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Geheimnisse Mittelerdes

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
08.03.2010
29.07.2016
7
10.603
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08.03.2010 772
 
Heute kommt mein absoluter Lieblingstext. Zugegeben, ich habe es damals nicht mehr geschafft, ihn auf GeMi zu veröffentlichen; ist also der jüngste Text in meinem Archiv. Im Internet ist er bis jetzt in nur einem einzigen Forum aufgetaucht, das leider nicht mehr existiert. Mit anderen Worten ist das hier fast schon eine Art kleine Premiere.

Die Infos habe ich hier überwiegend aus den Endnoten in den "Nachrichten aus Mittelerde" zusammengekratzt, das weiß ich sogar noch aus dem Gedächtnis heraus. Die Dúnedain sind eben mein Lieblingsthema, da kann ich mir gut merken, wo ich welche Infos herhabe. *g*


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Dúnedain

Sie gelten als das edelste Menschenvolk und sind nach dem Untergang von Beleriand von allen Völkern den Elben am nächsten. Diese Rasse besteht eingentlich aus allen  Völkern, die nach dem Sieg über Morgoth nach Númenor gesegelt sind, um das Geschenk der Valar zu erhalten. Erst dadurch waren die drei Häuser der Edain zu einem einzigen Volk verschmolzen und hatten ähnliche Eigenschaften erhalten: Sie wurden den anderen Menschen geistig, intellektuell und körperlich überlegen, bekamen ein längeres Leben (das jedoch im Laufe der Zeit immer kürzer wurde) und manche besaßen die Gabe der Hellsicht. Beschrieben als hellhäutig, dunklehaarig, grauäugig und sehr groß, hatten sie eine äußerliche Ähnlichkeit mit den Noldor.

Es sollte bemerkt werden, dass die Nachkommen von Elros Tar-Minyatur selbst nach númenorischen Maßen ein langes Leben genießen durften. Während diese ca. 400 Jahre lebten, waren den anderen Númenórern nur ca. 210 Jahre vergönnt.

Die Kinder der Dúnedain wuchsen genauso schnell wie die der normalen Menschen, obwohl sie erst mit 20 bis 30 Jahren als erwachsen galten. Der Alterungsprozess dagegen war extrem langsam, was der Grund für das lange Leben ist. Sobald ein Númenórer schließlich alt wurde, trat er in der Regel sein Leben freiwillig ab (d.h. er wehrte sich gegen den Tod nicht). Tat er es nicht, alterte er wie ein gewöhnlicher Mensch und innerhalb von 10 Jahren konnte seine große Geisteskraft zu Altersschwäche werden. Dieser Fall trat jedoch erst nach dem "Verderben" Númenors auf, da die Menschen begonnen hatten, sich an ihr Leben zu klammern. Dieser geistige Untergang verkürzte auch die Lebensspanne allgemein und die besonderen Gaben und Fähigkeiten schwanden ebenfalls, bis ein gewöhnlicher Dúnadan im Dritten Zeitalter nur noch ca. 150 Jahre lebte.

Die Dúnedain pflegten ihre Freundschaft mit den Elben, zumindest bis zum Schatten von Númenor. Später, im Dritten Zeitalter, hatte Arnor mehr Kontakte mit den Elben als Gondor. Während das Nördliche Königreich z.B. mit Bruchtal verbündet war, kursierten in Gondor im Ringkrieg düstere Märchen über die Zauberin des Goldenen Waldes.

Schon immer (ausgenommen das Ende des Zweiten Zeitalters, wobei es damals auch treue Anhänger des Guten gegeben hat) waren die Dúnedain Feinde des Dunkels gewesen. Die Númenorer sprachen Anûnaïsch, die Dúnedain des Dritten Zeitalters Westron, wobei Sindarin bei vielen eine zweite Muttersprache war. Einige beherrschten auch Quenya. Sie zählen zu den Edain. Von den Orks wurden sie Tarkil genannt (im Westron ist ein Tark ein Mensch númenórischer Abstammung).

(Ergänzung: Um mal einen Eindruck von der númenórischen Körpergröße zu geben ... Elendil der Lange, der Anführer der Getreuen und König von Gondor und Arnor, soll 2 1/2 Rangar gemessen haben - das sind umgerechnet etwa 2,40 Meter!! Allerdings war das selbst für Númenórer eine sehr beachtliche Körperlänge, weswegen Elendil ja auch den Beinamen "der Lange" erhalten hatte. Aber festzuhalten wäre dennoch: Die Dúnedain waren ein Volk von Riesen. O.o)



Bonusmaterial:

Ursprünglich wollte ich eine Übersicht mit möglichst vielen Menschenvölkern erstellen, habe es vor der Schließung von GeMi aber dann doch nicht mehr geschafft. Außer den Dúnedain habe ich noch einen kleinen Text über die Beorninger geschrieben, der eigentlich nur eine Art Plagiat des Foster-Lexikons darstellt. Doch der Text existiert und die Beorninger werden von den Fans doch eher vernachlässigt. Deswegen dachte ich mir, ich könnte ihnen ja wenigstens hier und jetzt, in einem halben Satz, ein wenig Aufmerksamkeit gönnen.


Beorninger

Stammen von den Edain ab, was von der Verwandtschaft ihrer Sprache mit dem Adûnaïschen, Rohirrischen und Westron bezeugt wird. Sie lebten zwischen dem Nebelgebirge und dem Düsterwald auf beiden Seiten des Anduin und obwohl sie zur Zeit des Ringkrieges keine Fremden mochten, sicherten sie den Hohen Pass und die Furt von Carrok für Reisende (Kaufleute) frei, wofür sie Zoll erhielten. Nach dem Ringkrieg siedelten sie sich im mitteleren Teil von Eryn Lasgalen an. Das Besondere an ihnen war, dass sie kein Fleisch aßen, dafür aber wegen ihrer Backkunst, vor allem wegen der Honigkuchen, gerühmt wurden.


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Fortsetzung folgt ...

PS: Im Bombadil-Text habe ich noch eine kleine Korrektur bezüglich der Frage, ob die Großen Adler Maiar sind oder nicht, angefügt.
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