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Schlüssellochgeschichten

von nir77tak
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Carsten Reimann Leonhard "Lenny" Cöster
29.04.2010
29.10.2012
43
47.353
5
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Dieses Kapitel
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29.04.2010 633
 
Die Idee entstand, während ich meine eigentliche Geschichte über Lenny und Carsten schrieb.
In einem Kapitel versprach Lenny Carsten, dass er in der gemeinsamen Wohnung für Carsten alles tun würden - Carsten nannte ihn daraufhin zärtlich "Lügner".
Tja, Carsten, jetzt wirst du eines Besseren belehrt:



Carsten ging die letzten Treppen zu seiner Wohnung hoch – nein, zu ihrer Wohnung – seit 4 Wochen schon wohnte er mit Lenny zusammen und es erfüllte ihn jeden Tag aufs Neue mit einer Überdosis Glückshormonen.
Schon beim Schlüssel in die Tür stecken wusste er, dass Lenny mal wieder Stöpsel in den Ohren hatte und mitsang.
 „Hmm, hnaaa, hmm, la …“ drang leise durch die Tür. Carsten schüttelte den Kopf, was der Kerl so für Singen hielt eben …  
Leise schloss er die Tür auf und ging in die Wohnung. Lenny stand mit dem Rücken zu ihm und trug nur Boxershorts und ein zu enges grünstichiges – ehemals weißes -  T-Shirt.
Carsten lächelte und lehnte sich vorsichtig gegen die Tür, die leise ins Schloss fiel.
Das T-Shirt, das Lenny trug, war eigentlich mal Carstens gewesen – und Lennys ersten Waschversuchen zum Opfer gefallen.
Trotzig hatte Lenny damals behauptet: „Das kann man doch noch tragen“, als Carsten dieses entsetzt aus der dunklen Wäsche gezogen hatte und trug es seitdem ständig – zum Beweis.
Carsten würde sich hüten zu sagen, dass das T-Shirt nicht nur eine unmögliche Farbe hatte, sondern auch noch viel zu eng für Lenny war, denn es sah einfach nur zum Anbeißen aus, wenn sich Lennys Bauch- und Rückenmuskeln so darunter abzeichneten.
Lenny stand also mit dem Rücken zu Carsten und merkte nicht, dass dieser breit grinsend dem Spiel seiner Rückenmuskulatur zuschaute -  welch  ein Luxus.
Aber was tat er da eigentlich?
Carsten ging einen Schritt näher.  
Lenny stand brummend (er selbst würde es summen oder mitsingen nennen) am BÜGELBRETT und bügelte SEIN Lieblingshemd.
Carsten sprang vor.
„Oh nein“, nicht auch noch sein Lieblingshemd.
Von der hektischen Bewegung aufgeschreckt, stellte Lenny das Bügeleisen zu Seite und schaute erschrocken zu Carsten.
Seine Mimik wechselte von seinem unverkennbaren „Da-bist-du-ja-endlich“ – Lächeln, dass er immer zeigte, sobald Carsten den Raum betrat, selbst wenn er  auch nur ein paar Minuten weg war, zu einem langen, enttäuschten Gesicht.
„Ach, Mann, ich wollt dich überraschen“, motzte er und zog sich die Stöpsel aus den Ohren.
„Ähm, schon OK, nicht nötig“, versicherte Carsten hektisch.
„Du traust mir das nicht zu, oder?“
Lenny zog eine Schnute.
„Doch, klar, ähm, hast du das schon mal gemacht?“
Carsten untersuchte sein Hemd – schien alles noch dran zu sein.
„Ich hab geübt, du Blödmann, ich war die letzten drei Tage bei Mama und hab Papas verdammte Hemden unter ihrer Aufsicht gebügelt …“
Jetzt war Lenny echt sauer – Mist ….
„Du warst bei deiner MUTTER?“
Carsten war sprachlos.
„Ja, wen soll ich denn sonst fragen – Tuner vielleicht“, fragte Lenny irritiert.
„Alles klar, und du hast Alexanders Hemden gebügelt, während deine Mutter um dich rumgesprungen ist und dir gezeigt hat, wie das geht???“
Carsten stellte sich das bildlich vor – das muss die Hölle für Lenny gewesen sein – sowohl zu fragen, als auch das Geglucke seiner Mutter auszuhalten.
„und es ist alles noch heile? Du hast keinen angeschrien, umgebracht, verletzt … wir können uns da noch blicken lassen???“
„Ja, ich war die Ruhe selbst“
Lenny grinste: „Naja, fast, aber ich war wirklich gut, ich war nur einmal im  Bad und hab den Kopf vor die Wand geknallt, echt …“
Carsten schaute sich um, Lenny hatte schon zwei fertig gebügelte Hemden über den Sessel gelegt.
„und du stehst hier jetzt …“
„Ne Stunde oder so …“, zuckte Lenny mit den Schultern.
Carsten legte seine Arme um Lenny.
„Du bist un-glaub-lich, ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll …“
„Ich hab doch gesagt, ich tu alles für dich, wenn ich erstmal raus bin“, murmelte Lenny in sein Haar.
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