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Love is going in difficult ways....

von Inyu
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Cedric
24.03.2010
10.06.2012
12
14.774
2
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24.03.2010 640
 
Kapitel 1


Die Lilahaarige riss sich das Tuch vom Kopf und schüttelte ihn, sodass ihr Haar wieder frei hinab fallen konnte. Sie sah in einen der Spiegel und verzog das Gesicht, als sie die Schramme, die sich über ihre Wange erstreckte sah. Fast wäre sie ausgerastet, fast hätte sie ihre so wohl behütete Tarnung auffliegen lassen, nur wegen dieses angeblich ach so tollen Prinzen Phobos! Ihre gelben, katzenartigen Augen glühten vor Zorn und sie schloss sie kurz, um sich zu beruhigen. Nur weil er wütend war, musste er nicht gleich alles und jeden in seiner Umgebung schlagen! Zu diesem ganzen kam dann auch noch immer sein ach so toller, treuer Diener Cedric! Dieser blonde Wicht, der immer bei ihm herum geisterte, doch auch er hatte heute Phobos' Zorn zu spüren bekommen müssen. Ein leichtes, zufriedenes Lächeln huschte um ihre Lippen. Ja, auch er hatte einstecken müssen und das nicht zu knapp. Glücklicher öffnete sie wieder ihre Augen und sah sich selbst zufrieden an, dann schlüpfte sie aus dem unsinnigen Kleid und warf es auf ihr Bett. Nun konnte sie endlich wieder Orube sein, welche doch halbwegs frei sein konnte. Sie zog sich etwas leichteres an und zog über Hose und Jacke noch ihren Umhang, damit niemand ihre Kleidung sehen konnte. Die Menschen hier, waren nicht sehr begeistert von Frauen, welche in Hosen herum liefen, doch Orube konnte nicht lange in Kleidern verweilen, schon in ihrer Tarnung als Magd litt sie immer wieder unter dem Kleid, welches sie tagaus tagein tragen musste. Sie zog sich die Kapuze ins Gesicht und blickte aus dem Fenster. Die Sonne schien an diesem grauen Tag. Ja, es war ein sehr grauer Tag und die Sonne schien geradezu sadistisch den armen Männern, Frauen und Kindern entgegen, welche heute auf den Scheiterhaufen gebracht werden sollten.
Sie wandte sich herum und nahm sich ihr Katana, welches sie ebenfalls unter ihrem Mantel versteckte. Nein, sie hatte nicht vor unschuldige Menschenleben einfach so auslöschen zu lassen. Es gab keinen Grund dafür, dass Menschen umgebracht werden mussten, nur weil sie, der überhöhten Steuern wegen, auf der Straße gelandet waren!
Nach einem weiterem Blick aus dem Fenster, huschte sie über den knarrenden Boden, welcher bei ihren samtenen Schritten stumm blieb. Schnell, aber dennoch leise, öffnete sie die Tür zum Gang der Mägde. Keine Spur, von jemandem. Niemand würde sie sehen. Noch ein weiterer prüfender Blick, dann schloss sie die Türe hinter sich und rannte dann lautlos den Gang entlang. Sie nahm, natürlich, die Treppen, die für die Bediensteten waren, sodass sie sich sicher sein konnte, dass niemand sie sehen würde. Die letzte Tür lies sich nur knarrend öffnen, was ihr Verhängnis werden sollte, denn die zwei blaue Augen von jemandem waren sofort in die Richtung jener Türe gerichtet und sahen den wehenden Umhang durch den Spalt huschen.

Immer zwei Stufen auf einmal nehmend, lief sie die Treppen des Kerkers hinab. Obwohl die Stufen glitschig von der Feuchtigkeit hier unten waren, drohte sie nicht auszurutschen. Wie ein Schatten war sie unterwegs, ehe sie plötzlich zum stehen kam. Sie verzog das Gesicht bei dickem Spinnengewebe, worauf das Wasser sogar gefroren war, bei dieser seltsamen Kälte, die hier herrschte. Die Fackeln brachten auch nur spärliches Licht. Langsam ging sie den Gang weiter entlang und nur einige Pfützen verrieten ihre Schritte und ihre Anwesenheit. Lange ging sie einfach gerade den Gang entlang, ehe sie vor einer großen, hölzernen Türe stehen blieb und kurz hinein sah. Dort waren sie, die Menschen, welche sie befreien wollte.
Plötzlich aber, versteifte sie sich und wirbelte dann herum.
„Cedric!“ entglitt es ihr und ihre Augen waren geweitet, als sie die große Schlange vor sich sah.
„Ich dachte ssschon, dasss du zu diesssen Rebellen gehörssst... Ich habe esss nur nie beweisssen können.“ entgegnete dieser. „Aber heute hassst du dich ssselbssst verraten. Du warssst zu unachtsssam auf deinem Wege nach drausssen....“
 
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