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Weiter, weiter ins Verderben...

GeschichteAbenteuer / P16 / Gen
04.04.2010
04.01.2012
7
13.173
1
Alle Kapitel
16 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
04.04.2010 673
 
So ich meld mich zurück mit ner neuen Story^^
Ich hab FF.de in letzter Zeit sträflichst vernachlässigt aber das ABI klopft mehr oder minder penetrant an meine Tür. Naja trotzdem hab ich ab und zu immer mal wieder die Zeit gefunden ein paar Zeilen zu schreiben.
Das nächste Kapitel kommt nächsten Sonntag.
URWG
mfg
n00binador


Prolog: Der Kuss


Der Kuss: Die Verwandlung eines Sterblichen in einen Vampir.




Sie war das schönste Wesen was ich je gesehen hatte.
Ich vermute, objektiv gesehen gab es sicher Dutzende die schöner waren, doch ich war von ihrem Anblick in einen Bann gezogen den ich niemals hätte brechen können. Selbst wenn ich gewollt hätte. Ich weiß es nicht mit Sicherheit aber ich vermute es lag daran dass sie meine Erzeugerin werden sollte...

Ich hasste Samstagabende. Eigentlich hasse ich sie heute noch. Trotzdem hatten mich ein paar meiner damaligen Freunde überzeugt einen Sonnabend außerhalb meiner geliebten Wohnung zu verbringen und so endete ich gegen halb 11 in einem Club in der Downtown von Los Angeles.
Der Laden war klein aber recht exklusiv. Die Drinks waren teuer, dafür aber winzig, in den Sitzecken standen elegante Ledersessel, der obligatorische Qualm unter der Decke stammte nicht von billigen Zigaretten sondern von teuren Zigarren und auf den Toiletten wurde nicht gekifft sondern gekokst.

Ich hatte mich auf einen der Ledersessel niedergelassen und beobachtete die Menschenmasse die sich über die Tanzfläche schob und schon vor geraumer Zeit die Leute verschluckt hatte die mir diesen Abend eigentlich Gesellschaft leisten wollten. Mittlerweile hatte ich meinen zweiten Whisky und somit auch meinen Geldbeutel geleert, was mir auch den letzten Grund nahm meine Zeit in diesem Loch zu verbringen.
Ein letztes mal ließ ich meinen Blick über die Tanzfläche streifen um zu sehen ob ich jemanden erspähen konnte dem ich vielleicht 'auf Wiedersehen' sagen sollte bevor ich mich klamm heimlich verdrücken würde.
Ich hatte meine Suche gerade beendet und stand bereits auf als ich sie sah.
Anmutig floss sie durch die undurchdringliche Wand aus Körpern die einem normalen Menschen den Gang zur Bar oder Toilette unmöglich machte, sich vor ihr aber handzahm öffnete, ihr Durchgang gewährte und sich sofort wieder verschloss.
Ihr Anblick ließ mich in der Bewegung erstarren. Sie war nicht groß, kam mir aber riesig vor. Ihre Haare schimmerten rostbraun unter dem wechselnden Licht der Diskokugeln und waren zu einer kunstvollen Frisur zurechtgelegt die mich an die alten Bademodekataloge der 60er erinnerten die vor langer Zeit auf dem Dachboden meines Vaters gefunden hatte.
Um ihren Körper war ein tiefschwarzes Cocktail-Kleid gewickelt dass ohne Zweifel teurer war als mein gesamter Kleiderschrank und ihre schlanke Gestalt elegant unterstrich.
Halb sitzend, halb stehend verharrte ich endlose Sekunden vor meinem Sessel, geblendet von ihrer Anwesenheit und erst als sie tatsächlich vor mir stehen blieb erlaubte ich es mir mich zurück auf meinen Platz sacken zu lassen in der Hoffnung nicht ganz so lächerlich und überrannt zu wirken wie ich mich fühlte. Sie ließ sich neben mir auf einem weiteren Sessel nieder, drückte mir einen Cocktail in die Hand und begann mich einzuwickeln.
Ich kann mich nicht mehr erinnern was sie sagte oder tat, doch ich glaube es war nicht wichtig. Allein der beruhigende, verführende Klang ihrer Stimme und der Alkohol ließen mich langsam aus der Realität und in ihre Kontrolle driften.
Den ersten Drink gab sie aus, die restlichen ich (Der Barkeeper kannte meine Kreditkartennummer am Ende wohl auswendig).
Sie trank jedes mal dasselbe wie ich. Im Nachhinein bin ich mir sicher sie füllte den Inhalt ihres Glases immer wieder in meines wenn ich mal nicht hinsah.
Ich sah verdammt selten auf mein Glas...
Zwei Stunden später hatte ich ein gefühltes Monatsgehalt im Alkohol ertränkt und war zu betrunken um auch nur einen einzigen klaren Gedanken zu fassen.
Dementsprechend unklar sind meine Erinnerungen an den Rest der Nacht. Das letzte was ich sicher sagen kann ist dass sie mich aus dem Sessel zog und wir den Club verließen.

Alles andere ist nicht mehr als verschwommene Bilder und zusammenhanglose Gefühle deren Bedeutung mir völlig fremd ist.
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