Der See des Grauens

von Earthling
KurzgeschichteFantasy, Übernatürlich / P12
12.04.2010
12.04.2010
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Das Folgende ist ein Text, den ich in der 7. Klasse geschrieben habe. Dank einiger Kommafehler wurde er "nur" mit einer 2 bewertet, aber das ist eher nebensächlich.

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Alessio und Guido hatten die Lichtung erreicht.
Vor ihnen lag der von Guidos Bruder hoch gepriesene See.
Sie betrachteten die Lichtung näher. Zu ihren Füßen breitete sich ein Moosteppich aus, der weicher war als ein Bett. Daran schloss sich eine Wiese an, welche sanft abfiel und in einem schmalen Kiesgürtel endete. Dann kam auch schon der See. Alessio war sofort begeistert damit beschäftigt, das Zelt aufzubauen.
Er sagte: "Hier könnte ich ja locker den gesamten Sommer verbringen!"
Während Alessio sich mit dem Zelt abmühte, schloss Guido die Fahrräder an einen Baum.
Sicher ist ja bekanntlich sicher.
Als das Zelt endlich stand, zogen beide ihre Badehosen an, um eine Runde schwimmen zu gehen; das Schild mit der Aufschrift: "Schwimmen auf eigene Gefahr" ignorierten sie dabei geflissentlich.
Nach etwa einer viertel Stunde im Wasser hatte Alessio das ungute Gefühl, dass irgendjemand oder irgendetwas sie beobachtete. Sicherheitshalber kehrte er ans Ufer zurück.
Er entzündete ein Feuer und fing an Spieße zu schnitzen, auf denen sie später ihre mitgebrachten Maiskolben und Würstchen grillen wollten. Dabei wurde er dieses seltsame Gefühl jedoch nicht los. Misstrauisch schaute er sich um. Im Wald konnte er aber nichts erkennen und die Oberfläche des Sees war auch bis auf die Stelle, wo  Guido herumpaddelte, ganz ruhig, unheimlich ruhig.
Alessio entschied, sich darüber keine weiteren Gedanken zu machen. Als das Feuer groß genug war, um darauf kochen zu können kam auch Guido aus dem Wasser.
Kurze Zeit später saßen sie beide am Feuer und drehten einen Spieß in der Hand, während sie darauf warteten, dass das Essen gar wurde. Alessio schaute zu seinem Kumpel hinüber und konnte nicht umhin, ihm von diesem komischen Gefühl zu erzählen. Daraufhin zog dieser nur belustigt eine Augenbraue hoch.
"Was? Du denkst, dass uns irgend ein namenloses Etwas beobachtet? Das ist wirklich der größte Schwachsinn, den ich je von dir gehört habe. Demnächst fürchtest du dich wohl noch vor deinem eigenen Schatten." Alessio ließ sich aber nicht beeindrucken. Da war irgendwas und das machte ihm Angst.
Als es dunkel wurde, krochen die Jungs in ihre Schlafsäcke, aber Alessio konnte kaum einschlafen. Nachdem er es doch geschafft hatte, wachte er ein paar Mal auf, weil er vor Kälte schlotterte. Irgendwann hielt er es nicht mehr aus.
Er schälte sich aus seinem Schlafsack und kroch aus dem Zelt. Unwillkürlich ging er zu dem Baum, wo Guido ihre Fahrräder angeschlossen hatte. Dort bekam er einen Schock.
Die Fahrräder waren nicht mehr da.
"Mein Rad ist weg!", schrie er. "Mein neues Rad!"  Mit seinen Rufen weckte er Guido. Dieser steckte seinen Kopf aus dem Zelt.
"Was hast du denn nun wie-", doch weiter kam er nicht. Er stieß einen markerschütternden Schrei aus und deutete auf den See.
Deshalb drehte auch Alessio sich um und traute seinen Augen kaum. Mitten auf dem See waren Menschen! Und sie kamen auf das Ufer, wo die zwei Freunde waren, zu.
Alessio, welcher im Dunkeln gut sehen konnte, erkannte, dass diese Gestalten weder in einem Boot saßen, noch sonst irgendwelche Untersätze mit denen man sich auf dem Wasser fortbewegte bei sich hatten. Außerdem erkannte er, das diese Gestalten eine schwarz-grün gefärbte Haut hatten. Oder zumindest etwas, dass man so nennen konnte. Es waren Nixe, mit denen sie sich da eingelassen hatten. Und von Nixen, besonders den männlichen, hörte man nicht viel Gutes. Im Gegenteil....

Alessio, den das Grauen gepackt hatte, rannte zum Zelt und packte Guido, der noch immer wie versteinert auf den See starrte am Arm. Er zog ihn aus dem Zelt und auf die Beine und spurtete in Richtung Wald. Dabei klammerte er sich mit eisernem Griff um Guidos Handgelenk.
Sie mussten so schnell wie möglich aus dem Dunstkreis des Sees verschwinden, denn innerhalb dieses Areals wurden sämtliche Lebewesen des Waldes von den Nixen beeinflusst.
Das Zelt und die Fahrräder waren ihnen beiden jetzt ziemlich egal. Sie rannten durch den Wald, als ob der Teufel selbst hinter ihnen her wäre. Dabei wichen sie so gut es ging den größeren Bäumen und den ganzen Bächen aus und blickten sich nicht ein einziges Mal um. Erst als sie die Lichter ihres Dorfes sehen konnten, verlangsamten sie ihre Schritte. Doch wirklich aufatmen konnten sie erst, als sie die Tür ihres Hauses hinter sich zugeschlagen hatten. Entgeistert schaute Guido, welcher trotz der anstrengenden Flucht durch den Wald kreidebleich war, seinem Freund in die Augen.
"Ich glaube, du hattest Recht mit deiner Vermutung." sagte er keuchend. "Ab jetzt werde ich über deine Vorahnungen nicht mehr lachen. Aber was um alles in der Welt war Das?" Alessio ließ sich mit seiner Antwort Zeit.
"Bestimmt nichts, was sich mit der Wissenschaft erklären lässt. Etwas Böses aber mit Sicherheit."
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