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Der Hund ihres Vertrauens

von Namaiki
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Choji Akimichi Ino Yamanaka Maito Gai Neji Hyuga Rock Lee TenTen
06.04.2010
30.01.2012
20
33.878
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06.04.2010 884
 
Kiba, das wirst du bereuen.
Neji lief durch die Gassen. Es schüttete wie aus Eimern. Er suchte nun schon eine geschlagene halbe Stunde nach diesem blöden Hundejungen. Wie kam der Kerl dazu, ihn so zu verunstalten?! Plötzlich und wie aus dem nichts wurde er hochgehoben. Er wollte demjenigen sagen, dass er ihn loslassen solle, doch heraus kam nur ein „Wuff“.
„Na, wen haben wir denn da?“, fragte da eine sanfte und fröhliche Stimme.
Neji drehte den Kopf und blickte direkt in warme, haselnussbraune Augen. Tenten. Er strampelte mit seinen Beinen in der Luft und konnte sich nicht befreien. Er bellte wie verrückt.
„Du Armer, komm, ich nehm dich mit nach Hause.“
Was?! Er war doch nicht irgendein Tier, dass man einfach mal mitnehmen konnte. Naja, also momentan schon aber er war doch immer noch ein Hyuuga!
„Was machst du eigentlich hier?“
Tja, zu gern hätte er ihr jetzt ja erzählt, dass Kiba ihn mit irgendeinem Jutsu in einen Hund verwandelt hatte, aber er bekam nur ein klägliches „Wuff!“ heraus.
Sie kraulte ihn hinter den Ohren. Neji hielt augenblicklich still. Er lehnte den Kopf gegen ihre Hand und leckte ihre Finger.
Oh mein Gott, was tat er da. Er zog die Zunge schnell wieder ein. Tenten kicherte. Und auf einmal hatte Neji das Gefühl, dass es doch nicht so gut wäre, wenn sie wüsste, wen sie da im Arm hielt.
Es regnete immer noch Bindfäden und Neji durchnässte mehr und mehr. Auf einmal musste er niesen. Und nochmal. War das nass.
Plötzlich hörte er ein „Zzzzzz“ dann wurde es um ihn herum warm und trocken. Tenten hatte ihn unter ihre Jacke geschoben. Mit einem weiteren „Zzzzzz“ schloss sie den Reißverschluss wieder, sodass nur noch seine Schnauze oben raus guckte.
Von oben sah Tenten ihm ins Gesicht und lächelte. „So ist es besser, oder?“ Bei diesen Worten drückte sie ihn an sich.
Neji wurde stocksteif. Er hoffte inzwischen inständig, dass Tenten nie erfahren würde, dass er das war. Endlich bei ihr zu Hause wurde Neji aus seinem “Gefängnis“ entlassen. Wieder auf den eigenen vier Pfoten überkam ihn das unwiderstehlich Bedürfnis sich zu schütteln. Dem er dann auch nachging. Das tat gut.
Tenten lachte sich währenddessen schlapp. Sein Fell stand nun in alle Richtungen ab.
„Komm mal mit.“
Misstrauisch folgte er ihr nach oben. Sie ging an einem großen Schrank und holte Handtücher, Kämme, Shampoo und andere Badeutensilien heraus. Dann lief sie in einen anderen Raum und er hörte Wasser rauschen. Sie kam wieder heraus und beugte sich zu ihm herunter.
„Weißt du was, wir baden jetzt zusammen.“
Was? Hatte er das richtig verstanden? Sie würden jetzt zusammen baden? Sie im Sinne von Tenten und ihm? Jetzt? Zusammen?!
Bevor er wegrennen konnte, hatte sie ihn schon gepackt und ins Badezimmer verfrachtet. Die Tür fiel hinter ihr zu. Neji musste schlucken. Jetzt gab es keinen Ausweg mehr.

Als sie nach einer Stunde wieder aus dem Bad kamen, war Neji vollkommen erschöpft. Die Anstrengung nirgendwo hinzusehen, wo er nicht hinsehen sollte und immer gefasst zu sein, hatte ihn alle Kraft gekostet. Er ließ sich von Tenten bereitwillig in ihr Zimmer tragen. Sie setzte ihn auf ihrem Bett ab und er sah sich um. Wenn er als Hund lachen könnte hätte er es jetzt getan. Wo er auch hinblickte: Waffen. An den Wänden hängend, als auf dem Schreibtisch liegende Haufen und in einer Zielscheibe in der Wand steckend. Nur eine Pinnwand mit Fotos trübte das Bild. Er entdeckte ein Bild ihrer Mannschaft, ein paar von ihren Freundinnen, seine Cousine war auch darunter, und eines von ... ihm. Er stockte. Es zeigte, wie er meditierend unter einem Baum saß.
„Hey Kleiner, du brauchst noch einen Namen.“
Er drehte sich um. Tenten hatte sich auf den Bauch gelegt und ihren Kopf auf  ihre Hände gestützt.
„Hm, wie könntest du denn heißen? Frechdachs vielleicht? Nein...“Sie zögerte kurz. „Weißt du an wen du mich irgendwie erinnerst?“
Neji legte den Kopf schief.
Tenten lächelte. „Es ist ein guter Freund von mir. Ich mag ihn sehr gern. Ab und zu auch mehr, als es gut wäre. Er scheint mich nie zu bemerken. Manchmal macht mich das sehr traurig.“ Tenten blickte auf ihre Bettdecke.
Und Neji fragte sich inzwischen ernsthaft, wer der Typ war. Er selbst hatte nie bemerkt, dass Tenten verliebt war.
„Und weißt du was das Schlimmste ist? Ich muss ihn auch noch jeden Tag sehen, weil wir im selben Team sind. Er heißt Neji Hyuga und gehört zu den besten Ninjas weit und breit.“
Jetzt war er baff. Tenten liebte ihn? Er hatte nie etwas bemerkt. Regungslos blieb er sitzen.
„Aber das ist ja auch egal. Ich kann dich ja schlecht Neji- kun nennen, was? Hm...Ich hab’s, ich nenn‘ dich  Chairo, weil du so braun bist. Gefällt er dir?“
Neji brachte ein schwaches „Wuff“ zustande und Tenten lächelte ihn an. So nah, versank er fast in ihren Augen.
„So, Chairo, wir sollten jetzt schlafen. Ich muss morgen früh raus. Du darfst auch in meinem Bett schlafen!“
Neji ahnte, dass dieses “dürfen“genauso gut mit einem “müssen“ gleichgesetzt werden konnte. Er nahm sich vor, sobald sie eingeschlafen war, aus dem Bett zu springen. Aber dazu sollte er nie Gelegenheit bekommen, denn sowie das Licht gelöscht war, er Tentens tiefen Atemzügen lauschte und ihre Wärme neben sich spürte, war er auch schon eingeschlafen.
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