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Mister Lonely

von Joy1
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Dr.Addison Montgomery Dr.Cooper Freedman Dr.Naomi Bennett Dr.Sam Bennett Dr.Violet Turner William "Dell" Parker
27.04.2010
27.04.2010
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In der Praxis
"Dell! Ich habe dir schon hundert mal gesagt, dass du mit den Patientenakten sorgfältiger umgehen musst. Und die Anmeldung musst du auch mal aufräumen, das ist doch das erste was Patienten sehen, wenn sie zur Tür reinkommen." schrie Sam den jungen Mann an.
"Sam, ich bin doch gerade eben erst aus dem Urlaub zurück gekommen. Und Betsys Babysitterin hat angerufen, Betsy geht es nicht gut. Kann ich bitte den restlichen Tag frei bekommen und mich um sie kümmern?" fragte Dell und sah Sam flehend an.
"Nein Dell! Die Babysitterin kümmert sich schon um sie. Du bleibst hier uns bringst deinen Arbeitsplatz in Ordnung! Wir anderen gehen jetzt in die Mittagspause." schaltete sich Naomi ein und ging zur Tür.
Addison, Sam, Pete und Violet folgten ihr, während Cooper Dell beschwichtigend auf die Schulter klopfte und dann ebenfalls zur Tür raus verschwand.

Dell schlug mit der Faust auf den Tresen und begann wütend die Patientenakten zu sortieren und seinen Arbeitsplatz aufzuräumen. Sam hatte natürlich Recht, als er freigestellt worden ist um sich um seine Tochter zu kümmern ist eine Menge liegen geblieben. Und natürlich konnte sich auch die Babysitterin um Betsy kümmern, dachte Dell und beruhigte sich langsam.

In einem Restaurant in der Nähe der Praxis
Addison, Cooper, Naomi, Pete, Sam und Violet saßen an einem großen runden Tisch und schauten in ihre Karten.
"Denkst du, ich war zu hart zu Dell?" fragte Naomi Sam.
"Nein, mein Schatz. Wir fahren doch auch nicht sofort nach Hause, wenn Maya krank ist. Er muss eben lernen, wann seine Tochter ihn wirklich braucht und wann nicht. Er beruhigt sich schon wieder." beschwichtigte Sam seine Frau.
"Wisst ihr, Dell muss sich erst mal an die neue Situation gewöhnen. Arbeit und Kind ist nicht  so einfach zu vereinbaren." warf Violet ein.
"Lasst uns von was anderem reden und wenn wir wieder in die Praxis gehen rede ich nochmal in Ruhe mit ihm" versprach Pete und damit war das Thema erstmal beendet.

In der Praxis
Dell kniete gerade unter die Anmeldung um den Staub wegzuwischen, der sich dort angesammelt hat.
Er hörte die Praxistür aufgehen.
"Tut mir leid, wir haben Mittagspause, wenn es also kein Notfall ist muss ich Sie leider bitten wieder zu ..."
Als er unter der Anmeldung auftauchte, sah direkt in den Lauf einer Pistole.
"Nun ja, ich fürchte es handelt sich hierbei um einen Notfall!" der maskierte Mann, der die Waffe hielt deutete hinter sich. Ein weiterer Maskierte stützte einen Mann, aus dessen Bauch Blut quoll.
Dell starrte den Mann an, während er mit seiner Hand langsam an der Tischkante langfuhr. Seine Finger näherten sich dem Alarmknopf, der mit den Piepern seiner Kollegen und der Polizei verbunden war.
Als sein Zeigefinger den Knopf fand und ihn drückte ertönte ein surrendes Geräusch. Der Mann bemerkte dies und feuerte, seine Pistole auf Dell gerichtet, ab.

Im Restaurant
Die sechs Kollegen waren gerade dabei ihr Mittagessen zu verspeisen als ihre Pieper zugleich anfingen Alarm zu schlagen.
"Dell!" Addison sprang auf, knallte mehr als genug Geld für das Mittagessen auf den Tisch und alle rannten aus dem Restaurant, auf die Praxis zu.

In der Praxis
"Aaah" schrie Dell. Das Geschoss hatte ihn durch den Tisch in die Schulter getroffen. Er fiel zu Boden und presste seine Hand auf die schmerzende Wunde.
Der bewaffnete Mann zog seine Maske vom Kopf. Der Mann hatte schwarze Haare und eiskalte blaue Augen.
Er trat auf ihn zu.
"Hör zu. Du wirst meinem Freund die Kugel entfernen, sonst sitzt der nächste  etwas gezielter!"
"Aber ich kann doch nicht ... ich bin kein Arzt!" erklärte Dell mit schmerzverzehrtem Gesicht.
"Meinst du, ich warte bis die Polzei hier antanzt? Los, tu was ich dir sage!"
Der Mann zog Dell am Arm hoch, an der Seite wo das Projektil ihn getroffen hat.
Dell schrie auf. Der Mann lachte spöttisch.
Die Eingangstür ging auf. Dells Kollegen kamen rein gestürmt, doch sie blieben abrupt stehen, als sie die Lage sahen, in der sich Dell befand.
Der Verbrecher reagierte schnell, schlang seinen Arm um Dells Hals und hielt die Pistole an seinen Kopf.
"Halt! Keinen Schritt weiter, oder ihr junger Freund erlebt den nächsten Morgen nicht mehr."
Dell sah seine Kollegen geschockt an. Sam hob beschwichtigent die Hände. "Lassen Sie ihn los"
"Oh nein, wir brauchen ihn noch" meinte der Mann und wies seinen Kumpel an, den verletzten Mann in Sams Büro auf den Untersuchungstisch zu legen. Er stieß Dell an ihm zu folgen.
Dell trat an den Tisch, die Pistole des Mannes im Nacken
"Wenn mein Bruder stirbt, ereilt dich das gleiche Schicksal!"
Dell nickte. "Es ist nur so, wie ich es schon gesagt habe, ich bin kein Arzt! Ich brauche die Hilfe von Dr. Benett."
Der Mann nickte seinem Kumpel zu, der das Büro verließ und nun auf die sechs Ärzte zutrat.
"Wer ist Dr. Bennett?"
Sam gab ihm ein Zeichen.
"Gut, du musst deinen Freund unterstützen, aber keine Mätzchen, sonst ist er Geschichte! Und ihr anderen rührt euch nicht von der Stelle!"
Sam nickte, sah kurz seine Kollegen an, die ihm bstärkt zulächelten.
Sam wollte sein Büro betreten, aber das lies der Mann nicht zu "Nein, du gibst nur die Anweisungen, klar!"
Der Arzt nickte geschockt. "In Ordnung, Dell hör mir jetzt genau zu: Du hast hier keine erforderlichen OP-Mittel, das weiss ich aber wir schaffen das ok?" Dell nickte.
"Ok, du nimmst jetzt die Desinfektionsflasche vom Regal und reibst deine Hände damit ein. Dann schiebst du den Pullover des Patienten hoch. So, jetzt sprühst du das Desinfektionsmittel auf die Wunde!" Dell befolgte die Anweisungen, allerdings ging es ihm immer schlechter.
Sam bemerkte das und versuchte schneller zu reden. "Dell, ich weiss, du kannst bald nicht mehr, aber halte durch!"
Dell sah ihn an und nickte schwach. Der Blutfleck auf seiner Schulter wurde immer größer.
"OK, jetzt nimmst du die Pinzette und desinfizierst sie auch. Gut. Jetzt ziehst du die Wunde mit deinen Daumen und Zeigefinger auseinander, wenn du die Kugel sehen kannst, dann hol sie sofort raus!"
Dell zog die Wunde auseinander, er konnte die Kugel tatsächlich sehen. Er nahm die desinfizierte Pinzette, steckte sie in die Wunde und holte die Kugel vorsichtig heraus. Doch nun quoll noch mehr Blut aus der Wunde.
"Oh nein. OK keine Panik, dass kriegen wir hin. Auf dem Tisch steht eine Packung Kleenex-Tücher. Desinfizier sie, zerknüll sie und press sie auf die Wunde. Und jetzt fühl seinen Puls!"
Dell fühlte mit seinem blutverschmierten Zeigefinger den Puls des Mannes.
"Ich ... er ist ... tot! Aber ich habe doch alles getan..."
"Franky?!" schrie der Mann. Dann starrte er wütend Dell an. Er krallte seine Hände in Dells Hals und warf ihn zu Boden. Er richtete seine Waffe auf ihn. "Dafür wirst du bezahlen."
Er entsicherte die Waffe. Sein Komplize scheuchte Sam zurück zu den anderen und sah sich plötzlich einem Polzeiteam gegenüber. Der Mann wurde sogleich verhaftet. "Boss, die Bullen!" schrie seinem Kumpanen zu.
Es fiel ein Schuss...
Der Mann  wurde überwältigt...
Der Schuss traf Dell in die linke Brust...
 
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