, und so ganz nebenbei: Er hat mir versprochen, diese Auftritte deutlich einzuschränken. Muss er ja auch. Denn die nächste Zeit hat er eh genug zu tun. Die Rolle des Tony hat er zwar  nicht bekommen, aber er spielt jetzt den Bernardo. Mit schwarzen Haaren, wie es sich für einen waschechten Puertorikaner gehört! Und er sieht toll aus. Richtig verwegen. Und ich wünschte mir, er und ich hätten mehr Szenen miteinander. Ich hab nämlich die Rolle des Tony bekommen! Und wenn ich unter Marias Balkon stehe und singe, ist es in meinen Gedanken eh Randy, der zu mir herunter lächelt und mich wissen lässt, dass es bei uns Beiden auf jeden Fall ein Happy End gibt!


ENDE
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