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Underworld: Reloaded!

GeschichteAbenteuer, Familie / P16 / Gen
Alexander Corvinus Lucian Micheal Corvin Selene Viktor William
07.03.2010
14.06.2014
7
8.672
 
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07.03.2010 766
 
Psst. Psst. Ja, du da. Ich lebe noch. Und ich habe diese Story... etwas dramatisch verändert. Gewisse Grundzüge bleiben erhalten, aber na ja, es ist halt was anders.
Zur Erklärung: Diese FF ist AU! Mich hat das Ende des ersten Films frustriert, also werden wir genau dort ansetzen. Hoffe, es gefällt trotz allem. :D

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Prolog: Kälte

Ihm war kalt, so kalt. War das der Tod, diese beißende Kälte in seinem Inneren? Hatte Sonja auch so frieren müssen, als sie tot war? Sonja...
„...an...“
Sonja? Ja, Sonja. Sie war tot, er war tot. Er würde sie wiedersehen. Ein Anflug von Wärme kämpfte in ihm gegen die Kälte. Wie er sie noch immer liebte, nach all der Zeit. Er würde sie wiedersehen.
„...an...“
War sie es, die ihn rief? Oh, ihr wunderschönes Gesicht, wenn er es doch nur noch ein einziges Mal sehen könnte. Was gäbe er nicht darum, ihr Lächeln zu sehen. Sie glücklich zu sehen. Gleich würde er sie wiedersehen.
„...cian...“
Die Wärme verdrängte die Kälte Stück für Stück. Sie musste näherkommen, nur ihre Nähe konnte diese Wärme in seiner Brust aufflammen lassen. In seiner Brust? Er war tot, er brauchte so etwas nicht mehr.
„Lucian“
Das war nicht ihre Stimme. Wer rief ihn da? Konnte man ihn nicht endlich in Frieden sterben lassen? Er hatte erreicht, was er gewollt hatte, jetzt sehnte er sich nur noch nach Sonja und ihrer beider Kind. Sonja...
„Lucian!“
Langsam öffnete er die Augen. Augen. Er war nicht tot, er hatte Augen. Immer noch befand er sich in seinem Körper, an diesem kalten, dunklen Ort.
„Lucian, kannst du mich hören?“
Er hob den Blick. Vor ihm saß einer der seinen. Ein junger Lykaner, vor ein paar Jahren zu ihnen gekommen und sah noch immer wie fünfzehn aus. Wie war noch gleich sein Name?
„Lucian, kannst du mich hören?“ wiederholte der Junge.
Langsam nickte er. Ein leichtes Stechen offenbarte sich in seinem Nacken. Der Junge vor ihm lächelte erleichtert. Tomas, richtig. Er hieß Tomas.
„Was... ist passiert?“ flüsterte er, relativ erstaunt, dass er noch wusste, wie man sprach. Er hätte schwören können, in der Kälte alles vergessen zu haben.
„Kraven. Er hat auf dich geschossen, mit Kugeln voll Silbernitrat. Ich weiß nicht, wie du es geschafft hast, so lange durchzuhalten, aber es hat mir die Möglichkeit gegeben, dich zu retten. Ich habe dir das Blut der Ältesten gespritzt, aber du hast Stunden gebraucht, um dich zu regenerieren.“
Vorsichtig hob er eine Hand und musterte sie. Tatsächlich, er lebte und konnte sich bewegen, auch wenn ein langsam abklingendes Stechen sich in seinem ganzen Körper ausgebreitet hatte.
„Und Michael?“
Tomas, beruhigter angesichts seiner zurückkehrenden Kraft, wechselte von seiner hockenden Position in den Schneidersitz.
„Er ist zum Hybriden geworden und hat gegen Viktor gekämpft. Ich hab’s nicht wirklich mitbekommen, ich war ja hier, aber Raze meinte, es wäre ein ziemlicher Gleichstand gewesen.“
„Raze ist noch am Leben?“
Tomas nickte.
„Ja, auch wenn er Viktor nur ganz knapp entkommen konnte.“
Ein Blick über Tomas’ Schulter und zur Seite verriet Lucian, dass Xristo und Sabas bei ihnen waren und sie bewachten, die Waffen gezogen, falls noch ein Gegner auftauchen sollte.
„Was ist noch passiert?“
„Kraven hat sich aus dem Staub gemacht, ist wahrscheinlich in sein Hauptquartier zurück. Raze hat Soren getötet und entkam danach knapp Viktor. Viktor hat gegen Michael gekämpft und hätte beinahe gewonnen, aber dann hat die Vampirfrau – Selene? – ihm den Schädel gespalten.“
Das Stechen verschwand immer mehr und er wagte es, sich zu erheben, wobei er noch ein wenig strauchelte. Seine Muskeln ächzten nach stundenlanger Bewegungslosigkeit.
„Wie viele sind noch am Leben?“
„’n Dutzend oder zwei. Wir vier hier, etwas mehr als zehn draußen, die Hälfte davon war verletzt und müsste nun wieder regeneriert sein.“
Zunächst besah er sich seine Leute. Sabas schien Zweifel darüber zu haben, dass es gut war, wenn er sich jetzt schon wieder viel bewegte, aber er ignorierte es. Er hatte schon vieles überstanden.
Tatsächlich waren es nur knapp zwanzig weitere Lykaner, die den Angriff der Vampire überlebt hatten. Acht von ihnen schliefen auf provisorischen Lagern, während die letzten Wunden sich schlossen. Die anderen hatten sie in der Zeit bewacht und waren augenscheinlich heilfroh, ihn wieder lebendig zu sehen.
„Selene und Michael sind geflohen?“
Tomas hob die Schultern.
„Keine Überraschung, wenn man bedenkt, was hier passiert ist. Sie müssten aber noch in der Stadt sein, die Sonne ist kurze Zeit nach dem Kampf schon draußen gewesen.“
Er nickte. Dann mussten sie die beiden finden. Mal abgesehen von dem Ärger, Michael erst einmal zu finden, verspürte er kein Bedürfnis danach, die Geschichte sich an ihnen wiederholen zu sehen.
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