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Geheimnisse Mittelerdes

GeschichteAllgemein / P12 / Gen
08.03.2010
29.07.2016
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Es ist mal wieder Zeit, einen neuen Text reinzustellen... Wobei das nicht wirklich ein Text ist... Na ja. Viel Spaß!


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Reiche der Menschen


Rohan

Ursprünglich hieß das Reich Rochan(d) - Sindarin für “Pferdeland”, wie es in Gondor genannt wird. Ähnlich heißt es auch bei den Orks: Pferdland. Die Rohirrim selbst nennen ihr Reich Riddermark, und ganz ursprünglich, als das Gebiet noch eine Provinz Gondors war, hieß es Calenardhon.
Gegründet wurde Rohan im Jahre 2510 D.Z., ein Jahr des Untergangs ist nicht bekannt.

Rohan liegt im Süden Mittelerdes, nördlich von Gondor, und grenzt am Nebelgebirge und am Weißen Gebirge, dem Fangornwald, an den Flüssen Limklar, Anduin, Isen und Andorn sowie am Mering-Bach und den Entwassermündungen. Zusätzlich fließt noch der Fluss Entwasser durch das Land. Die Landschaft besteht aus Ebenen und Schwemmland; im Norden findet man Hügel, bewachsen mit Gras. Entlang der Entwasser erstrecken sich Sumpfgebiete.
Das Klima zeichnet sich durch einen milden Winter und einen warmen Sommer aus. Aus Südwesten wehen warme und feuchte Winde.

Rohans Hauptstadt ist Edoras; andere wichtige Orte sind Helms Klamm, Dunharg und Aldburg. Die Menschen leben nur im Süden, größtenteils in Edoras, Helms Klamm und in Dörfern oder auf Höfen in der Nähe dieser Orte, alles andere wird als Weideland für die Pferde genutzt. Gesprochen wird Rohirrisch.

Was die Politik und Geschichte betrifft, so ist Rohan seit seiner Gründung mit Gondor verbündet, und es herrscht erbitterte Feindschaft mit Orks und Dunländern, im Ringkrieg auch mit Saruman:
Im Jahre 2510 des Dritten Zeitalters übergab Cirion, der Truchseß von Gondor, Eorl, dem ersten König von Rohan, die kaum bewohnte Provinz Calenardhon als Dank für die große Hilfe im Krieg gegen die Wagenfahrer. 2758 wurde Rohan von den Dunländern angegriffen, die von Wulf, einem der Rohirrim, angeführt wurden. Sie wurden von Fréaláf, dem damaligen König der Riddermark, geschlagen. Später, im Jahre 2799 drangen Orks in das Land ein und erst 2864 wurde das Weiße Gebirge von ihnen gesäubert. Nach 2960 wurde die Mark von den immer öfter werdenden Überfällen von Saruman bedrängt und im Ringkrieg wurden zwei Schlachten an den Furten des Isen verloren, doch bei der Schlacht um Helms Klamm trugen die Rohirrim den Sieg davon und Isengard wurde von den Ents des Fangornwaldes eingenommen.

Die Rohirrim sind vor allem dafür bekannt, dass sie die besten Pferde in ganz Mittelerde züchten.


Gondor

“Gondor” bedeutet auf Sindarin “Steinland”, wie es auch von den Rohirrim bezeichnet wird. Abgesehen davon wird es auch Südreich genannt.
Gegründet wurde das Königreich im Jahre 3320 Z.Z.; ein Jahr des Untergangs ist nicht bekannt.

Gondor liegt im Südosten Mittelerdes und grenzte zur Zeit seiner größten Ausdehnung um 1100 D.Z. an der Küste, den Flüssen Grauflut, Limklar und Anduin, am Nebelgebirge, am Fangorn und am Düsterwald sowie an Rhovanion, Rhûn, Mordor und dem damals zu Tribut verpflichteten Haradwaith. Außer den eben genannten Grenzflüssen fließen bzw. flossen auch der Isen, die Entwasser, der Lefnui, Morthond, Ciril, Ringló, Gilrain, Serni, Sirith, Erui, Poros und Harnen durch Gondor.
Aufgrund seiner Ausdehnung verfügt Gondor über eine sehr vielfältige Landschaft: Dazu zählen die Ebenen und Hügel von Calenardhon (siehe Rohan), die Hügel, die welligen Tieflande, Ebenen und das Schwemmland westlich des Nebelgebirges und der Ered Nimrais, die Ebenen und das Schwemmland in Südgondor und Umbar, die welligen Tieflande zwischen dem Weißen Gebirge, der Küste und Mordor, die welligen Tieflande auf der Höhe des Meeres von Rhûn und die Hügel an der südwestlichen Küste des Meeres. Insgesamt besteht Gondor größtenteils aus Ebenen, Schwemmland und weitestgehend unzusammenhängenden Waldgebieten. Auf den Emyn Muil gibt es verkrüppelte Bäume und Sträucher.
Von der Küste bis zu den Bergen und in Calenardhon herrschen ein milder Winter, im Westen ein milder Sommer, südlich der Ered Nimrais ein heißer, trockener Sommer, in Calenardhon und dem Wilderland ein warmer Sommer, nördlich von Mordor und Calenardhon ein kalter Winter. Es wehen warme und feuchte Winde aus Südwesten; die Winde aus dem Norden und Mordor sind kalt und trocken.

Bis 1640 D.Z. war Osgiliath die Hauptstadt von Gondor. Später wurde der Herrschaftssitz nach Minas Anor (bzw. Minas Tirith) verlegt. Andere wichtige Orte sind bzw. waren Minas Ithil (bzw. Minas Morgul), Dol Amroth, Pelargir und Orthanc. Die Bevölkerung siedelt größtenteils an der Küste und am südlichen Abschnitt des Anduin, vor allem in Dol Amroth, Lebennin, Pelagir und Minas Anor, vor 3429 Z.Z. auch in Minas Ithil. Umbar war ebenfalls stark bevölkert, vor allem die Stadt der Corsaren. Gesprochen wird Westron.

Gondor war immer verfeindet mit Mordor, den Wagenfahrern (Ostlingen), den Haradrim und den Corsaren von Umbar, obwohl Umbar zeitweise (933 D.Z. - 1448 und um 1810) zu Gondor gehörte. Mit allen anderen den Gondorianern bekannten Ländern (dazu zählen nicht Reiche, die sie nur aus Liedern und Geschichten kannten, wie z.B. das Auenland und Lothlórien) war das Südkönigreich in neutralen Verhältnissen oder verbündet, insbesondere mit Rohan.

Gondor wurde 3320 Z.Z. von Elendil gegründet und von seinen Söhnen Isildur und Anárion regiert. Anárions Sitz befand sich in Minas Anor in Anórien und Isildurs in Minas Ithil in Ithilien. Zwischen ihnen war Osgiliath, die Hauptstadt Gondors, wo die Throne der beiden Könige standen. 3429 wurde Minas Ithil aber von Sauron erobert, doch Isildur konnte fliehen. Fünf Jahre später marschierte das Heer des Letzten Bundes gegen Mordor, siegte auf der Dagorlad und belagerte Barad-dûr, wo Anárion sein Leben ließ. Elendil und Gil-galad fielen in der letzten Schlacht auf den Hängen des Orodruin. Nach dem Sieg über Sauron kehrte Isildur nach Minas Anor zurück, übergab Meneldil, Anárions Sohn, das Zepter von Gondor und ging fort, um Arnor, das Reich seines Vaters zu regieren. Von da an wurde Gondor von Anárions Nachkommen regiert. Von 1432 D.Z. bis 1448 gab es in Gondor einen Bürgerkrieg (Sippenstreit), ausgelöst dadurch, dass Eldacar, der damalige König, nur ein halber Dúnadan war. Im Jahre 1437 wurde Eldacar von den Rebellen in Osgiliath belagert. Er konnte zwar fliehen, aber die Hauptstadt wurde niedergebrannt. 1636 wurde Gondor von der Großen Pest überzogen und Osgiliath wurde entvölkert; im Jahre 1640 wurde der königliche Hof nach Minas Anor verlegt. 1851 bis 1954 wurde Gondor durch die Wagenfahrer bedroht. 2002 wurde Minas Ithil von den Nazgûl eingenommen und in Minas Morgul umbenannt; Minas Anor wurde unter dem Namen Minas Tirith bekannt. 2050 wurde König Earnur vom Hexenkönig von Angmar herausgefordert und er ritt vor die Tore von Minas Morgul, wo er schließlich spurlos verschwand. Von da an wurde das Reich von Truchsessen regiert, die es bereits seit den Tagen von König Rómendacil I. gab. Gondors Glanz begann zu verblassen, bis endlich Elessar, Isildurs Erbe, das Königtum 3019 wiederherstellte und Gondor Teil des Wiedervereinigten Königreiches wurde.


Númenor

Númenor hieß ursprüngl. Númenóre - Quenya für “West-Volk”, was im Laufe der Zeit zu “Westland” wurde. Weitere Namen sind Anadûne (Adûnaïsch), Westernis, Andor/Yôzâyan (Dúnedain), Elenna(-nóre) und Akallabêth/Atalante (nach dem Untergang).
Gegründet wurde das Reich 32 Z.Z.; 3319 Z.Z. ging es unter.

Númenor lag auf der gleichnamigen Insel im Meer Belegaer und hatte zwei große Flüsse: Nunduinë und Siril. Die Landschaft bestand größtenteils aus welligen Tieflanden; im Norden gab es aber Hügel, und in der Mitte war ein Berg (Meneltarma). Während man meist unzusammenhängende Waldgebiete vorfand, war in der Mitte der Insel Wiesenland mit kurzem Gras; in Forostar wuchsen Sträucher und verkrüppelte Bäume, in Orrostar war Wiesenland mit hohem Gras. Das Klima war mild und feucht.

Die Hauptstadt war Armenelos, zu anderen wichtigen Orten zählten Andúnië, Eldalonde, Rómenna und Nindamos. Die Bevölkerung siedelte größtenteils in der Mitte, vor allem in Armenelos und Rómenna und in der Nähe dieser Städte, sehr stark aber auch in Andúnië und Eldalonde. In Forostar lebten nur wenige. Gesprochen wurde Adûnaïsch, im Westen aber auch Sindarin.

Númenor stand in guten Verhältnissen mit den Elben von Tol Eressea und Lindon und unterstützte die Völker von Mittelerde im Kampf gegen Sauron. Erst durch Saurons Einfluss wandten sich die meisten Númenórer gegen Valinor.

Gegründet im Jahre 32 Z.Z., wurde Númenor von Elros Tar-Minyatur und seinen Nachkommen regiert, nach 1075 trat das älteste Kind des Königs unabhängig vom Geschlecht die Thronfolge an. Um 600 wurde Mittelerde von Aldarion "wiederentdeckt" und die Númenórer halfen den primitiven Menschen dort (die zum Teil mit ihnen verwandt waren) im Kampf gegen Sauron. 600 Jahre später begann Númenor in Mittelerde Häfen zu errichten, darunter Umbar und Pelargir. Als wiederum 500 Jahre verstrichen, entsandte Númenor eine große Kriegsflotte nach Lindon, um zusammen mit den Streitkräften Gil-galads Sauron besiegen zu können. Mit der Zeit wurden die Númenórer jedoch immer "menschlicher" und gierten danach, unsterblich zu werden. Während der König normalerweise den Thron freiwillig abtrat, wenn er alt wurde, behielten die späteren Könige die Herrschaft bis zu ihrem Tod. Um 1800 weiteten sie ihr Reich nach Mittelerde aus, um die Menschen dort zu unterwerfen und zu Tribut zu verpflichten. Zur Zeit Tar-Atanamirs (um 2300) wurde offen gegen die Valar gesprochen und das Heiligtum auf dem Meneltarma wurde wenig besucht. Ab 2988 hörten die Könige auf, sich Namen auf Quenya beizulegen und ersetzten diese durch adûnaïsche Herrschernamen. 3175 versuchte König Tar-Palantir, die alten Werte wiederherzustellen, doch der Großteil seines Volkes hatte sich bereits gegen die Valar gewandt und es brach ein Bürgerkrieg aus, bis 3255 Tar-Palantirs Neffe Ar-Pharazôn den Thron an sich riss. In der Absicht, sich zum König aller Menschen krönen zu lassen, verfolgte er die Getreuen und fuhr 3262 nach Mittelerde, um Sauron gefangenzunehmen und nach Númenor zu bringen. Sauron hatte jedoch seine Pläne und innerhalb von 50 Jahren errichtete er einen Tempel für Melkor, in dem Menschenopfer gebracht wurden. Er war es auch, der Ar-Pharazôn dazu brachte, den Weißen Baum Nimloth zu fällen und 3319 gegen die Valar in den Krieg zu ziehen, um sich die Unsterblichkeit mit Gewalt zu holen. Da hatten die Valar genug und Eru formte Arda zu einer Kugel. Während dieser Wandlung der Welt ging Númenor unter. Nur Elendil und einige seiner Gefolgsleute konnten sich nach Mittelerde retten, um dort die Reiche Arnor und Gondor zu gründen. Die anderen überlebenden Númenórer waren Einwohner der númenórischen Städte in Mittelerde.

Zuletzt ist anzumerken, dass die Númenórer als große Seefahrer bekannt waren.


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Hach ja, hier habe ich schön viel aus dem Mittelerde-Atlas abgeschrieben... *g* Ursprünglich wollte ich noch mehr solche Steckbriefe erstellen, bin aber nur so weit gekommen.

Für heute war es das. Mal sehen, was ich als Nächstes hochlade...
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